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  • Nächtliche Geräusche im DschungelDatum27.04.2022 22:29
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Nächtliche Geräusche im Dschungel
  • Nächtliche Geräusche im DschungelDatum27.04.2022 22:29
    Thema von carlos im Forum Haiti

    Hans Christoph Buch versammelt in seinem Buch "Nächtliche Geräusche im Dschungel" unterschiedlichste Texte.

    "Das Thema wurde mir in die Wiege gelegt", schreibt Hans Christoph Buch im Vorwort. Schon wahr, Buchs Großmutter stammt aus Haiti, in seinem umfangreichen Romanwerk (keineswegs nur in seinen Haiti-Romanen) und in zahlreichen Essays hat er sich immer wieder mit Fragen des Postkolonialismus und kolonialer Geschichte beschäftigt, hat Merkmale und Ursprünge eines "strukturellen oder systemischen Rassismus" analysiert und nicht zufällig 1990 seine Frankfurter Poetik-Vorlesungen dem Thema "Die Nähe und die Ferne – Bausteine zu einer Poetik des kolonialen Blicks" gewidmet.

    Buch, Jahrgang 1944, ist immer ein eminent politischer Autor gewesen, als Krisen- und Kriegsreporter berichtete er für große deutsche Tageszeitungen aus jener Hölle, die Joseph Conrad das "Herz der Finsternis" genannt hat: Ruanda, Liberia, Sudan, Sierra Leone, Nigeria, Kambodscha, Bosnien, Nicaragua, Paraguay und immer wieder Haiti. "Ich mutierte", so die um Understatement bemühte Formulierung im Vorwort seines neuen Buches, "vom Schriftsteller zum Kriegsreporter, eine Erfahrung, die nicht nur Kratzer, sondern Narben in der Seele hinterlässt".

    "Nächtliche Geräusche im Dschungel" ist ein Kompendium des Disparaten, ein Mosaik aus Texten, die inhaltlich wie formal höchst unterschiedlich sind: klassische Reportage, oft bis in die Feinstruktur der Sprache hinein von journalistischer Routine, vielleicht auch von redaktionellen Vorgaben geprägt; Essay (etwa eine "Kurze Geschichte des Voodoo-Kults"), Rezension, Porträt, Polemik, Pamphlet und – die Bravourstücke des Bandes – jene gleichsam rhapsodischen Erzählungen, die das Faktische historischer Überlieferung aufweichen und Geschichte um eine Möglichkeitsdimension bereichern, die Historie also entgrenzen – in die pure Fiktion. In diesen Prosaminiaturen mutiert der Kriegsreporter Hans Christoph Buch wieder zum Schriftsteller – und das ist gut so, denn gerade hier zeigt er sich als grandioser Erzähler.

    So imaginiert er in "Unverhofftes Wiedersehen" eine auf den 13. September 1857 datierte Begegnung zwischen dem großen Entdecker und Forschungsreisenden Alexander von Humboldt und dem französischen Naturforscher und Botaniker Aimé Bonpland, die nie stattgefunden hat, aber die beiden Heroen der Wissenschaftsgeschichte trefflich charakterisiert. Die 1747 erschienene Autobiographie des Seefahrers Hark Olufs nutzt Buch als Materialbasis für einen süffigen historischen Abenteuerroman in Miniaturform, in "Für Kaiser und Reich" lässt er einen Askari, einen Kolonialsoldaten, sein Leben erzählen – und spiegelt so die Kolonialgeschichte von Deutsch-Ostafrika mit Porträts von Paul von Lettow-Vorbeck und Carl Peters. Mit derartigen zwischen historischen Fakten und fiktiven Ergänzungen oszillierenden Erzählungen löst Buch das Korsett historischer Überlieferung auf – Geschichte ist für ihn eine Erfindung, zu der die Wirklichkeit die Materialien liefert.

    "Nächtliche Geräusche im Dschungel" ist aber auch ein gewichtiger Beitrag zu aktuellen Diskussionen zur Kolonialgeschichte und, dies vor allem, eine wohlgezielte Attacke auf eine Political Correctness, die vor allem von Sprachregelungen und Geschichtsklitterungen geprägt ist. Das, was Buch etwas verallgemeinernd den "postkolonialen Diskurs" nennt, scheint nicht nur hierzulande zunehmend von Sprachpolizisten einer umtriebigen Woke-Bewegung sowie einer ideologisch verhärteten Cancel Culture vereinnahmt zu werden, die etwa die heutige Misere etlicher afrikanischer Staaten als Erblast der Kolonialzeit missversteht. Buch kontert, mit Blick auf die Unabhängigkeitsära in Afrika während der späten 1950er und frühen 1960er Jahre: "Die Anhänger der Woke-Bewegung bagatellisieren oder relativieren die schockierende Realität der Bürgerkriege und ethnischen Massaker."

    Selbst der einzige wirtschaftliche Gigant des Kontinents, Südafrika, ist längst von dem befallen, was Hans Christoph Buch als "die Grundübel Afrikas" auf den Begriff bringt: "Stammesdenken, Korruption und Brutalität". Zwei Generationen nach der euphorisch gefeierten Unabhängigkeit ist der Prozess des Nation Building in den meisten afrikanischen Staaten noch nicht einmal in Ansätzen vollzogen, und von der in der Entwicklungszusammenarbeit viel beschworenen Good Governance ist wenig bis nichts zu sehen.

  • Thema von carlos im Forum sonstiges
  • Warum zahlen wir den Rundfunkbeitrag?Datum12.02.2022 00:47
    Thema von carlos im Forum sonstiges
  • Benin Hilfe für zahlreiche MenschenDatum05.02.2022 22:24
    Thema von carlos im Forum Benin

    Die Zusage für unsere vom Verein „Dental Volunteers e.V. organisierte Famulatur kam aufgrund der Pandemie erst drei Monate vor Abflug. Trotzdem hatten wir noch genug Zeit, um wirklich viele Spenden von unseren großzügigen Sponsoren zu sammeln. Währenddessen begann für jeden ein kleiner Impfmarathon: Gelbfieber, Tollwut, Typhus, Cholera & Co. Kurz vor dem Flug galt es noch ein Visum zu besorgen, dann konnte die Reise beginnen. Am Flughafen empfiehlt es sich, direkt etwas Geld (CFA) zu wechseln und sich eine SIM-Karte zu besorgen. Wir hatten damit fast überall im Land Internet.

    Direkt am Flughafen wurden wir von einem Fahrer des SOS-Kinderdorfes abgeholt und in unsere erste Unterkunft in Abomey-Calavi gebracht. Da wir eine sehr große Gruppe waren (insgesamt acht), haben wir nicht im Kinderdorf selbst geschlafen, sondern in einem „Trainingscenter“ mit ausreichend Platz. Alle Unterkünfte der SOS-Dörfer sind wirklich sehr gut und für das Land überdurchschnittlich ausgestattet.

    Genauso gut und reichlich war die Verpflegung! Auch haben wir stets einen Fahrer und Übersetzer zur Verfügung gestellt bekommen, somit waren selbst abgelegene Ausflugsziele und Strandbesuche an freien Tagen kein Problem.

    In Abomey-Calavi hatten wir zum Arbeiten viel Platz, Strom und fließend Wasser. Sogar den Autoklaven der Nurse durften wir mitbenutzen. Neben vielen Kindern hatten wir auch Erwachsene, Mitarbeiter oder Verwandte als Patienten.

    Der nächste Einsatz war in einer Community, in einer kleinen Dorfschule ca. 30 Minuten entfernt. Zahnmedizinische Hilfe wurde dringend benötigt, da die Menschen weder Zugang noch die finanziellen Möglichkeiten dazu haben. Schon innerhalb von zwei Tagen haben wir 174 Menschen behandelt. Trotz der aktuellen Schulferien waren wir die Attraktion, viele Kinder und Erwachsene haben fleißig beobachtet.

    Weitere vier Tage haben wir in Natitingou verbracht, das hoch im Norden liegt. Hier haben wir ausschließlich im SOS-Dorf behandelt, wo wir auch einen großen Raum mit Strom und Wasser zur Verfügung hatten. Für die Sterilisation haben wir mit einem Druckkochtopf gearbeitet. Eine besonders eindrückliche Diagnose stellten wir bei einer kleinen Patientin: drei Fistelgänge, ausgehend von unterschiedlichen Milchzähnen im Oberkiefer.

    Unser größtes Abenteuer haben wir in Dogue, einem sehr abgeschotteten Dorf mit einfachen Verhältnissen (kein fließendes Wasser und kein Strom) erlebt. Für die Anreise musste sogar ein Fluss durchquert werden, mit einem Opel Corsa der zusätzlich zu unserem Gepäck noch 300 Kilogramm Kohle und eine Solaranlage transportierte. Diese Fahrt wurde getoppt von einer Nacht auf der Bambusmatte. Direkt bei Ankunft erwartete uns ein Patient mit einer stark geschwollenen Wange. Er hatte bereits versucht, seine starken Schmerzen mit Schlamm zu therapieren. Nach einer Inzision und Antibiotikum-Therapie war ihm schon am nächsten Morgen eine deutliche Besserung anzusehen.

    Auf dem Rückweg in den Süden machten wir unseren letzten Stopp in Dassa-Zoume. Der Manager des SOS-Dorfes war hier überaus zuvorkommend und sehr nett. Auffällig waren Schmelzdefekte bei vielen Kindern. Wir vermuten einen Zusammenhang mit dem Trinkwasser.

    Anschließend ging es zurück nach Abomey-Calavi, um unsere letzten Patienten zu behandeln. Insgesamt konnten wir auf unserer Reise vielen Menschen durch Extraktionen und Füllungen helfen. Vor allem aber durch eine intensive Mundhygieneaufklärung mit Putztraining konnten wir für besondere Nachhaltigkeit sorgen.

    Dank unserer Sponsoren konnten wir über 1.500 Zahnbürsten und Zahnpasten speziell an die Schulkinder verteilen. Unser touristisches Highlight war Ganvier (Venedig Benins), ein Dorf, komplett auf dem Wasser gebaut. Besonders toll war die Gastfreundlichkeit in Benin und die daraus resultierenden Dinner-Einladungen im privaten Rahmen.

    Unser Dank geht an alle, die dieses unvergessliche Projekt gefördert und mit Geld- oder Sachspenden unterstützt haben.

    Autoren: Anna Dahinten, Alice Forstner, Sven Kible, Simon Peppel und Sarah Täger

  • Ein funktionierender Staat

    Während der touristische Teil der Insel mit Surfstränden und Golfplätzen aufwartet, finden sich auf der anderen Strassenseite Wellblechhütten. Und die Grundstückspreise steigen weiter. Vielleicht wird die Dominikanische Republik in ein paar Jahren das Touristenziel Nummer 1 in der Karibik.

    Und vielleicht wird dies das Gefälle auf der Insel noch weiter verstärken, vielleicht verschwindet die «echte» Karibik irgendwann gänzlich unter dem Ansturm von aussen. Aber was wäre die Alternative? Immerhin funktioniert die Dominikanische Republik, die auf dem Human-Development-Index von 2020 im Mittelfeld liegt (Platz 88 von 189), wie kaum ein anderes Land in der Region – nicht zuletzt auch wegen der Besucher.

    Irgendwann rattert der Bus an der Stelle vorbei, an welcher der Musiker Falco 1998 mit dem Auto verunfallte. Ein weisses Kreuz und ein Poster an der unscheinbaren Mauer sind zurückgeblieben. Der österreichische Weltstar hatte sich in die Exotik der Dominikanischen Republik verliebt, wie für viele andere auch wurde die Insel zuerst Durchgangs-, schliesslich Endstation.

    Inseln sind merkwürdige Gebilde mit eigenen Gesetzen und Stimmungen: zum Besuchen, zum Bleiben. Und zum Warten auf die nächste Ladung Touristen.

    Die Recherchereise wurde ermöglicht durch Latino Travel, Windisch.

  • Ein Bewusstsein für die Umwelt schaffen

    Manche Orte fallen aus dem Raster von Pauschalferien und Kolonialromantik. Die Farm von Rudi, nahe dem bekannten Wassersportort Cabarete, ist so einer. Dürre Hunde und Katzen und klapprige Hühner streunen durch den Gewürzgarten, in dem man all das in natura sieht, was im europäischen Supermarkt in gläsernen Streuern zu finden ist: Estragon, Nelke, Muskatnuss und Ingwer mit roter Blüte. Von einem Bananenbaum pflückt man kleine Köstlichkeiten. In einem Käfig ringelt sich eine Boa constrictor.

    Rudi ist ein stämmiger, braungebrannter, lustiger Mann, der mit seinem Tropenhut aussieht wie ein Ranger. Der Dominikaner ging für zehn Jahre nach Deutschland und hat sich für alle möglichen Jobs verdingt: Bodenleger auf dem Bau, Koch, Gärtner. Als er in seine Heimat zurückkehrte, kaufte er das Land und gründete die Plantage. Rudis Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Schönheit und die Bewahrung der Natur zu schaffen, bei Einheimischen ebenso wie bei Touristen. Zusammen mit dem Deutschen Markus, der seit 1990 auf der Insel lebt, organisiert er Flussfahrten mit einem Dieselboot.

    Die «Dom Rep» lebt nicht nur vom kurzlebigen Tourismus, sie ist geformt von Weltenwanderern und Expats, die Devisen und im Ausland erworbenes Wissen einbringen. So rückt auch der Schutz der Umwelt allmählich ins Bewusstsein der Dominikaner. Der Touristenführer Carlos gibt sich optimistisch: Zumindest die Regierung setze sich inzwischen für den Umweltschutz ein, man habe dafür ein eigenes Ministerium gegründet und Schutzgebiete ausgewiesen. Mit speziellen Trainings soll die Bevölkerung sensibilisiert werden, ihren Müll nicht einfach auf der Strasse zu entsorgen.

    In der Realität allerdings gibt es noch reichlich Luft nach oben: Der Buschauffeur lässt auch bei längerem Warten den Motor laufen, in manchen entlegeneren Sandstränden stecken Plastikflaschen, in den Hotelanlagen benetzten Wassersprenger permanent das Grün. Abfalleimer am Strassenrand ausserhalb der Resorts zu finden, ist eine Herausforderung. Dabei ist «Eco» das Schlagwort, das vor den Namen der teuren Lodges oder der Tankstelle Petralea prangt.
    Müll in Santo Domingo. Mit speziellen Trainings soll die Bevölkerung sensibilisiert werden, ihren Müll nicht einfach auf der Strasse zu entsorgen.

  • Alles auf die Besucher setzen

    Der Flughafen von Punta Cana, Ankunftsort für Flüge aus Zürich, wirkt nicht unbedingt so, als sei er Menschenmassen gewohnt. In der einzigen Halle für alle Gates schiebt ein schmaler Deckenventilator die gestaute Nachtluft noch weiter zusammen. Nur zwei von den wenigen Läden haben spät noch geöffnet, ein Duty-free-Geschäft und eine Pizzeria. Bis zum Weiterflug ins nördliche Puerto Plata dauert es eine ganze Weile, es vergeht eine halbe Stunde, eine Stunde. Dann erst gelangen die Passagiere ausserhalb des Terminals, wo sie sich in einer Reihe aufstellen müssen, ehe Drogenhunde das Gepäck beschnüffeln.
    Die Insel ist eine gute Lehrmeisterin für Geduld, manchmal hilft nur Warten, um ans Ziel zu gelangen. Die Hitze lähmt, die Menschen sitzen oder stehen vor den Häusern, manche regungslos wie Leguane, die ihre Umgebung beobachten. Dabei kann man jederzeit auf ihre Freundlichkeit zählen oder auf einen lächelnden Gruss. Auf der Strasse hingegen gilt das Recht des Entschlossenen, wie in so vielen Gesellschaften, die sich unkompliziert per Moped oder klapprigen Wagen fortbewegen.

    Es ist diese tropische Mischung aus spontaner Hektik und trägem Verweilen, aus Starrheit und Bewegung, welche die Dominikanische Republik für Besucher so fremd wie anziehend macht. So richtig wallt das Blut schliesslich am Ende eines heissen Tages, in den Bars, vor allem dort, wohin es die Einheimischen zieht. Am Eingang verbieten Schilder das Tragen von Waffen, drinnen dröhnt und scheppert der Latino-Beat so laut, dass man seine Flasche Presidente-Bier gerade einmal schreiend bestellen kann.
    Die erste Stadt der Neuen Welt

    Kulturell ist die Insel um einiges reichhaltiger als der beliebte Longdrink Santo Libre, eine süffige Mischung aus Rum und Sprite. Die Autopista Duarte DR-1 führt schnell und bequem in die Hauptstadt Santo Domingo, die dem Staat und seinen Bewohnern, den Dominikanern, ihren Namen gab. In der ersten Stadt der Neuen Welt gibt es neben vielen ersten Gebäuden auch die erste Strasse und die erste Universität Amerikas. Und die einzige Fussgängerzone der Insel.

    An diesem Fleck wurde der Keim für die weitere Besiedelung des amerikanischen Kontinents gelegt, nachdem Christoph Kolumbus 1492 zum ersten Mal auf Hispaniola gelandet war. Bis heute streiten sich Santo Domingo und Sevilla darum, wer die Gebeine des Eroberers sein eigen nennen dürfe. Dass in der andalusischen Stadt Teile davon liegen, ist nach DNA-Analysen unbestritten. Dennoch betrachtet sich die Hauptstadt der Dominikanischen Republik als einzige Grabesverwahrerin, wie auch der Stadtführer, ein kleiner Mann mit kleinen Lachfalten, wortreich beteuert.

    Er führt seine Gäste durch die malerischen, makellos sauberen Gassen der historischen Altstadt. Toyotas, Mercedes-Modelle und Porsches fahren hier blitzblank poliert oder sind akkurat parkiert. Viele der alten Kolonialgebäude stehen schon seit Jahren zum Verkauf. Die Immobilienpreise haben seit der Pandemie noch weiter angezogen. Die lange Einkaufsstrasse Calle El Conde verbindet das Leben der Einheimischen mit dem der Touristen, neben den Waren des täglichen Bedarfs in Supermärkten und Apotheken werden grossformatige Gemälde feilgeboten, mit abstrakten Mustern, kitschigen Landschaften und schwarzen Frauen mit überdimensional dargestellten Gesässen.

    Wer etwas anderes von der Dominikanischen Republik sehen will als die weitläufigen Hotelresorts, die mit ihren Shops, Pools und Restaurants eigene kleine Dörfer bilden, sollte auf eigene Faust aufbrechen. Ein Auto mieten und das zunehmend erschlossene Hinterland entdecken, etwa auf der Halbinsel Samaná, die den Status «Geheimtipp» längst überwunden hat. Immerhin befindet sich dort der berühmte Nationalpark Los Haitises mit zahlreichen Höhlen. Auf der Tour per Boot, die man nur mit einem Guide bestreiten kann, fühlt man sich ans Set von «Pirates of the Caribbean» versetzt.

  • Hispaniola ist eine besonders bemerkenswerte Insel. Hier haben sich die Gräben zwischen einheimischer Tradition und modernem Tourismus, zwischen den Verlierern und den Profiteuren der Globalisierung deutlich manifestiert. Auf der kleineren, westlichen Seite liegt Haiti, ein bitterarmes Land, von der Natur durch Erdbeben, Überschwemmungen und Wirbelstürme ebenso geplagt wie von Gewalt und Korruption. Die politische Lage in diesem in vieler Hinsicht verlorenen Staat ist äusserst instabil, nicht erst seit letzten Juli Präsident Jovenel Moïse unter bis heute ungeklärten Umständen erschossen wurde. Auf dem Human-Development-Index von 2020 belegt Haiti Platz 170 von 189.

    Ganz anders hingegen präsentiert sich der östliche Nachbar, die Dominikanische Republik. Sie nimmt den Löwenanteil einer Fläche ein, die nur wenig grösser ist als Bayern. Von einem Brudervolk kann keine Rede sein: Zwei Kulturen bewohnen das einstmals fruchtbare Hispaniola, mit unterschiedlichen Sprachen, Tänzen, Sportarten. Durch die gewalttätige, zumeist von Grossmächten bestimmte Geschichte wurden sie noch weiter getrennt. Während die eine Hälfte der Insel Hunger leidet, wird die andere von Charterflügen voller partyfreudiger westlicher Touristen angesteuert.

    «Ah, du fliegst auf das Mallorca der Karibik?», bekommt zu hören, wer auf die Dominikanische Republik reist. Das ist eine der Vorstellungen, die dem Land zuweilen vorauseilen: Karibikfeeling, aber nicht zu teuer und manchmal ein bisschen grell, Sand, Saufen und Sextourismus in der Sonne. Unschön abgekürzt: «Dom Rep». Doch das Image vom schnellen Massentourismus will das Land ablegen. Qualität und Zuverlässigkeit sollten sich etablieren, sagt Carlos, der optisch der Zwillingsbruder des «The Fast and the Furious»-Schauspielers Vin Diesel sein könnte. Er ist vor Ort für das Tourismusministerium des Landes tätig.
    Das Land ist ein Paradies für Freunde von All-inclusive-Buffets, Sandstränden und azurblauen Wellen. «Reif für die Insel» ist, wer hierherkommt auf der Suche nach Freiheit und zwei Wochen Auszeit vom Alltag. Dass die Dominikanische Republik ihre Karten ganz auf die Besucher setzt und mit einer Charmeoffensive um diese wirbt, ist vor allem Pragmatismus. Laut Regierungsvertretern sind hier über 90 Prozent der Angestellten im Tourismussektor geimpft, in den Hotels herrscht Maskenpflicht, das tropische Klima soll sein Übriges tun gegen die Virenverbreitung.
    Eine Insel, zwei Kulturen

    Landeanflug auf Punta Cana, ganz im Osten der Insel. Während der Airbus das Karibische Meer überfliegt, die Stewardessen die Pappbecher abräumen und draussen undurchdringliche Nacht heraufdämmert, leuchtet in der Kabine der Umriss von Hispaniola auf den Bildschirmen.

    Inseln sind eigenartige, zweideutige Gebilde mit ihren eigenen Gesetzen und Stimmungen, fernab der übrigen Welt. Sie schaffen eine Verbindung von Erde und Wasser, vereinen das Land und die See. Ebenso könnte man sagen: Inseln trennen die Gegensätze. Inseln sind Sehnsuchts- und Zufluchtsorte. Fast so, als würden die Uhren mitten im Wasser anders ticken.

  • Thema von carlos im Forum Dominikanische Republik

    Als «Mallorca der Karibik» wird es betitelt, das Ferienziel für Freunde von All-inclusive-Buffets, Sandstränden und azurblauen Wellen. Trotz Corona hat die Dominikanische Republik im vergangenen Jahr Rekordzahlen geschrieben.
    Die ganze Welt des Tourismus ächzt unter Corona. Die ganze Welt? Nein, eine Destination in der Karibik hat sich von der Pandemie nicht aufhalten lassen. Sie hat nach einem kleinen Einbruch 2020 im letzten Jahr sogar Rekordzahlen geschrieben: die Dominikanische Republik. Während Flüge nach Kuba oder Jamaica während Corona markant zurückgegangen sind, wurden alleine im Dezember 15 Prozent mehr Flugtickets für die Dominikanische Republik gebucht. Bis Ende 2021 kamen fast fünf Millionen Gäste.
    Das Land ist ein Paradies für Freunde von All-inclusive-Buffets, Sandstränden und azurblauen Wellen. «Reif für die Insel» ist, wer hierherkommt auf der Suche nach Freiheit und zwei Wochen Auszeit vom Alltag. Dass die Dominikanische Republik ihre Karten ganz auf die Besucher setzt und mit einer Charmeoffensive um diese wirbt, ist vor allem Pragmatismus. Laut Regierungsvertretern sind hier über 90 Prozent der Angestellten im Tourismussektor geimpft, in den Hotels herrscht Maskenpflicht, das tropische Klima soll sein Übriges tun gegen die Virenverbreitung.
    Eine Insel, zwei Kulturen

    Landeanflug auf Punta Cana, ganz im Osten der Insel. Während der Airbus das Karibische Meer überfliegt, die Stewardessen die Pappbecher abräumen und draussen undurchdringliche Nacht heraufdämmert, leuchtet in der Kabine der Umriss von Hispaniola auf den Bildschirmen.

    Inseln sind eigenartige, zweideutige Gebilde mit ihren eigenen Gesetzen und Stimmungen, fernab der übrigen Welt. Sie schaffen eine Verbindung von Erde und Wasser, vereinen das Land und die See. Ebenso könnte man sagen: Inseln trennen die Gegensätze. Inseln sind Sehnsuchts- und Zufluchtsorte. Fast so, als würden die Uhren mitten im Wasser anders ticken.
    200 Kilometer
    Kartengrundlage: © Openstreetmap, © Maptiler
    NZZ / sm.

    Hispaniola ist eine besonders bemerkenswerte Insel. Hier haben sich die Gräben zwischen einheimischer Tradition und modernem Tourismus, zwischen den Verlierern und den Profiteuren der Globalisierung deutlich manifestiert. Auf der kleineren, westlichen Seite liegt Haiti, ein bitterarmes Land, von der Natur durch Erdbeben, Überschwemmungen und Wirbelstürme ebenso geplagt wie von Gewalt und Korruption. Die politische Lage in diesem in vieler Hinsicht verlorenen Staat ist äusserst instabil, nicht erst seit letzten Juli Präsident Jovenel Moïse unter bis heute ungeklärten Umständen erschossen wurde. Auf dem Human-Development-Index von 2020 belegt Haiti Platz 170 von 189.

    Ganz anders hingegen präsentiert sich der östliche Nachbar, die Dominikanische Republik. Sie nimmt den Löwenanteil einer Fläche ein, die nur wenig grösser ist als Bayern. Von einem Brudervolk kann keine Rede sein: Zwei Kulturen bewohnen das einstmals fruchtbare Hispaniola, mit unterschiedlichen Sprachen, Tänzen, Sportarten. Durch die gewalttätige, zumeist von Grossmächten bestimmte Geschichte wurden sie noch weiter getrennt. Während die eine Hälfte der Insel Hunger leidet, wird die andere von Charterflügen voller partyfreudiger westlicher Touristen angesteuert.

    «Ah, du fliegst auf das Mallorca der Karibik?», bekommt zu hören, wer auf die Dominikanische Republik reist. Das ist eine der Vorstellungen, die dem Land zuweilen vorauseilen: Karibikfeeling, aber nicht zu teuer und manchmal ein bisschen grell, Sand, Saufen und Sextourismus in der Sonne. Unschön abgekürzt: «Dom Rep». Doch das Image vom schnellen Massentourismus will das Land ablegen. Qualität und Zuverlässigkeit sollten sich etablieren, sagt Carlos, der optisch der Zwillingsbruder des «The Fast and the Furious»-Schauspielers Vin Diesel sein könnte. Er ist vor Ort für das Tourismusministerium des Landes tätig.

  • ZADDatum14.01.2022 11:39
    Thema von carlos im Forum Company activities

    Liebe Zahnis,

    auch dieses Jahr haben wir, der Zahnmedizinische Austauschdienst, einen Infoabend für Famulaturen organisiert. Dieser wird uniübergreifend und online über Zoom stattfinden. Hierzu laden wir Euch herzlich ein, am Donnerstag, 13. Januar 2022 um 19 Uhr, teilzunehmen und Einblicke in Projekte von Hilfsorganisationen zu erhalten. Unter anderem dabei sind Zahnärzte helfen e.V., DIANO und Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte. Zudem erhaltet ihr Informationen rund um das Thema Famulaturen und erfahrt wie ihr euch für einen Fahrtkostenzuschuss beim ZAD bewerben könnt.

    Für die Teilnahme ist eine Registrierung über den folgenden Link vorab erforderlich:

    https://us06web.zoom.us/meeting/register...G-2oe4qlmBYu_qH

    Wir freuen uns auf Eure zahlreiche Teilnahme und einen informativen Abend.
    Bei Fragen stehen Eure LEOs und wir Euch jederzeit gerne zur Verfügung.

  • Thema von carlos im Forum Forum - Archiv

    Schmerzbekämpfung
    Das Schmerzmittel Paracetamol kann unsere Psyche verändern

    Kopfschmerzen? Zahnschmerzen? Da nehmen viele einfach mal eine Tablette wie etwa Paracetamol. Aber das Medikament lindert nicht nur Schmerzen, es kann auch massiv in unsere Psyche eingreifen.

  • gaslighting ist eine Form der Manipulation und des emotionalen Missbrauchs und führt meist dazu, dass Betroffene ihre Gefühle, Gedanken, Wahrnehmungen und womöglich sogar ihren Verstand in Frage stellen. Das Phänomen ist nach einem Theaterstück des Dramatikers Patrick Hamilton benannt, Gas Light, in dem ein Mann seine Ehefrau in den Wahnsinn zu treiben versucht, indem er beispielsweise Gaslampen in ihrem Haus installiert und anschließend leugnet, es getan zu haben. In der Realität spielt sich Gaslighting meist jedoch subtiler und unbewusster ab als in diesem fiktiven, namensgebenden Vorbild.

    In den seltensten Fällen entscheidet sich ein Mensch bewusst, ein Energievampir zu sein, eine andere Person emotional zu missbrauchen, zu erpressen oder zu gaslighten. Die meisten, die solch ein Verhalten an den Tag legen, kompensieren damit eigene Unsicherheiten, Probleme, Selbstwertstörungen oder Traumata. Und vielen ist gar nicht klar, dass sie ihren Mitmenschen damit schaden. Doch das macht es nicht harmloser.

    Insbesondere in intimen Beziehungen, bei denen Vertrauen und Nähe wichtige Bestandteile sind, kann Gaslighting bei den davon Betroffenen ihr Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Bindungsverhalten und weitere Eigenschaften ihrer Psyche und Persönlichkeit erheblich und nachhaltig schädigen. Umso wichtiger, dass wir Gaslighting erkennen, wenn wir damit in Berührung kommen, damit wir uns von dem Umfeld, in dem es uns begegnet, distanzieren können – oder damit wir uns selbst dabei ertappen, wenn wir versehentlich zum:r Gaslightenden werden. Denn wie gesagt: Nur in seltenen Fällen entscheiden sich Menschen, ihre Liebsten zu manipulieren oder zu verunsichern.

    So mögen folgende Sätze dem einen oder der anderen von uns tatsächlich selbst schon über die Lippen gekommen sein oder zumindest auf der Zunge gelegen haben. Oder wir haben sie gehört und uns nichts dabei gedacht. Und vielleicht haben sie auch gar keine sonderlich große Wirkung, wenn sie einmal oder gelegentlich in einer Beziehung fallen. Doch Vorsicht ist bei diesen Sätzen auf jeden Fall geboten. Denn wer sie immer wieder zu hören bekommt – von Freund:in, Partner:in, Eltern, Geschwistern oder anderen nahestehenden Personen –, kann einen psychischen Schaden davon tragen.

    7 unscheinbare Sätze, an denen du Gaslighting erkennst
    1. "Du bist zu emotional."

    Aus der Distanz oder aus einer anderen Perspektive mag es manchmal schwer sein, zu verstehen, wie andere Menschen fühlen und reagieren, und so lassen sich einige Personen in gewissen Situationen zu dieser oder einer vergleichbaren Aussage hinreißen. Doch was wir nicht verstehen, können wir nicht be- oder verurteilen, und jemandem vorzuschreiben, wie er:sie zu fühlen hat, ist sowieso ein No-Go. Wenn wir nämlich kritisiert oder abgelehnt werden für die Art, wie wir fühlen, kann daraus eine Ablehnung in uns selbst gegenüber unseren Emotionen erwachsen und Scham und tiefgreifende Selbstzweifel. Von daher bitte Abstand nehmen von diesem Satz – sowohl wenn er uns in unseren Gedanken begegnet als auch wenn jemand anders ihn von sich gibt.
    2. "Du übertreibst mal wieder."

    Es gibt immer unterschiedliche Sichtweisen und Interpretationen, doch Menschen, die in ihrer Perspektive eingeschränkt oder in ihrem Standpunkt verunsichert sind, neigen dazu, abweichende Ansichten zu diskriminieren. So mögen sie sich selbst mit Aussagen wie dieser stärken und bestätigen – doch andere Personen können sie damit schwächen und verunsichern. Es gilt Ähnliches wie beim Thema Gefühle: Niemand hat zu verurteilen oder uns vorzuschreiben, wie wir etwas wahrnehmen und einordnen. Und Menschen, denen wir etwas bedeuten, nehmen unsere Sichtweise ernst und bemühen sich um Verständnis, statt sie einfach als übertrieben abzutun.
    3. "So meinte ich es nicht, du verdrehst mir die Worte im Mund."

    Missverständnisse passieren, und manchmal kommt etwas bei anderen Menschen nicht so an, wie es gemeint war. Doch es allein der:m Zuhörenden anzulasten, ist manipulativ und sicher nicht der einzige oder beste Weg, die Angelegenheit aufzuklären. Während die eine Seite an ihrer Kommunikationsfähigkeit zweifeln soll, zieht sich die andere mit diesem Vorwurf aus der Affäre.
    4. "Wärst du nicht so kompliziert/dumm/anstrengend/ ... , hätten wir gar kein Problem."

    Ähnliches Prinzip wie beim letzten Beispiel: Gaslightende benutzen Vorwürfe und Schuldzuweisungen, um sich selbst zu entlasten und aus der Verantwortung zu ziehen. Was sie mit Aussagen wie diesen bei ihren Liebsten auslösen – von Selbstzweifeln bis hin zu Selbsthass – ist ihnen meist gar nicht klar oder es kümmert sie nicht.
    5. "Das bildest du dir bloß ein."

    Wieder ein Beispiel für einen Satz, der, wenn ihn jemand an uns richtet, explizit unsere Wahrnehmung infrage stellt. Und die Person, die ihn ausspricht, sagt sich damit von der Pflicht oder Aufgabe los, sich weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen. Doch dass wir die Dinge sehen, wie wir sie sehen, und dass uns etwas beschäftigt, hat Gründe, die weder wir noch jemand anders einfach übergehen darf.
    6. "Das ist alles deine Schuld."
    Müssen wir hierzu noch etwas sagen? Eine solche Schuldzuweisung ist eine offensichtliche Manipulation und nahezu immer falsch und ungerecht. Leider kann es aber manchmal schwer sein, das zu erkennen. Und so gibt es Menschen, die daran zerbrechen oder sehr darunter leiden, dass ihnen eine Person, der sie vertrauen, wieder und wieder einredet, dass sie die alleinige Schuld für Streit, Konflikte, Unglück oder Krisen tragen. Von daher: Alarmglocken an, wenn dieser Satz fällt.

    7. "Wenn ich dir wirklich etwas bedeuten würde, ..."

    Mit dieser Aussage bringen Gaslightende ihre Liebsten dazu, an ihren Gefühlen und ihrer Einstellung zu ihrer Beziehung zu zweifeln sowie ihr Verhalten und ihre Grenzen in Frage zu stellen. Sie begehen damit indirekt eine emotionale Erpressung, denn meist wird die andere Person sich verpflichtet fühlen, zu beweisen, was sie ihr bedeuten. Doch wie wir einem Menschen zeigen, dass er uns etwas bedeutet, ist unsere Sache. Und uns zu vertrauen, dass er es tut, selbst wenn es wirklich anders aussehen sollte als in seiner Fantasie, seine.

    Verwendete Quelle: healthline.com

  • 7 unscheinbare Sätze, an denen du Gaslighting erkennst
    1. "Du bist zu emotional."
    2. "Du übertreibst mal wieder."
    3. "So meinte ich es nicht, du verdrehst mir die Worte im Mund."
    4. "Wärst du nicht so kompliziert/dumm/anstrengend/ ... , hätten wir gar kein Problem."
    5. "Das bildest du dir bloß ein."
    6. "Das ist alles deine Schuld."
    7. "Wenn ich dir wirklich etwas bedeuten würde, ..."

  • Thema von carlos im Forum Forum - Archiv

    Psychische Manipulation ist oft gar nicht so leicht zu erkennen, wie einige vielleicht glauben. Welche Sätze zum Beispiel typisch für Gaslighting sind, ist hier zusammengefasst.



    Gaslighting ist eine Form der Manipulation und des emotionalen Missbrauchs und führt meist dazu, dass Betroffene ihre Gefühle, Gedanken, Wahrnehmungen und womöglich sogar ihren Verstand in Frage stellen. Das Phänomen ist nach einem Theaterstück des Dramatikers Patrick Hamilton benannt, Gas Light, in dem ein Mann seine Ehefrau in den Wahnsinn zu treiben versucht, indem er beispielsweise Gaslampen in ihrem Haus installiert und anschließend leugnet, es getan zu haben. In der Realität spielt sich Gaslighting meist jedoch subtiler und unbewusster ab als in diesem fiktiven, namensgebenden Vorbild.

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