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  • 2019: Dominikanische RepublikDatum12.02.2021 22:49
    Thema von carlos im Forum Dominikanische Republik

    2019: Dominikanische Republik

    Von: Sarah Hinkel und Friederike Amelie Degner (Universität Jena)
    Organisation: DIANO e.V.
    Zeitraum: 23.02.19 - 26.03.20

    Am 24.02.2019 ging es nach langer Planung endlich los. Am frühen Morgen wurden wir zu Hause in Jena vom Zahntechniker Ralf Thum abgeholt. Da wir glücklicher Weise durch viele Dentalfirmen mit Sachspenden unterstützt wurden, mussten diese natürlich erst einmal alle in Koffer verpackt und ins Auto gehievt werden. Zwar machten unsere Sachspenden nur drei Koffer aus, allerdings hatten es diese in sich. Allein 7500 Einmalhandschuhe und 2000 Mundschutze galt es zu transportieren, ganz zu schweigen von etlichen Füllungsmaterialen, Bohrern, Lokalanästhetika und Speichelsaugern usw. Bei der Gelegenheit möchten wir beide uns bei den Firmen: Dental 2000, NiTi, Septodont, 7Days, Acurata, Dürr Dental, Orbis Dental, Voco, Adebo Medical, Omnident, Dmg-Dental bedanken für die wirklich großartige Unterstützung durch Sachspenden. Jedes Material und Instrument hat den Weg zum Patienten gefunden, zum Teil auch noch für die zukünftig behandelnden Famulanten.

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    Am Frankfurter Flughafen angekommen trafen wir auf Tobias Bauer, den Organisator von DIANO e.V. und Zahnarzt, und seine Frau Petra. Insgesamt hieß es eine halbe Tonne Sachspenden, verpackt in 40 Koffern, einzuchecken und in die Karibik zu bringen.

    Nach einem recht angenehmen Flug landeten wir spät abends in Punta Cana, einer der Touristenhochburgen der Dominikanischen Republik. 500 kg Gepäck durch den Zoll zu bekommen, stellte sich als sehr zeitaufwändiges Unterfangen heraus. Jeder Koffer musste geöffnet und kontrolliert werden. Aber bereits am Flughafen zeigte sich, dass die karibische Mentalität eine andere als die deutsche ist, als der Zollbeamte eine Taucherbrille aufsetzte und ausprobierte, die natürlich für ein dominikanisches Kind gedacht war. Ziemlich erschöpft kamen wir nachts um drei Uhr in unserer Unterkunft an, fielen sofort ins Bett und schliefen.

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    Am Folgetag wurde zunächst das gesamte Gepäck ausgeräumt und geordnet- ein Procedere, das ziemlich zeitaufwendig und bei Temperaturen über 30 Grad auch ziemlich Schweißtreibend ist. Neben unzähligen zahnmedizinischen Gegenständen, darunter ein gepolsterter, portabler, komplett Technikfreier Klapp-Zahnarztstuhl, wurden vor allem Kleidung und ausgediente Schuhe gespendet. Es war faszinierend zu sehen, dass so viele Menschen daran interessiert sind zu spenden und dass diese Spenden auch wirklich bei Bedürftigen ankommen.

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    Im Anschluss an das Sortieren fuhren wir erstmals zu unserem ersten, späteren Einsatzort, zum Batey Platanito, einem kleinen Dorf nahe der Stadt San Pedro de Macoris im Süden des Landes. Der Ort trägt den Namen aufgrund der umliegenden Bananenplantage- "platano" bedeutet Banane. Als wir dort ankamen, fielen mir als erstes die heruntergekommen, dunklen Gebäude auf, kleine Hütten mit nur einem Raum. Es gibt keine Fenster, die Zimmer sind heiß und muffig, die Toiletten befinden sich außerhalb in einem Plumps-Klo aus Wellblech. Wasser, ziemlich verschmutztes, muss aus einem Rohr am Eingang des Dorfes geholt werden, das ist u.a. die Aufgabe der Kinder, die meist barfuß über den Schotterboden laufen. Der Strom fällt täglich von 11-13.30 Uhr aus.

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    Schnell wurde klar, dass diese Menschen ein komplett anderes, einfacheres Leben führen als wir, der Alltag beschwerlicher ist, das Geld immer knapp. Besonders eindrücklich war eine Szene, in der eine Mutter ihren kleinen Sohn in einem großen Wassereimer gewaschen hat. Hier gibt es keine Dusche oder Badewanne, bei der man nur den Wasserhahn öffnen muss und das Wasser sprudelt nur so heraus. Jeder Liter Wasser muss vom Dorfeingang geholt werden. So ist auch das Waschen der Kleidung eine zeit- und kraftintensive Aufgabe. Dieses Gesamtbild hat sofort an Fotos aus afrikanischen Ländern erinnert, die man allzu häufig in der Werbung von Hilfsorganisationen sieht.

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    Als wir ausstiegen, kam ein Pulk von Kindern verschiedenen Alters freudestrahlend auf uns zu gerannt. Alle wollten uns kennenlernen, mit uns spielen. Die Lebensfreude der Kleinen tat richtig gut nach den neuen Eindrücken, die auf uns wirkten. Etwas zögerlicher kamen auch vereinzelt ein paar Erwachsene aus ihren Häusern, um ihre Neugierde etwas zu stillen. Keiner von ihnen hat jemals die Insel verlassen, ein anderes Land besucht oder Kontakt zu Menschen aus dem Ausland.

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    Zusammen mit Tobias, Petra und Ralf waren Eneuris, Linett und Miguel mit uns ins Batey gefahren. Die drei engagieren sich ehrenamtlich neben dem Studium und Arbeit in der "Fundacion Pinta Solidaridad", einer lokalen Hilfsorganisation. Sie wurden während unseres gesamten Aufenthaltes im Land immer mehr zu wirklich treuen Begleitern und so etwas wie Freunden.

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    Gemeinsam schauten wir uns unseren zukünftigen Behandlungsort für die nächsten Wochen an, eine kleine Kirche inmitten des Bateys. Am darauffolgenden Tag räumten wir, Sarah und Amelie, alle Stühle zusammen, bauten auf und räumten diverse zahnmedizinischen Materialen aus und sortierten sie. Anschließend wurde die portable Einheit samt Stromgenerator vorbeigebracht. Leider mussten wir feststellen, dass diese nicht funktionierte. Ein tagelanges Austesten, Reparieren, Aufsuchen von Mechanikern und Kaufen von Adaptern, Winkelstücken und Co begann. Da wir zunächst nicht die Möglichkeit hatten Karies zu exkavieren und Füllungen zu legen, übten wir uns im Zähne ziehen. Im Frontzahnbereich stellte sich das als recht leichte Sache heraus, aber mehrwurzlige Zähne brachten uns zum Teil sehr ins Schwitzen. Zum einen da wir auf uns allein gestellt waren ohne Zahnarzt, nicht über allzu viel Erfahrung beim Extrahieren verfügten und nicht die Möglichkeit hatten eine Osteotomie zu machen. Als problematisch stellte sich ebenfalls die Beschaffung von Schmerzmitteln heraus, da angeblich alle Apotheken am selben Tag Inventur machten. Trotz alledem war es eine viel bringende Erfahrung. Mittlerweile fühlen wir uns sehr sicher beim Anästhesieren und es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man ohne Hilfe Zähne extrahieren kann- vor allem auch ohne die passenden Hebel und Zangen. Da unsere Einheit ja zunächst nicht funktionierte und damit auch nicht einsatzfähig war, fingen wir auch ziemlich schnell damit an Zahnreinigungen durchzuführen. Natürlich hatten wir nur einen Zahnarztstuhl, aber schnell wurde umdisponiert und Plastikstühle nach draußen ins Freie gestellt, wo die Sonne ganz gut das Lampenlicht ersetzte, und dort mit Scalern dem Zahnstein der Kampf angesagt. Am Ende konnten wir jedem sogar noch etwas Fluoridlack applizieren, wobei jeder zwischen diversen Geschmacksrichtungen wählen durfte.

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    Mit der Zeit wurden unsere Gerätschaften immer "intakter" und wir konnten unsere ersten Füllungen legen. Für die erste Füllung (Frontzahn), die wir machten, nutzten wir noch ein Zahntechnikerhandstück um die Kavität zu präparieren. Der Patient freute sich riesig nicht mehr mit frakturiertem Schneidezahn durch die Gegend laufen zu müssen.

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    Irgendwann hieß es dann leider sich zu verabschieden. Dafür versammelten sich plötzlich alle Kinder des Bateys und diverse erwachsene Bewohner, mit denen wir besonders viel zu tun gehabt hatten, auf dem Platz und verabschiedeten sich unter Tränen von uns. Das war schon ein echt berührendes Erlebnis, da man spüren konnte wie schnell die Bewohner uns und wir sie ins Herz geschlossen hatten. Ein paar hielten noch eine kurze Rede, in der sie sich bei uns bedankten. Glücklich, aber natürlich auch etwas traurig verließen wir das Batey, fuhren zurück nach San Pedro de Macoris und machten uns ein paar Tage später auf nach Sosua, wo ein weiteres Projekt auf uns wartete.

    In Sosua gibt es den so genannten Monkey Jungle, ein ziemlich großes Affengehege, wo Besucher für relativ viel Geld kleine Äffchen füttern können, während diese freudig über die Köpfe und Arme hinweg hüpfen. Neben den Affen ist dieser Ort auch noch für eine wirklich schöne Zipline bekannt. Was die wenigsten meist US-amerikanischen und europäischen Touristen wissen, bevor sie diesen Ort betreten, ist, dass ein gewissen Teil der Einnahmen direkt in medizinische Hilfe umgesetzt wird. So befindet sich auf dem Gelände ebenfalls eine Zahnstation mit vier Behandlungseinheiten, eine allgemeinmedizinische Station, sowie eine kleine Apotheke. Sinn des Ganzen ist es, den Einheimischen eine medizinische Versorgung zu ermöglichen, da diese sonst sehr kostspielig ist. Jeden Samstag fahren also zwei junge, dominikanische Zahnärztinnen berghoch mitten ins Grün zum Monkey Jungle, um die lokale Bevölkerung kostenlos zu versorgen. Da teilweise ein richtiger Ansturm besteht, wurde die Regelung getroffen, dass jeder Patient nur an einer "Stelle", und zwar der dringlichsten, behandelt wird. Tatsächlich funktioniert alles ziemlich am Schnürchen. Einige der jungen Männer, die sonst als Zipline- Guides arbeiten, halfen tatkräftig mit und wussten echt ziemlich gut Bescheid. Es war schön mal wieder an einer richtigen Einheit behandeln zu können, auch wenn diese natürlich steinalt war. Die Station war ziemlich gut ausgestattet und wir hatten echt ziemlich Freude dort zu arbeiten, zumal auch jeder für sich behandeln konnte, da es genug Behandlungsstühle gab. Als der letzte Patient versorgt worden war, hatten wir dann auch Freizeit, durften Affen füttern gehen und Zipline fahren. Am Tag zuvor waren wir mit Linda, der Besitzerin des Monkey Jungles, in einem benachbarten Dorf unterwegs und besuchten die dortige Schule. Wir brachten für jedes Kind Zahncreme, -bürste und -seide mit, erklärten ihnen wie man sich am besten die Zähne putzen solle, testeten das dann mit ihnen aus und schauten vorher noch in ihren Mund, um einen schnellen Befund zu erheben. Es war ziemlich erstaunlich wie großartig die Kinder zuhörten, mitmachten, Interesse zeigten. In diesem Ausmaß hatten wir das nicht erwartet. Als spannend stellte sich auch die Kommunikation dar, da Linda lediglich Englisch spricht, die Kinder einschließlich Lehrerin aber nur Spanisch. Es begann ein wildes Übersetzen.

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    Kinder, deren Zähne uns besonders negativ aufgefallen waren, ließen wir von der Lehrerin vermerken und einen Brief an die Eltern schreiben, mit der Bitte an den kommenden Samstagen die Zahnstation des Monkey Jungles aufzusuchen.

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    Insgesamt lässt sich sagen, dass wir wirklich eine wunderbare Zeit in der Dominikanischen Republik hatten. Wir hatten die Möglichkeit das Land und seine Menschen fernab von Hotelketten und Bilderbuch-Traumstränden kennenzulernen, unseren zahnmedizinischen Horizont in praktischer Sicht deutlich zu erweitern und gleichzeitig auch die Wärme und die Sonne nebenbei immer wieder zu genießen.

  • 2020: JamaikaDatum12.02.2021 22:47
    Foren-Beitrag von carlos im Thema 2020: Jamaika
  • 2020: JamaikaDatum12.02.2021 22:47
    Thema von carlos im Forum Jamaica

    2020: Jamaika

    Von: Lisa Franziska Gohmann, Jacky Vanessa Dilly (Uni Münster)
    Organisation: Tobias Bauer, DIANO e.V.
    Zeitraum: 06.02.20 - 06.03.20

    Nach unserer Zusage von DIANO e.V wussten wir nun endlich, dass es für uns nach Jamaika gehen würde. Die Flüge wurden gebucht und im Vorfeld kümmerten wir uns fleißig um Sachspenden. Nach unserer Vorbereitungsphase war es Anfang Februar soweit. Mit hundert Kilogramm Spendengepäck in unseren Koffern machten wir uns auf den Weg nach Frankfurt um von dort aus gemeinsam mit den anderen Famulanten nach Montego Bay zu fliegen.

    Direkt am nächsten Morgen wurden wir herzlich im Ministry of Health in Kingston von Dr. Irving McKenzie, dem obersten „Dental Chief Officer“, empfangen, wo wir uns bei einem jamaikanischen Lunch kennengelernt haben. Hier erfuhren wir, welche Hilfseinsätze für uns vorgesehen sind und wie der Ablauf der Famulatur angedacht war. Wir wurden auf verschiedene öffentliche Kliniken aufgeteilt, in denen wir an der Seite der zuständigen Zahnärzte mitarbeiten durften. Wir haben sehr von dem Erfahrungsschatz der ortsständigen Zahnärzte, vor allem im chirurgischen Bereich (Extraktionen), profitiert. Auch wurden wir angeleitet und man merkte schnell, dass man immer sicherer wurde. In dieser Zeit haben wir sehr viele Erfahrungen sammeln können und eine strukturierte Arbeitsweise miterlebt. Allerdings gab es in manchen Kliniken einen Platzmangel, sodass teilweise nur wenige Patienten einbestellt werden konnten.

    Der zweite Teil bestand aus Health-Fair-Einsätzen, bei denen wir in öffentliche Einrichtungen wie z.B. Kirchen, Schulen oder Fußballvereinen gefahren sind, um dort eine Art „Camp“ mit mobilen Stühlen aufzubauen. Die Menschen in Jamaika haben nur einen sehr begrenzten Zugang zu öffentlichen medizinischen Einrichtungen. Es gibt nur wenige öffentliche Kliniken. Diese sind sehr klein und oft auch nicht in Betrieb. Hier ist ein großer Handlungsbedarf, allerdings fehlt oft die nötige Struktur und Organisation. Bei diesem Health-Fair-Events haben die Jamaikaner die Möglichkeit eine kostenlose Behandlung wie Cleanings oder Extraktionen zu bekommen. Dort war man mehr auf sich allein gestellt, es war jedoch immer ein Arzt anwesend.

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    Der dritte Teil bestand aus Screenings in Schulen, bei denen wir den Zahnstatus der Kinder aufgenommen und den Behandlungsbedarf beurteilt haben. Zusammengefasst bestand der Großteil aller Behandlungen aus Cleanings und Screenings, dazu Extraktionen und ein paar Füllungen. Die jamaikanische Mentalität ist sehr offen und freundlich und besonders die Kinder begrüßten uns, im wahrsten Sinne des Wortes, mit offenen Armen. Woran man sich jedoch wirklich gewöhnen muss, ist die jamaikanische Uhrzeit, denn es gibt quasi keine festen Uhrzeiten. Zehn Minuten bedeuten hier gut und gerne eineinhalb Stunden, weshalb man keine feste Organisation erwarten sollte.

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    Insgesamt haben wir wirklich viel gewartet, ein Morgen konnte auch mal wartend beginnen. Das sollte man aufjedenfall wissen. Nach einiger Zeit versteht man einfach, dass die Menschen wahnsinnig entspannt und gelassen sind, ganz nach dem Motto: "Ya man, no problem in Jamaica". Wir haben uns immer sehr sicher in Kingston gefühlt und haben meist das Gefühl gehabt, freundlich, offen und respektvoll behandelt zu werden. Die Menschen fragen oft einfach ohne irgendeine Absicht: „Waaag Whaaan?“ bedeutet so viel wie „wie gehts? Alles okay?“ Oder wünschen einen guten Tag mit „enjoy yourself“. Es waren viele kleine Gesten, die uns das Gefühl gegeben haben, dass die Menschen wirklich freundlich sind. Einmal haben wir sogar frische Mangos aus dem Garten bekommen, als kleines Dankeschön für eine Zahnextraktion.

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    Die ersten vier Wochen haben wir in Kingston verbracht und an den freien Tagen Ausflüge unternommen. Besonders empfehlen können wir die Lime Cay, eine wunderschöne, sehr kleine vorgelagerte Insel vor Kingston. Kingston selbst ist zwar schon eine gefährlichere Stadt, wenn man sich aber an ein paar Grundregeln hält, dann bekommt man davon nicht viel mit. Nach der Zeit in Kingston sind wir weiter nach Portland gereist, was sich als schönster, ruhigster und naturbelassener Teil der Insel herausstellt hat und zum Glück kaum touristisch ist. Hier findet man genug Zeit, vom Unialltag abzuschalten und auch einmal die Seele baumeln zu lassen.

    Einen besonderen Dank möchten wir unseren Familien, Freunden und Freunden der Familie aussprechen, die uns bei unserem Vorhaben unterstützt haben. Dank Euch war dieses Projekt in dieser Form erst möglich - Dankschön! Auch möchten wir uns bei den folgenden Firmen für die großzügigen Spenden bedanken, ohne die unser Einsatz nicht möglich gewesen wäre und die dazu beitragen, eine zahnmedizinische Versorgung in Kingston aufzubauen:

    Acurata GmbH und Co.KG, Alpro Medical GmbH, Anton Gerl GmbH, Bausch GmbH, Clinic&Jobdress GmbH, Dentsply Sirona Deutschland GmbH, dm-drogerie markt GmbH + Co. KG, DMG Chemisch-Pharmazeutische Fabrik GmbH, Dürr Dental SE, 7days Marc Staperfeld GmbH, E.Hahnenkratt GmbH, Gebr. Brasseler GmbH und Co.KG, Hager & Meisinger GmbH, Henry Schein Dental Deutschland GmbH, Horico Dental, HuFriedy Mfg. Co., LLC., Ivoclar Vivadent GmbH, Kerr GmbH, Kulzer GmbH, Ledlenser GmbH & Co. KG, lege artis Pharma GmbH + Co. KG, MaiMed GmbH, 3M Deutschland GmbH, Meditrade GmbH, Petzl Gruppe, Polydentia SA, Oral B, Profimed Dentalvertriebs- und Prophylaxe- Gesellschaft mbH, Remesco Handelsges.m.b.H., Riemser Pharma GmbH, Schülke & Mayr GmbH, Septodont GmbH, Oco Präparate, Tokuyama Groups CSR, UVEX Winter Holding GmbH & Co. KG, VOCO GmbH, VDW GmbH, Verein für Zahngesundheit e.V.

    Vielen Dank!

    Bei Fragen oder Interesse bezüglich Jamaika kontaktiert uns gerne vorab.

  • 2020: Dominikanische RepublikDatum12.02.2021 22:44
    Foren-Beitrag von carlos im Thema 2020: Dominikanische Republik
  • 2020: Dominikanische RepublikDatum12.02.2021 22:44
    Thema von carlos im Forum Dominikanische Republik

    2020: Dominikanische Republik

    Von: Gulia Weniger und Alexandra Zorn (Universität Hannover)
    Organisation: DIANO e.V.
    Zeitraum: 04.02.20 - 11.03.20

    Wir sind Alex und Giulia und haben vor zwei Monaten unser Zahnmedizinstudium an der Medizinischen Hochschule Hannover beendet. Bevor wir den Arbeitsalltag beginnen, entschieden wir uns während des Examens zuvor eine Famulatur im Ausland zu machen. Dabei sind wir auf die Organisation DIANO in der Dominikanischen Republik gestoßen.

    ZAD-FAMULATUR-DOMINIKANISCHE REPUBLIKUnsere Famulatur begann Anfang Februar (schwer bepackt mit 50kg Spendengepäck aus Deutschland) mit der Ankunft in Punta Cana, wo wir von Linet und Claudia, zwei ehrenamtliche Helfer vor Ort, herzlich empfangen wurden. Später stellte sich heraus, dass diese beiden alles ihnen Mögliche taten, um uns das Leben dort zu erleichtern und uns unter die Arme zu greifen. Wir unternahmen aber auch außerhalb der Arbeit etwas zusammen und lernten so Land und Leute besser kennen.

    Uns war nicht bewusst, dass der Flughafen in Santo Domingo näher gewesen wäre, sodass es einige Zeit dauerte, bis wir in den frühen Morgenstunden unsere Unterkunft in Juan Dolio erreichten.Juan Dolio ist ein kleiner Ort nahe San Pedro, der direkt am Strand gelegen ist und uns bei der Suche nach einer Unterkunft nahegelegt wurde. Der erste Standort der Organisation war Consuelo, eine sehr ländliche Region in der Nähe von San Pedro. San Pedro ist eine recht laute Stadt ohne viel Tourismus, die genau deshalb aufregend und eindrucksvoll ist und ein gutes Gefühl von dem Leben der Menschen vor Ort vermittelt.

    Jeden Morgen sind wir etwa eine Dreiviertelstunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Consuelo gefahren. Es handelt sich hierbei um sogenannte Guaguas (ein völlig überfüllter Kleinbus, der ohne jeglichen Zeitplan fährt und den man einfach per Handzeichen am Straßenrand anhält). Obwohl die Menschen im Bus und auf den Straßen sehr hilfsbereit und freundlich waren und uns so gut sie konnten halfen an unserem Ziel anzukommen, war es jeden Morgen aufs neue eine große Herausforderung und wir waren uns nie sicher, ob wir unser Ziel wohl erreichen würden. Dies lag vor allem daran, dass wir kein Spanisch sprechen und dort kaum jemand englisch spricht (was uns gegenüber leider während der Planung nicht erwähnt wurde). Dies stellte dementsprechend auch während der Behandlungen ein großes Problem dar, sodass wir immer auf Hilfe angewiesen waren, da eine Verständigung ohne Übersetzer nicht möglich war.

    Vor Ort erwartete uns ein Sammelsurium an Spendenkoffern mit den unterschiedlichsten Materialien. Da es vor Ort niemanden gab, der wusste wo sich was befindet und was überhaupt vorhanden ist und was nicht, verstrich erst einmal sehr viel Zeit ehe wir alles sortierten und einen groben Überblick über alle Materialien und Voraussetzungen erlangen konnten. In der ersten Woche funktionierte leider keine der mobilen Einheiten vollständig, sodass oft ohne Wasserkühlung und Absaugung selbst eine Füllung zu einer großen Herausforderung werden konnte. Dadurch, dass es vor Ort kein Röntgen oder Materialien für Wurzelkanalbehandlungen gab, beschränkte sich die Behandlung weitgehend auf Füllungen und Extraktionen. Wir hätten uns gewünscht im Voraus darüber informiert zu werden, dass kein erfahrener Zahnarzt bzw. fachkundiges Personal vor Ort ist, was vorab anders angekündigt und besprochen war. Wir waren zwar insgesamt vier kürzlich approbierte Zahnärzte (zwei davon kamen aus Würzburg), hatten aber keinen erfahreneren Ansprechpartner vor Ort und waren dadurch komplett auf uns alleine gestellt. Dies sollte einem vorher bewusst sein und durchaus in die Entscheidungsfindung einer Organisation mit einbezogen werden. Aber wie sagt man so schön: „Man wächst mit seinen Aufgaben“. Wir haben uns dennoch gut zu Recht gefunden, sodass wir den Patienten helfen und darüber hinaus viele Erfahrungen sammeln konnten.

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    Die freie Zeit nach der Arbeit haben wir recht vielfältig genutzt. Wir waren abends noch etwas am Strand, haben mit Einheimischen einen Tanzkurs in San Pedro besucht oder haben sonntags auch mal einen Tagesausflug wie zum Beispiel zur Isla Saona gemacht. Als Frau waren die Abendveranstaltungen allerdings manchmal recht begrenzt, da uns wiederholt geraten wurde möglichst vor Einbruch der Dunkelheit ein Guagua nach Hause zu nehmen und vorsichtig zu sein. Vor allem wenn man die Sprache weder spricht noch versteht sind nächtliche Zurufe dann nicht ganz vertrauenserweckend.

    Da die Behandlungen in Consuelo ohne spanisch bereits sehr schwierig waren und wir so gut wie immer auf einen Übersetzer angewiesen waren, kam für uns das weitaus ländlichere Bergdorf Comedero als nächster Behandlungsstandort nicht mehr in Frage. Wir haben uns daher dazu entschieden als nächstes im Monkey Jungle (etwa 30min von Sosua) zu arbeiten.

    ZAD-FAMULATUR-DOMINIKANISCHE REPUBLIK Im Laufe unseres Aufenthaltes haben wir heraus gefunden, dass die Zahnklinik (zugleich auch ein Ort, an welchem Zip-Lining-Touren für Touristen angeboten werden) dort ausschließlich samstags geöffnet hat. Uns war bis kurz vor unserer Anreise nicht klar, welchen Aufgaben wir an den anderen Tagen nachgehen werden. Rob, der Manager des Monkey Jungles, hat dann an den übrigen Wochentagen Besuche in unterschiedlichen Schulen organisiert. Dort haben wir (wieder mithilfe eines einheimischen Übersetzers) Prophylaxeinstruktionen gegeben, zusammen mit den Schülern das Zähneputzen und den Gebrauch von Zahnseide etc. an einer Affenpuppe geübt und zuletzt den Zahnstatus aller Schüler gecheckt. Während wir in Schulen gearbeitet haben, die in der Nähe von Sosua lagen, haben wir erst in Puerto Plata und danach in Cabarete gewohnt. In Cabarete (unserer Meinung nach deutlich schöner, abwechslungsreicher und mehr auf junge Leute ausgerichtet) haben wir aus Anraten in Ali’s Surfcamp gewohnt, was sehr zu empfehlen ist. Als wir in einer Schule in Las Terrenas (Halbinsel Samana) arbeiteten, hat der Direktor der Schule uns sowohl den Transfer (etwa 4h ab Sosua) als auch die Unterkunft (bei Lehrern der Schule) organisiert.

    Durch all die vielen Eindrücke und Erlebnisse verging die Zeit wie im Flug und wir waren rasch am Ende dieser Reise. Unsere Famulatur hat uns viele tolle Erfahrungen bereitet und wir sind froh so viele Eindrücke von Land und Leuten gesammelt zu haben. Darüberhinaus hat es uns auch fachlich voran gebracht und wir hatten viel Spaß beim Behandeln. Es ist ein schönes Gefühl zu sehen, mit welch für uns als „selbstverständlich“ geltenden Dingen, man den Menschen hier teilweise helfen konnte. Man muss sich aber darüber bewusst sein, dass man zu Beginn nicht zu viel an Organisation erwarten darf. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass hier alles eher spontan „organisiert“ wird und man die Sachen meist selbst in die Hand nimmt. So kam es auch, dass wir dann vor Ort selbst entschieden haben aufgrund der Sprache an einen anderen Ort weiterzuziehen.

    Wir würden jederzeit wieder im Ausland arbeiten und möchten die Erfahrungen, die wir in den vergangenen Wochen und Monaten sammeln konnten nicht missen.

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  • 2020: ArgentinienDatum12.02.2021 22:39
    Foren-Beitrag von carlos im Thema 2020: Argentinien
  • 2020: ArgentinienDatum12.02.2021 22:39
    Thema von carlos im Forum Argentina

    2020: Argentinien

    Von: Christopher Unzeitig und Tom Cöln (Friedrich Schiller Universität Jena)
    Organisation: UBA Odontologia Beunos Aires
    Zeitraum: 22.02.20 - 04.04.20 (geplant)

    Wir, Tom und Christopher studieren derzeit im 10. Fachsemester Zahnmedizin in Jena. Für unsere letzten Semesterferien vor dem Examen haben wir uns daher entschieden, noch einmal im Ausland ein paar andere Eindrücke, sowie Erfahrung zu sammeln. Dabei sind wir auf die Zahnmedizinische Fakultät der Universität in Buenos Aires, Argentinien gestoßen.
    Den Kontakt mit Professor Sebastian Costa ( Beauftragter für Austauschstudenten) haben wir im Oktober 2019 aufgebaut. Er spricht sehr gut Englisch, antwortet schnell auf alle Fragen und sendet einem die nötigen Unterlagen. Im Dezember war dann alles in trockenen Tüchern und die ersten Spenden trudelten ein. Hier möchten wir uns sehr herzlich bei den Firmen: VOCO (Füllungsmaterialien), NTI (rotierende Instrumente), STOMA (oralchirurgische Instrumente), Kettenbach (Abformmaterialien), Meisinger Dental (rotierende Instrumente), Ivoclar Vivadent (Füllungsmaterialien), Garrison Dental (Matrizensystem), Karl Hammacher (zahnärztliches Besteck), DFS Diamon (rotierende Instrumente) bedanken.

    Am 22.02.2020 traten wir dann unsere Reise nach Argentinien voller Vorfreude an. Begonnen haben wir unseren Aufenthalt mit etwas Entspannung im wunderschönen Patagonien. Unser Gepäck für die Uni haben wir in unserem Airbnb in Buenos Aires abgegeben und sind dann direkt weiter nach Bariloche geflogen. Die ersten Eindrücke waren überwältigend, riesige Bergketten umgeben von unzähligen Seen. Für unseren 7 tägigen Aufenthalt haben wir uns ein Auto gemietet und sind von Bariloche bis San Martin de los Andes gefahren. Da die große Urlaubssaison vorbei war, musste man sich keine Sorgen um Unterkünfte machen und konnte ganz einfach immer vor Ort in den Hostels fragen ob noch ein Zimmer frei sei. In diesen Tagen haben wir dann viele Seen abgefahren, Wasserfälle bestaunt, eine Bergtour gemacht und natürlich die Argentinische Küche voll und ganz genossen.

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    Am 01.03.20 sind wir dann wieder zurück nach Buenos Aires geflogen um unsere Famulatur an der Universität zu starten. In Buenos Aires hatten wir ein Apartment im Stadtviertel San Telmo gemietet. Von dort ging es Montags, zum Semesterstart dann in die Uni. Dort wurden wir von Prof. Costa sehr herzlich empfangen. Er zeigte uns mit Dr. Hernandez (Oralchirurgie) alle Departments in denen wir arbeiten wollten und stellte uns allen Professoren und Dozenten vor. Wir wurden von allen sehr nett begrüßt und nach 2 Tagen wusste jeder von uns. Das Gebäude war sehr beeindruckend , auf 16 Stockwerken mit jeweils mindestens 50 Behandlungseinheiten für Studenten, sowie weitere für die Dozenten.

    ZAD-FAMULATUR-ARGENTINIENWir hatten uns im Vorhinein entschieden am meisten in der Oralchirurgie sowie in der konservierenden Zahnheilkunde und prothetisch behandeln zu wollen. Da das Semester in Buenos Aires jedoch so aufgebaut ist, dass jedes Jahr in Prothetik immer mit 4 Wochen vorklinischen Kursen am Phantomkopf startet, viel für uns die Prothetik weg. Wir konnten uns frei entscheiden wann wir behandeln wollten und wie viel in welchem Gebiet. Da wir uns sehr gut mit Dr. Hernandez aus dem Department der Oralchirurgie verstanden haben, behandelten wir dort immer Dienstags, Donnerstags und Freitags. Das System der Oralchirurgie war super aufgebaut. Alle Patienten erscheinen um 07:30 in der Klinik und werden dann von den Dozenten klinisch sowie röntgenologisch kurz inspiziert. Je nach Schwierigkeitsgrad der Extraktion wird dann entschieden ob es ein Student macht oder einer der Doktoren. Um 8 Uhr werden dann die Patienten zugewiesen, man macht die Aufklärung (wir wurden meistens unterstützt, da unser Spanisch dafür nicht ausreichte), macht sich steril und legt los. Bei Fragen stehen einem alle Dozenten sehr gern zur Seite und geben gute Tips. Die meisten unserer Extraktionen waren 6er oder 8er. Hierbei haben wir uns immer gegenseitig assistiert.

    Da wir Mittwochs noch frei hatten, baten wir Prof. Costa ob wir an diesem Tag in der Kons arbeiten können. Am Tag darauf trafen wir uns mit der Leiterin der Abteilung, sterilisierten unsere Instrumente und wurden von Ihr durch die Räumlichkeiten geführt. Hier sollten wir dann in der folgenden Woche Mittwochs von 09.00-16.00 Uhr immer Arbeiten. Die Organisation der Dozenten bezüglich unserer Kurse war sehr gut. Wir beendeten voller Vorfreude auf die kommenden Wochen unsere 2. Woche in der Uni und starteten in das Wochenende. Hier war in Buenos Aires immer einiges geboten, vom Fussballspiel bei Boca Juniors zu riesigen Nachtclubs, Bars, Restaurants und schönen Altstadtvierteln haben wir alles mitgenommen. Neben den Dozenten haben uns natürlich auch die Studenten sehr nett empfangen. Sie luden uns zum Essen bei sich ein, wir sind alle zusammen Abends ausgegangen und haben wirklich sehr gute, neue Freunde kennengelernt. Die Argentinier sind unglaublich nett und kontaktfreudig. Was noch wichtig ist: Die Argentinische Wirtschaft steckt ein wenig in der Krise daher tauschen alle Argentinier ihr Geld in Euro/Dollar. Dadurch ergibt sich ein Markt und wir konnten bei Western Union für 1 Euro, 94 Pesos erhalten. Der offizielle Kurs bei den Banken liegt bei 1 Euro / 60 Pesos + Gebühr der Bank. Also entweder Bargeld mitnehmen und auf der Straße tauschen oder über die Kreditkarte bei Western Union, dadurch erspart ihr euch eine Menge Geld.

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    Leider kam dann am Freitag Abend die Information, dass die Universität wegen des weltweiten Covid-19 Ausbruchs für Studenten bis 03.04.2020 geschlossen bleibt. Nach vielen Gedanken über unsere folgenden Wochen haben wir uns am Dienstag den 17.03.20 dazu entschieden nach Hause zu fliegen. Da die Grenzen geschlossen wurden und eine Quarantäne immer wahrscheinlicher wurde. Zudem konnten wir unsere geplanten Ausflüge zu den Iguazu Wasserfällen wahrscheinlich nicht wahrnehmen. Am Mittwoch landeten wir dann sicher wieder in Deutschland, hier möchten wir uns noch ganz herzlich bei der Lufthansa bedanken, die unsere Rückflüge ohne Zusatzkosten so schnell ermöglicht hat. Die mitgebrachten Materialien und Instrumente spendeten wir allesamt der Universität. Prof. Costa und Dr. Hernandez waren sehr erfreut darüber und konnte diese wirklich gutgebrauchen.

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    Im Endeffekt war die Zeit in Argentinien wunderschön, auch wenn sie leider etwas kurz war. Wir können jedem empfehlen, diese Erfahrung über 16 Stockwerke Zahnmedizin, in einer der größten Metropolen Südamerikas, mitzunehmen.

  • Volunteer in Malawi Datum12.02.2021 22:37
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Volunteer in Malawi
  • Volunteer in Malawi Datum12.02.2021 22:37
    Thema von carlos im Forum Malawi

    International dental charity Dentaid is searching for hard working volunteers to join its latest trip to Malawi. The team of dentists, dental nurses and therapists will travel to Malawi from April 30 – May 16, 2020 to provide emergency dental treatment and oral health education programmes for hundreds of people.

    The team will be based in and around Embangweni which is two and a half hours from the capital Lilongwe. They will visit schools, community buildings and health centres providing pain relieving dental treatments, fluoride varnish programmes and oral health advice. They will be working with local dental professionals and in partnership with the Scottish-based dental charity Smileawi.

    Dentaid sent a team to Malawi in April this year when eight volunteer dental professionals travelled to the remote area of Bulala. They saw 1100 patients, many of whom had were suffering dental pain and had no access to dental care.

    There are fewer than 50 dentists in Malawi for a population of nearly 19 million and the team often found 100 patients waiting for treatment at the start of the day. The team also spent two days in Embangweni and team leader Nick O’Donovan is looking forward to returning to the area.

    “As word spread the clinics got busy and on the second day we saw 130 people but we know we could have helped many more,” he said. “This is a bigger town than Bulala and access to dentistry is very limited. Sadly, many people need extractions to help them out of dental pain and this is our opportunity to help them. Some people walk many miles for this chance to see a dentist and they are so grateful for the care they receive. This will be an exciting, busy, unpredictable and hugely rewarding opportunity to use your skills in a completely different environment.”

    The team will use portable dental chairs and pressure cookers for sterilization. They will also visit schools to run oral health and fluoride varnish programmes. The team will stay in basic guest houses and will have the chance to visit a lodge on the shore of Lake Malawi to relax and spot wildlife at the end of the trip.

    Volunteers are asked to fundraise £2300 to cover the cost of their flights, accommodation, transport, meals and everything required to provided free dental care for all the patients. Dentaid can give plenty of support with this and all team members will be invited to a training day ahead of their trip.

  • Thema von carlos im Forum ***news***news***news*...

    Items up for bid include a football autographed by Josh Allen, helmets signed by Jerry Hughes and Tremaine Edmunds plus gift baskets to indulge every whim
    For nearly two decades, the Lighthouse Free Medical Clinic (LFMC) has provided free medical and preventive care to uninsured and underinsured residents of Buffalo. Founded and managed by students from the Jacobs School of Medicine and Biomedical Sciences at the University at Buffalo, the non-profit clinic continues to expand its services while adjusting to deal with the COVID-19 pandemic, both in its operations and its fundraising activities.

    Currently in its new home at the Community Health Center of Buffalo, 34 Benwood Ave., LFMC, previously a walk-in clinic, now requires appointments to meet COVID-19 screening requirements. The clinic also provides COVID-19 testing and will soon be offering services such as Narcan and HIV rapid testing.

    In recent years, the clinic has expanded the care it provides to include dermatology, obstetrics and gynecological services, and dentistry. The clinic conducts physicals and routine lab testing, including for sexually transmitted infections and pregnancy.

    LFMC also provides allied health counseling and referral services.

    In light of increasing economic hardship due to the pandemic, the clinic started a program to assist patients with food insecurity. If a patient or family is found to be food insecure, clinic funds will provide free deliveries of food for a period of time from Freshfix.com, a food delivery service that supports Western New York farmers. In addition, LFMC hosted a drive to make sanitary products for women available to patients and community members.
    An auction item that includes a candle and a necklace.

    This gift includes a $50 gift card for Anna Grace, the Elmwood boutique, a Georgie Bracelet and a sweet fig candle.

    Dual function

    The clinic serves a dual function: to provide quality care for the underserved, generally focused on Buffalo’s East side communities, while providing clinical exposure for UB students. Under the supervision of community physicians who volunteer their time, UB students in medicine, dentistry, nutrition, public health and social work diagnose, treat and counsel clinic patients. The clinic operates Fridays from 5:45 to 8:45 p.m.

    For medical students in their first two years, who spend most of their time in classes, the clinic provides valuable lessons, especially about how to communicate with patients.

    “Students learn how to talk about difficult topics, such as results of lab tests for sexually transmitted infections, with patients,” said Nicole Favre, LFMC fundraising manager and a second-year medical student at UB. “You learn to deliver news in a way that’s patient-centered and in line with a patient’s goals.”

    The clinic provides all services for free, thanks to its ambitious fundraising efforts, including an annual community auction and gala, student events, and T-shirt sales. During its in-person fundraiser last February, the clinic raised $40,000.

    This year, of course, will be different. Because of COVID-19, an in-person gala and auction is not possible, explained Favre. “And many businesses that usually donate to the clinic are unable to do so this year as COVID has greatly impacted these local businesses,” she said.
    An auction item that includes various golf items.

    Included in this gift are an Invicta men's watch, a Buffalo belt, a needlepoint Buffalo baseball cap and a certificate for 10 baskets of golf balls.

    Bills gear, Ellicottville weekend and a lake house getaway

    But, she noted, this year’s virtual auction (https://LighthouseBuff.givesmart.com) features several exciting new items. The Buffalo Bills, AFC East Champions, have donated a variety of memorabilia, including footballs signed by Josh Allen and Zack Moss, helmets signed by Jerry Hughes and Tremaine Edmunds, as well as a trove of Bills gear, such as T-shirts, pint glasses, coffee mugs, a Bills custom Yeti cooler and more. For hockey fans, a Rasmus Dahlin autographed Sabres hockey stick will also be auctioned.

    Also up for bid are a lake house getaway, lunches, dinners and hikes with UB professors, and ski weekends in Ellicottville. A variety of gift baskets will also be auctioned.

    The virtual auction on the Givesmart platform will be live for five days from Feb. 1 – Feb. 5. People bidding on any donated item will receive updates on competing bids throughout the week.

    “Everything we are planning to do in the future depends on a successful fundraiser this year,” Favre said.


    http://www.buffalo.edu/news/releases/2021/01/020.html

  • Thema von carlos im Forum Haiti

    In Haiti haben hunderte Polizisten für höhere Löhne und die Freilassung eines Kollegen demonstriert. Mehrheitlich mit Masken und bewaffnet zogen sie am Montag zusammen mit Unterstützern durch die Strassen der Hauptstadt Port-au-Prince und lösten Angst unter den Bewohnern aus.

    Die Demonstranten feuerten mit ihren Dienstwaffen in die Luft und fuhren mit Motorrädern durch die Stadt. Mehrere Fahrzeuge wurden in Brand gesetzt, ein Verwaltungsbüro brannte teilweise ab.

    Die Polizisten forderten die sofortige Freilassung eines Kollegen. Der Angehörige des Drogendezernats sitzt seit Anfang Mai wegen Verdachts auf Mord, Brandstiftung und Zerstörung öffentlichen Eigentums in Untersuchungshaft.

    «Wir fordern die sofortige Freilassung von Pascal und wir fordern höhere Löhne: Was wir wollen ist ein besseres Leben», sagte ein Mitglied der ha

  • Thema von carlos im Forum Haiti
  • Thema von carlos im Forum Haiti

    Die Regierung in Haiti will einen Staatsstreich und Mordanschlag auf Regierungschef Jovenel Moïse vereitelt haben. Regierungskritiker sehen darin einen Täuschungsversuch und behaupten, der Präsident sei illegal an der Macht. In Port-Au-Prince entlädt sich die Wut in massiver Gewalt.

    https://www.n-tv.de/mediathek/videos/pol...le22346955.html

  • Thema von carlos im Forum Haiti

    Untersuchung erfasst Aussagen Tausender Frauen über Folgen der sogenannten Friedensmission zwischen 2004 und 2017

    London/Port-au-Prince. Eine internationale Studie erhebt erneute schwere Vorwürfe gegen die 2017 beendete UN-Mission Minustah in Haiti. Die UN-Blauhelme haben in der Karibiknation demnach während der Stationierung zwischen 2004 und 2017 Hunderte sexuelle Übergriffe begangen. Überwiegend Frauen und Mädchen waren betroffen. Die neue Studie wirft den verantwortlichen Militärs und der UNO nun auch vor, sie ihrem Schicksal überlassen zu haben. Sie seien dadurch mehrfach geschädigt und litten bis heute unter den Langzeitfolgen.

    An der Minustah waren bis zum Abzug der letzten Mitglieder im Jahr 2017 nach Angaben der Bundesregierung zeitweise auch deutsche Bundespolizisten beteiligt, darunter eine Beamtin, die in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince in einer Eingreiftruppe der UN gegen sexuellen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung eingesetzt war.

    Dass dieser Einsatz kaum Erfolg hatte, zeigt die Studie der britischen Historikerin und Friedensforscherin Sabine Lee und der kanadischen Medizinerin Susan Bartels. Ihre Untersuchung fußt auf Interviews mit rund 2.500 haitianischen Frauen, die im Jahr 2017 in der Nähe von UN-Basen lebten. Ihnen wurde eine Reihe von Fragen zu den Auswirkungen einer Blauhelmmission auf die weibliche Bevölkerung vor Ort gestellt.

    Freiwillig und unaufgefordert sprachen 265 der Interviewten von Situationen, in denen Mitglieder der Blauhelme einheimische Frauen und Mädchen im Alter ab elf Jahren missbraucht haben. Zahlreiche der Mädchen und Frauen wurden schwanger.

    Die Täter dieser Sexualdelikte kamen der Erhebung zufolge aus 13 unterschiedlichen Ländern. Bei den meisten von ihnen handelte es sich dem Dokument zufolge um Brasilianer oder Uruguayer; diese beiden Länder stellten die größten Kontingente der Minustah. In den meisten Fällen habe die UNO, nachdem sie auf die Übergriffe aufmerksam wurde, die Männer, anstatt Disziplinarmaßnahmen zu ergreifen, in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt.

    Die Studie zitiert Dutzende Berichte aus nationalen und internationalen Medien über Fälle, in denen die Blauhelme sowohl in Haiti als auch in anderen Ländern, in die sie entsandt worden waren, Lebensmittel und kleine Geldbeträge im Tausch gegen Sex mit Minderjährigen anboten.

    Die Konsequenzen waren noch lange nach den Missbräuchen zu spüren. "Viele Frauen wurden verlassen und mussten ihre Kinder in einer Situation des Elends und der Stigmatisierung allein aufziehen", heißt es in der Studie, deren Ergebnisse vom britischen Wissenschaftsportal The Conversation publiziert wurden.

    Während die UNO inzwischen die Existenz von Fällen sexueller Ausbeutung durch Blauhelm-Soldaten in Haiti und in anderen Ländern zugegeben hat, veranschaulicht die Studie die Tragweite dieser kriminellen Machenschaften.

    In Reaktion auf die neue Studie hieß es aus dem UN-Hauptsitz in New York, man nehme die in dem Bericht aufgeworfenen Fragen ernst. Die Bekämpfung des Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung durch Blauhelm-Soldaten habe für UN-Generalsekretär Antonio Guterres höchste Priorität. "Leider haben wir auch in den vergangenen Jahren entsprechende Fälle registriert, bei denen Blauhelme involviert waren, obwohl die Zahl der Vorwürfe seit 2013 zurückgegangen ist", heißt es in der Erklärung der UNO.

    Die Vereinten Nationen haben inzwischen auch bestätigt, dass mehr als 100 srilankische Blauhelme zwischen 2004 und 2007 in Haiti ein Menschenhandelsnetz aufgebaut hatten. Auch sie wurden dafür nicht bestraft, sondern lediglich in ihr Land zurückgeschickt.

    Die Zahl der Frauen, die durch den Missbrauch schwanger wurden, ist in der britischen Studie nicht angegeben. Aber verschiedene Experten und Sozialarbeiter in Haiti beklagten erhebliche Folgeprobleme nach Schwangerschaften durch sexuellen Missbrauch durch UN-Blauhelme. Die UNO lasse den Frauen nicht die notwendige Hilfe zukommen.

    Bei den in Haiti dokumentierten Fällen handelt es sich nicht um die ersten und einzigen Zwischenfälle dieser Art bei UN-Militärmissionen. Zwischen 1990 und 1998 wurden im nordwestafrikanischen Liberia Tausende Frauen und Mädchen von UN-Soldaten missbraucht, auch dort wurden viele von ihnen schwanger. Ähnliche Ereignisse wurden auch in Mosambik, Bosnien, der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik dokumentiert.

    Die Autoren der britischen Studie empfehlen, dass die UNO ihre Mitarbeiter über die Notlage misshandelter Frauen und der von ihnen gezeugten Kinder aufklärt. Sie drängen die UN-Führung auch, die Täter den lokalen Behörden zu übergeben und die Rückführung zu stoppen, wenn entsprechende Fälle aufgedeckt werden.

  • Text und Überschrift passen nicht zusammen

    https://amerika21.de/2020/01/236340/hait...-uno-korruption

  • Thema von carlos im Forum Haiti

    Ein Jahrzehnt nach einem massiven Erdbeben haben die Menschen in Haiti gestern der Opfer der Naturkatastrophe gedacht. Zugleich wurde erneut schwere Kritik an den politischen Führungen des verarmten Karibikstaates und an internationalen Akteuren laut.

    Am 12. Januar 2010 hatte das Land ein Erdbeben der Stärke 7,3 auf der Richterskala mit dem Epizentrum in zehn Kilometer Tiefe unter der Hauptstadt Port-au-Prince erschüttert. Während des Bebens und in Folge dieser Katastrophe starben mindestens 200.000 Menschen, weitere 300.000 wurden verletzt und 1,5 Millionen wurden obdachlos. Heute benötigen 35 Prozent der Bevölkerung humanitäre Hilfe zum Überleben.

    Nach Angaben des Welternährungsprogramms haben aktuell mehr als 3,7 Millionen Menschen in dem Karibikstaat mit ernstem Nahrungsmittelmangel zu kämpfen. Dies erfordere große Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft.

    Zugleich hat sich die Lage innenpolitisch dramatisch verschlechtert. Die Regierungskrise hat sich verschärft und zahlreiche gesellschaftliche Gruppen, vor allem in den Städten, fordern den Rücktritt von Präsident Jovenel Möise, dem sie Korruption vorwerfen.

    Seit Juli 2018 sind die Preise für Treibstoff und Gas stetig gestiegen. Dadurch nahm auch der Preis für den Grundnahrungsmittelkorb im Vergleich zu 2017 um acht Prozent zu.

    Nach dem Erdbeben 2010 wurde Haiti zum größten Empfänger humanitärer Hilfe in der jüngeren Geschichte. Aber durch mangelnde Kontrolle flossen zahlreiche Gelder in schwarze Kassen, sodass die meisten Erdbebenopfer keine Unterstützung für den Wiederaufbau ihres Lebens erhielten.

    Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat kürzlich mitgeteilt, dass von den 126,2 Millionen US-Dollar, die für Projekte in Haiti im Jahr 2019 beantragt wurden, nur 40,5 Millionen US-Dollar aufgebracht wurden; dies entspricht einer Finanzierungslücke von fast 68 Prozent des geschätzten Bedarfs.

    Zugleich werden nach Prognosen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) schätzungsweise 34.000 Menschen, die durch das Erdbeben ihr Heim verloren haben, dauerhaft in den nach dem Beben errichteten fragilen Notunterkünften bleiben.

    Neben weiteren Naturkatastrophen trugen auch die internationalen Akteure zu einer Verschärfung der Krise bei. Von den 4.900 Soldaten der UN-Mission Minustah (2004-2017) verloren 186 ihr Leben, über haitianische Opfer bewaffneter Einsätze gibt es keine verlässlichen Angaben. 2010 schleppten nepalesische Blauhelm-Soldaten die Cholera nach Haiti ein, an den Folgen der Epidemie starben mindestens 10.000 Menschen, bis zu 800.000 waren betroffen. Befeuert wurde die Kritik an der UN-Mission auch durch zahlreiche sexuelle Übergriffe und mehrfaches gewaltsames Vorgehen gegen Demonstranten.

    Zuletzt schränkte der massive Treibstoffmangel in Haiti sowie die Unsicherheit im Land die Arbeit humanitärer Organisationen ein. Schwierigkeiten beim Zugang zu Dienstleistungen, Schulen, Krankenhäusern, die erhöhte Unsicherheit und viele andere Faktoren führen dazu, dass schätzungsweise ein Fünftel der haitianischen Bevölkerung – zwischen 1,5 und zwei Millionen Menschen – heute außerhalb des Landes lebt.

  • Thema von carlos im Forum Haiti

    Aus Protest gegen die desolate Sicherheitslage, die zunehmende Bandenkriminalität und Gewalt haben die Gewerkschaften des Landes ab dem 1. Februar einen Generalstreik ausgerufen. Seit Mitte letzten Jahres wurden immer mehr Menschen entführt, während die Polizei angesichts der Häufung der Verbrechen offensichtlich machtlos ist.

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