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  • Thema von carlos im Forum Guatemala

    Drei Wochen lang hat die Fahrt gedauert. Zuvor haben der Zahnarzt und seine Frau ein halbes Jahr Waisenkinder in Lateinamerika behandelt.

    Wie der GA berichtete, waren der Zahnarzt und seine Frau Anfang des Jahres mit viel Elan, etwas Abenteuerlust und vielen Spenden von Freunden und Patienten im Gepäck losgezogen, um drei Kinderdörfer des christlichen Hilfswerks Nuestros Pequeños Hermanos (NPH, zu deutsch "unsere kleinen Brüder und Schwestern") in Guatemala, Honduras und Bolivien zu besuchen, um dort jeweils für drei bis vier Wochen die Kinder zahnärztlich zu versorgen.

    Ein Besuch bei den beiden Töchtern, die vor drei Jahren als freiwillige Helferinnen in dem guatemaltekischen Kinderdorf waren, hatte das Paar auf die Idee gebracht. "Damals haben wir gesehen, dass man dort einiges bewirken kann. Das hat uns motiviert. Nachdem mein Mann in Rente gegangen ist, wollten wir das möglichst schnell machen, solange wir noch fit sind", sagte Monika La-wrenz nach der Rückkehr.


    Nach ihrem Aufenthalt im NPH-Kinderdorf nahe der malerischen Kleinstadt Antigua Guatemala, ging die Reise in Richtung Osten nach Honduras. Das dortige Kinderdorf liegt nur 38 Kilometer von der Hauptstadt Tegucigalpa entfernt. "Eine riesige Farm, auf der über 450 Kinder, 80 Betreuer und Angestellte und 20 Freiwillige aus Nordamerika, Europa und Australien leben", berichtete Monika Lawrenz. "Und dazu kommen 200 Kühe sowie einige Schweine und Hühner." In der dortigen Zahnstation unterstützte das Paar eine honduranische Zahnärztin. Nachmittags besuchten sie die Kinder in ihren Wohnhäusern, um Voruntersuchungen zu machen und in Mundhygiene zu unterrichten.

    Weiter ging es zum dritten Kinderdorf in den tropischen Osten Boliviens. Auf dem Weg dorthin machte das Paar in Nicaragua bei einem NPH-Projekt Halt, in dem behinderte Kinder und ihre Familie betreut werden. "Was die beiden jungen österreichischen Therapeutinnen dort leisten, hat uns sehr beeindruckt", sagte Monika Lawrenz.

    Wieder heimgekehrt, wollen sich Uwe und Monika Lawrenz auch weiterhin für die Waisenkinder in Lateinamerika engagieren - "soweit es eben von hier aus geht". So wollen sie sich weiter um Spenden bemühen, beispielsweise für dringend notwendige kieferorthopädische Behandlungen. Und mit Vorträgen über ihre Reise will das Paar andere motivieren, es ihnen gleich zu tun.

  • Thema von carlos im Forum Honduras

    Drei Wochen lang hat die Fahrt gedauert. Zuvor haben der Zahnarzt und seine Frau ein halbes Jahr Waisenkinder in Lateinamerika behandelt.

    Wie der GA berichtete, waren der Zahnarzt und seine Frau Anfang des Jahres mit viel Elan, etwas Abenteuerlust und vielen Spenden von Freunden und Patienten im Gepäck losgezogen, um drei Kinderdörfer des christlichen Hilfswerks Nuestros Pequeños Hermanos (NPH, zu deutsch "unsere kleinen Brüder und Schwestern") in Guatemala, Honduras und Bolivien zu besuchen, um dort jeweils für drei bis vier Wochen die Kinder zahnärztlich zu versorgen.

    Ein Besuch bei den beiden Töchtern, die vor drei Jahren als freiwillige Helferinnen in dem guatemaltekischen Kinderdorf waren, hatte das Paar auf die Idee gebracht. "Damals haben wir gesehen, dass man dort einiges bewirken kann. Das hat uns motiviert. Nachdem mein Mann in Rente gegangen ist, wollten wir das möglichst schnell machen, solange wir noch fit sind", sagte Monika La-wrenz nach der Rückkehr.


    Nach ihrem Aufenthalt im NPH-Kinderdorf nahe der malerischen Kleinstadt Antigua Guatemala, ging die Reise in Richtung Osten nach Honduras. Das dortige Kinderdorf liegt nur 38 Kilometer von der Hauptstadt Tegucigalpa entfernt. "Eine riesige Farm, auf der über 450 Kinder, 80 Betreuer und Angestellte und 20 Freiwillige aus Nordamerika, Europa und Australien leben", berichtete Monika Lawrenz. "Und dazu kommen 200 Kühe sowie einige Schweine und Hühner." In der dortigen Zahnstation unterstützte das Paar eine honduranische Zahnärztin. Nachmittags besuchten sie die Kinder in ihren Wohnhäusern, um Voruntersuchungen zu machen und in Mundhygiene zu unterrichten.

    Weiter ging es zum dritten Kinderdorf in den tropischen Osten Boliviens. Auf dem Weg dorthin machte das Paar in Nicaragua bei einem NPH-Projekt Halt, in dem behinderte Kinder und ihre Familie betreut werden. "Was die beiden jungen österreichischen Therapeutinnen dort leisten, hat uns sehr beeindruckt", sagte Monika Lawrenz.

    Wieder heimgekehrt, wollen sich Uwe und Monika Lawrenz auch weiterhin für die Waisenkinder in Lateinamerika engagieren - "soweit es eben von hier aus geht". So wollen sie sich weiter um Spenden bemühen, beispielsweise für dringend notwendige kieferorthopädische Behandlungen. Und mit Vorträgen über ihre Reise will das Paar andere motivieren, es ihnen gleich zu tun.

  • 2,50 Dollar pro BehandlungDatum17.09.2014 20:58
    Foren-Beitrag von carlos im Thema 2,50 Dollar pro Behandlung
  • 2,50 Dollar pro BehandlungDatum17.09.2014 20:57
    Foren-Beitrag von carlos im Thema 2,50 Dollar pro Behandlung
  • 2,50 Dollar pro BehandlungDatum17.09.2014 20:56
    Foren-Beitrag von carlos im Thema 2,50 Dollar pro Behandlung

    Osnabrücker Zahnarzt hilft auf Haiti
    Gerhard Stürmer-Schwichtenberg behandelt unentgeltlich Patienten im Erdbebengebiet

    Osnabrück. Nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti im Januar 2010 war die Hilfs- und Spendenbereitschaft weltweit sehr groß. Mittlerweile jedoch ziehen sich viele Hilfsorganisationen zurück, weil ihre Unterstützung andernorts dringender benötigt wird. Dabei ist in Haiti noch nichts wieder so, wie es vor dem Erdbeben war. Der Osnabrücker Zahnarzt Gerhard Stürmer-Schwichtenberg versucht zu helfen.

    Von Regine Bruns

    Die Wiederaufbauarbeiten in Haiti sind noch voll im Gang, sie kommen jedoch vielerorts ins Stocken, weil das Geld zur Fertigstellung fehlt. Auch im Gesundheitswesen ist die Not groß: Die wenigen gut ausgebildeten Ärzte und Pflegekräfte ziehen in die nahe gelegenen USA oder nach Frankreich, weil sie dort keine Sprachprobleme haben. In Haiti selbst ist es deshalb sehr schwer, einen Behandlungstermin zu bekommen. „Die Haitianer sind es gewohnt, von morgens bis abends in der Klinik darauf zu warten dranzukommen. Und am Abend werden sie dann mit dem Hinweis nach Hause geschickt, doch bitte am nächsten Tag wiederzukommen“, berichtete Zahnarzt Gerhard Stürmer-Schwichtenberg, der Anfang August eine Woche lang in einer Klinik in Leogane, einer 200000-Einwohner-Stadt 30 Kilometer westlich von Port-au-Prince, tätig war.
    Die Klinik war 2010 nach dem Erdbeben von der Caritas gegründet worden. Seit dem Ende der Förderperiode im April 2014 soll die kleine Klinik mit nur einer Ärztin nun in Eigenregie ohne finanzielle Unterstützung der Caritas weitergeführt werden. „Das verursacht vor Ort große Probleme“, wusste Stürmer-Schwichtenberg, der eine Zahnarztpraxis in Osnabrück betreibt, zu berichten. Der Stromgenerator der Klinik sei alt und reparaturanfällig, die Ausstattung der Behandlungsräume spärlich. Das Klinikpersonal habe auch immer nur bis 12 Uhr gearbeitet, vermutlich weil mehr Arbeitsstunden nicht bezahlt werden konnten, mutmaßte er.
    Stürmer-Schwichtenberg selbst hatte dagegen während seiner ehrenamtlichen Arbeitswoche alle Hände voll zu tun: Von morgens um neun bis nachmittags um fünf warteten die Patienten geduldig vor seinem Behandlungsraum. „Zahnärzte kommen immer nur tageweise aus Deutschland oder den USA in die Klinik“, berichtete Stürmer-Schwichtenberg. „Bei meiner Abreise war noch unsicher, wann wieder ein Zahnarzt dorthin kommen würde.“
    Zwar hatte der Osnabrücker Zahnarzt einen ganzen Koffer voll zahnmedizinischer Instrumente und Medikamente mitgebracht, dort vor Ort musste er sich mit den beschränkten Gegebenheiten abfinden. Statt eines Zahnarztstuhls befand sich im Behandlungsraum nur eine normale Liege, Bohrer und Absaugvorrichtungen gab es ebenfalls nicht, zum Ausspucken diente ein schlichter Mülleimer, und Licht gab es allein über die Kopflampe des Arztes. „Mein Vorgänger soll die Behandlungsliege immer je nach Sonnenstand zum Fenster ausgerichtet haben.“
    Trotz der beschränkten Möglichkeiten behandelte Stürmer-Schwichtenberg rund 100 Haitianer. Er zog schmerzende Zähne und entfernte Wurzelreste, füllte Löcher mit Kunststofffüllungen und entfernte Zahnstein. „Die älteren Patienten hatten generell bessere Zähne als die jungen Leute, die häufig stark gezuckerte Säfte und amerikanisches Fast Food konsumieren.“
    Die Patienten zahlten für die Behandlung, unabhängig davon, was gemacht wurde, 2,50 Dollar. „Das ist für einen Haitianer eine ganze Menge“, berichtete Stürmer-Schwichtenberg. Die meisten würden deshalb gar nicht erst zum Arzt gehen, sondern direkt in die Apotheke, um sich dort ein passendes Medikament empfehlen zu lassen.
    Ein junger Haitianer namens William Dervil hatte Stürmer-Schwichtenberg 2010 auf die Idee gebracht, in Haiti einmal als Zahnarzt auszuhelfen. „Ich war vorher schon einige Male im Rahmen des Dental Aid Projects in der Dominikanischen Republik im Einsatz“, berichtete er. Die Organisation des Hilfseinsatzes in Haiti gestaltete sich allerdings schwierig, weshalb erst 2014 eine Reise auf die Karibikinsel möglich war. Dervil half ihm als Assistent und Übersetzer bei seinem Einsatz.
    „Ich möchte gern im nächsten Jahr wieder für eine Woche nach Haiti“, sagte der 61-jährige Zahnarzt. Nicht nur, um den Menschen zu helfen, sondern auch, weil ihn die Gastfreundschaft im Land so sehr beeindruckt hat.
    Abbildung: Liege statt Zahnarztstuhl: Der Osnabrücker Zahnarzt Gerhard Stürmer-Schwichtenberg zeigt sechs haitianischen Schwesternschülerinnen, worauf es bei der Behandlung ankommt. Foto: privat

  • Thema von carlos im Forum Tansania

    Learning together to improve oral health and quality of lifeThis summer Cristina Rizea, Tomás Ryan and I spent two weeks in
    Tanzania to finalise the plans for EDSA’s new volunteer work programme.
    I previously visited Tanzania late last year with Antun Sablek on the kind invitation of Dr Juha Ruotoistenmaki from the Finnish Dental Association. It was on this trip that the initial ideas for the new volunteer programme were formulated.
    EDSA’s new volunteer work programme is in collaboration with the Tanzanian Dental Students’ Association (TDSA), Muhimbili University of Health and Allied Sciences (MUHAS).
    The aims of the project are:

    To educate school children in Dar es Salaam and Morogoro about oral health

    Screen the children for oral diseases and provide treatment if required

    Reinforce the WHO’s Fit for School’s initiative set up by the Finnish dental team in the Morogoro schools With these aims in mind we had several meetings at the dental school during our stay in Dar es Salaam to discuss the implementation of the project aims. Our first point of contact was Dr. Emeria Mugonzibwa, head of the Department of Preventive and Community Dentistry at MUHAS. We were warmly welcomed at the dental school by the Dean Dr. Elison Nathaniel Simon with whom we discussed the project plans. Following this, we met the TDSA members to establish a committee to start the preparations for the project commencing in August 2015.
    Following these discussions we decided there would be 35 volunteers for the project next year; 15 student volunteers from Europe, 15 student volunteers from
    MUHAS, four supervising dental clinicians and one medical doctor.
    The oral hygiene component of the project will include comprehensive oral health education of the school pupils provided by the volunteers. The team will also
    provide every pupil with a supply of toothbrushes and toothpaste.
    We aim to implement an adaptation of a WHO / UNICEF programme known as “Fit for School” in the schools visited. This model is currently being used as part
    of the Amchi Smiles Programme in Ladakh, India. Initially conducted in the Philippines, the programme consists of once daily, supervised tooth brushing and
    hand washing in the school setting. This programme, when studied in the sample of 630,000 children in 22 provinces of the Philippines resulted in a 50% reduction in school absence and illness from communicable disease along with a 40% reduction in smooth surface caries. All at the cost of $0.70 per child per year The outreach arm of the project will take place in Morogoro, which is situated 200km west of Dar es Salaam. It is estimated that the team will spend 5 days in Morogoro in the Mwere primary schools. During our time in Tanzania we visited Morogoro with the Immediate Past President of TDSA, Donasian Kaduri to obtain permission from the local authorities to visit the primary schools. We presented the aims and objectives of
    the project to the Municipal Director of Education who granted us permission to visit the primary schools. Following a successful meeting with the headmistresses we were given
    a tour of the school and met some of the school children. Mwere A has approximately 600 students and Mwere B 500. During the outreach next year we aim to screen and treat
    approximately 100 children each day. We will select 250 students from Mwere A and 250 from Mwere B. Each child will be screened and every child will be given OHI as
    well as a toothbrush and toothpaste.
    The project proposal will be presented to all delegates at the EDSA Riga meeting in August. Following this we will establish an organising committee and begin preparations and fundraising for the project starting in August 2015. Any financial contributions for this project would be greatly appreciated. For more information about the project please email
    volunteer_work_officer@edsaweb.org.
    Olivia Johnson King is a Dental Undergraduate Student at King’s College London Dental Institute, a Volunteer Work Officer and a member of EDSA

  • Thema von carlos im Forum in eigener Sache

    The 2014 Symposium – Volunteer: The World Outside your Office
    will take place on October 8 in San Antonio from 8am-5pm. Breakfast & lunch will be served. Attendees can register today for the symposium by selecting course #4102. Course is limited to 50 participants. Drs. Kevin Hardwick, Chris Holmgren and Bella Monse will teach participants to recognize diverse and specific global oral health concerns, understand the importance of appropri­ateness and sustainability in volunteer programs and understand how successful primary health care programs use scientifically based public health principles. New dentists and students receive a 20% discount on the course fee. The symposium is underwritten by a grant from the Academy of Dentistry International and presented by the ADA Division of Global Affairs through the ADA International Development Subcommittee. The 2014 ADA Humanitarian Award recipient, Dr. Raymond Damazo will be a guest speaker. Registration is now open onlinefor ADA 2014 and this course.

  • GambiaDentCare ProgrammDatum17.08.2014 13:14
    Foren-Beitrag von carlos im Thema GambiaDentCare Programm
  • GambiaDentCare ProgrammDatum17.08.2014 13:14
    Thema von carlos im Forum Gambia

    Vergleichbar mit anderen afrikanischen Ländern, hat sich die zahnmedizinische Gesundheitsversorgung in der Republik Gambia mit einem evidenzbasierten Therapiekonzept erst seit Mitte der 1990er Jahre entwickelt, als die Weltgesundheitsorganisation das Atraumatic Restorative Treatment vorgestellt hat. Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung, wie sie in der Regel in industrialisierten Ländern vorgefunden wird, ist im afrikanischen Raum der Sub-Sahara bislang kaum existent, und sie verbleibt derzeit vorwiegend auf der Basis nationaler Planungsszenarien. Dadurch ist der vorhandene Behandlungsbedarf der Zahnkaries immens angesicht von Schätzungen, dass etwa 90 Prozent der behandlungsbedürftigen Läsionen unversorgt bleiben. Der Schwerpunkt des GambiaDentCare Programms — 1995 von Studierenden der UW/H als Machbarkeitsstudie initiiert — lag daher in der Krankenversorgung.

    Als ländliche Basisstation für den Beginn des so genannten Atraumatic Restorative Treatment, einer einfachen Füllungstherapie für kariöse Zähne, die ohne Strom und Wasser auskommt, diente die Gemeinde Jahali in der zentralen Flussregion — als eigenständiger Fachbereich im örtlichen Gesundheitszentrum für die umliegenden Gemeinden. Durch das temporäre Angebot einer zahnmedizinischen Behandlung durch Studierende und Zahnärzte der Universität Witten/Herdecke im Landesinneren stieg das jährliche Inanspruchnahmeverhalten in Jahali nach fünf Jahren um das Zehnfache (1995: 220 Patienten p.a.; 2001: 2100 Patienten p.a.).

    „Anfänglich haben wir sehr viel selber behandelt“, erläutert Privatdozent Dr. A. Rainer Jordan, damals Student der UW/H und Mitbegründer der Initiative und heute Koordinator des Projekts. „Die Patienten wurden zu Beginn auf einfachen Holzbänken behandelt – ohne Strom und fließendes Wasser. Weil wir kein Gebäude hatten, war unsere Zahnklinik der Dorfplatz“, erinnert er sich an die spartanischen Bedingungen der Anfangszeit. „Aber wir haben schnell festgestellt, dass Hilfe zur Selbsthilfe viel nötiger ist und haben damit begonnen, Gambier zu Behandlern auszubilden“, schildert er den weiteren Weg des Projektes.

    Mit der Entwicklung eines dreimonatigen Curriculums für examiniertes Krankenpflegepersonal als Weiterbildungstraining zu so genannten Community Oral Health Workers wurde das COHW-Ausbildungsprogramm 2002 staatlich akkreditiert. 2006 wurde es nach Errichtung eines entsprechenden Trainingszentrums ausgebaut mit dem Ziel, in weiteren staatlichen Gesundheitszentren und Krankenhäusern eine zahnmedizinische Grundversorgung zu etablieren.

    Die klinischen Kompetenzen der Community Oral Health Worker konzentrieren sich auf ART, eine Schmerzbehandlung, sowie die Vermittlung der Prävention oraler Erkrankungen in allen Bevölkerungsgruppen. Im Rahmen der Evaluation des GambiaDentCare Programms wurden die klinischen Kompetenzen von Community Oral Health Workers beim Atraumatic Restorative Treatment im Vergleich zu Zahnärzten in einer klinisch-kontrollierten Studie überprüft (Jordan et al.). 128 ART-Versorgungen wurden über einen Zeitraum von zwölf Monaten kontrolliert. Dabei stellte sich kein signifikanter Unterschied in der klinischen Akzeptanz der Füllungen im Vergleich von Community Oral Health Workers und Zahnärzten dar. Die Ergebnisse bestätigen, dass die ART-Methode nach entsprechendem Training von medizinischem Assistenzpersonal erfolgreich angewendet werden kann. Die Plausibilität der Basiskomponenten des GambiaDentCare Ausbildungskonzeptes — ART, Schmerzbehandlung und Prävention als Kernkompetenzen — wurde durch das WHO-Kollaborationszentrum in Nimwegen (NL) als Basic Package of Oral Care zusammengefasst und wird so auch in anderen Ländern umgesetzt. Im Bereich der Präventionskonzepte bestehen derzeit unterschiedliche Schwerpunkte. Das GambiaDentCare Programm sowie die Weltgesundheitsorganisation unterstützen die Anwendung der natürlichen Zahnbürste (Miswak) in Regionen, wo ökonomische Voraussetzungen zur Bereitstellung von Fluoridzahnpasten für die gesamte Bevölkerung noch nicht erfüllt sind.

    Nach dem Aufbau von acht zahnmedizinischen Behandlungsstationen bis 2005 wurde den Bereichen Ausbildung und Krankenversorgung die wissenschaftliche Dokumentation und Evaluation als dritte Säule universitärer Entwicklungshilfe zur Seite gestellt. Für die Prognose des Behandlungs- und Personalbedarfs sowie zur Weiterentwicklung des Ausbildungskonzeptes wurden Kenngrößen zur Epidemiologie der oralen Haupterkrankungen zusammengetragen. Aktuelle Projekte im GambiaDentCare Programm, die im Herbst 2012 begannen, beziehen sich besonders auf die Prävention oraler Erkrankungen, insbesondere durch den Einsatz von fluoridiertem Speisesalz.

    Ansprechpartner :
    Priv.-Doz. Dr. A. Rainer Jordan

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