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  • Thema von carlos im Forum Kongo
  • Thema von carlos im Forum USA

    The Ohio State University College of Dentistry celebrated Give Kids A Smile Day on Saturday.

    Students, faculty and staff provided free dental exams, cleanings and other treatment as needed for about 200 children.

    "Their response has been wonderful. Everyone has been smiling by the end and really appreciated of the effort we've been available to achieve at no monetary cost," OSU Assistant Professor of Dentistry Dr. Elizabeth Gosnell said.

    Dr. Gosnell said the experience was also beneficial to dental students.

    "The good thing for the students is that they're going to get exposure to this patient population as well as getting to see children, because we need general dentists when they graduate to be able to see children in the community to really gap the needs for these kids," she said.

    Give Kids a Smile is a national program sponsored by the American Dental Association.

    Children who received care were referred to the College of Dentistry by Columbus Public Health.

    Dr. Gosnell said the school hopes to hold similar clinics several times a year.

    Watch 10TV News and refresh 10TV.com for more information.

  • Thema von carlos im Forum Philippinen

    n diesem Video wird gezeigt, wie mit einem Etat von nur 440 EURO ca. 220 mittellose Patienten fachkundig medizinisch und zahnärztlich behandelt und mit kostenlosen Medikamenten versorgt werden.

    Das medizinische Personal besteht ausschließlich aus lokalen Fachkräften, die Medikamente werden kostengünstig bei einer Stelle in Manila bezogen, die auf die Belieferung derartiger Medical Missions spezialisiert ist.

    Wir würden uns sehr freuen, wenn durch dieses Video Sponsoren für weitere Medical Missions gewonnen werden können. Die meisten Mitglieder des medizinischen Teams stammen aus dem Ort Tigaon, 425 Auto-Kilometer südöstlich von Manila. Dennoch ist es möglich, auch in anderen Landesteilen der Philippinen derartige Free Clinics durchzuführen.

    Wir sind politisch, konfessionell und weltanschaulich vollkommen neutral. Es gibt bei uns keinerlei Verwaltungskosten oder teure Werbeaktionen. Das medizinische Personal arbeitet ehrenamtlich, für eine 1-tägige Medical Mission erhält jeder Teilnehmer eine Aufwandsentschädigung von ca. 30 EURO. Das Budget setzt sich also zu je 50% aus Kosten für die Medikamente und dem Personal zusammen.

    Wir freuen uns auf Ihre Hilfe, Kritik und Anregungen: info@bicolshop.com

    Die medizinischen Projekte sind nur ein Teil unserer Arbeit auf den Philippinen. Wir sind ebenfalls in den Bereichen alternative Landwirtschaft und erneuerbare Energien tätig. Nähere Informationen finden Sie auf unserer Homepage:

    http://www.buddel.de/kft/index.htm

    Jochen Binikowski
    Krankenhaus für Tigaon e.V.

  • Thema von carlos im Forum educational Projects

    Viele wollen querweltein Gutes tun, aber pro Jahr werden nur gut 100 deutsche Entwicklungshelfer gesucht. Westliche Organisationen stehen vor einem Umbruch. Olga Almqvist, 28, arbeitet für die Welthungerhilfe in Haiti, Bernhard Meier zu Biesen seit vier Jahrzehnten in Afrika.


    Manchmal weiß Olga Almqvist nicht, ob das, was sie da sieht, real ist. Zum Beispiel, wenn sie sich eine Pizza bestellt und einen Blick auf die Verpackung wirft. Dort kann ihr Bote als Grund für mögliche Verspätungen neben Stau und Unwetter auch Kidnapping angeben. Gewundert hat sie sich auch letztes Jahr, als die Bewohner den für Tiermasken berühmten Karneval feierten - und sich als Wasserhähne, Chlorox-Flaschen oder Viren verkleideten. Später verstand sie: Die Feiernden wollten ihre Angst vor der Cholera wegtanzen.

    Olga Almqvist, 28, würde gern darüber lachen, so wie ihre deutschen Freunde. Aber das ist schwer in einem Land wie Haiti. Vor allem, wenn man Entwicklungshelfer ist. Als sie im Sommer 2010 in Haiti ankam, war an Pizza und Karneval noch nicht zu denken. Zu groß war das Chaos. Sechs Monate zuvor hatte ein gewaltiges Erdbeben mit der Stärke 7,0 den Karibikstaat verwüstet: 230.000 Tote, 190.000 zerstörte Häuser, 30 eingestürzte Krankenhäuser. Eine Insel, begraben unter 19 Millionen Kubikmetern Schutt.

    Damals lautete die Frage für viele Entwicklungshilfearbeiter nicht unbedingt: Wie baut man dieses Land wieder auf? Denn schon vor dem Beben hatte nur etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung Zugang zu einer gesicherten Wasserversorgung. Die Frage war vielmehr: Wie baut man dieses Land überhaupt auf?

    Lokale Mitarbeiter sollen Projekte weiterführen

    Eine eindeutige Antwort gibt es nicht. Denn auch die Entwicklungshilfe befindet sich im Wandel, immer stärker übernehmen lokale Mitarbeitern vor Ort die Aufgaben. Für Helfer aus Ländern wie Deutschland bedeutet das: Sie müssen ihre Arbeit neu definieren.

    Olga Almqvist analysiert für die Welthungerhilfe in Haiti die Nachhaltigkeit von Landwirtschaftsprojekten. "Schließlich wollen unsere Spender in Deutschland nicht in ein Fass ohne Boden spenden, sie erwarten zu Recht ein ehrliches Feedback über die geleistete Arbeit und die bislang erreichten Ziele." Dazu gehört es auch, lokale Mitarbeiter so gut einzuarbeiten, dass sie möglichst bald die Welthungerhilfe-Projekte selbständig weiterführen.

    Fotostrecke


    20 Bilder
    Kulturschock: Arbeiten in fremden Welten

    Um daran mitzuwirken, muss man kein geborener Abenteurer sein. Arbeitsmöglichkeiten finden Deutsche zum Beispiel in Programmen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) oder des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE).

    Olga Almqvist ist der Berufseinstieg geglückt, nachdem sie Politik und Internationale Beziehungen an der Pariser Hochschule Sciences Po studierte - erst im französischen Poitiers, dann in Buenos Aires und Paris. "Ein, zwei Fremdsprachen sollten angehende Entwicklungshelfer schon beherrschen", sagt sie. Auch in Deutschland bereitet eine Reihe von Studiengängen auf Jobs in der Entwicklungshilfe vor, etwa das Ergänzungsstudium "Seminar für ländliche Entwicklung" an der Berliner Humboldt-Universität.

    "Manche Entwicklungshelfer wollten nur durch die Welt reisen"

    Einen Königsweg gibt es nicht - und man braucht Glück. Denn offene Stellen sind rar, pro Jahr werden nur rund 100 deutsche Entwicklungshelfer gesucht, und oft sind die Jobangebote zeitlich begrenzt. "Viele suchen eine Möglichkeit, eine interessante Karriere mit sozialem Engagement gegen Ungerechtigkeit und Armut verbinden zu können", erklärt Anne-Meike Fechter von der Sussex University in England. Die Professorin beschäftigt sich seit Jahren mit der Arbeit von Entwicklungshelfern und sieht sehr unterschiedliche Wege in den Beruf: "Manche Entwicklungshelfer wollten eigentlich nur durch die Welt reisen und sind nach und nach in ihre Leidenschaft hineingewachsen."

    "In der akademischen Welt konzentrierte sich die Debatte über Entwicklungshilfe bis vor kurzem auf die Hilfe selbst - und nicht auf die Helfer. Doch das beginnt sich nun zu ändern", so Fechter. Diese neue Aufmerksamkeit kann jungen Entwicklungshelfern neue Möglichkeiten eröffnen: Je intensiver sich Entwicklungsorganisationen selbst hinterfragen, desto mehr könnten die Ideen junger Helfer gefragt sein. "Entwicklungshilfe kann nur effektiv sein, wenn die Organisationen optimale Bedingungen für ihre Helfer schaffen", sagt Fechter. Doch weltweit kennen die Mitarbeiter ähnliche Probleme: hohe Bürokratie-Hürden, die Ungewissheit, ob die eigene Arbeit wirklich etwas bewegt - und das Leben in der Ferne.

    Bernhard Meier zu Biesen hat das Leben in der Fremde nie zugesetzt. Seit fast 40 Jahren ist er dabei, lernte in Timbuktu Französisch, brachte sich in Tansania Swahili und in Damaskus Arabisch bei. "Jetzt ist meine Festplatte voll", sagt er, lacht und zieht an seiner Zigarette. Aus seinem Büro in Kigali, Hauptstadt von Ruanda, sieht Meier zu Biesen den roten Staub auf der Palme vor seinem Fenster. Seit April 2011 leitet er das Welthungerhilfe-Büro in Kigali, heute ist sein letzter Arbeitstag. Am Abend wird er in ein Flugzeug nach Deutschland steigen und rund elf Stunden gen Heimat fliegen.

    Letzter Arbeitstag in Ruanda

    Als Meier zu Biesen in den siebziger Jahren in Tansania ankam, mussten Tischler noch aus Deutschland eingeflogen werden. "Das alles hat sich verändert. Deutsche Helfer werden zunehmend zu möglichst objektiven, unabhängigen, neutralen Beobachtern und Koordinatoren, die mit ihrem speziellen Fach- und Erfahrungswissen Impulse geben." Er selbst sehe sich als "Software-Entwickler": "Wir müssen den Menschen die Chance auf eine gute Ausbildung ermöglichen, damit sie ihre Probleme selbst lösen können." Die westliche Entwicklungshilfe stehe vor einem gewaltigen Umbruch: Die klassische Hilfe werde verschwinden - Hilfe zur Selbsthilfe und wirtschaftliche Kooperationen würden zunehmen.

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    Wenn Meier zu Biesen das sagt, klingt es nicht wehmütig. Er hat es kommen sehen und gewünscht. "Viele asiatische Organisationen und Experten bieten wirtschaftliche und landwirtschaftliche Aufbauarbeit zu niedrigeren Preisen als viele deutsche Organisationen", so Meier zu Biesen. Offizielle Ausschreibungen sind heute härter umkämpft. Und der Wettbewerb aus Asien ist nur eine der Hürden, der sich europäische Entwicklungshelfer in Zukunft stellen müssen.

    Bernhard Meier zu Biesen muss jetzt noch ein bisschen packen. Was er in Deutschland machen wird? Bislang habe er am Ende eines Einsatzes nie gewusst, wohin es ihn als Nächstes verschlage. "In den letzten 40 Jahren habe ich dennoch immer wieder Glück gehabt. Da wird sich schon etwas finden."

    Seine Entwicklungshilfe-Organisation hat zum Ziel, sich selbst überflüssig zu machen - wenn der Hunger besiegt ist, braucht es keine Welthungerhilfe mehr. An Rente kann Bernhard Meier zu Biesen folglich erst denken, wenn er nicht mehr gebraucht wird. Vor ihm und seinen jungen Kollegen dürfte noch eine Menge Arbeit liegen.

  • Thema von carlos im Forum Philippinen

    Dr. Winfried Hosch muss mit Leib und Seele Zahnarzt sein – anders lässt es sich wohl nicht erklären, dass der Mediziner nach langem Arbeitsleben seinen eigentlich wohl verdienten Ruhestand aufgab, um wieder zu praktizieren.

    Und selbst das reicht dem Tettenser nicht. Bereits zwei Mal hat Winfried Hosch sechs Wochen auf den Philippinen verbracht, um den Menschen dort zu helfen. Weitere Einsätze sollen folgen, dass hat sich der 66-Jährige vorgenommen, wenn es sich mit seinen Aufgaben als angestellter Zahnarzt in einer Bremerhavener Praxis vereinbaren lässt.

    Um Selbstbespiegelung seiner Person gehe es ihm dabei nicht, so der Zahnarzt. Vielmehr wolle er mit seinem Engagement die Hilfsorganisation „Ärzte für die Dritte Welt“, deren Präsidentin die Schauspielerin und ausgebildete Ärztin Dr. Maria Furtwängler ist, unterstützen.

    Das Motto der gemeinnützigen Organisation lautet „Jeder Mensch zählt“, daher arbeitete Winfried Hosch wie die anderen helfenden Ärzte während seiner zwei Kurzaufenthalte auf Mindanao vollkommen unentgeltlich. Auch die Hälfte der Flugkosten hat der Mediziner selbst getragen, sich seine Hilfe also sogar etwas kosten lassen.

    Mindanao ist die zweitgrößte Insel der Philippinen und vor allem in Bergregionen medizinisch unterversorgt. Viele der rund zwei Millionen Einwohner müssen daher ohne ärztliche Hilfe auskommen. Hier versuchen die Ärzte für die Dritte Welt, Abhilfe zu schaffen. Daher sind in mobilen Behandlungseinheiten und Armenhospitälern immer zehn deutsche Ärzte, davon immer ein Zahnarzt, tätig.

    Aus seiner Erfahrung vor Ort berichtet Winfried Hosch, dass im zahnmedizinischen Bereich großer Behandlungsbedarf herrscht. Das liege vor allem an dem hohen Zuckerkonsum und mangelnder Zahnpflege. Trotzdem mussten sich der 66-Jährige und seine Kollegen bei der Behandlung auf das Nötigste beschränken – die Beseitigung von Entzündungen und Schmerzen durch Zahnentfernungen. Mehr sei nicht leistbar, dadurch das häufig der Strom ausfalle, sei an Zahnersatzbehandlungen gar nicht zu denken.

    Trotz ihrer ärmlichen Lebensumstände erlebte der Zahnarzt seine Patienten stets freundlich. Das mache einem sein eigenes privilegiertes Leben erst so richtig bewusst. So kam Winfried Hosch zu der Erkenntnis: „Es tut einfach gut zu helfen.“

  • Thema von carlos im Forum Namibia

    "Zur Prophylaxe kommt da keiner"

    Marcus Schifferdecker war schon immer Afrika-Fan. Als Kind bestaunte er im Familienurlaub Elefanten und Nashörner, als Student lebte er einige Monate in Kapstadt. Heute engagiert sich der Emmendinger für die Hilfsorganisation Zahnärzte ohne Grenzen – und behandelt in seiner Freizeit im Hinterland von Namibia Zähne, die noch nie zuvor behandelt worden sind. "Zur Prophylaxe", sagt Schifferdecker, "kommt da keiner."
    Die ersten Patienten sind bei Sonnenaufgang da. Vor der Klinik stehen sie Schlange, Dutzende von Menschen mit Schmerzen – mit tiefen schwarzen Löchern in den Zähnen, mit eitrigen Zysten im Mund. "So viel Leid gibt es bei uns nicht", erzählt Schifferdecker. "Der Unterschied ist verheerend. Es gibt Leute, die machen den Mund auf und es ist alles kaputt – du kannst da eigentlich nur noch Zähne ziehen."

    Der 44-jährige Emmendinger engagiert sich seit zwei Jahren für Zahnärzte ohne Grenzen. Für diese Stiftung war er bisher dreimal in Namibia unterwegs. Weitere Touren sind fest geplant – und er versucht, Kollegen für das Bohren in der Savanne zu begeistern. "Man arbeitet in Teams, wo man die Leute vorher gar nicht kennt – und jeder fliegt hinterher nach Hause zurück und hat eine Riesenfreude, das gemacht zu haben."

    Der unbezahlte Ferienjob ist nichts für jeden. Ein Zahnarzt, der in seiner Freizeit in der Steppe arbeiten will, muss vor allem eines sein: gesund. Er muss mit der trockenen Hitze klarkommen, mit langen Arbeitszeiten, mit holprigen Fahrten im Geländewagen. Er darf keine Angst vor Schlangen und der Tsetsefliege haben und muss wissen, wie man sich vor Malaria, Gelbfieber oder Tuberkulose schützt. Er darf sich nicht ärgern, wenn mal für zwei Stunden der Strom ausfällt – oder wenn lokale Bürokraten spontan entscheiden, den Ausländern mal eben die Arbeitserlaubnis zu verweigern. "LMAAA", sagt der Zahnarzt. "Lächle mehr als alle anderen."

    Schifferdecker engagiert sich nicht nur als Zahnarzt in Namibia, er ist auch als Projektmanager der Stiftung für die Region zuständig und für Verhandlungen mit der Regierung zuständig. Seine Frau hilft ihm bei dieser Arbeit von Emmendingen aus, in den Einsatz begleitet sie ihn nicht. "Wir hängen in der Woche da schon 15 Stunden Arbeit rein."

    Für ihn, sagt Schifferdecker, seien die Einsätze in Afrika wie Urlaub. "Das ist kein Stress, das ist absolute Erholung für mich", sagt er. Die Arbeit ist abwechslungsreich: Die Zahnärzte ohne Grenzen behandeln nicht nur, sie verschenken auch Zahnbürsten an Kinder und stehen mit Plastikgebissen vor Schulklassen, um zu erklären, wie man sich die Zähne richtig putzt. Und sie planen immer auch einige freie Tage rein. "Zweieinhalb Wochen arbeiten, vier Tage reisen", sagt Schifferdecker. "Zwei Drittel der Leute wollen hinterher nochmal runter."

    Der Job in Afrika, sagt er, verändere die eigene Sichtweise – nach Einsätzen brauche er zwei Wochen, um wieder zu Hause anzukommen. "In Afrika sind wir nicht, um Schönheitssachen zu machen", sagt er. "Die Menschen dort gehen erst dann zum Zahnarzt, wenn es überhaupt nicht mehr anders geht."

    Er ist viel unterwegs. "Ich bin schon mehr weg als 28 oder 30 Werktage", sagt er – auch der Urlaub mit seinen drei Kindern soll nicht zu kurz kommen. "Meine Patienten honorieren das", sagt er. "Die wissen, dass ich einen Afrikatick habe."

  • Lemgoer Zahnarzt behandelt in Ost-GhanaDatum31.01.2013 23:45
  • Lemgoer Zahnarzt behandelt in Ost-GhanaDatum31.01.2013 23:45
    Thema von carlos im Forum Ghana

    Lemgo. Die Koffer sind gepackt und die Patienten informiert. Am Samstag fliegt der Lemgoer Zahnarzt Dr. Günther König für vier Wochen nach Afrika. Urlaub? Fehlanzeige. Der 66-Jährige will helfen.

    Seit einem Jahr ist die "Dental Clinic", eine Zahnklinik in Ost-Ghana, in Betrieb: 200.000 Menschen zählt die Region Dodi Papase. Um den Menschen, die bisher ohne zahnärztliche Behandlung leben mussten, zu helfen, hatte es sich Rotary International vor einigen Jahren zur Aufgabe gemacht, nicht nur ein medizinisches Behandlungszentrum aufzubauen, sondern auch eine Zahnklinik anzugliedern (die LZ berichtete).

    Gesunde Ernährung zeigt sich im Mund
    Als "Naturvölker" bezeichnet Dr. Günther König die Menschen der 17 Gemeinden in der Region Dodi Papase. "Deren Zähne sind nicht selten in einem besseren Zustand als bei uns in Deutschland", berichtet der Lemgoer. Das käme laut König daher, dass die Ghanaer ihr Essen vorwiegend mit Naturstoffen zubereiten. "Industriellen Zucker, der die Zähne schädigt, kommt selten vor." Zwar würde es auch Softdrinks geben, aber nur wenige Familien in Afrika könnten sich diese leisten.

    Dr. Günther König selbst ist Mitglied im Rotary-Club und machte sich in der Vergangenheit immer wieder für das Projekt stark. Er sammelte Spenden von der Lemgoer Industrie und Handwerkerschaft, erhielt Unterstützung von den internationalen Rotary-Clubs und konnte so Anfang des vergangenen Jahres den ersten Bauabschnitt fertigstellen und die Praxis in Betrieb nehmen. Jetzt, zwölf Monate später, ist auch der zweite Abschnitt vollendet. "Wir verfügen nun über ein Dentallabor", berichtet König. Die Firma Brasseler spendete beispielsweise zwei Labortische, die einst ein Lehrlingsprojekt waren. "Jetzt sind wir in der Lage, mit Kunststoffprothesen die Kaufunktion wieder herzustellen."

    Durch das verbesserte Therapieangebot hofft König auf mehr Interesse seitens der Bevölkerung. Als er im Januar vergangenen Jahres mit seinem Lemgoer Kollegen Dr. Ulrich Zibelius nach Afrika reiste, konnten die zwei Ärzte in den vier Wochen Aufenthalt nur etwa 18 Patienten täglich behandeln.

    In Königs Augen eindeutig zu wenig: "Viele Ghanaer kennen die medizinischen Möglichkeiten nicht", erklärt der Zahnarzt das Problem. Die Menschen darüber zu informieren, stellte sich schwieriger als gedacht heraus. "Das größere regionale Umfeld, in dem beachtliche Bevölkerungsanteile noch Analphabeten sind, sieht im Sprachgebrauch des Dialektes den Begriff ‚Zahnarzt‘ nicht vor", sagt der Lemgoer.

    Eine Lösung musste her: In Grund- und Mittelschulen informierten die Ärzte die Kinder über das Angebot und boten an, auch die Eltern zu untersuchen. Der Lemgoer Mediziner ist sich sicher, dass seine Kollegen, ebenfalls Zahnärzte, und er durch die neuen Geräte mehr Hilfe leisten können.

    Und noch etwas: Die Scheu vor dem ersten Zahnarztbesuch soll den Kindern und den Eltern in Ost-Ghana in den kommenden Wochen genommen werden.

  • Hilfe für 600 Waisen in KeniaDatum31.01.2013 23:40
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Hilfe für 600 Waisen in Kenia
  • Hilfe für 600 Waisen in KeniaDatum31.01.2013 23:40
    Thema von carlos im Forum Kenia

    Hilfe für 600 Waisen in Kenia
    Triangel. Schon zum vierten Mal war der Triangeler Zahnarzt Dr. Jörg Bischoff in Kenia , um dort kostenlos auf dem Land Arme zu behandeln.
    Damit nicht genug: Er kümmert sich vor Ort auch noch um Waisenkinder.

    Der Verein Dentists for Africa, dem Dr. Bischoff angehört, unterstützt in dem Ort Nyabondo rund 600 Waisenkinder, darunter 30, die HIV-positiv sind. „Sie stehen auf Grund ihrer Erkrankung auf der untersten sozialen Stufe“, erklärt der Triangeler Arzt.

    Nyabondo ist ein ländliches Gebiet in der Nähe von Kisumu am Viktoriasee. „Es ist ein Ort in den Bergen“, so Dr. Bischoff. Dort gibt es ein Waisenhaus, das von Franziskaner-Nonnen geleitet wird. Besonderheit dabei: Eine der Nonnen hat selbst 15 Waisenkinder aufgenommen. Schwester Gracia, so der Name der Nonne, habe zunächst, als ihr Bruder starb, dessen beide Kinder aufgenommen, erzählt Jörg Bischoff. „Und der hatte zudem bereits zwei weitere Waisenkinder.“ Nach seiner Arbeit als Zahnarzt verbrachte Dr. Bischoff viel Zeit mit den 15 Waisenkindern. „Wir haben Fußball gespielt und Karateübungen gemacht.“ Höhepunkt: der Besuch eines Freibades in einem Hotel. „Viele der Kinder waren noch nie in ihrem Leben wirklich baden.“

    Von den 600 Kinder haben 200 noch keine Pateneltern. „Die werden vom Verein betreut“, weiß Dr. Bischoff. Jedes Kind bekommt das Schulgeld, die Schuluniform und die notwendigen Schulbücher. Es werde nach der Schulzeit versucht, einige der Kinder zu so genannten Oral Health Workern (Dentisten) auszubilden. Andere sollen lernen, die technischen Geräte der Zahnärzte zu pflegen. Denn nahe der Stadt Eldoret haben die Franziskaner-Nonnen von Asumbi in Zusammenarbeit mit Dentists for Africa eine neue Zahnarztpraxis eröffnet.

    „Unser Motto ist Hilfe zur Selbsthilfe“, sagt Dr. Jörg Bischoff. „Irgendwann sollen die Kenianer selbst die Zähne ihrer Leute behandeln“, meint der Triangeler Zahnarzt. Deshalb werden Schulbesuch und Ausbildung der Kinder vom Verein Dentists for Africa unterstützt. „Für Paten entstehen Kosten in Höhe von jährlich 360 Euro je Kind“, erläutert Dr. Bischoff.

    Er und seine Frau Annett haben seit 2008 eine Patenschaft für einen kenianischen Jungen übernommen. „Frederick ist inzwischen 17 und steht vor dem Ende seiner Schulzeit.“

    Wer Interesse an einer Patenschaft hat oder weitere Informationen über Dentists for Africa haben möchte, kann sich an Dr. Jörg Bischoff, Tel. 05371-96920, wenden oder im Internet auf www.zahnarzthilfe-kenya.de nachlesen.

  • Als Zahnarzt wirklich gebraucht werdenDatum24.01.2013 20:24
  • Als Zahnarzt wirklich gebraucht werdenDatum24.01.2013 20:24
    Thema von carlos im Forum German-Rotary Voluntee...

    Es gibt oft schlimme und schlechte Nachrichten aus Afrika. Andererseits erreichen auch gute und hoffnungsvolle Meldungen die Öffentlichkeit. Ein solches gutes Beispiel kann der Welzheimer Zahnarzt Dr. Albrecht Sorg liefern, der von einem dreiwöchigen zahnärztlichen Einsatz in Ghana berichtet, und zwar als „Volunteer Doctor“.

    Die Organisation GRVD e. V. sucht laufend Ärzte aller Fachrichtungen, die bereit sind, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen. Sorg: „Der Einsatz als Zahnarzt in Ghana hat mir Land und Menschen näher gebracht und ich kann nur jedem Kollegen ans Herz legen, die Erfahrung eines solchen Einsatzes einmal selbst zu machen.“ Es seien nicht nur die Eindrücke einer ganz anderen Weltreligion und Kultur, die ein solcher Aufenthalt mit sich bringe, sondern vor allem das gute Gefühl, dort als Zahnarzt wirklich gebraucht zu werden.

    Der Flug, die Übernachtung in Accra und die Anfahrt ins Mary-Theresa-Hospital in Dodi Papase waren sehr gut organisiert.

    Die Unterkunft im Bungalow von GRVD war einfach, aber für die dortigen Verhältnisse sehr gut. Die Verpflegung mit Getränken und Speisen mit Frühstück, Mittagessen und Abendessen war durch die Haushälterin Jerrity gesichert, auch die Kleidung wurde gewaschen.

    Durch die Ambulanz im Krankenhaus kamen die Patienten mit Hinweiskärtchen auf die Zahnstation. Aufgrund der Voruntersuchung waren täglich vier bis sechs Schmerzpatienten zu behandeln. Osteotomien, Extraktionen, Abszess-Eröffnungen, Amalgam- sowie Composit-Füllungen und vor allem Zahnsteinentfernungen waren die Hauptaufgaben. Weitere Patienten kamen täglich aufgrund der durchgeführten Schuluntersuchungen.

    Die Zahnstation mit zwei Behandlungsstühlen ist gut ausgerüstet, alle erforderlichen Behandlungen konnten mit etwas Improvisation erfolgreich durchgeführt werden. Mit dem Kompressor gab es häufig Probleme, einer neuer ist jedoch bereits angeliefert und wird demnächst eingebaut.

    Der Zahnarzthelfer Prince Zaato und die Zahnarzthelferin und Nurse Rose Akowuah arbeiten sorgfältig und fachgerecht.

    „Wenn man bedenkt, dass fast alle der 130 Patienten, die ich dort behandelt habe, zum ersten Mal in ihrem Leben bei einem Zahnarzt waren, ist es nicht verwunderlich, dass alle Patienten einschließlich der Kinder massive Zahnstein-Beläge und damit verbundene akute Gingivitiden (bakterielle Entzündung des Zahnfleisches - Anm. d. Red.) haben.“ Prince und Rose hat der Welzheimer Zahnarzt die richtige Zahnstein-Entfernung (Cleaning) mit dem Air-Scaler beigebracht, so dass die beiden auch in Zeiten ohne Zahnarzt behandeln können.

    Mit Schuluntersuchungen neue Patienten finden

    Zweimal führte Dr. Sorg Schuluntersuchungen (School-Screenings) durch. Der Zahnarzthelfer Prince Zaato vereinbarte zusammen mit Dr. Sorg die Termine mit der Schulleitung. Die Fahrt erfolgte mit dem Klinik-Jeep. Am nächsten Tag war die Untersuchung auf dem Pausenhof im Schatten eines Baumes. Die Zahnarzthelferin Rose Akowuah sorgte für die Desinfektion der Mundspiegel und Sonden. Die Schüler mit Behandlungsbedarf erhielten einen Notizzettel, um diesen mit zur Behandlung zu bringen. In den nächsten Tagen kamen tatsächlich viele Kinder (bis zu 15 am Tag) in die Zahnklinik zur Behandlung. „Füllungen, Extraktionen retinierter oder zerstörter Milchzähne und Zahnsteinentfernungen waren hier die Hauptaufgaben.“

    Die Patientenzahl in der Dental-Klinik kann noch dadurch gesteigert werden, dass der Zahnarzt/Zahnärztin im Rahmen der Schuluntersuchungen auch den Lehrern und den interessierten Eltern eine zahnärztliche Untersuchung anbietet und sie bei Behandlungsbedarf in die Zahnstation einbestellt. Dieses Angebot wurde bei der zweiten Schuluntersuchung sehr gerne angenommen. Schulen gibt es genügend, da das Einzugsgebiet für die zahnärztliche Behandlung sehr groß ist.

    Dr. Sorg zu seinem Engagement: „Der Einsatz in der Zahnstation Dodi Papase hat mich sehr beeindruckt. Es war eine tolle Erfahrung. Als Zahnarzt wird man dort wirklich gebraucht und man muss improvisieren können. Ich habe fröhliche Menschen, das Land und eine andere Kultur kennengelernt. Ich werde einen weiteren Einsatz als Zahnarzt dort machen.“

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