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  • Thema von carlos im Forum Partners in Health (PIH)

    PerspectiveTheNEW ENGLAND JOURNAL ofMEDICINE


    The earthquake of January 12 killed many of
    Haiti’s doctors and nurses and destroyed a
    large part of the country’s medical infrastructure.
    But Zanmi Lasante (ZL), the Haitian branch of

    Partners in Health (PIH), was left
    intact. ZL had been the largest
    health care provider in rural Haiti.
    After the quake, it became (tem
    -
    porarily, at least) the largest and
    one of the most important in the
    entire country.
    PIH was founded in 1987 by
    Dr. Paul Farmer and a small group
    of colleagues. Together, they built
    a clinic in a rural, desperately im
    -
    poverished squatter settlement of
    farmers who had lost their land
    to a hydroelectric dam. PIH now
    works in 12 countries on four con
    -
    tinents, but in many ways Haiti
    remains its heart and soul. ZL has
    become a comprehensive public
    health system supported by inter
    -
    national donors but staffed al
    -
    most entirely by Haitians: about
    4000 people in all, including some
    120 doctors, 600 nurses, and 2000
    trained and salaried community
    health workers. It has brought
    AIDS and tuberculosis under con
    -
    trol in the province called the
    Central Plateau, vaccinated nearly
    everyone in its large catchment
    area, cleaned up water supplies,
    built houses for the poorest pa
    -
    tients, renovated and supported
    schools, and launched programs
    to feed thousands of Haitians
    daily with locally produced food.
    All in all, ZL directly serves 1.2
    million people, at no cost to the
    local population, and has built or
    renovated 12 hospitals and clin
    -
    ics, six with surgical facilities, all
    with well-stocked pharmacies, and
    made the Haitian Ministry of
    Health its partner in their owner
    -
    ship and operation.
    Members of ZL’s staff were
    some of the first health care work
    -
    ers to respond to the disaster.
    Some ZL doctors have homes in
    the capital and happened to be
    there at the time of the quake.
    One of them, Dr. Patrick Almazor,
    set up a clinic in his backyard
    and spent the night caring as he
    best he could for about 50 injured
    people. Dr. Louise Ivers of Har
    -
    vard Medical School was also in
    Port-au-Prince, attending (ironical
    -
    ly enough) a United Nations meet
    -
    ing about emergency prepared
    -
    ness. Once she had escaped from
    the crumbling building where the
    meeting took place, she and a
    number of volunteers set up an
    impromptu clinic in a driveway,
    using license plates for splints.
    The leaders of ZL know their
    way around Haiti, and they aren’t
    obliged to wait for instructions
    from PIH headquarters in Boston.
    As soon as they heard of the
    devastation, several of the senior
    doctors at ZL’s hospitals loaded
    Recovering from Disaster — Partners in Health
    and the Haitian Earthquake
    Tracy Kidder

  • Thema von carlos im Forum Partners in Health (PIH)

    The psychometric properties of The Partners in Health (PIH) Scale: validation of a patient rated chronic conditionself-management measure

    The paper describes a process for testing the construct validity and internal reliability of the Partners in Health (PIH) scale



    John Petkov
    Director of the Applied Statistics Unit
    Centre for Regional Engagement
    University of South Australia.

    Email:
    john.petkov@unisa.edu.au

    Dr Peter Harvey (Corresponding Author )
    BEd, DipT, PhD
    Manager Statewide Gambling Therapy Service
    GPO Box 2100, Adelaide SA 5001
    Telephone: 61
    -
    8 8404 2609
    Fax: 61 8 8404 2101
    Mobile: 0434 185 808
    Email:
    peter.harvey@flinders.edu.au
    Prof Malcolm Battersby
    PhD, FRANZCP, FAChAM, MBBS
    Flinders Human Behaviour and Health Research Unit
    Flinders University
    Email:
    Malcolm.battersby@flinders.edu.au

  • Thema von carlos im Forum Nepal

    Noch immer sind die gesamten Ausmaße des schweren Erdbebens in Nepal nicht absehbar. Die Rettungs- und Hilfsaktionen vor Ort kommen nur schleppend voran. Inzwischen sind einige deutsche Teams eingetroffen - darunter auch Ärzte.
    KATHMANDU. Nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal kommen die Rettungs- und Hilfsaktionen vor Ort nur schleppend voran.

    International tätige Hilfsorganisationen wie I.S.A.R. Germany und humedica haben unmittelbar nach Bekanntwerden der Katastrophe Einsatzteams mit Spezialtechnik in das Katastrophengebiet entsendet, doch aufgrund des zeitweilig gesperrten Flughafens in Kathmandu und der zerstörten Infrastruktur gelangen nicht alle Helfer an ihre Einsatzorte.

    Nach jüngsten Angaben des Innenministeriums sind bei dem Beben, das mit einer Stärke von 7,8 als das schwerste Erdbeben in Nepal seit 80 Jahren gilt, mehre tausend Menschen gestorben und 8000 verletzt worden. Da viele Regionen schwer zugänglich sind, rechnen die Behörden mit vielen weiteren Toten.
    Große Angst vor Nachbeben

    Die meisten Menschen in Kathmandu harren aus Angst vor weiteren Nachbeben im Freien aus. Fast überall ist der Strom ausgefallen. Vielerorts spitzt sich die Versorgungslage zu, da Nahrung und Trinkwasser knapp werden.

    Auf der Suche nach Wasser und Nahrung haben inzwischen Tausdende Menschen das Kathmandu-Tal verlassen, meldeten die Behörden am Dienstag.

    Als eines der ersten deutschen Rettungsteams waren 52 Helfer der Duisburger Organisation I.S.A.R. Germany von Frankfurt am Main nach Nepal gestartet.

    Die Spezialisten aus neun Bundesländern - darunter drei Ärzte, mehrere Pfleger und Sanitäter sowie Experten zur Ortung Verschütteter, Bergungsspezialisten und Rettungshundeführer - haben acht Tonnen Ausrüstung im Gepäck, unter anderem einen kompletten Behandlungsplatz für die intensivmedizinische Versorgung Schwerstverletzter, sowie sieben Spürhunde.

    Geplant sei zunächst ein Einsatz von zehn bis 12 Tagen, sagte Simon Paker, Pressesprecher der Organisation, zur "Ärzte Zeitung". Das medizinische Team könne auch länger vor Ort bleiben.

    Im Katastrophengebiet werde der Einsatz von Spezialisten der Vereinten Nationen koordiniert, die die Teams in die am stärksten betroffenen Gebiete sendeten. Wo man wann zum Einsatz komme, stehe noch nicht fest.
    Ähnlicher Einsatz wie in Haiti

    Ebenfalls am Sonntag ist ein medizinisches Einsatzteam der Hilfsorganisation humedica aus Kaufbeuren (Bayern) mit mehreren Ärzten, Pflegekräften und Koordinatoren nach Nepal gestartet.

    Nachdem ihre Maschine den Flughafen in Kathmandu zunächst mehrere Male vergeblich angeflogen hatte, konnte sie in der Nacht von Montag auf Dienstag endlich landen, wie humedica am Dienstag mitteilte.

    Inzwischen seien die Helfer im Erdbebengebiet und hätten ihre Hilfsmaßnahmen gestartet. "Wir erwarten einen ähnlichen Einsatz wie 2010 in Haiti", sagte Susanne Merkel, Leiterin des Sachgebiets Internationale Projekte und Programme bei humedica.

    Bei dem schweren Erdbeben vor fünf Jahren waren dort über 300.000 Menschen ums Leben gekommen.

    Am Donnerstag werde von Hamburg voraussichtlich ein zweites Team mit fünf bis sieben Einsatzkräften und zehn Tonnen Hilfsgütern auf den Weg gebracht.

    Das Technische Hilfswerk aus Bonn unterstützt die internationalen Hilfsmaßnahmen mit zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Zeltplanen, Decken, Küchensets und Kanistern. Für die dringend benötigten Aufbereitungsanlagen suchte man gestern noch geeignete Standorte.

    Das deutsche Medikamentenhilfswerk Action Medeor aus Tönisvorst bei Krefeld hat Medikamente zur Notfallversorgung nach Nepal geschickt, darunter Antibiotika, Schmerzmittel, Verbandsmaterial und chirurgisches Besteck.
    Deutsche Bergsteiger offenbar wohlauf

    Am Mount Everest sind inzwischen fast alle Bergsteiger ins Tal geflogen worden. Ob deutsche Trekkingurlauber unter den Opfern des Erdbebens sind, ist noch unklar, viele sind jedoch bereits evakuiert worden.

    So hat der Münchener Reiseveranstalter Hauser Exkursionen unmittelbar nach Bekanntwerden des Bebens vier Gruppen mit insgesamt 40 Teilnehmern in Sicherheit bringen lassen.

    "Eine Gruppe ist bereits wieder zurück in Deutschland, eine andere wartet in Kathmandu auf ihren Rückflug, eine dritte Gruppe ist noch in Lukla und die vierte gerade erst evakuiert worden", sagte Kundri Böhmer-Bauer, Pressesprecherin des Unternehmens, im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

    Berichte darüber, dass Mitglieder der Exkursionen durch das Beben und die nachfolgenden Lawinen verletzt wurden, lägen ihr nicht vor. "Nach unseren derzeitigen Informationen sind alle wohlauf."

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    Thema von carlos im Forum Zambia

    Sebastian Heibült war zwei Wochen lang für eine Hilfsorganisation in Sambia unterwegs. Der Wiesmoorer Zahnarzt behandelte in den Dörfern kostenlos die Patienten. Das Material und die Medikamente hatte der 39-Jährige mit Hilfe von Sponsoren aus Deutschland mitgebracht.

    Wiesmoor - Sebastian Heibült hat schon viele Zähne gezogen. Doch 66 an einem Tag sind es bislang bei dem Zahnarzt vom Zahnärztezentrum in Wiesmoor noch nie gewesen. Für die Organisation „Zahnärzte ohne Grenzen“ war der 39-Jährige zwei Wochen lang mit seiner Angestellten Jennifer Berens und einem Freund, dem Leeraner Polizisten Stefan Voogd, in Sambia unterwegs, um den Menschen zu helfen. Jeden Tag hat er in einem anderen Dorf rund um die Stadt Siavonga kostenlos praktiziert. Mehrere Kilometer seien die Afrikaner teilweise gewandert, um sich vom „bwana“ – so nennen die Menschen in Sambia einen weißen Mann – behandeln zu lassen.

    „Die Afrikaner haben dieselben Zahnprobleme wie wir, doch können sich viele einen Besuch beim Zahnarzt nicht leisten“, sagt Heibült. Zwar sind in den städtischen Krankenhäusern zahnärztliche Helfer tätig, doch ist ein Besuch bei ihnen kostenpflichtig. Heibült: „Ich hatte auch nicht immer den Eindruck, dass sie wissen, was sie tun.“ Die medizinische Situation sei vergleichbar mit der in Deutschland vor 80 Jahren.

    Der Aufenthalt in Sambia hat dem Zahnarzt, der in Remels wohnt, manchmal unkonventionelle Lösungen abverlangt. Weil es mit dem Strom nicht überall klappte, schloss er zum Beispiel den mobilen Absauger an die Autobatterie an. Die größte Herausforderung sei aber das Klima gewesen. „Jeden Tag bei mehr als 35 Grad und schwüler Luft in nicht klimatisierten Räumen zu arbeiten, zehrt an den Kräften.“ Auch im Umgang mit den Patienten hat sich Heibült umstellen müssen. Vor allem bei älteren Afrikanern war manchmal Überredungskunst gefragt. „Viele von ihnen glauben an Voodoo. Wenn ich ihnen also einen Zahn ziehe, besitze ich einen Teil von ihnen und habe Macht über sie.“

  • Thema von carlos im Forum Indien

    In zwei Folgen berichtet WELTWEIT-Reporterin Marika Liebsch über eine skurrile, aber auch sehr erkenntnisreiche Reise: Was ihn erwartet, erahnt er nicht einmal. Der deutsche Zahnarzt Hans-Joachim Dubau aus Dortmund reist nach Indien, um dort gemeinsam mit Kollegen zu praktizieren. Nichts ist plötzlich mehr so, wie er es kennt: kein Plan funktioniert, der Lärm ist unfassbar, alle wollen gleichzeitig mit ihm sprechen.

  • Thema von carlos im Forum Zambia

    Mit Altgold-Spenden seiner Berliner Patienten unterstützt der Zahnarzt Thomas Riechert (46) Menschen im afrikanischen Sambia. Zweimal im Jahr behandelt er dort Bedürftige

    Dieser Berliner scheut wirklich keine Mühen! 15 Stunden Reisezeit, fast 7500 Kilometer bis zur guten Tat. Zweimal im Jahr reist Zahnarzt Thomas Riechert (46) nach Sambia, behandelt dort Einheimische, die weder Krankenversicherung noch Geld haben.

    Schnell spricht es sich herum, wenn er dort in die Praxis lädt. Vor dem Behandlungsraum bilden sich lange Schlangen. „Wer hier lebt, sieht selten einen Arzt. Behandlungen finden meist nur in größeren Städten statt“, erzählt der Ehrenamtliche aus Kladow. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen gibt es nicht. Erst wenn die Schmerzen unerträglich werden, geht man zum Arzt.“

    Für ihn ist der Trip kein Sommerurlaub, in sengender Hitze steht harte Arbeit auf dem Programm – und die kann gar nicht anstrengend genug sein. Statt im kleinen Dorf-Hospital zu behandeln, fährt er direkt ins Hinterland, in den afrikanischen Busch. Lange vor Sonnenaufgang packt Thomas Riechert dafür Gummihandschuhe, Spiegel und Zange in seinen Rucksack. Drei Stunden Autofahrt durch unwegsames Gelände und holperige Sandstraßen. Dann ist er dort, wo Hilfe dringend gebraucht wird. „Meist erwartet mich nur ein leerer Raum, in dem ich meine mobile Behandlungseinrichtung aufbaue“, sagt Riechert. Auch in einem nahe gelegenen Waisenhaus macht der Mediziner halt, verteilt Zahnbürsten, Zahnpasta und Spielzeug.


    „Mit der Hilfe meiner Berliner Patienten habe ich Spenden gesammelt, um ein Schulgebäude für Kinder zu errichten“, erzählt Riechert, „wer eine neue Füllung bekommen hat, konnte dafür einfach sein Zahngold spenden.“ Das wurde anschließend eingeschmolzen und in Bares umgetauscht.


    Die Stiftung Zahnärzte ohne Grenzen vermittelt freiwillige Arbeitseinsätze rund um den Globus. Kontakt: www.dwlf.org

  • German docs, reporter die on Bottom Road

    Posted in News on April 23, 2015 by Online Editor
    ZAMBIA POLICE

    NANCY SIAME, Lusaka
    TWO German doctors along with their driver and a Muvi television journalist, have died in a road traffic accident after the Toyota Prado they were travelling in collided with a construction vehicle on Bottom Road in Gwembe.
    And two bandits have been shot dead after breaking into a house belonging to Chinese nationals at a mine in Chambishi. Two others sustained gunshot wounds.
    Police spokesperson Charity Chanda said in a statement yesterday that the accident happened on Tuesday around 11:00 hours at Muyumbwe, about 80kms from Siavonga.
    “The accident happened after the driver of the Toyota Prado, registration number ABE 2493, failed to keep to his lane and collided with an unregistered construction vehicle working on the Bottom Road,” Ms Chanda said.
    She said the three Germans died on the spot while the journalist, Priscilla Phakati, died upon arrival at Siavonga District Hospital.
    “The quartet was heading to Chaanga Rural Health Centre where they were scheduled to attend to the local people with dental problems,” Ms Chanda said.
    She said the bodies are in Siavonga District Hospital mortuary.

  • Thema von carlos im Forum Zambia

    Ein tragischer Unfall im afrikanischen Sambia hat vier Menschen das Leben gekostet. Unter den Toten ist auch der Oberkircher Zahnarzt Franz Pokorny (67), der in Offenburg seine Praxis hat. Er war für die Hilfsorganisation »Zahnärzte ohne Grenzen« im Einsatz.

    »Es hat uns den Teppich unter den Füßen weggezogen«. Claus Macher, Präsident von »Zahnärzte ohne Grenzen« (DWLF) ist auch gestern noch tief erschüttert und geschockt. Zwei seiner Ärzte, die im Namen der Stiftung hilfsbedürftige Menschen in Sambia zahnmedizinisch versorgt hatten, sind bei einem schrecklichen Verkehrsunfall am Dienstag, 11 Uhr Ortszeit, ums Leben gekommen. Mit im Unglücksfahrzeug saßen neben dem Oberkircher Zahnarzt Franz Pokorny der Kumbacher Zahnarzt Hans Böhringer (55), eine weitere deutsche Begleitperson (64) und eine afrikanische Journalistin (24), die das Ärzteteam für einen privaten Fernsehsender begleitet hatte.

    Wie die »Zambia Daily Mail« am Mittwoch meldete, waren die beiden deutschen Zahnärzte, die Journalistin und der Fahrer mit einem Toyota auf dem Weg von ihrer Zahnstation im Krankenhaus von Siavonga im Süden des Landes ins 80 Kilometer entfernte Muyumbwe. Dort warteten bereits Patienten, die sich eine Zahnbehandlung nicht leisten können, auf die deutschen Zahnärzte. Doch kurz vor dem Ziel prallte der Wagen aus ungeklärter Ursache auf ein Baustellenfahrzeug. Alle vier Insassen waren sofort tot.

    »Schrecklich betroffen«

    »Wir haben vorgestern die Familien und Angehörigen über das Unglück informiert. Sie sind alle schrecklich betroffen«, berichtet DWLF-Präsident Macher. Die deutsche Botschaft ist ebenfalls eingeschaltet. Den Oberkircher Zahnarzt Franz Pokorny hatte Macher noch vor seiner Abreise nach Sambia vor rund vier Wochen in der Geschäftsstelle von »Zahnärzte ohne Grenzen« in Nürnberg getroffen. Pokorny hatte sich vor seinem Flug noch mit Medikamenten und Instrumenten eingedeckt. Der 67-jährige Zahnarzt aus Oberkirch war für die Organisation bereits mehrfach in Sambia, kannte und liebte Land und Leute und betreute als »Projekt Manager Europa« das südafrikanische Land zwischen Kongo und Namibia. »Er war so ein liebenswerter und hilfsbereiter Kollege«, meint Macher traurig, »es ist nicht nur für uns ein großer Verlust.«

  • Thema von carlos im Forum Zahnärzte ohne Grenzen

    Franz Pokorny war für »Zahnärzte ohne Grenzen« im Einsatz / Trauer in Oberkirch und Offenburg
    24. April 2015
    http://www.bo.de/lokales/achern-oberkirc...nfall-in-sambia

  • Thema von carlos im Forum Brasilien

    Der Gang zum Zahnarzt gehört für viele trotz modernster Technik in deutschen Praxen noch zu den Arztbesuchen, die die größte Überwindung kosten. In vielen Ländern ist die medizinische Versorgung, wie sie bei uns Standard ist, ein unerschwinglicher Luxus. Um den ärmsten Bewohnern Brasiliens zu helfen, gründeten deutsche Zahnärzte 1991 die Aktionsgemeinschaft Zahnarzthilfe Brasilien (AZB plus). Etwa 500 000 Patienten in den Slumgebieten und Indianerreservaten Brasiliens wurden alleine bis 2010 behandelt.

    Die pensionierten Doktoren der Zahnmedizin Eberhard Ritzi aus Stahringen und Walter Goller aus Singen gehören zu den über 200 Kollegenteams, die sich ehrenamtlich dafür einsetzen, der mittellosen Bevölkerung in Brasilien, das Leben ein Stückchen lebenswerter zu machen.

    Für zwei oder drei Wochen, je nachdem wie der Zeitplan es erlaubt, bewerben sich Ritzi und Goller für verschiedene Einsätze der Organisation, buchen und finanzieren den Flug selbst. Lediglich die Unterbringung und die Verpflegung werden gestellt. Manchmal werden die Ärzte in einer Ferienwohnung untergebracht, „wir haben aber auch schon mit elf Personen in einem Raum auf Matratzen auf dem Boden geschlafen“, erzählt Goller. Oft schmeckt das Essen gut, aber man erlebt auch Einsätze, „da gibt es mittags jeden Tag Reis mit Hühnchen“, erinnert sich Ritzi. Aber diese Umstände sind nebensächlich, wenn die Zahnärzte von ihren Erlebnissen in Südamerika erzählen. Sie empfinden Befriedigung, Menschen helfen zu können, die ihren Schmerzen sonst hilflos ausgeliefert wären. „Wir hatten ein bewegtes Leben. Sich dort zu engagieren, tut der Seele gut“, sagt Ritzi.

    Für die Behandlungen nützen die Ärzte eine spezielle mobile Praxis – einen zu Zeiten der DDR gebauten Lastwagen der Nationalen Volksarmee, der ursprünglich als mobile Befehlszentrale dienen sollte. Nach dem militärischen Einsatzzweck ist er nun karitativ vor allem im Nordosten Brasiliens unterwegs. Die Seitenwände des Fahrzeugs lassen sich hydraulisch auf die Fußbodenebene der Ladefläche herunterklappen und vergrößern so die Grundfläche um das Dreifache. Faltbare Gummiplanen bilden das Dach und die Seitenwände. Zusatzaggregate und ein Frischwassertank liefern Strom und fließendes Wasser für die mobile Praxis.

    Vor einem Einsatz wird die Bevölkerung darüber informiert, dass jeder sich kostenlos behandeln lassen kann. Die Patienten kommen zur brasilianischen Zahnarzthelferin, melden sich an, ihnen wird eine Nummer zugeteilt und warten dann auf die Behandlung. Mit den Verhältnissen hiesiger Zahnarztpraxen könne man die Arbeit in einem Slum natürlich nicht vergleichen. Schmerztherapie werde geleistet, um Extraktionen und Füllungen gehe es meistens. Auch Kindern müssen teilweise schon die bleibenden Frontzähne gezogen werden.

    Ein Album mit für den Laien erschreckenden Bildern von kranken Zähnen zeigen die Ärzte, doch auch viele lachende, dankbare Gesichter strahlen einem entgegen. „Erschüttert sind wir selten“, berichtet Walter Goller. Die Freude und Erleichterung der Patienten, das sei wichtig: „Die Leute fallen einem nachher um den Hals.“

    Zu den Personen

    Eberhard Ritzi praktizierte von 1977 bis 2011 in Radolfzell. Er ist verheiratet und hat einen Sohn. Mit seiner Frau lebt er in Stahringen. Für die Hilfsorganisation AZB plus war er zweimal in Brasilien.

    Walter Goller ist verheiratet und hat zwei Kinder. Von 1973 bis 2006 war er als Zahnarzt in Singen tätig, davon 23 Jahre in einer Gemeinschaftspraxis. Bei acht Einsätzen hat er die AZB plus unterstützt. Auch ist er für die Sammlung der Altgoldspenden zuständig, durch die der Verein hauptsächlich finanziert wird. (rei)

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