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  • 2020: Dominikanische RepublikDatum12.02.2021 22:44
    Thema von carlos im Forum Dominikanische Republik

    2020: Dominikanische Republik

    Von: Gulia Weniger und Alexandra Zorn (Universität Hannover)
    Organisation: DIANO e.V.
    Zeitraum: 04.02.20 - 11.03.20

    Wir sind Alex und Giulia und haben vor zwei Monaten unser Zahnmedizinstudium an der Medizinischen Hochschule Hannover beendet. Bevor wir den Arbeitsalltag beginnen, entschieden wir uns während des Examens zuvor eine Famulatur im Ausland zu machen. Dabei sind wir auf die Organisation DIANO in der Dominikanischen Republik gestoßen.

    ZAD-FAMULATUR-DOMINIKANISCHE REPUBLIKUnsere Famulatur begann Anfang Februar (schwer bepackt mit 50kg Spendengepäck aus Deutschland) mit der Ankunft in Punta Cana, wo wir von Linet und Claudia, zwei ehrenamtliche Helfer vor Ort, herzlich empfangen wurden. Später stellte sich heraus, dass diese beiden alles ihnen Mögliche taten, um uns das Leben dort zu erleichtern und uns unter die Arme zu greifen. Wir unternahmen aber auch außerhalb der Arbeit etwas zusammen und lernten so Land und Leute besser kennen.

    Uns war nicht bewusst, dass der Flughafen in Santo Domingo näher gewesen wäre, sodass es einige Zeit dauerte, bis wir in den frühen Morgenstunden unsere Unterkunft in Juan Dolio erreichten.Juan Dolio ist ein kleiner Ort nahe San Pedro, der direkt am Strand gelegen ist und uns bei der Suche nach einer Unterkunft nahegelegt wurde. Der erste Standort der Organisation war Consuelo, eine sehr ländliche Region in der Nähe von San Pedro. San Pedro ist eine recht laute Stadt ohne viel Tourismus, die genau deshalb aufregend und eindrucksvoll ist und ein gutes Gefühl von dem Leben der Menschen vor Ort vermittelt.

    Jeden Morgen sind wir etwa eine Dreiviertelstunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Consuelo gefahren. Es handelt sich hierbei um sogenannte Guaguas (ein völlig überfüllter Kleinbus, der ohne jeglichen Zeitplan fährt und den man einfach per Handzeichen am Straßenrand anhält). Obwohl die Menschen im Bus und auf den Straßen sehr hilfsbereit und freundlich waren und uns so gut sie konnten halfen an unserem Ziel anzukommen, war es jeden Morgen aufs neue eine große Herausforderung und wir waren uns nie sicher, ob wir unser Ziel wohl erreichen würden. Dies lag vor allem daran, dass wir kein Spanisch sprechen und dort kaum jemand englisch spricht (was uns gegenüber leider während der Planung nicht erwähnt wurde). Dies stellte dementsprechend auch während der Behandlungen ein großes Problem dar, sodass wir immer auf Hilfe angewiesen waren, da eine Verständigung ohne Übersetzer nicht möglich war.

    Vor Ort erwartete uns ein Sammelsurium an Spendenkoffern mit den unterschiedlichsten Materialien. Da es vor Ort niemanden gab, der wusste wo sich was befindet und was überhaupt vorhanden ist und was nicht, verstrich erst einmal sehr viel Zeit ehe wir alles sortierten und einen groben Überblick über alle Materialien und Voraussetzungen erlangen konnten. In der ersten Woche funktionierte leider keine der mobilen Einheiten vollständig, sodass oft ohne Wasserkühlung und Absaugung selbst eine Füllung zu einer großen Herausforderung werden konnte. Dadurch, dass es vor Ort kein Röntgen oder Materialien für Wurzelkanalbehandlungen gab, beschränkte sich die Behandlung weitgehend auf Füllungen und Extraktionen. Wir hätten uns gewünscht im Voraus darüber informiert zu werden, dass kein erfahrener Zahnarzt bzw. fachkundiges Personal vor Ort ist, was vorab anders angekündigt und besprochen war. Wir waren zwar insgesamt vier kürzlich approbierte Zahnärzte (zwei davon kamen aus Würzburg), hatten aber keinen erfahreneren Ansprechpartner vor Ort und waren dadurch komplett auf uns alleine gestellt. Dies sollte einem vorher bewusst sein und durchaus in die Entscheidungsfindung einer Organisation mit einbezogen werden. Aber wie sagt man so schön: „Man wächst mit seinen Aufgaben“. Wir haben uns dennoch gut zu Recht gefunden, sodass wir den Patienten helfen und darüber hinaus viele Erfahrungen sammeln konnten.

    ZAD-FAMULATUR-DOMINIKANISCHE REPUBLIK ZAD-FAMULATUR-DOMINIKANISCHE REPUBLIK

    Die freie Zeit nach der Arbeit haben wir recht vielfältig genutzt. Wir waren abends noch etwas am Strand, haben mit Einheimischen einen Tanzkurs in San Pedro besucht oder haben sonntags auch mal einen Tagesausflug wie zum Beispiel zur Isla Saona gemacht. Als Frau waren die Abendveranstaltungen allerdings manchmal recht begrenzt, da uns wiederholt geraten wurde möglichst vor Einbruch der Dunkelheit ein Guagua nach Hause zu nehmen und vorsichtig zu sein. Vor allem wenn man die Sprache weder spricht noch versteht sind nächtliche Zurufe dann nicht ganz vertrauenserweckend.

    Da die Behandlungen in Consuelo ohne spanisch bereits sehr schwierig waren und wir so gut wie immer auf einen Übersetzer angewiesen waren, kam für uns das weitaus ländlichere Bergdorf Comedero als nächster Behandlungsstandort nicht mehr in Frage. Wir haben uns daher dazu entschieden als nächstes im Monkey Jungle (etwa 30min von Sosua) zu arbeiten.

    ZAD-FAMULATUR-DOMINIKANISCHE REPUBLIK Im Laufe unseres Aufenthaltes haben wir heraus gefunden, dass die Zahnklinik (zugleich auch ein Ort, an welchem Zip-Lining-Touren für Touristen angeboten werden) dort ausschließlich samstags geöffnet hat. Uns war bis kurz vor unserer Anreise nicht klar, welchen Aufgaben wir an den anderen Tagen nachgehen werden. Rob, der Manager des Monkey Jungles, hat dann an den übrigen Wochentagen Besuche in unterschiedlichen Schulen organisiert. Dort haben wir (wieder mithilfe eines einheimischen Übersetzers) Prophylaxeinstruktionen gegeben, zusammen mit den Schülern das Zähneputzen und den Gebrauch von Zahnseide etc. an einer Affenpuppe geübt und zuletzt den Zahnstatus aller Schüler gecheckt. Während wir in Schulen gearbeitet haben, die in der Nähe von Sosua lagen, haben wir erst in Puerto Plata und danach in Cabarete gewohnt. In Cabarete (unserer Meinung nach deutlich schöner, abwechslungsreicher und mehr auf junge Leute ausgerichtet) haben wir aus Anraten in Ali’s Surfcamp gewohnt, was sehr zu empfehlen ist. Als wir in einer Schule in Las Terrenas (Halbinsel Samana) arbeiteten, hat der Direktor der Schule uns sowohl den Transfer (etwa 4h ab Sosua) als auch die Unterkunft (bei Lehrern der Schule) organisiert.

    Durch all die vielen Eindrücke und Erlebnisse verging die Zeit wie im Flug und wir waren rasch am Ende dieser Reise. Unsere Famulatur hat uns viele tolle Erfahrungen bereitet und wir sind froh so viele Eindrücke von Land und Leuten gesammelt zu haben. Darüberhinaus hat es uns auch fachlich voran gebracht und wir hatten viel Spaß beim Behandeln. Es ist ein schönes Gefühl zu sehen, mit welch für uns als „selbstverständlich“ geltenden Dingen, man den Menschen hier teilweise helfen konnte. Man muss sich aber darüber bewusst sein, dass man zu Beginn nicht zu viel an Organisation erwarten darf. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass hier alles eher spontan „organisiert“ wird und man die Sachen meist selbst in die Hand nimmt. So kam es auch, dass wir dann vor Ort selbst entschieden haben aufgrund der Sprache an einen anderen Ort weiterzuziehen.

    Wir würden jederzeit wieder im Ausland arbeiten und möchten die Erfahrungen, die wir in den vergangenen Wochen und Monaten sammeln konnten nicht missen.

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  • 2020: ArgentinienDatum12.02.2021 22:39
    Foren-Beitrag von carlos im Thema 2020: Argentinien
  • 2020: ArgentinienDatum12.02.2021 22:39
    Thema von carlos im Forum Argentina

    2020: Argentinien

    Von: Christopher Unzeitig und Tom Cöln (Friedrich Schiller Universität Jena)
    Organisation: UBA Odontologia Beunos Aires
    Zeitraum: 22.02.20 - 04.04.20 (geplant)

    Wir, Tom und Christopher studieren derzeit im 10. Fachsemester Zahnmedizin in Jena. Für unsere letzten Semesterferien vor dem Examen haben wir uns daher entschieden, noch einmal im Ausland ein paar andere Eindrücke, sowie Erfahrung zu sammeln. Dabei sind wir auf die Zahnmedizinische Fakultät der Universität in Buenos Aires, Argentinien gestoßen.
    Den Kontakt mit Professor Sebastian Costa ( Beauftragter für Austauschstudenten) haben wir im Oktober 2019 aufgebaut. Er spricht sehr gut Englisch, antwortet schnell auf alle Fragen und sendet einem die nötigen Unterlagen. Im Dezember war dann alles in trockenen Tüchern und die ersten Spenden trudelten ein. Hier möchten wir uns sehr herzlich bei den Firmen: VOCO (Füllungsmaterialien), NTI (rotierende Instrumente), STOMA (oralchirurgische Instrumente), Kettenbach (Abformmaterialien), Meisinger Dental (rotierende Instrumente), Ivoclar Vivadent (Füllungsmaterialien), Garrison Dental (Matrizensystem), Karl Hammacher (zahnärztliches Besteck), DFS Diamon (rotierende Instrumente) bedanken.

    Am 22.02.2020 traten wir dann unsere Reise nach Argentinien voller Vorfreude an. Begonnen haben wir unseren Aufenthalt mit etwas Entspannung im wunderschönen Patagonien. Unser Gepäck für die Uni haben wir in unserem Airbnb in Buenos Aires abgegeben und sind dann direkt weiter nach Bariloche geflogen. Die ersten Eindrücke waren überwältigend, riesige Bergketten umgeben von unzähligen Seen. Für unseren 7 tägigen Aufenthalt haben wir uns ein Auto gemietet und sind von Bariloche bis San Martin de los Andes gefahren. Da die große Urlaubssaison vorbei war, musste man sich keine Sorgen um Unterkünfte machen und konnte ganz einfach immer vor Ort in den Hostels fragen ob noch ein Zimmer frei sei. In diesen Tagen haben wir dann viele Seen abgefahren, Wasserfälle bestaunt, eine Bergtour gemacht und natürlich die Argentinische Küche voll und ganz genossen.

    ZAD-FAMULATUR-ARGENTINIEN ZAD-FAMULATUR-ARGENTINIEN

    Am 01.03.20 sind wir dann wieder zurück nach Buenos Aires geflogen um unsere Famulatur an der Universität zu starten. In Buenos Aires hatten wir ein Apartment im Stadtviertel San Telmo gemietet. Von dort ging es Montags, zum Semesterstart dann in die Uni. Dort wurden wir von Prof. Costa sehr herzlich empfangen. Er zeigte uns mit Dr. Hernandez (Oralchirurgie) alle Departments in denen wir arbeiten wollten und stellte uns allen Professoren und Dozenten vor. Wir wurden von allen sehr nett begrüßt und nach 2 Tagen wusste jeder von uns. Das Gebäude war sehr beeindruckend , auf 16 Stockwerken mit jeweils mindestens 50 Behandlungseinheiten für Studenten, sowie weitere für die Dozenten.

    ZAD-FAMULATUR-ARGENTINIENWir hatten uns im Vorhinein entschieden am meisten in der Oralchirurgie sowie in der konservierenden Zahnheilkunde und prothetisch behandeln zu wollen. Da das Semester in Buenos Aires jedoch so aufgebaut ist, dass jedes Jahr in Prothetik immer mit 4 Wochen vorklinischen Kursen am Phantomkopf startet, viel für uns die Prothetik weg. Wir konnten uns frei entscheiden wann wir behandeln wollten und wie viel in welchem Gebiet. Da wir uns sehr gut mit Dr. Hernandez aus dem Department der Oralchirurgie verstanden haben, behandelten wir dort immer Dienstags, Donnerstags und Freitags. Das System der Oralchirurgie war super aufgebaut. Alle Patienten erscheinen um 07:30 in der Klinik und werden dann von den Dozenten klinisch sowie röntgenologisch kurz inspiziert. Je nach Schwierigkeitsgrad der Extraktion wird dann entschieden ob es ein Student macht oder einer der Doktoren. Um 8 Uhr werden dann die Patienten zugewiesen, man macht die Aufklärung (wir wurden meistens unterstützt, da unser Spanisch dafür nicht ausreichte), macht sich steril und legt los. Bei Fragen stehen einem alle Dozenten sehr gern zur Seite und geben gute Tips. Die meisten unserer Extraktionen waren 6er oder 8er. Hierbei haben wir uns immer gegenseitig assistiert.

    Da wir Mittwochs noch frei hatten, baten wir Prof. Costa ob wir an diesem Tag in der Kons arbeiten können. Am Tag darauf trafen wir uns mit der Leiterin der Abteilung, sterilisierten unsere Instrumente und wurden von Ihr durch die Räumlichkeiten geführt. Hier sollten wir dann in der folgenden Woche Mittwochs von 09.00-16.00 Uhr immer Arbeiten. Die Organisation der Dozenten bezüglich unserer Kurse war sehr gut. Wir beendeten voller Vorfreude auf die kommenden Wochen unsere 2. Woche in der Uni und starteten in das Wochenende. Hier war in Buenos Aires immer einiges geboten, vom Fussballspiel bei Boca Juniors zu riesigen Nachtclubs, Bars, Restaurants und schönen Altstadtvierteln haben wir alles mitgenommen. Neben den Dozenten haben uns natürlich auch die Studenten sehr nett empfangen. Sie luden uns zum Essen bei sich ein, wir sind alle zusammen Abends ausgegangen und haben wirklich sehr gute, neue Freunde kennengelernt. Die Argentinier sind unglaublich nett und kontaktfreudig. Was noch wichtig ist: Die Argentinische Wirtschaft steckt ein wenig in der Krise daher tauschen alle Argentinier ihr Geld in Euro/Dollar. Dadurch ergibt sich ein Markt und wir konnten bei Western Union für 1 Euro, 94 Pesos erhalten. Der offizielle Kurs bei den Banken liegt bei 1 Euro / 60 Pesos + Gebühr der Bank. Also entweder Bargeld mitnehmen und auf der Straße tauschen oder über die Kreditkarte bei Western Union, dadurch erspart ihr euch eine Menge Geld.

    ZAD-FAMULATUR-ARGENTINIEN

    Leider kam dann am Freitag Abend die Information, dass die Universität wegen des weltweiten Covid-19 Ausbruchs für Studenten bis 03.04.2020 geschlossen bleibt. Nach vielen Gedanken über unsere folgenden Wochen haben wir uns am Dienstag den 17.03.20 dazu entschieden nach Hause zu fliegen. Da die Grenzen geschlossen wurden und eine Quarantäne immer wahrscheinlicher wurde. Zudem konnten wir unsere geplanten Ausflüge zu den Iguazu Wasserfällen wahrscheinlich nicht wahrnehmen. Am Mittwoch landeten wir dann sicher wieder in Deutschland, hier möchten wir uns noch ganz herzlich bei der Lufthansa bedanken, die unsere Rückflüge ohne Zusatzkosten so schnell ermöglicht hat. Die mitgebrachten Materialien und Instrumente spendeten wir allesamt der Universität. Prof. Costa und Dr. Hernandez waren sehr erfreut darüber und konnte diese wirklich gutgebrauchen.

    ZAD-FAMULATUR-ARGENTINIEN

    Im Endeffekt war die Zeit in Argentinien wunderschön, auch wenn sie leider etwas kurz war. Wir können jedem empfehlen, diese Erfahrung über 16 Stockwerke Zahnmedizin, in einer der größten Metropolen Südamerikas, mitzunehmen.

  • Volunteer in Malawi Datum12.02.2021 22:37
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Volunteer in Malawi
  • Volunteer in Malawi Datum12.02.2021 22:37
    Thema von carlos im Forum Malawi

    International dental charity Dentaid is searching for hard working volunteers to join its latest trip to Malawi. The team of dentists, dental nurses and therapists will travel to Malawi from April 30 – May 16, 2020 to provide emergency dental treatment and oral health education programmes for hundreds of people.

    The team will be based in and around Embangweni which is two and a half hours from the capital Lilongwe. They will visit schools, community buildings and health centres providing pain relieving dental treatments, fluoride varnish programmes and oral health advice. They will be working with local dental professionals and in partnership with the Scottish-based dental charity Smileawi.

    Dentaid sent a team to Malawi in April this year when eight volunteer dental professionals travelled to the remote area of Bulala. They saw 1100 patients, many of whom had were suffering dental pain and had no access to dental care.

    There are fewer than 50 dentists in Malawi for a population of nearly 19 million and the team often found 100 patients waiting for treatment at the start of the day. The team also spent two days in Embangweni and team leader Nick O’Donovan is looking forward to returning to the area.

    “As word spread the clinics got busy and on the second day we saw 130 people but we know we could have helped many more,” he said. “This is a bigger town than Bulala and access to dentistry is very limited. Sadly, many people need extractions to help them out of dental pain and this is our opportunity to help them. Some people walk many miles for this chance to see a dentist and they are so grateful for the care they receive. This will be an exciting, busy, unpredictable and hugely rewarding opportunity to use your skills in a completely different environment.”

    The team will use portable dental chairs and pressure cookers for sterilization. They will also visit schools to run oral health and fluoride varnish programmes. The team will stay in basic guest houses and will have the chance to visit a lodge on the shore of Lake Malawi to relax and spot wildlife at the end of the trip.

    Volunteers are asked to fundraise £2300 to cover the cost of their flights, accommodation, transport, meals and everything required to provided free dental care for all the patients. Dentaid can give plenty of support with this and all team members will be invited to a training day ahead of their trip.

  • Thema von carlos im Forum ***news***news***news*...

    Items up for bid include a football autographed by Josh Allen, helmets signed by Jerry Hughes and Tremaine Edmunds plus gift baskets to indulge every whim
    For nearly two decades, the Lighthouse Free Medical Clinic (LFMC) has provided free medical and preventive care to uninsured and underinsured residents of Buffalo. Founded and managed by students from the Jacobs School of Medicine and Biomedical Sciences at the University at Buffalo, the non-profit clinic continues to expand its services while adjusting to deal with the COVID-19 pandemic, both in its operations and its fundraising activities.

    Currently in its new home at the Community Health Center of Buffalo, 34 Benwood Ave., LFMC, previously a walk-in clinic, now requires appointments to meet COVID-19 screening requirements. The clinic also provides COVID-19 testing and will soon be offering services such as Narcan and HIV rapid testing.

    In recent years, the clinic has expanded the care it provides to include dermatology, obstetrics and gynecological services, and dentistry. The clinic conducts physicals and routine lab testing, including for sexually transmitted infections and pregnancy.

    LFMC also provides allied health counseling and referral services.

    In light of increasing economic hardship due to the pandemic, the clinic started a program to assist patients with food insecurity. If a patient or family is found to be food insecure, clinic funds will provide free deliveries of food for a period of time from Freshfix.com, a food delivery service that supports Western New York farmers. In addition, LFMC hosted a drive to make sanitary products for women available to patients and community members.
    An auction item that includes a candle and a necklace.

    This gift includes a $50 gift card for Anna Grace, the Elmwood boutique, a Georgie Bracelet and a sweet fig candle.

    Dual function

    The clinic serves a dual function: to provide quality care for the underserved, generally focused on Buffalo’s East side communities, while providing clinical exposure for UB students. Under the supervision of community physicians who volunteer their time, UB students in medicine, dentistry, nutrition, public health and social work diagnose, treat and counsel clinic patients. The clinic operates Fridays from 5:45 to 8:45 p.m.

    For medical students in their first two years, who spend most of their time in classes, the clinic provides valuable lessons, especially about how to communicate with patients.

    “Students learn how to talk about difficult topics, such as results of lab tests for sexually transmitted infections, with patients,” said Nicole Favre, LFMC fundraising manager and a second-year medical student at UB. “You learn to deliver news in a way that’s patient-centered and in line with a patient’s goals.”

    The clinic provides all services for free, thanks to its ambitious fundraising efforts, including an annual community auction and gala, student events, and T-shirt sales. During its in-person fundraiser last February, the clinic raised $40,000.

    This year, of course, will be different. Because of COVID-19, an in-person gala and auction is not possible, explained Favre. “And many businesses that usually donate to the clinic are unable to do so this year as COVID has greatly impacted these local businesses,” she said.
    An auction item that includes various golf items.

    Included in this gift are an Invicta men's watch, a Buffalo belt, a needlepoint Buffalo baseball cap and a certificate for 10 baskets of golf balls.

    Bills gear, Ellicottville weekend and a lake house getaway

    But, she noted, this year’s virtual auction (https://LighthouseBuff.givesmart.com) features several exciting new items. The Buffalo Bills, AFC East Champions, have donated a variety of memorabilia, including footballs signed by Josh Allen and Zack Moss, helmets signed by Jerry Hughes and Tremaine Edmunds, as well as a trove of Bills gear, such as T-shirts, pint glasses, coffee mugs, a Bills custom Yeti cooler and more. For hockey fans, a Rasmus Dahlin autographed Sabres hockey stick will also be auctioned.

    Also up for bid are a lake house getaway, lunches, dinners and hikes with UB professors, and ski weekends in Ellicottville. A variety of gift baskets will also be auctioned.

    The virtual auction on the Givesmart platform will be live for five days from Feb. 1 – Feb. 5. People bidding on any donated item will receive updates on competing bids throughout the week.

    “Everything we are planning to do in the future depends on a successful fundraiser this year,” Favre said.


    http://www.buffalo.edu/news/releases/2021/01/020.html

  • Thema von carlos im Forum Haiti

    In Haiti haben hunderte Polizisten für höhere Löhne und die Freilassung eines Kollegen demonstriert. Mehrheitlich mit Masken und bewaffnet zogen sie am Montag zusammen mit Unterstützern durch die Strassen der Hauptstadt Port-au-Prince und lösten Angst unter den Bewohnern aus.

    Die Demonstranten feuerten mit ihren Dienstwaffen in die Luft und fuhren mit Motorrädern durch die Stadt. Mehrere Fahrzeuge wurden in Brand gesetzt, ein Verwaltungsbüro brannte teilweise ab.

    Die Polizisten forderten die sofortige Freilassung eines Kollegen. Der Angehörige des Drogendezernats sitzt seit Anfang Mai wegen Verdachts auf Mord, Brandstiftung und Zerstörung öffentlichen Eigentums in Untersuchungshaft.

    «Wir fordern die sofortige Freilassung von Pascal und wir fordern höhere Löhne: Was wir wollen ist ein besseres Leben», sagte ein Mitglied der ha

  • Thema von carlos im Forum Haiti
  • Thema von carlos im Forum Haiti

    Die Regierung in Haiti will einen Staatsstreich und Mordanschlag auf Regierungschef Jovenel Moïse vereitelt haben. Regierungskritiker sehen darin einen Täuschungsversuch und behaupten, der Präsident sei illegal an der Macht. In Port-Au-Prince entlädt sich die Wut in massiver Gewalt.

    https://www.n-tv.de/mediathek/videos/pol...le22346955.html

  • Thema von carlos im Forum Haiti

    Untersuchung erfasst Aussagen Tausender Frauen über Folgen der sogenannten Friedensmission zwischen 2004 und 2017

    London/Port-au-Prince. Eine internationale Studie erhebt erneute schwere Vorwürfe gegen die 2017 beendete UN-Mission Minustah in Haiti. Die UN-Blauhelme haben in der Karibiknation demnach während der Stationierung zwischen 2004 und 2017 Hunderte sexuelle Übergriffe begangen. Überwiegend Frauen und Mädchen waren betroffen. Die neue Studie wirft den verantwortlichen Militärs und der UNO nun auch vor, sie ihrem Schicksal überlassen zu haben. Sie seien dadurch mehrfach geschädigt und litten bis heute unter den Langzeitfolgen.

    An der Minustah waren bis zum Abzug der letzten Mitglieder im Jahr 2017 nach Angaben der Bundesregierung zeitweise auch deutsche Bundespolizisten beteiligt, darunter eine Beamtin, die in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince in einer Eingreiftruppe der UN gegen sexuellen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung eingesetzt war.

    Dass dieser Einsatz kaum Erfolg hatte, zeigt die Studie der britischen Historikerin und Friedensforscherin Sabine Lee und der kanadischen Medizinerin Susan Bartels. Ihre Untersuchung fußt auf Interviews mit rund 2.500 haitianischen Frauen, die im Jahr 2017 in der Nähe von UN-Basen lebten. Ihnen wurde eine Reihe von Fragen zu den Auswirkungen einer Blauhelmmission auf die weibliche Bevölkerung vor Ort gestellt.

    Freiwillig und unaufgefordert sprachen 265 der Interviewten von Situationen, in denen Mitglieder der Blauhelme einheimische Frauen und Mädchen im Alter ab elf Jahren missbraucht haben. Zahlreiche der Mädchen und Frauen wurden schwanger.

    Die Täter dieser Sexualdelikte kamen der Erhebung zufolge aus 13 unterschiedlichen Ländern. Bei den meisten von ihnen handelte es sich dem Dokument zufolge um Brasilianer oder Uruguayer; diese beiden Länder stellten die größten Kontingente der Minustah. In den meisten Fällen habe die UNO, nachdem sie auf die Übergriffe aufmerksam wurde, die Männer, anstatt Disziplinarmaßnahmen zu ergreifen, in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt.

    Die Studie zitiert Dutzende Berichte aus nationalen und internationalen Medien über Fälle, in denen die Blauhelme sowohl in Haiti als auch in anderen Ländern, in die sie entsandt worden waren, Lebensmittel und kleine Geldbeträge im Tausch gegen Sex mit Minderjährigen anboten.

    Die Konsequenzen waren noch lange nach den Missbräuchen zu spüren. "Viele Frauen wurden verlassen und mussten ihre Kinder in einer Situation des Elends und der Stigmatisierung allein aufziehen", heißt es in der Studie, deren Ergebnisse vom britischen Wissenschaftsportal The Conversation publiziert wurden.

    Während die UNO inzwischen die Existenz von Fällen sexueller Ausbeutung durch Blauhelm-Soldaten in Haiti und in anderen Ländern zugegeben hat, veranschaulicht die Studie die Tragweite dieser kriminellen Machenschaften.

    In Reaktion auf die neue Studie hieß es aus dem UN-Hauptsitz in New York, man nehme die in dem Bericht aufgeworfenen Fragen ernst. Die Bekämpfung des Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung durch Blauhelm-Soldaten habe für UN-Generalsekretär Antonio Guterres höchste Priorität. "Leider haben wir auch in den vergangenen Jahren entsprechende Fälle registriert, bei denen Blauhelme involviert waren, obwohl die Zahl der Vorwürfe seit 2013 zurückgegangen ist", heißt es in der Erklärung der UNO.

    Die Vereinten Nationen haben inzwischen auch bestätigt, dass mehr als 100 srilankische Blauhelme zwischen 2004 und 2007 in Haiti ein Menschenhandelsnetz aufgebaut hatten. Auch sie wurden dafür nicht bestraft, sondern lediglich in ihr Land zurückgeschickt.

    Die Zahl der Frauen, die durch den Missbrauch schwanger wurden, ist in der britischen Studie nicht angegeben. Aber verschiedene Experten und Sozialarbeiter in Haiti beklagten erhebliche Folgeprobleme nach Schwangerschaften durch sexuellen Missbrauch durch UN-Blauhelme. Die UNO lasse den Frauen nicht die notwendige Hilfe zukommen.

    Bei den in Haiti dokumentierten Fällen handelt es sich nicht um die ersten und einzigen Zwischenfälle dieser Art bei UN-Militärmissionen. Zwischen 1990 und 1998 wurden im nordwestafrikanischen Liberia Tausende Frauen und Mädchen von UN-Soldaten missbraucht, auch dort wurden viele von ihnen schwanger. Ähnliche Ereignisse wurden auch in Mosambik, Bosnien, der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik dokumentiert.

    Die Autoren der britischen Studie empfehlen, dass die UNO ihre Mitarbeiter über die Notlage misshandelter Frauen und der von ihnen gezeugten Kinder aufklärt. Sie drängen die UN-Führung auch, die Täter den lokalen Behörden zu übergeben und die Rückführung zu stoppen, wenn entsprechende Fälle aufgedeckt werden.

  • Text und Überschrift passen nicht zusammen

    https://amerika21.de/2020/01/236340/hait...-uno-korruption

  • Thema von carlos im Forum Haiti

    Ein Jahrzehnt nach einem massiven Erdbeben haben die Menschen in Haiti gestern der Opfer der Naturkatastrophe gedacht. Zugleich wurde erneut schwere Kritik an den politischen Führungen des verarmten Karibikstaates und an internationalen Akteuren laut.

    Am 12. Januar 2010 hatte das Land ein Erdbeben der Stärke 7,3 auf der Richterskala mit dem Epizentrum in zehn Kilometer Tiefe unter der Hauptstadt Port-au-Prince erschüttert. Während des Bebens und in Folge dieser Katastrophe starben mindestens 200.000 Menschen, weitere 300.000 wurden verletzt und 1,5 Millionen wurden obdachlos. Heute benötigen 35 Prozent der Bevölkerung humanitäre Hilfe zum Überleben.

    Nach Angaben des Welternährungsprogramms haben aktuell mehr als 3,7 Millionen Menschen in dem Karibikstaat mit ernstem Nahrungsmittelmangel zu kämpfen. Dies erfordere große Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft.

    Zugleich hat sich die Lage innenpolitisch dramatisch verschlechtert. Die Regierungskrise hat sich verschärft und zahlreiche gesellschaftliche Gruppen, vor allem in den Städten, fordern den Rücktritt von Präsident Jovenel Möise, dem sie Korruption vorwerfen.

    Seit Juli 2018 sind die Preise für Treibstoff und Gas stetig gestiegen. Dadurch nahm auch der Preis für den Grundnahrungsmittelkorb im Vergleich zu 2017 um acht Prozent zu.

    Nach dem Erdbeben 2010 wurde Haiti zum größten Empfänger humanitärer Hilfe in der jüngeren Geschichte. Aber durch mangelnde Kontrolle flossen zahlreiche Gelder in schwarze Kassen, sodass die meisten Erdbebenopfer keine Unterstützung für den Wiederaufbau ihres Lebens erhielten.

    Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat kürzlich mitgeteilt, dass von den 126,2 Millionen US-Dollar, die für Projekte in Haiti im Jahr 2019 beantragt wurden, nur 40,5 Millionen US-Dollar aufgebracht wurden; dies entspricht einer Finanzierungslücke von fast 68 Prozent des geschätzten Bedarfs.

    Zugleich werden nach Prognosen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) schätzungsweise 34.000 Menschen, die durch das Erdbeben ihr Heim verloren haben, dauerhaft in den nach dem Beben errichteten fragilen Notunterkünften bleiben.

    Neben weiteren Naturkatastrophen trugen auch die internationalen Akteure zu einer Verschärfung der Krise bei. Von den 4.900 Soldaten der UN-Mission Minustah (2004-2017) verloren 186 ihr Leben, über haitianische Opfer bewaffneter Einsätze gibt es keine verlässlichen Angaben. 2010 schleppten nepalesische Blauhelm-Soldaten die Cholera nach Haiti ein, an den Folgen der Epidemie starben mindestens 10.000 Menschen, bis zu 800.000 waren betroffen. Befeuert wurde die Kritik an der UN-Mission auch durch zahlreiche sexuelle Übergriffe und mehrfaches gewaltsames Vorgehen gegen Demonstranten.

    Zuletzt schränkte der massive Treibstoffmangel in Haiti sowie die Unsicherheit im Land die Arbeit humanitärer Organisationen ein. Schwierigkeiten beim Zugang zu Dienstleistungen, Schulen, Krankenhäusern, die erhöhte Unsicherheit und viele andere Faktoren führen dazu, dass schätzungsweise ein Fünftel der haitianischen Bevölkerung – zwischen 1,5 und zwei Millionen Menschen – heute außerhalb des Landes lebt.

  • Thema von carlos im Forum Haiti

    Aus Protest gegen die desolate Sicherheitslage, die zunehmende Bandenkriminalität und Gewalt haben die Gewerkschaften des Landes ab dem 1. Februar einen Generalstreik ausgerufen. Seit Mitte letzten Jahres wurden immer mehr Menschen entführt, während die Polizei angesichts der Häufung der Verbrechen offensichtlich machtlos ist.

  • Thema von carlos im Forum Haiti

    Massaker, Entführungen, Morde an Oppositionellen: Wie Ermittlungen internationaler Menschenrechtsorganisationen beweisen, versinkt Haiti durch eine Allianz von staatlicher Macht und kriminellen Banden in einer Welle gewalttätiger Angriffe. Washington sanktionierte kürzlich zwei dem Präsidenten Jovenel Moïse nahestehende Personen und einen Paramilitär. Die staatlichen Institutionen Haitis sind währenddessen wie paralysiert, Demonstrationen gewinnen immer mehr an Kraft.

    Sanktionen gegen drei Schlüsselakteure

    Die USA, entscheidender politischer Akteur in Haiti, hat sich schließlich dafür entschieden, etwas zu unternehmen. Seit 2016 hatte das Weiße Haus Präsident Moïse und seine Verbündeten bedingungslos unterstützt, obwohl das Land kollabierte. Dieses Mal ist die Drohung ernst gemeint: Am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, kündigte das US-amerikanische Finanzministerium Sanktionen gegen drei Schlüsselakteure der organisierten Kriminalität an: zwei Beamte und einen paramilitärischen Kommandeur. Im Rahmen des Magnitsky Act wurden ihre Vermögen in den USA eingefroren und die Ausstellung jeglicher Visa verboten. Diese Entscheidung hat insofern Gewicht, als dass sie das heutige Wesen der Präsidentschaft von Moïse mitten ins Herz trifft – eine Allianz zwischen autoritärer Regierungsmacht und kriminellen Banden, die die Bevölkerung terrorisieren und die seit zwei Jahren anhaltenden Demonstrationen im Land zerschlagen.

    Die nun erlassenen Sanktionen stehen in enger Verbindung zu einem der größten Massaker der letzten Jahre, das am 13. November 2018 in La Saline, einer Gegend nahe der Hauptstadt Port-au-Prince, verübt wurde. An diesem Tag wurden 72 Personen mit Macheten, Äxten oder durch Schüsse getötet. Elf Frauen wurden Opfer von Gruppenvergewaltigungen, Dutzende weitere Menschen wurden verletzt. Auch Kinder wurden getötet. Einige Leichen wurden auf eine Mülldeponie geworfen, andere verbrannt und zerstückelt. 400 Häuser wurden in Brand gesetzt und zerstört. Viele der Bewohner*innen von La Saline hatten an den Aktionen der Protestbewegung gegen die Regierung teilgenommen. Sie waren es wohl, die bestraft und in Angst und Schrecken versetzt werden sollten.

    Zahlreiche Morde mit staatlicher Beihilfe

    Das US-amerikanische Finanzministerium bestätigte außerdem zahlreiche Ermittlungsergebnisse einer UN-Menschenrechtsmission und haitianischer Menschenrechtsinstitutionen. Die entsprechende Pressemitteilung greift im Wesentlichen die Schlussfolgerungen vorheriger Berichte auf, die von den Machthabern bisher als „Lügen und Verfälschungen“ abgewiesen wurden. Die Mitteilung des US-Finanzministeriums benennt Joseph Pierre Richard Duplan als Vertreter Moïses auf Bundesstaatsebene als den „strategischen Architekten“ des Massakers in La Saline. Die Planung und Organisation führte Fednel Monchery aus, während er den Posten als Generaldirektor des Ministeriums für Inneres und Kommunales innehatte. Duplan und Monchery sorgten für die Beschaffung von Feuerwaffen, Fahrzeugen und Polizeiuniformen für die beteiligten Gang-Mitglieder. Die Umsetzung selbst konnte mithilfe bewaffneter Banden stattfinden – angeführt von Jimmy Cherizier, einem ehemaligen Polizeibeamten, der inzwischen einer der wichtigsten Bandenführer in Port-au-Prince ist.

    Cherizier hatte danach noch weitere Morde in anderen Teilen von Port-au-Prince organisiert. Er bekam den Spitznamen Comandante Barbecue („Kommandant Grill“) und steht heute an der Spitze eines Zusammenschlusses der Anführer der neun Todesschwadronen in der Hauptstadt – einer Allianz, die sich selbst „G9“ nennt. Erst im November 2020 führte Cherizier eine viertägige Serie von Morden und Brandanschlägen im Arbeiterviertel Bel Air durch. „Die weit verbreitete Gewalt und Zunahme der Kriminalität durch bewaffnete Banden in Haiti wird durch ein Justizsystem verstärkt, das die Verantwortlichen für die Angriffe auf Zivilisten nicht strafrechtlich verfolgt“, folgert das US-Finanzministerium. „Diese Banden unterdrücken mit Unterstützung bestimmter haitianischer Politiker politische Dissidenten in Port-au-Prince, weil sie an Anti-Regierungs-Demonstrationen teilgenommen hatten. Sie erhalten Geld, politischen Schutz und genug Schusswaffen, um besser bewaffnet zu sein als die Haitianische Nationalpolizei (PNH).“
    Straßenszene in Port-au-Prince / Foto: ANRed

    Was Washington bisher geleugnet oder geheim gehalten hatte, wird dieses Mal ausdrücklich geäußert. Trotz des vielfachen Drucks von Seiten der internationalen Gemeinschaft und haitianischen NGOs wurden die Ermittlungen im Fall des Massakers von Le Saline jedoch immer noch nicht abgeschlossen. Es sind nun mehr als zwei Jahre vergangen, in denen ganz Port-au-Prince weiß, was passiert ist. Die „Makoutisierung“ des Staates ist in vollem Gange, wie der Schriftsteller Lyonel Trouillot seit Längerem postuliert – und sich damit auf die sogenannten tontons-macoutes („Onkel Umhängesack“) bezieht, jene Paramilitärs unter Diktator François Duvalier, die den Terror im Land organisierten.

    Demonstrationen gegen Entführung, Angst und allgemeine Unsicherheit

    Die am 10. Dezember angekündigten US-Sanktionen hatten in Haiti bemerkenswerte Reaktionen zur Folge. Am Internationalen Tag der Menschenrechte demonstrierten tausende Menschen in mehreren Städten des Landes gegen die allgemeine Unsicherheit und Bandenkriminalität. An der „Demonstration für das Leben“ in Port-au-Prince nahmen so gut wie alle zivilgesellschaftlichen Organisationen der Hauptstadt teil. Zwei Tage zuvor waren schon tausende Menschen zur traditionellen religiösen Prozession der Unbefleckten Empfängnis zusammengekommen und hatten das Ereignis zu einem „Marsch gegen Unsicherheit, Entführung, Angst und für die Hoffnung“ werden lassen.

    Die aktuellen Demonstrationen richten sich nach den Massakern vor allem gegen den neuen Modus Operandi der organisierten Kriminalität: Banden entführen ihre Opfer und fordern Lösegeld oder verletzen und töten sie. Am 17. Dezember waren zwei Jugendliche im Zentrum von Leogane in der Nähe von Port-au-Prince gekidnappt worden. Die Entführer verlangten eine Million US-Dollar Lösegeld. Laut Zeugenaussagen trugen sie Polizeiuniformen und waren schwer bewaffnet. Beide Opfer sind jedoch arbeitslos und ihre Familien arm. Am 6. Dezember wurden der Orchesterdirigent Dickens Princivil und die Jugendliche Magdala Louis von einem halben Dutzend bewaffneter Männer entführt. Nach einer Scheinhinrichtung wurden sie freigelassen.

    Der Herausgeber der unabhängigen Nachrichtenseite Ayibopost, Widlore Mérancourt, schildert seine eigene Entführung und spätere Freilassung in einem Artikel: „G9, die größte kriminelle Organisation in diesem Land seit 1986, entstand auf Betreiben der aktuellen Regierung. Die Paraden in den Straßen, die Entführungen, Morde, Plünderungen, Vergewaltigen und Bedrohungen der Gegner der regierenden Macht kennzeichnen sie. Und sie sind gewillt, die anstehenden Wahlen zugunsten der Präsidentenpartei PHTK (die haitianische Partei der Kahlköpfigen, Anm. der Übers.) zu lenken.“ Er fragt sich weiter: „Was bedeutet es, vorsichtig zu sein, wenn die Behörden ausgezeichnete Beziehungen zu kriminellen Netzwerken pflegen, ja sogar mit ihnen verschmelzen?“

    Eindringliche Appelle von kirchlicher und juristischer Seite

    Am 10. Dezember, dem Tag der Demonstration und der Ankündigung von US-Sanktionen, versammelten sich außerdem dutzende Personen, unter ihnen Minister*innen und Beamt*innen, vor der Kirche Iglesia de Cristo Rey zum Staatsbegräbnis von Gérard Gourgue. Der Anwalt war unter anderem Gründer der Haitianischen Liga für Menschenrechte im Jahr 1978, noch unter der Herrschaft von Duvalier. Der Erzbischof von Port-au-Prince, Max Leroy Mésidor, nutzte die Zeremonie für einen Appell an die Machthabenden: „Angesichts der Zunahme von Entführungen, Bandenkriminalität und Terror stehen wir vor der Vergiftung des sozialen Zusammenhalts. Der Gründer der Haitianischen Liga für Menschenrechte hätte sich den katholischen Bischöfen angeschlossen und Nein gesagt: Nein zum Chaos, Nein zur Gewalt, Nein zur Unsicherheit und Nein zum Elend. Wir haben genug. Zu viel ist zu viel.“ Monatelang hatte sich die Kirche um eine Vermittlerrolle zwischen Regierung und Oppositionsparteien bemüht.

    Man konnte auch eine andere Stimme hören, die von Marie Suzy Legros, Präsidentin der Anwaltskammer von Port-au-Prince. Ihr Vorgänger Monferrier Dorval, der sich Moïse widersetzt hatte, indem er behauptete, Haiti würde weder regiert noch geführt, wurde am 28. August 2020 in der Nähe seines Wohnsitzes erschossen. Am 1. November wurde das Land vom Mord an der 22-jährigen Studentin Évelyne Sincere erneut erschüttert. Drei Tage nach ihrer Entführung hatte man ihre Leiche auf einem Haufen Abfall gefunden. Während die Familie versucht hatte, das Lösegeld aufzutreiben, entschieden ihre drei Entführer, sie zu töten. Wahrscheinlich wurde sie vergewaltigt, bevor sie vergiftet, unter Drogen gesetzt, mit einem Kissen erdrückt und dann erwürgt wurde. Vor den Ministern beschuldigte Legros den Präsidenten direkt, indem sie „tyrannische und freiheitsfeindliche Texte in Vorbereitung“ anprangerte und den Entwurf für eine neue Verfassung als „ein Verbrechen des Hochverrats, eine schwere Verletzung der demokratischen Ordnung und eine illegitime Amtsanmaßung“ bezeichnete. Denn im weit verbreiteten Chaos, das von der obersten Macht gefördert wird, befindet sich Moïse nun in der Position, das Land alleine zu regieren.

    Regierung Moïse auf dem Weg zu einem autoritären Regime

    Schon seit Januar 2020 finden in Haiti keine Parlamentssitzungen mehr statt, weil die seit Oktober 2019 fälligen Wahlen immer noch nicht stattgefunden haben. Moïse regiert somit per Dekret und hat eine kleine Armee aus Söldnern erschaffen, die einer Präsidentenmiliz ähnlich sieht. Kürzlich beschloss er per Dekret die Einrichtung eines Nationalen Geheimdienstes, der ebenso charakteristische Merkmale einer Präsidentenmiliz aufweist. Außerdem hat er persönlich die Mitglieder für den Wahlrat bestimmt, der für die anstehenden Wahlen zuständig ist. Er kündigte weiterhin an, dass ein von ihm ernanntes Komitee eine neue Verfassung ausarbeiten wird.

    Als wäre dies nicht genug, beschloss Moïse Anfang September, den haitianischen Rechnungshof mundtot zu machen, indem er forderte, dass Stellungnahmen innerhalb von höchstens fünf Tagen abzugeben seien und von nun an lediglich beratende Funktion hätten. Dabei war es gerade die Arbeit des Rechnungshofes, die den großen Finanzskandal von Petrocaribe aufdeckte, der es Politiker*innen ermöglicht hatte, bis zu vier Milliarden Dollar zu veruntreuen. Der Petrocaribe-Skandal hatte vor zwei Jahren die Demonstrationen und sozialen Revolten gegen die Korruption der haitianischen Eliten ausgelöst. Unzählige Gegner*innen des Regimes meinten schon damals, alles deute darauf hin, dass diese auf entfesselter Gewalt beruhende Präsidentschaft auf dem Weg zu einem autoritären, diktatorischen Regime sei.

    Bis dahin hatte sich die internationale Gemeinschaft in Schweigen gehüllt. Die sogenannte „Core Group“, die in Port-au-Prince die wichtigsten europäischen Länder umfasst, fordert nun einen „inklusiven Dialog“ und die Organisation von Wahlen. Die Sanktionen der USA könnten das erste Signal dafür sein, dass Washington und die baldige Biden-Administration dieses Mal beschlossen haben, das duvalieristische Abdriften eines Regimes aufzuhalten, dessen Ansehen vor dem ganzen Land bereits ruiniert ist.

  • Thema von carlos im Forum das aktuelle Thema

    El número de parturientas haitianas se ha triplicado en diez años, llegando a 30.322 nacimientos en 2020


    Hospitales del noroeste saturados de parturientas haitianas y con poco personal para atenderles


    Las haitianas ya superan en número a las dominicanas en la sala de espera de las maternidades del noroeste dominicano, una región de acogida de inmigrantes y también destino de mujeres que cruzan la frontera para parir en unos hospitales cada vez más desbordados.

    En el hospital público de Guayubín, un pueblecito rodeado de bananos y de fincas de arroz situado 42 kilómetros al este del río Masacre, frontera natural entre ambos países, nueve de cada diez parturientas son haitianas, la mayor proporción en toda República Dominicana.

    HOSPITALES SATURADOS

    Las mujeres se encuentran en un pequeño hospital que las recibe bien sin importar su origen, pero que está sobrecargado y tiene poco personal y grandes carencias.

    El quirófano y el laboratorio están mal equipados, la incubadora está averiada y no hay banco de sangre, lo que hace imposible hacer una transfusión.

    La directora del hospital, Maira Rodríguez, explica que el presupuesto se calcula con base en la población local, sin tener en cuenta la cantidad de inmigrantes indocumentados que viven en la zona, ni el número de madres que se aventuran a cruzar la frontera en pleno trabajo de parto, por lo que el dinero no alcanza.

    La doctora asegura que, a pesar de las dificultades, "nunca se rebota" a una paciente, a no ser que sufran complicaciones médicas y las tengan que derivar a un hospital mejor equipado, como el de la ciudad de Mao, maternidad de referencia de toda la región.

    COMPLICACIONES MÉDICAS

    "De 90 a 95 % de las complicaciones son en pacientes extranjeras", asegura el doctor Juan de la Cruz Rodríguez Pérez, director del hospital Materno Infantil José Francisco Peña Gómez de Mao.

    La mayoría de las haitianas recién llegadas, explica, suelen presentar anemia u otros cuadros médicos que no han sido tratados previamente.

    Muchas de las que residen en República Dominicana, cuentan varios doctores, sea por desconfianza o por no gastar dinero, son reacias a seguir los tratamientos que les diagnostican.

    El resultado es una tasa muy alta de complicaciones en el parto y, como corolario, una mortalidad elevada.

    "Lo que es peor, en República Dominicana la mortalidad materna es muy alta. Y el 47 % de toda la maternidad materna corresponde a nacionales haitianas", detalla a Efe el director del Sistema Nacional de Salud (SNS), Mario Lama.

    EL TRIPLE DE PARTOS EN DIEZ AÑOS

    El número de parturientas haitianas se ha triplicado en diez años, llegando a 30.322 nacimientos en 2020, lo que representa el 27 % de los nacimientos en el conjunto del país, y supone que entre el 10 % y el 14 % de todo el presupuesto hospitalario del país se dedique a las extranjeras, según cálculos del SNS.

    Los partos de haitianas superan el 50 % en toda la zona de frontera y también en La Altagracia (este), una provincia que recibe una creciente inmigración, en especial por la construcción de nuevos hoteles en Punta Cana.

    Para apaciguar los ánimos de los sectores más nacionalistas, el presidente Luis Abinader anunció hace dos semanas un acuerdo con Haití para ayudar al empobrecido país vecino a construir hospitales y frenar el trasiego de parturientas por la frontera.

    Al menos 4.073 haitianas embarazadas entraron en República Dominicana en 2020, a pesar de que la frontera estuvo oficialmente cerrada nueve meses por la pandemia, según datos de la Organización Internacional para las Migraciones (OIM).

    UN PROBLEMA MÁS COMPLEJO

    Sin embargo, los médicos de los hospitales en la zona de frontera constatan que la mayoría de las parturientas que reciben son residentes en República Dominicana.

    "Prácticamente un 70 % viven aquí y el 30 % vienen a buscar lo que llaman la cama, para parir aquí y llevarse el papel para declarar el bebé", dice el doctor Domingo Guzmán Abreu, ginecobstetra jefe del hospital de Guayubín.

    Jandrine Bernabé, de 22 años, es una de ellas. Con su segundo hijo recién nacido en brazos, dice que vive "hace muchos años" en República Dominicana, aunque nunca ha conseguido permiso de residencia.

    Asegura que, por no tener papeles, "alguna vez" ha tenido problemas para recibir atención médica; "pero no es tan difícil", apostilla.

    Todas las haitianas que aceptaron hablar con Efe en los hospitales de Guayubín y Mao afirmaron que residen en República Dominicana, pero no todas quisieron contar su historia.

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