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  • Thema von carlos im Forum Aktion-Z

    „Aktion Z“ sammelt Altgold bei Zahnarzt-Patienten

    Trotz des hohen Goldpreises sind immer mehr Zahnarzt-Patienten bereit, nach einer Zahnsanierung ausgediente Brückenglieder oder Kronen aus Gold in die bereitstehenden Sammelbüchsen zu legen. Zu den bekanntesten Aktionen im Zusammenhang mit Altgold-Sammlungen im Zahnarztbereich gehört die „Aktion Z – Altgold für die dritte Welt”, die 2012 auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Informiert durch ihren Zahnarzt, der mit Flyern, Plakaten, in seinem Internet-Auftritt und mit persönlichem Engagement die Spenden-Aktion begleitet, entschließen sich immer mehr Patienten, mit diesem persönlichen Beitrag eine gute Sache zu unterstützen. Über den Spendenerlös von 2,34 Millionen Euro, den die letzte Sammelaktion seit 2008 bis jetzt erbrachte, werden sich die drei Hilfsorganisationen freuen, denn sie erhalten je 780.000 € für Projekte in der Dritten Welt.

    25 erfolgreiche Jahre

    Die „Aktion Z“ wurde 1987 von der Landeszahnärztekammer Baden- Württemberg und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein auf Initiative der Zahnärztekammer Karlsruhe ins Leben gerufen. Im Laufe der Jahre sind immer mehr Zahnarztpraxen dazu gekommen, die sich mit viel ehrenamtlichem Engagement an der Sammelaktion beteiligen. Die Patienten wissen, dass der Erlös der Aktion Z direkt an Hilfsprojekte in der Dritten Welt fließt. Außerdem wurden auch die nicht unerheblichen Scheidekosten, die bei der Trennung von edelmetallhaltigen Materialien anfallen, von der Firma Heraeus Kulzer GmbH, Hanau, als Spende eingebracht.

    Verantwortung für benachteiligte Länder

    Dr. Bernhard Jäger, Vizepräsident der LZK BW und Beauftragter der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg für die „Aktion Z“, betont in diesem Zusammenhang, dass Zahnärzte, Patienten und Kooperationspartner wissen,„dass wir eine große menschliche Verantwortung für unsere Mitmenschen in der Dritten Welt haben". Die Einnahmen aus der „Aktion Z“ werden direkt für den Kauf von medizinischen Instrumenten und Medikamenten, für Basisgesundheitsdienste und Armenapotheken, den Unterhalt von Armenkliniken, zahnärztliche Hilfe in unwegsamen Gebieten oder für medizinische Hilfe für Straßenkinder eingesetzt – eine oft überlebenswichtige Hilfe zur Selbsthilfe. Um diese leisten zu können, unterhält die „Aktion Z“ seit vielen Jahren eine enge Kooperation mit den folgenden drei Hilfsorganisationen:

    • Ärzte für die Dritte Welt – German Doctors e. V., Frankfurt a. M.

    • Don Bosco JUGEND DRITTE WELT e.V. -Aktion für internationale Jugendhilfe und Entwicklungsarbeit, Bonn oder Freunde und Förderer der Missionsprokur der Salesianer Don Boscos in Bonn e. V.

    • Hilfe zur Selbsthilfe – Dritte Welt e.V., Dossenheim.

    Insgesamt haben die Patienten seit Bestehen der „Aktion Z“ über 8 Millionen Euro gespendet. Dr. Bernhard Jäger: „Die Patienten spüren, dass sie mit einem kleinen Beitrag Menschen, die unter schwersten Bedingungen in der Dritten Welt leben, ein bisschen mehr Lebensqualität geben können. Sie haben bei allen Sorgen um unsere Krisen in Europa nicht vergessen, dass es viele Menschen auf der Welt gibt, denen es wesentlich schlechter geht als uns.“

    Quelle: Informationszentrum Zahngesundheit Baden-Württemberg (IZZ)

  • Thema von carlos im Forum Griechenland

    Als ich die geräumige Wohnung im ersten Stock in der Innenstadt von Thessaloniki betrete, erlebe ich eine Überraschung: der große Flur ist eng bestuhlt und dient als Wartezimmer, ein quergestellter Schreibtisch am Wohnzimmereingang ist die Anmeldung, darüber hängt die Flagge der griechischen Hilfsorganisation „Ärzte der Welt“.

    Das Wohnzimmer wurde zum Büro umfunktioniert, hier werden Spenden angenommen und katalogisiert, Dienstpläne geschrieben und die Praxis organisiert. In den Nebenräumen sind drei gut ausgestattete Sprechzimmer und eine kleine Apotheke entstanden. Im Schichtbetrieb kümmern sich hier niedergelassene Ärzte unentgeltlich und ehrenamtlich um diejenigen, die sich keinen Arztbesuch und keine Medikamente mehr leisten können.

    Und das werden immer mehr, bis zu 100 Patienten pro Sprechstunde, erklärt mir die Leiterin, eine der wenigen Hauptamtlichen hier. Gegründet wurde die Ambulanz eigentlich, um illegalen Einwanderern kostenlose medizinische Hilfe zu gewähren. Doch seit Griechenland wirtschaftlich in der Klemme steckt, kommen immer mehr Griechen hierher. Ein humanitärer Hilfseinsatz im eigenen Land.

    Heute Nachmittag hat ein Diabetologe Dienst. Nach einer sehr freundlichen Begrüssung führt er mich in der Ambulanz herum und lässt mich einen Blick in seinen Arzneimittelschrank werfen: besonders die Abteilung Antidiabetika ist nur noch sehr dürftig bestückt.

    Die Ambulanz der „Ärzte der Welt“ lebt von Spenden – eine besondere Bedeutung haben Arzneimittelspenden. In Griechenland dürfen Medikamente vom Arzt abgegeben werden. Ein kleiner, fensterloser Nebenraum der verwinkelten Wohnung dient einer ehrenamtlich arbeitenden Apothekerin als Arbeitsplatz. Sie sichtet die Arzneimittelspenden, prüft auf Inhalt, Menge und Verfallsdatum und fügt gleiche Medikamente zusammen. Nichts, was noch zu gebrauchen ist, wird weggeworfen.

    Benötigt wird eigentlich alles: Hochdruckpräparate und andere Herz-Kreislaufmedikamente, Antidiabetika, Antibiotika, Schmerzmittel.

  • Girona: Zahnbehandlung für ArmeDatum09.08.2013 23:25
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Girona: Zahnbehandlung für Arme
  • Girona: Zahnbehandlung für ArmeDatum09.08.2013 23:24
    Thema von carlos im Forum Spanien

    Es ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein, aber immerhin etwas. Einem Teil der Einwohner der Provinz Girona, die zu arm sind um zum Zahnarzt zu gehen, werden die Behandlungen und teilweise auch das benötigte Material geschenkt. Möglich macht dies ein Zusammenschluss von Zahnärzten, die sich in der Gruppierung „Dentistes Solidaris de Girona“ (Solidarische Zahnärzte aus Girona) zusammengeschlossen haben und regelmässig Behandlungen durchführen. Dabei spielt es keine Rolle, ob nun ein Zahn gezogen oder Karies entfern werden muss, eine Prothese repariert oder Entzündungen bekämpft werden – alles wird erledigt und der Patient hat wieder einen gesunden Mundinnenraum.

    Nun kann aber nicht einfach jeder zu diesen Zahnärzten gehen, sondern man muss nachweislich arm sein und man wird von den Sozialstationen nach Bedarf zu einem Termin geschickt. Mittlerweile konnten so seit 2011 immerhin 350 Menschen geholfen werden, die sich ohne diese Aktion nie und nimmer einen Zahnarzt hätten leisten können. Die in der Provinz Girona beheimatete Organisation „Dipsalut“ steuerte bisher knapp 114.000 Euro dazu und dieses Geld ist für das benötigte Personal bestimmt. Auf diesen Kosten sollen die Zahnärzte nicht auch noch sitzen bleiben.

    Der Grossteil der Patienten ist zwischen 30 und 60 Jahre al und 54% sind männlich und demnach 46% weiblich. 7,1% aller bisher behandelten Menschen stammen aus unserer Region, dem Alt Empordà.

  • ein Bericht aus Afghanistan Datum08.08.2013 17:18
    Foren-Beitrag von carlos im Thema ein Bericht aus Afghanistan
  • ein Bericht aus Afghanistan Datum08.08.2013 17:17
    Thema von carlos im Forum Afghanistan

    Zahnmedizin im Auslandseinsatz
    Drucken Von Oberfeldarzt Dr. med. dent. Michael Lüpke, Oberstabsarzt Christiane Reinke
    aktualisiert am 06.08.2013

    Das Aufgaben- und Einsatzspektrum der Deutschen Bundeswehr hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich gewandelt. Früher eine Armee der reinen Landesverteidigung, deren Soldaten ausschließlich in Deutschland stationiert waren, finden sich heute Soldaten der Bundeswehr an vielen Orten außerhalb der Bundesrepublik Deutschland im Einsatz. Teilweise sind es Einsätze mit einer geringen personellen Beteiligung von nur wenigen Soldaten, teilweise aber auch Beteiligungen mit einem großen Kontingent. Der vorliegende Artikel zeigt einen Überblick über die verschiedenen Aspekte der zahnärztlichen Versorgung im Auslandseinsatz. Neben den objektiven Fakten gibt es jedoch auch immer interessante subjektive Erfahrungen der beteiligten Kollegen/innen. Ein persönlicher Erfahrungsbericht aus einem aktuellen Einsatz in Kunduz/Afghanistan vermittelt einen Eindruck.
    Abb. 1: Zahnärztliche Behandlung in der Zahnstation des Feldlagers Kunduz/Afghanistan.
    Abb. 1: Zahnärztliche Behandlung in der Zahnstation des Feldlagers Kunduz/Afghanistan.


    Im April 2013 beteiligten sich ca. 6.500 Soldaten an verschiedenen Einsätzen, wobei der Schwerpunkt auf dem Einsatz im Rahmen der Mission ISAF in Afghanistan liegt. Als neue und aktuelle Operation sei hier der Einsatz deutscher Soldaten in Mali/Westafrika im Rahmen der Mission AFISMA erwähnt, bei dem die zahnärztliche Betreuung durch einen Sanitätsoffizier/Oralchirurgie gewährleistet wird. Aus den weltweiten Einsätzen ergeben sich selbstverständlich erhöhte Anforderungen sowohl an die Zahngesundheit der Soldaten als auch an den Zahnärztlichen Dienst der Bundeswehr. Der Zahnärztliche Dienst der Bundeswehr hat die zahnärztliche Versorgung der Soldaten der Deutschen Bundeswehr im Grundbetrieb wie auch im Einsatz sicherzustellen (Abb. 1). Dabei unterliegt gerade die zahnärztliche Versorgung im Einsatzland oft besonderen Anforderungen und Bedingungen. Voll einsatz- und verwendungsfähig ist nur der gesunde Soldat – dies schließt selbstverständlich gesunde orale Verhältnisse mit ein. Der Erhalt bzw. die Wiederherstellung der uneingeschränkten Einsatzbereitschaft im Sinne einer „combatreadiness“ muss dabei die absolute Priorität genießen. Die zahnärztliche Versorgung der Soldaten im Einsatz beginnt im Heimatland, wo bei Bedarf eine umfassende und abschließende orale Sanierung zu erfolgen hat. Doch selbst bei Beachtung dieser Prämisse sind zahnärztliche Notfälle im Einsatz unvermeidlich. Deren Behandlung bedarf entsprechender infrastruktureller und personeller Voraussetzungen im Einsatzland. Das zahnärztliche Personal und die zahnärztliche Behandlungseinrichtung sind auch im Einsatz immer ein Teil der sanitätsdienstlichen Versorgung insgesamt und in die entsprechende sanitätsdienstliche Behandlungseinrichtung integriert. Sowohl bei den frühen Einsätzen in Kambodscha oder Somalia als auch bei den aktuellen Einsätzen in Afghanistan oder Mali ist die Zahnmedizin eines der Fachgebiete der ersten Stunde und fast alle Bundeswehreinsätze wurden bzw. werden von Sanitätsoffizieren/ Zahnarzt begleitet.
    Dental-Fitness-Classification


    Mit dem Einsatz deutscher Soldaten außerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland rücken der zahnärztliche Notfall und seine Vermeidung unvermittelt in den Fokus der zahnärztlichen Behandlung. Daraus resultierte eine deutlich andere Gewichtung in der Ausrichtung der zahnärztlichen Behandlung. Eine der zentralen Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft ist die Forderung, die Anzahl möglicher zahnärztlicher Notfälle im Einsatz auf ein Minimum zu reduzieren. Ein zahnärztlicher Notfall fernab der Möglichkeit einer zahnärztlichen Behandlung vermag im schlimmsten Fall den Auftrag von Soldaten zu gefährden. Aus diesem Grund wurde 2006 in der Bundeswehr die Beurteilung der oralen Befunde nach einer vorgegebenen Dental-Fitness-Classification eingeführt. Als Richtlinie gilt das „NATO Standardisation Agreement 2466 Med“. Demnach muss sich jeder Soldat mindestens einmal im Jahr einer zahnärztlichen Untersuchung beim Truppenzahnarzt unterziehen, der eine Einteilung in eine der vier Dental-Fitness-Klassen vornimmt.
    Mittels der Dental-Fitness-Classification (DFC) wird das Risiko des Auftretens eines zahnärztlichen Notfalles innerhalb der nächsten 12 Monate bestimmt. Dabei gilt die in der Tabelle 1 vorgenommene Einteilung.



    Dental Fitness Class 1 gesund, keine zahnärztliche Behandlung erforderlich
    Dental Fitness Clas 2 zahnärztliche Behandlung erforderlich, zahnärztlicher Notfall in den nächsten 12 Monaten nicht zu erwarten
    Dental Fitness Class 3 zahnärztliche Behandlung erforderlich, zahnärztlicher Notfall in den nächsten 12 Monaten wahrscheinlich
    Dental Fitness Class 4 kein zahnärztlicher Befund vorhanden (12 Monate)


    Tab. 1: Einteilung der Dental-Fitness-Classification nach STANAG 2466 Med.

    Die Dental-Fitness-Class 2 wird zum Beispiel bei einem insuffizienten Kronenrand, aber auch bei einer initialen Karies vergeben. Hier ist zwar sicherlich eine zahnärztliche Behandlung erforderlich und anzustreben, ein zahnärztlicher Notfall ist in den nächsten 12 Monaten jedoch nicht zu erwarten. Eine Einteilung in die Dental-Fitness-Class 3 ist bei oralen Befunden vorzunehmen, die einen zahnärztlichen Notfall innerhalb der nächsten 12 Monate erwarten lassen. Davon ist etwa bei einer profunden kariösen Läsion oder einer apikalen Erkrankung auszugehen. In diesem Zusammenhang sei darauf verwiesen, dass gerade Diagnosen aus dem Bereich der konservativen Zahnheilkunde den Löwenanteil der zahnärztlichen Notfälle im Einsatz ausmachen und daher besondere Beachtung verdienen. Auf diesen Aspekt wird daher an anderer Stelle dieser Ausführungen noch eingegangen.
    Einsatzverwendungsfähig sind nur Soldaten mit einer Dental-Fitness-Classification der Grade 1 oder 2. Die komplette orale Sanierung muss das Ziel der zahnärztlichen Behandlung im Heimatland sein. Aus verschiedenen Gründen ist dies nicht immer möglich. Unabrückbare Forderung ist jedoch, dass durch die zahnärztliche Behandlung der Soldaten mit ehemals DFC 3 zumindest die Einteilung in DFC 2 erzielt wird. Die Behandlung der Soldaten mit DCF 3 muss daher absolute Priorität erfahren.
    Infrastruktur und materielle Ausstattung


    Auch bei konsequenter Umsetzung der genannten Maßnahmen und der besten Vorbereitung sind zahnärztliche Notfälle im Einsatz unvermeidlich. Dafür gilt es entsprechende infrastrukturelle Voraussetzungen mit einer entsprechenden zahnärztlichen Behandlungseinrichtung vorzuhalten. Von sehr wenigen einfachen oralchirurgischen Behandlungsmaßnahmen einmal abgesehen, bedarf es für die zahnärztliche Behandlung spezieller apparativer und infrastruktureller Voraussetzungen. Diese haben sich im Laufe der Zeit mit vermehrter Einsatzerfahrung zunehmend verbessert. Wann immer möglich, wird die Unterbringung der zahnärztlichen Behandlungseinrichtung in einer festen Unterkunft bevorzugt. Im Rahmen dieser Ausführungen kann nicht auf jeden einzelnen zahnärztlichen Behandlungsplatz eingegangen werden. Die größte zahnärztliche Behandlungseinrichtung im Einsatz befindet sich zurzeit in Mazar-e-sharif im dortigen Feldlazarett im Camp Marmal; diese soll im Folgenden ausführlich dargestellt werden.
    Zahnarztgruppe Mazar-e-sharif


    In Mazar-e-sharif befindet sich mit ungefähr 3.000 deutschen Soldaten der größte deutsche Stützpunkt in Afghanistan. 2007 wurde das deutsche Feldlazarett in einem neu errichteten Gebäudekomplex untergebracht. Die Zahnarztgruppe findet sich im Ambulanztrakt. Mit insgesamt 8 Funktionszimmern ist sie die größte Ambulanz. Alle Räumlichkeiten sind großzügig gestaltet und mit einer Klimaanlage ausgestattet. Es stehen zwei Behandlungszimmer mit jeweils einem neuen Behandlungsstuhl zur Verfügung. Wie in Abb. 2 ersichtlich, sind die Behandlungszimmer freundlich und modern gestaltet. Die Behandlungszimmer sind mit dem entsprechenden zahnärztlichen Instrumentarium und Gerätschaften komplett ausgestattet. Dies betrifft natürlich im Einsatz gerade auch das oralchirurgische Instrumentarium. Hier seien beispielhaft Sets für Osteosynthesen und das Chirurgiegerät für Arbeiten am Alveolarknochen genannt. Die Vorhaltung in vorbereiteten OP-Trays ermöglicht im Notfall eine schnelle Herstellung der oralchirurgischen Arbeitsbereitschaft. Die Vor- und Nachbereitung des Instrumentariums erfolgt in einem entsprechend dafür ausgestatteten Raum (Abb. 3).

    Auf die Möglichkeit zur Herstellung von Röntgenaufnahmen sei in diesem Zusammenhang nochmals gesondert eingegangen. Gemäß der Forderung der deutschen Röntgenverordnung zur Minimierung der Strahlenexposition wurde in der neuen Zahnarztgruppe eine moderne digitale Röntgenanlage eingerichtet. Diese erlaubt die hervorragende radiologische Darstellung der oralen Strukturen bei geringer Strahlenbelastung. Praktisch ist das Vorhandensein von entsprechenden Monitoren in den Behandlungszimmern, anhand derer eine schnelle Auswertung der Bilder möglich ist. Die Anfertigung von Einzelzahnaufnahmen geschieht direkt am Behandlungsstuhl, für die Anfertigung von Panoramaschichtaufnahmen steht ein Röntgenraum zur Verfügung (Abb. 4 u. 5).
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    Abb. 2: Behandlungszimmer in der Zahnstation des Feldlazaretts in Mazar-e-sharif, die u.a. mit der KaVo Status 1080TM ausgestattet ist. Abb. 3: Raum für die Instrumentenauf- und nachbereitung in der Zahnstation Mazar-e-sharif. Abb. 4: Blick in den Röntgenraum der Zahnstation Mazar-e-sharif. Abb. 5: Digitales Röntgengerät Planmeca Proline XC.


    Weitere Funktionsräume (z. B. für die Anmeldung) komplettieren das Raumangebot. Mit der Unterbringung in einem festen Gebäude erhöht sich die Sicherheit der in diesem Bereich befindlichen Soldaten etwa bei Beschuss. Hinzu kommt, dass im Alarmierungs- oder Notfall im Lager nicht länger ungeschützte Bereiche begangen werden müssen, um von der Zahnarztgruppe in das Feldlazarett zu gelangen. Aufgrund der Klimatisierung der Räume können auch längere Behandlungen ohne physischen Stress durch Hitzebelastung durchgeführt werden – dies kommt sowohl dem Behandler als auch dem Patienten zugute. Bei Außentemperaturen von annähernd 50 Grad im Hochsommer ist dieser Aspekt wesentlich. Zudem ist der Umgang mit den teilweise wärmeempfindlichen zahnärztlichen Materialien weniger problematisch. Die guten infrastrukturellen Gegebenheiten verhindern zudem eine Belastung mit dem in Afghanistan gerade in den Sommermonaten sonst allgegenwärtigen Staub. Den auch im Einsatzland geltenden Regeln der Hygieneverordnung kann damit uneingeschränkt entsprochen werden. Die vorhandene räumliche Nähe zu den anderen Fachdisziplinen verbessert zudem die interdisziplinäre Zusammenarbeit.
    Zahnärztliche Diagnosen und Therapiemaßnahmen im Einsatz


    Trotz der Forderung, dass nur ein oral gesunder Soldat in den Einsatz gehen soll, treten im Einsatz zahnärztliche Notfälle in nicht unbeträchtlicher Anzahl auf. Diese weiter zu reduzieren muss ein wichtiges Anliegen des Zahnärztlichen Dienstes der Bundeswehr sein. Aus diesem Grund ist eine Betrachtung der im Einsatz aufgetretenen Notfälle und der deshalb erfolgten Behandlungsmaßnahmen von großem Interesse. Im Folgenden sollen die im Jahre 2010 im Einsatz insgesamt – also an Land und auf See – aufgetretenen zahnärztlichen Notfälle eine eingehende Betrachtung erfahren.

    Zahnärztliche Diagnosen
    Im Jahre 2010 fanden im Einsatz insgesamt 6.009 zahnärztliche Behandlungssitzungen statt. Die Gründe für deren Notwendigkeit waren, wie in der Übersicht über die Diagnosen dargestellt, innerhalb der einzelnen zahnmedizinischen Fächer sehr unterschiedlich gewichtet (Abb. 6, Tab. 2).

    Diagnosen
    Gesamt
    Relativ

    Trauma 53 0,88 %
    Entzündliche Prozesse 858 14,28 %
    Endodont. Prozesse 845 14,06 %
    CMD 77 1,28 %
    Konservierende Dysfunk. 1.673 27,84 %
    Defekter ZE 108 1,80 %
    Parodont. Prozesse 615 10,23 %
    Sonstiges 1.780 29,62 %
    Gesamt 6.009 100,00 %


    Tab. 2: Aufstellung der Diagnosen, die eine Notfallbehandlung verursachten.

    Den größten Anteil mit 1.673 Sitzungen – entsprechend 27,84 % des Gesamtanteils – machte die Diagnose „konservierende Dysfunktion“ aus. Unter dieser Diagnose sind Füllungsverluste, Füllungsfrakturen oder auch kariöse Defekte subsumiert. Ebenfalls in den Bereich der konservierenden Zahnheilkunde fallen die durch endodontische Prozesse verursachten 845 Behandlungssitzungen, die einen Anteil von 14,06 % ausmachten. Annähernd den gleichen Anteil mit 14,28 % (858 Sitzungen) machen entzündliche Prozesse aus. Darunter kann es sich um eine Perikoronitis, aber auch um eine Pulpitis handeln. Eine genaue Differenzierung konnte den Daten nicht entnommen werden. Mit 615 Behandlungssitzungen – entsprechend 10,23 % – ind parodontologische Prozesse ebenfalls noch bedeutsam. Leider ist den Daten nicht zu entnehmen, um welche Prozesse es sich handelt. Hier wäre eine genauere Differenzierung interessant, da die infrage kommenden Prozesse wie der Parodontalabszess oder die nekrotisierende ulzerierende Gingivitis das Allgemeinbefinden und damit die Einsatzbereitschaft ganz erheblich beeinträchtigen können. Weitere Diagnosen wie das Trauma, der defekte Zahnersatz oder die craniomandibuläre Dysfunktion treten im Einsatz deutlich seltener auf. Es sei jedoch daran erinnert, dass ein durch ein Trauma bedingter Notfall, z. B. eine Unterkieferfraktur, ebenfalls beträchtliche Auswirkungen für den Betroffenen haben und eine Behandlung notwendig machen kann. Es fällt auf, dass der prozentual größte Anteil der Sitzungen mit 29,62 % unter „Sonstiges“ geführt wird. Dabei handelt es sich um Diagnosen verschiedenster Art (z. B. überempfindlicher Zahnhals), die keiner der gängigen Diagnosen zugeordnet werden können. Hier sollte für die Zukunft darüber nachgedacht werden, ob durch eine weitere Differenzierung dieser doch große Anteil nicht genauer benannt werden kann. Darüber hinaus sollten die aufgetretenen Notfälle insgesamt eine vor allem wissenschaftliche Betrachtung erfahren. Trotz umfangreicher Sanierungsbemühungen im Heimatland ist die Anzahl der aufgetretenen Notfälle nicht unerheblich. Ein Grund dafür könnte unter anderem darin liegen, dass wir zu vielen Aspekten noch keine entsprechenden wissenschaftlichen Erkenntnisse haben. Gerade der Zusammenhang zwischen der Einsatzbelastung und deren Auswirkung auf die Ätiologie entzündlicher Prozesse ist bislang noch nicht hinreichend erforscht. Hier gilt es auch seitens des zahnärztlichen Dienstes der Bundeswehr, durch entsprechende wehrmedizinisch-zahnärztliche Forschungsprojekte weitere Erkenntnisse zu erlangen.
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    Abb. 6: Darstellung der Diagnosen, die eine Notfallbehandlung verursachten (Quelle: SanAmtBw Abt. VI). Abb. 7: Darstellung der zahnärztlichen Therapiemaßnahmen im Einsatz (Quelle: SanAmt Abt. VI).


    Zahnärztliche Therapie im Einsatz
    Wie bereits ausgeführt, wird der größte Anteil der notwendigen Sitzungen durch Probleme aus dem Bereich der konservierenden Zahnheilkunde verursacht. Demzufolge machen therapeutische Maßnahmen aus dem Bereich der Zahnheilkunde den größten Anteil der Behandlungssitzungen aus (Abb. 7). Für die Versorgung mit Füllungen waren 1.443 Behandlungssitzungen erforderlich, dies entspricht 24,29 % am Gesamtanteil der Behandlungssitzungen. Ebenfalls in den Bereich der konservierenden Zahnheilkunde fällt die endodontische Therapie mit 11,09 % entsprechend 659 Behandlungssitzungen. Erfreulich ist, dass auch im Einsatz mit 13,18 % (783 Sitzungen) ein hoher Anteil an Prophylaxesitzungen durchgeführt werden konnte. Bezüglich deren Notwendigkeit sei daran erinnert, dass unter der Stressbelastung im Einsatz von einer reduzierten individuellen Mundhygiene der Soldaten auszugehen ist und aufgrund weiterer bestehender Faktoren (reduzierte Immunabwehr durch physischen und psychischen Stress, Nikotinabusus) eine erhöhte Anfälligkeit der Soldaten für eine gingivale Entzündung diskutiert werden kann. Addiert man zu diesen 13,18 % noch die 7,21 % (428 Sitzungen) für weitere parodontologische Behandlungsmaßnahmen hinzu, so machen parodontologische Behandlungsmaßnahmen insgesamt einen Anteil von 20,39 % aus. Die chirurgische Therapie macht zwar nur einen Anteil von 5,72 % (340 Sitzungen) aus, bleibt aber aufgrund der sie verursachenden, meist für die Einsatzfähigkeit schwerwiegenden Diagnose bedeutsam. Wie bei den Diagnosen fällt auch bei der Therapie auf, dass der größte Anteil der Behandlungssitzungen keinem Fachgebiet eindeutig zugeordnet werden kann. Unter der Palliativversorgung mit 35,52 % (entsprechend 2.110 Behandlungssitzungen) sind viele nicht eindeutig zuzuordnende Maßnahmen subsumiert. Hier gilt es für die Zukunft eine weitere, eindeutige Differenzierung vorzunehmen.
    Erfahrungen als Truppenzahnärztin im Feldlager Kunduz/Afghanistan


    Christiane Reinke
    „Der Mensch ist hart wie ein Stein und doch zart wie eine Rose“ (afghanisches Sprichwort)
    Als weiblicher Offizier Dienst im zentralen Sanitätsdienst zu leisten ist – subjektiv betrachtet – Erfüllung und Herausforderung zugleich. Zwei äußerst unterschiedliche Berufe zu kombinieren und dabei weder die soldatische Komponente noch die zahnmedizinische Kompetenz zu vernachlässigen, stellt gerade im Auslandseinsatz eine nicht zu unterschätzende Aufgabe dar. Ende März 2013 verlegte ich zusammen mit dem 31. Einsatzkontingent ISAF meine Wirkungsstätte für die kommenden 103 Tage zur Sanitätseinsatzkompanie nach Kunduz im nordöstlichen Afghanistan.
    Meine ersten Amtshandlungen beschränkten sich hauptsächlich auf das Soldatische. Ich übernahm meine Waffe, die mein ständiger Begleiter war – auch als Zahnärztin muss ich mich mit allen Alarmierungsmaßnahmen und sonstigen Eventualitäten vertraut machen. Ich ertappte mich dabei, wie ich meine Pistole während der ersten Tage auch bei der Behandlung trug. Sie gab mir ein Gefühl von Sicherheit und doch war es anfänglich – obwohl ich schon seit über 12 Jahren Soldat bin – ein derangierendes Gefühl. Die Bedrohungslage im Feldlager selbst erscheint relativ gering, direkt hinter der dicken hohen ockerfarbenen Mauer, jedoch ist die Gefahr teilweise latent, teilweise auch mit Händen greifbar. Schnell war ich vom Feldlageralltag gefangen und eine Woche glich der anderen. In den wenigen ruhigen Momenten, in denen ich bewusst wahrnahm, wo ich mich befinde, war ich immer wieder neu erstaunt, wie anpassungsfähig – physisch wie psychisch – Menschen sind.

    Mein kleines Team bestand aus meinem Assistenten, einem sehr einsatzerfahrenen Kameraden, und meiner Person. Eine gute Assistenz zu haben ist auch hier unbezahlbar und natürlich ebenfalls Voraussetzung, um das Pensum an Patienten bewältigen zu können. Abgesehen von 4 lokal ansässigen afghanischen Zahnärzten in Kunduz City waren wir in einem Umkreis von ca. 400 km die einzige Zahnarztpraxis mit westlichem Standard. Wir versorgten sowohl eigene Kräfte als auch alle ISAF-Soldaten anderer Nationen innerhalb des Feldlagers. Um lange Ausfälle und Einschränkungen möglichst zu vermeiden, werden die deutschen Soldaten vor jedem Auslandseinsatz zahnmedizinisch begutachtet und gemäß einer Klassifikation kategorisiert. Daher beschränkten sich die komplexen dentalen Fälle meist auf Soldaten anderer Nationen. Zusätzlich betreuten wir sämtliche Außenposten im nordöstlichen Afghanistan sowie afghanische Polizisten, Soldaten, Sprachmittler und Arbeiter (manchmal sogar deren Familienangehörige). Kurz gesagt: Jeder schmerzgequälte Mensch, der es bis zu unserer Türschaffte, wurde möglichst adäquat behandelt. Dabei erhielten wir einen globalen Einblick in die verschiedensten zahnmedizinischen Techniken und bekamen auch bei uns schon lange „ausgestorbene“ Prozeduren und Versorgungen, wie handgebuckelte Ringdeckelkronen oder Drahtligaturen mit befestigten extrahierten Zähnen als permanente Lückenschlussrestauration, zu sehen. Bei unseren afghanischen Patienten galt das Motto „Endo oder Ex“. Einige unserer erwachsenen Patienten waren noch nie zuvor bei einem Zahnarzt gewesen. Prophylaktische Besuche sind in Afghanistan völlig unbekannt. Aufgrund der zahnmedizinischen Versorgungslage plante ich zusammen mit einem Kameraden aus der Abteilung für zivil-militärische Zusammenarbeit ein bescheidenes Hilfsprojekt für Kinder im Vorschulalter. Die Kinder dieses Landes sind genauso unschuldig wie jedes andere Kind auf dieser Welt. Rechnet man unsere Gruppenprophylaxe an diesem Tag in glückliche Kindergesichter um, so können wir durchaus mit Stolz von einem kleinen nachhaltigen Erfolg sprechen.
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    Abb. 8: Ausgangssituation der UK-Front nach Entfernung aller Beläge. Abb. 9: Panoramaschichtaufnahme vor Behandlungsbeinn.


    Der Sanitätsdienst der Bundeswehr ist bei anderen Nationen hoch angesehen. Bis auf komplexe prothetische Arbeiten können wir nahezu den gleichen hohen Standard an zahnmedizinischer Leistung bieten wie am Heimatstandort. Natürlich lag mein Hauptaufgabengebiet auf der Betreuung eigener und befreundeter Soldaten, jedoch war der Umgang mit afghanischen Patienten für mich persönlich sehr prägend. Die Behandlung der meist männlichen Behandlungsbedürftigen stellte sich für mich anfangs befremdlich dar, denn religiös und kulturell begründet fand eine Kommunikation fast nie mit mir persönlich statt, sondern meist über einen Sprachmittler. Die recht intime Patienten-Zahnarzt-Situation während der Behandlung war nach meinem subjektiven Erachten für den Großteil der Afghanen aufgrund der Anwesenheit einer weiblichen Zahnärztin eher unangenehm. Erstaunlich war jedoch häufig, wie schmerzresistent die meisten der afghanischen Patienten bei der Behandlung waren. Mit einem Augenzwinkern kann ich zusammenfassend bemerken: Das Schmerzempfinden steigt offensichtlich proportional zur sozialen Stellung in Afghanistan, jedoch verhält es sich leider genau gegensätzlich mit der Compliance. Während der 103 Einsatztage in Kunduz konnte ich vielfältige unvergessliche zahnmedizinische und zwischenmenschliche Eindrücke sammeln, jedoch bewegte mich das Schicksal ines 16-jährigen afghanischen Jungen besonders. Als Sohn einer lokal angesehenen Persönlichkeit wurde er durch feindliche Kräfte entführt und gefoltert. Er konnte glücklicherweise befreit werden und lag anschließend zur Rehabilitation einige Monate im Krankenhaus in Kunduz.
    Seither quälten ihn starke Zahnschmerzen, doch die afghanischen Ärzte im Krankenhaus sahen sich überfordert, Maßnahmen zur Schmerzstillung einzuleiten. Der Vater des jungen Mannes richtete einen Brief an die Sanitätseinsatzkompanie, bat um meine Hilfe und schilderte die Situation. Bei der Erstvorstellung in unserer Praxis zeigte sich das ganze Ausmaß seiner Verletzungen im Gesichtsbereich (Abb. 8). Bei retardiertem Allgemeinzustand imponierte hauptsächlich die Frontzahnsituation. Seine Peiniger hatten versucht, ihm alle Frontzähne im Oberkiefer und Unterkiefer zu extrahieren. Jeder einzelne Frontzahn stellte ein kompliziertes Trauma dar. Zusätzlich hatte man mit einem Schrotgewehr auf ihn geschossen. Auf der von uns angefertigten Panoramaschichtaufnahme (Abb. 9) zeigten sich viele im Kopfbereich verbliebene Schrotkugeln sowie besonders im Oberkieferbereich lokalisierte Metallsplitter. In der ersten Sitzung extrahierte ich die nicht erhaltungswürdigen Zähne 11, 12, 21, 41 und 42 (Abb. 10). Die Zähne 22, 31 und 32 waren zwar equigingival frakturiert, jedoch war es hier möglich, mittels endodontischer Versorgung einen Rettungsversuch zu wagen.
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    Abb. 10: Oralchirurgische Therapie im Unterkiefer mit Entfernung von 41 und 42. Abb. 11: Prothetische Versorgung des Oberkiefers. Abb. 12: Prothetische Versorgung des Unterkiefers. Abb. 13: Panoramaschichtaufnahme nach Behandlungsschluss.
    Im Oberkiefer entnahm ich über eine großzügige Abklappung der Gingiva zusätzlich nekrotisierten Alveolarfortsatz und alle erreichbaren metallischen Fremdkörper. Eine Minimierung des horizontalen Knochenlevels ließ sich durch diese recht invasive Knochenplastik nicht vermeiden. Zum Abschluss der ersten Sitzung bedankten sich die Begleiterdes Patienten bei meiner männlichen Assistenz. Sie schauten zwar während der gesamten Sitzung auf meine Arbeit, doch in ihrer Vorstellung war es nicht möglich, sich damit zu arrangieren, dass eine weibliche Person in Anwesenheit einer männlichen die Führung haben könnte. Schon eine Woche später konnten wir die Nähte entfernen und unser junger Patient war erstmalig nach 4 Monaten schmerzfrei. Nachfolgend entschied ich mich für die Platzierung von adhäsiv befestigten Glasfaserstiften bei 31 und 32, zur Versorgung der Unterkiefersituation für ein adhäsiv befestigtes laborgefertigtes Langzeitprovisorium aus Komposit im Sinne einer Klebebrücke. Da es mir nicht möglich war, metallische Kronen oder Brücken zu generieren, hielt ich diese glasfasermattenverstärkte Variante für indiziert. Im Oberkiefer erschien mir die zu überbrückende Spanne zu extendiert für eine gleichartige Versorgung, daher fertigte ich hierfür eine Teilprothese mit gebogenen Klammern an. Nach 5 Sitzungen und vielen nächtlichen Stunden in unserem bescheiden eingerichteten Laboratorium gliederten wir die Arbeiten ein und waren aufgrund der improvisierten zahntechnischen Mittel sehr zufrieden mit dem Resultat (Abb. 11 u. 12). Sehr zu unserer Verwunderung teilte unser Patient diese Meinung nicht mit uns. Er war keineswegs zufrieden, hoffte offensichtlich auf eine Restauration, die seiner natürlichen Situation vor seinem Martyrium gleichen würde, und überschätzte abei unsere prothetischen Möglichkeiten gewaltig. Wir konnten unsere Enttäuschung ganz und gar nicht verbergen, ber auch diese negativen Gefühle sind Teil dieser Erfahrung und ein Grund mehr, dass diese Situation uns sicher noch oft ins Gedächtnis kommen wird.

    Zusammenfassend bin ich dankbar über jeden Patienten, der unsere Praxis lächelnd verlassen hat – unabhängig von seiner Herkunft und der Schwere der Verwundung oder Erkrankung. Das Besondere an der zahnärztlichen Tätigkeit in einem Auslandseinsatz ist die gelebte Kameradschaft. Sie ist essenziell, ersetzt sie doch die unerreichbare Zuneigung der Lieben daheim, spendet Trost und hilft über schwere Tage hinweg. Viele meiner Kameraden hier haben etliches Leid gesehen und leider haben wir auch einen Kameraden aus unserer Mitte verloren. Jeder Einzelne in unserer Kompanie war unersetzbar, da er eine Fähigkeit mitbrachte, die nur er beherrschte. Daher waren wir auch als zahnärztliches Team einerseits mit großer Verantwortung betraut, andererseits aufgrund des Gefühls, überaus nützliche Arbeit leisten zu können, sehr zufrieden mit unserem Auftrag.

  • Zahnmedizinisches Myanmar ProjektDatum06.08.2013 22:11
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Zahnmedizinisches Myanmar Projekt
  • Zahnmedizinisches Myanmar ProjektDatum06.08.2013 22:11
    Thema von carlos im Forum Myanmar

    Die Flutkatastrophe 2008 hat Myanmar, das ehemalige Burma, den Fluss Irrawaddy und die gegen westliche Hilfe lange zögerliche Militärregierung weltweit bekannt gemacht. „Zahnpflege ist dort quasi unbekannt, dementsprechend sehen die Zähne der Menschen aus. Und Zahnärzte haben die meisten dort noch nie gesehen“, beschreibt UW/H-Student Mathias Benedix, der das Land im Jahr 2009 besuchte, die Lage.

    Ziel des zahnmedizinischen Myanmar Projektes ist es, ausgestattet mit einer mobilen dentalen Behandlungseinheit, die Arbeit der Zahnärzte des Landes materiell, finanziell und praktisch zu unterstützen. Insbesondere sollen für Kinder konservierende Behandlungen, zahnmedizinische Präventionsprogramme und Aufklärung angeboten werden. Mindestens einmal pro Jahr reist eine Gruppe von Studierenden der Zahnmedizin im klinischen Studienabschnitt nach Myanmar, um vor Ort zu helfen.

    Das Projekt wurde 2008 von den damaligen UW/H-Studierenden Constanze Sauer und Georg Kirchner initiiert und gestartet. Der verheerende Zyklon „Nargis“ hatte im April 2008 zehntausende Tote und hunderttausende Obdachlose gefordert. Die beiden kamen also in ein Land, welches dringend medizinische und natürlich auch zahnmedizinische Hilfe benötigte.

    Im darauf folgenden Jahr waren wieder zwei Studenten (Mathias Benedix und Felix Käpernick) vor Ort im Einsatz. Das Projekt hatte sich inzwischen weiter entwickelt. Mit Spendeneinnahmen auf einer Charityveranstaltung konnte eine mobile dentale Behandlungseinheit erworben werden. Zahlreiche Firmen spendeten sämtliche nötigen Materialien. Im Gepäck waren über 700 Zahnbürsten und natürlich das Zahnputzkrokodil „Joe“.

    Im September 2011 reisten dann nach über einem halben Jahr der Vorbereitung, zahllosen Telefonaten, Gesprächen und E-Mails Franziska Schaupp, Karen Kemna, Lea Krueger-Janson und Oskar Bunz nach Myanmar, um weitestgehend autark zahnmedizinische Behandlungen und vor allem Prävention in einem Entwicklungsland durchzuführen. Neben einer weiteren „Mobilen Dentalen Behandlungseinheit“ (MDB) waren zahnmedizinische Füllungswerkstoffe, Hygieneartikel, Schleifer sowie Extraktionsinstrumentarium dank der Sponsoren zahlreich vorhanden.

    Auch in 2012 engagierten sich wieder drei UW/H-Studierende für die Mundgesundheit der einheimischen Kinder: Franziska Lieken, Dominik Mettenleiter und Andreas Wagner. Dabei hatten sie 1200 Zahnbürsten, 1000 Tuben Zahnpasta, Flouridlacke, Bohrer, Füllungsmaterialien, die mobile dentale Behandlungseinheit und natürlich das Zahnputzkrokodil „Joe“

    Unterstützt wird unser Projekt von Prof. Paing Soe, dem Chef der dortigen Zahnärztekammer, sowie der „Myanmar Foundation“ mit Sitz in München. Zudem ist das Projekt seit Anfang 2011 offiziell von der Bundeszahnärztekammer anerkannt. Schirmherr innerhalb der Universität ist Prof. Dr. Stefan Zimmer.

    Künftig sollen sechs Schulen der Myanmar Foundation alle drei Monate mit neuen Zahnbürsten und fluoridhaltiger Zahnpasta versorgt werden. Damit können die Kinder (insgesamt über 1200) jeden Mittag nach dem Schulessen gemeinsam Zähneputzen, wodurch sich die Zahngesundheit erheblich bessern wird.

    Lesen Sie hier die Famulaturberichte der UW/H-Studierenden, die in den Jahren 2010, 2011 und 2012 nach Myanmar gereist sind:

    Famulaturbericht 2012
    Famulaturbericht 2011
    Famulaturbericht 2010
    Famulaturbericht 2009

    Ansprechpartnerin:
    Jeanette Gumpp

  • Thema von carlos im Forum Myanmar

    Zahnärzteschaften Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen spenden 20.000 Euro

    Die Zahnärzteschaften Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen unterstützen das Myanmar-Projekt von Studierenden der Zahnmedizin der Universität Witten/Herde­cke (UWH) mit 20.000 Euro. Die symbolische Übergabe fand am 18. Juli 2013 in der Zahnklinik der UWH statt.

    Dr. Wolfgang Schnickmann vertrat die Zahnärzteschaft Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bei der Übergabe: „Mehr als 500 Zahnärzte in den beiden Bundesländern engagieren sich für die zahnmedizinische Hilfe in der dritten Welt. Sie behandeln beispielsweise ehrenamtlich in ihrem Urlaub und sprechen Patienten darauf an, ob sie nicht Altgold, das bei Behandlungen anfällt, spenden möchten. Daher stammt das Geld, das wir hier überreichen können.“

    Zuletzt waren im Juli 2012 drei Studierende der Zahnmedizin – Franziska Lieken, Dominik Mettenleiter und Andreas Wagner – in Myanmar. Im ehemaligen Birma sind Zahnärzte zumindest abseits der großen Städte eine Seltenheit, und die Zahnpflege ist nicht sehr verbreitet. „Wir hatten damals 1.200 Zahnbürsten, 1.000 Tuben Zahnpasta, Fluoridlacke, Bohrer, Füllungsmaterialien, die mobile dentale Behandlungseinheit und natürlich unser Zahnputzkrokodil Joe dabei. Mit der Handpuppe zeigen wir den Kindern das richtige Zähneputzen“, schilderte Lieken einen typischen Hilfseinsatz. „Mit dem Spendengeld können wir demnächst mehr Material mitnehmen, denn Zahnbürs­ten und Zahnpasta haben nur wenige Menschen in Myanmar. Und wir können öfter hinfahren“, ergänzte Mettenleiter.

    Prof. Dr. Stefan Zimmer, der Lei­ter des Departments und Schirmherr des Projekts, dankte den Spendern: „Wir sind sehr froh, dass mit der Spende die Arbeit der engagierten Studierenden gesichert werden kann. Denn es ist nicht einfach, jedes Jahr genug Material mit Sachspenden einzuwerben, um im Land auch wirkungsvoll helfen zu können. Unterstützt wird unser Projekt von Prof. Paing Soe, dem Chef der Zahnärztekammer in Myanmar, sowie der ‚Myanmar Foundation‘ mit Sitz in München. Zudem ist das Projekt seit Anfang 2011 offiziell von der Bundeszahnärztekammer anerkannt.“

    Künftig sollen sechs Schulen der „Myanmar Foundation“ alle drei Monate mit neuen Zahnbürs­ten und fluoridhaltiger Zahnpas­ta versorgt werden. Damit können die Kinder (insgesamt mehr als 1.200) jeden Mittag nach dem Schulessen gemeinsam die Zähne putzen, wodurch sich ihre Zahngesundheit erheblich bessern wird.

    Mehr zum Projekt unter www.uni-wh.de/universitaet/studentische-...myanmar-projekt.

  • Thema von carlos im Forum Scientific Publications

    A month and a half after January's devastating earthquake in Haiti, the National Organization for the Advancement of Haitians, a U.S.-based nonprofit organization with a division dedicated to improving health care in Haiti, sent in teams of U.S. physicians and other health care professionals, primarily of Haitian descent, as the acute phase of disaster response was ending. As part of this group, I worked in a makeshift hospital in Tabarre, a section of northeast Port-au-Prince.

    As a first-generation Haitian-American and an internist, I expected to be prepared for the situation I was walking into. Haiti was a country I knew, I spoke the language, I understood the people, and by this point I had been watching the disaster on television daily for over a month. I knew that with the threat to life no longer minute to minute but week to week, the long-term recovery phase was beginning. According to my relatives in Haiti, the initial shock was passing. Dead victims had been cleared from the streets, families were either reunited or mourning their losses, the roads were somewhat drivable, and food and water were slowly making their way to survivors. Yet when I came face to face with the disaster, I realized that the media hadn't even begun to capture the extent of the devastation. Seeing Haiti through a framed television screen had given me only a snapshot of destroyed buildings, misplaced families, and stories of loss and survival.

    When you're on site, there is no television to turn off, no place to avert your gaze, no way to avoid hearing endless conversations about loss and devastation — and fears about worse to come. Nor could I turn off the unrelenting heat, or the airborne dust from the rubble of destroyed buildings, or the smoke rising from burning bodies, wood, and rubber. As I looked around, not a single standing building interrupted my line of sight in any direction. Every street was spilling over with masses of displaced people, many of them young children, stuck in a strange purgatory with no place to stay and no place to go.

    I soon saw that the Haitian people were paralyzed by fear. In the middle of the night, while coworkers and I were asleep inside a small home that had survived the earthquake, a minor tremor (measuring 4 on the Richter scale) knocked me out of bed. Immediately, people were screaming in the streets, afraid that “the next big one” was upon them. Neighbors yelled frantically, telling us to get out, that they could hear the building cracking. The next thing I knew, I was sleeping in a tent — the most secure and comfortable option. At that point, my only solace lay in focusing on what I could control — what little I could offer as a physician.

    (FigurePostoperative Care for a Young Amputee.)

    At our makeshift hospital, we were past the heroic stage of rescuing bodies from the rubble and performing emergency lifesaving surgeries. Now the delayed effects of the earthquake, which affected an estimated 1.4 million people, were manifesting themselves. Inconsistent wound care and rehabilitation for trauma victims and amputees resulted in a multitude of patient visits for infections, disabilities, and complications from delayed treatment, such as gangrene and sepsis. The dust and smoke in the air led to respiratory illnesses, including severe asthma, flares of chronic obstructive pulmonary disease, bronchitis, and pneumonia. According to the World Health Organization (WHO), respiratory infections are now the main cause of illness, followed by trauma or injury, diarrhea, and suspected malaria.1 Crowding and poor sanitation in rapidly growing tent settlements were creating or exacerbating medical problems, particularly in children. Mobile clinics from Tabarre provided targeted, large-scale treatment of postoperative infections and therapies for outbreaks of lice and scabies in orphanages. Before the earthquake, diarrheal illness accounted for 17% of deaths in children under the age of 5 years. Now, in addition to the already contaminated water supplies and poor sanitation, the rainy season will increase the risk of acute respiratory infection, diarrhea, and waterborne and vectorborne diseases, including dengue, typhoid, and malaria. In anticipation of this onslaught, the WHO is undertaking large-scale vaccination campaigns and tasking mobile health clinics with identifying outbreaks quickly in order to limit the associated morbidity and mortality.

    In addition, the chronic diseases that patients had been ignoring since the earthquake were rearing their ugly heads. Several patients arrived after having interrupted their treatment for tuberculosis or HIV, with no records of their previous regimens. Large numbers of patients — some who had had no regular health care before the earthquake and others whose care had been interrupted — now presented with acute manifestations of their uncontrolled chronic diseases, in the form of hypertensive emergencies, strokes, seizures, and diabetic ketoacidosis. Although many medications were available, donors had provided a supply of drugs that generally were not targeted to chronic health problems. In Tabarre, despite the fact that we limited each patient to only 10 to 15 pills at a time, the medications in highest demand — such as basic antibiotics, asthma inhalers, and hypertension and diabetes medications — became scarce, while boxes of others, such as intravenous amiodarone, remained untouched.

    (FigureEmergency Room at a Field Hospital.)

    Public health problems affecting women, ranging from sexual violence to a lack of obstetrical care, were also exacerbated by the earthquake. We treated women and girls as young as 12 years of age for newly acquired sexually transmitted infections (STIs). Many women reported being the victims of forced sexual encounters in the tent settlements. Though these reports are unconfirmed, increasing numbers of reports by health care workers of STIs and sexual violence have led to an official WHO investigation and a targeted assessment of women's health care needs.2,3

    Ultimately, it became clear to me that the most important resource for the ongoing relief effort is the one most threatened by the earthquake: the local people. Though I had not been back to Haiti in 15 years and was there for only 2 weeks, the local people were what enabled me and my colleagues, both emotionally and logistically, to provide care to more than 800 patients a day. Local volunteers — who constituted about half our staff, though they could easily have been devoting time to their own recovery instead — spent every day, sunrise to sunset, making it possible for us to provide care. They triaged patients, organized the physicians, distributed medications, and rose to any necessary task. Patients were grateful that the Haitian diaspora was returning to help. Despite their own loss and tragedy, they would laugh at my American-accented Creole and tell me how proud they were of me for coming back. Neighbors living in tents in their backyards cooked a full breakfast and dinner for me and several coworkers every day. In exchange for our provision of a 2-week proverbial Band-Aid, the people helped, encouraged, and took care of us. While international volunteers come and go, the local people will remain the backbone of the recovery process, and integrating them into international relief efforts will be vital.

    The road to recovery will be long, and with the rainy season beginning, circumstances will get worse before they get better. Six months after the 2005 earthquake in South Asia, a similar pattern of respiratory infections, diarrhea, infectious disease outbreaks, poor sanitation, and insufficient shelter persisted and worsened despite a strong initial relief response.4 In Haiti, the initial response has also been strong, and we have learned from previous disasters what to anticipate in the months and years to come. Clear insight into the changing medical needs, together with the collaboration of the strong-willed Haitian people, will drive an effective effort to rebuild Haiti and, I hope, make it stronger than ever.

  • Von Langeoog nach Ghana Datum05.08.2013 00:05
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Von Langeoog nach Ghana

    http://www.langeoognews.de/index.php?id=53&tx_ttnews[tt_news]=8085&cHash=40deeb1cb43df0530b87d5d5a0cff3ec

  • Von Langeoog nach Ghana Datum05.08.2013 00:04
    Thema von carlos im Forum Ghana

    Insel-Defi und Ultraschall für Ghana

    Als im Januar 2012 der Lemgoer Zahnarzt Günther König im Namen von „ROTARY INTERNATIONAL“ eine Zahnarztpraxis im Osten Ghanas in Dodi Papase in Betrieb nahm, ahnte noch niemand die Auswirkungen dieser Neugründung bis hin zur Insel Langeoog!

    Die alten Jugenfreunde Günther König und Klaus Renner nahmen den Langeooger Rotarier Dr.med. Koller mit ins Boot. Eine Idee wurde schnell in die Tat umgesetzt:

    Im Januar begleitete der Zahntechnikermeister Klaus Renner Dr. König nach Dodi Papase, um das zuvor installierte Dentallabor mit fachlichem Leben zu erfüllen. Die perfekte Vorarbeit des Aufbauteams aus Lemgo ermöglichte den unmittelbaren „Produktionsbeginn“. Täglich konnten einige Patienten mit herausnehmbaren Zahnersatz versorgt werden: überglücklich kehrten sie mit einem „neuen“ Gesicht in die Heimatgemeinden zurück. Zur Erinnerung sei gesagt, dass die Dental Clinic des Mary Theresa Hospitals einen Einzugsbereich von 150 Tsd. Einwohnern hat, zahnärztliche Behandlung so wie auch prothetische Versorgung waren bzw. sind vielfach unbekannt.

    Die Gedanken der Nachhaltigkeit hat Klaus Renner sofort aufgegriffen: der erfahrene Praktiker erkannte das Talent der Zahnarzthelferin Rose: sie ist heute in der Lage kleinere Laborarbeiten selbständig auszuführen. Auf diese Weise wird auch ein Ziel der Entwicklungsarbeit erreicht, die Neuschaffung bzw. Sicherstellung von heimischen Arbeitsplätzen.

    Als Vertreter des Langeooger Rotary Clubs bot Dr. Koller wertvolle Unterstützung an: Sein bestens funtionierendes Ultraschallgerät sollte einer neuen Technologie weichen: Die Spende nahmen die German Rotary Doctor Volunteers gern entgegen, Tischlermeister Holger Schwede gab spontan seine Zusage zur Fertigung einer seefesten Umverpackung. Nach 6-wöchiger Reise im Container ist dieses Gerät am Bestimmungsort im Einsatz.

    Viele Teilnehmer der Herzsportgruppe Langeoog können sich an den Defibrillator erinnern, der die vielen Sportstunden stumm, jedoch immer einsatzbereit, absicherte. Dr. König hat dieses Gerät während seines Aufenthaltes direkt übergeben. Im Krankenhaus wird es dringend benötigt.

    Zu guter letzt konnten die beiden „Forensen“ einen wervollen Kontakt zu Father Norbert herstellen. Als Einheimischer hat er seine Priesterweihe in Deutschland erhalten und betreut als Seelsorger eine Gemeinde im Nachbarort Kedjabi. Dankbar nimmt der das Ergebnis der Projektwoche der “Schnuckendrift“ Schule in Hamburg im Herbst entgegen.

    Die Schwiegertochter der Renners initierte die Sammlung von nützlichen Schul- und Spielutensilien: Fußballschuhe, Schulranzen, Mal-u.Zeichenutensilien etc. treten in Oktober die Reise nach Dodi Papase an.

    Die Bilanz:

    Dieses humanitäre Engagement ist auschliesslich durch Eigeninitiative entstanden. Die Einbindung in den Weltverband „ROTARY“ hier wie auch in Ghana, die Kontrolle der Lieferungen mit Hilfe der anwesenden deutschen Volunteers, die Integration in die Arbeit der Diözese Jesikan sind die Garanten für den garantierten 100-prozentigen Mittelfluß!

  • Thema von carlos im Forum Myanmar

  • Thema von carlos im Forum Thailand

  • Thema von carlos im Forum "Spezial"

    Aussteigen, um die Welt reisen und das alte Leben hinter sich lassen: ein Traum für viele Menschen. Dass man aber nicht sein ganzes Leben aufgeben muss, um sich einen Traum zu erfüllen zeigt die Geschichte von Dr. Michael Leppert aus Gaggenau. Seit mittlerweile sieben Jahren ist er auf den Weltmeeren unterwegs und immer noch aktiv als Zahnarzt tätig – dort, wo er am meisten gebraucht wird.

    Bereits 2006 packte Dr. Leppert seine Koffer, zog auf seinen Katamaran, der wie eine gut funktionierende Zahnarztpraxis ausgestattest ist, und segelte davon. Zuerst entlang der Mittelmeerküsten, später durch zahlreiche Inselstaaten Südostasiens und in die Karibik. Seinen Traum einer Weltreise wollte er sich damals endlich erfüllen. Dabei aber nicht seine Arbeit vernachlässigen. Der Zahnarzt aus Leidenschaft hat mittlerweile in vielen Ländern und an vielen Küsten geholfen. Dort, wo es keine Versorgung und keine anderen Anlaufstellen für Menschen mit zahnmedizinischen Problemen gibt. Seine Reisen und Einsatzorte kann man auf seiner Homepage nachvollziehen.

    Dr. Leppert finanziert sich selbst. Er hat keine Organisation hinter sich stehen, die seine Arbeit unterstützt. Nur wenige Ausrüstungsgegenstände konnten gesponsort angeschafft werden. Jedes Jahr steigen die Kosten für seinen Einsatz. Im vergangenen Jahr gab er 15.000 Euro für Behandlungen aus. Aber die sind es Wert, denn er kann damit Hunderten von Menschen helfen. Nun geht aber auch sein Budget zu Ende. Um seine Hilfs-Segelreise weiterzuführen, ist er nun auf Spenden angewiesen.

  • Thema von carlos im Forum WHO

    The FDI World Dental Federation has issued concerns about a number of action documents recently made public by the World Health Organization with regard to noncommunicable disea - ses (NCDs). In a statement released on its website, the dentists’ organi - sation criticised the documents for not paying sufficient attention to oral diseases, which it says should be classified as a key NCD by the WHO, along with cancer, diabetes, as well as cardiovascular and respiratory diseases. In a circular note, the FDI also called upon its members to con - tact their respective national health officials immediately to ensure that the issue of oral health will be in - cluded in the upcoming WHO con - sultations on the plan, as well as the organi sation’s next executive board meeting in January. According to the WHO sources, the draft is to be discussed during an informal consul - tation in Geneva in early November, which will involve member states and several UN agencies. Published on 12 October, the pa - per “Global action plan for the pre - vention and control of noncommuni - cable diseases 2013–2020” identifies the threat of NCDs to achieving health- related development goals in low- and middle-income countries and provides recommendations on addressing the situation over the next seven years. NCDs currently account for 36 million deaths worldwide each year with the majority to be occurring in less developed countries, according to Geneva-based organisation. While admitting to current con - straints of the WHO, the FDI said in its statement that the leadership role of the WHO is essential to keeping oral health a priority in the fight against NCDs. It stated that it had addressed a formal request to the organisation for the inclusion of oral health in its next general programme of work, which will determine the WHO’s expenditu - re and goals over the next five to six years. “WHO recognition of oral disease is essential to support and consolida - te the significant role the dental pro - fession plays in the prevention and control of NCDs,” FDI President Or - lando Monteiro da Silva told Dental Tribune. “WHO is a governmental organization so, while FDI can mo - nitor and advise, governments alone are in a position to change WHO strategy and policy. That is why we are calling upon our member dental associations to contact their natio - nal government and ensure the oral health message is communicated within W HO.” The FDI has been lobbying hea - vily for the inclusion of oral diseases in the WHO’s list of NCDs for ye - ars. In February 2011, for example, Executive Director Jean-Luc Eiselé spearheaded a submission by the World Health Professions Alliance (WHPA) during a civil so ciety hea - ring at the UN headquarters in New York, stating that oral diseases share common risk factors with existing NCDs and have a major impact on society. The federation is also offering an NCD toolkit for both patients and health professionals, which features a health improvement card, among other things, as part of the larger NCD campaign conducted in partnership with t he W H PA

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