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    Deutsch-Myanmarische Arbeitsgruppe für Soziale Zahnmedizin und Gesundheitsförderung
    Dental Dharity in Myanmar
    Im Hagenwinkel 65 65
    Postadresse für den Verein: Dr. Juliane Frühbuss, Via Bellera 23, I-22010 Pianello del Lario (Co.)
    78713 Schramberg
    Stadtteil: Talstadt

    www.myanmardentalcharity.org

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  • Thema von carlos im Forum Peru

    Norbert Reiß erhält die Auszeichnung für seine Arbeit im Verein „Zahnärzte helfen“. Er sammelt jährlich bis zu 60 .000 Euro für Kinder in Peru.

    Norbert Reiß ist der erste „Dieburger des Jahres“: Bürgermeister Frank Haus (parteilos) und Stadtverordneten-Vorsteher Harald Schöning (CDU) zeichneten den Zahnarzt gestern Nachmittag auf dem städtischen Neujahrsempfang in der Römerhalle für die ehrenamtliche Arbeit im Verein „Zahnärzte helfen“ und insbesondere dessen medizinischer Hilfe für Kinder in Peru aus.

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  • Thema von carlos im Forum Myanmar

    Ein Urlaubsressort mit traumhaftem Strand in Ngapali Beach, Westküste Myanmar, 300 Kilometer Luftlinie nordwestlich von der Hauptstadt Yangon. Direkt daneben rütteln erschreckende Alltagsbilder auf und Kinder, die in Bergen von Plastik und anderem Zivilisationsmüll spielen. In der Nähe liegt eine Zahnklinik. Drei Wochen lang leistet der Twistringer Zahnarzt Dr. Gerhard Kanne Ende 2018 seinen inzwischen 20.  Auslandseinsatz für die Entwicklungshilfe und wieder im Urlaub.

    Für die Deutsch-Myanmarische Arbeitsgruppe für Soziale Zahnmedizin und Gesundheitsförderung hat sich Gerhard Kanne aus Oldenburg erstmalig im früheren Burma um Mundhygiene und Zahnprophylaxe bei Jungen und Mädchen, aber auch Erwachsenen gekümmert.

  • Ein Zahnarzt für AfrikaDatum01.01.2019 21:19
    Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • Ein Zahnarzt für AfrikaDatum01.01.2019 21:19
    Thema von carlos im Forum Kenia

    Jedes Jahr fliegt der Stuttgarter Zahnarzt Dr. Gerd Hase für ein paar Wochen nach Kenia, um den Verein Dentists for Africa dabei zu unterstützen, die Zahngesundheit in dem afrikanischen Land nach vorne zu bringen. Nach einem Gespräch mit ihrem engagierten Kunden hat sich die EVIDENT GmbH entschlossen, 1.000€ an den Verein zu spenden.

    Ohne Honorar behandelt Gerd Hase zusammen mit kenianischen Kollegen Patienten, untersucht Schulkinder und hilft bei der Weiterbildung einheimischer Behandler. Seine Patienten warten stundenlang mit Geduld und großer Dankbarkeit, weil sie wissen, dass sie gut behandelt werden. „Die Arbeit in Afrika erfüllt, erdet und macht demütig“, sagt Gerd Hase.

    Weil es extrem an Behandlern und Equipment fehlt, kann der Verein Unterstützung gebrauchen. Zahnmediziner, ZMF oder Techniker können per Hilfseinsatz Gutes tun und ihren Horizont erweitern. Und natürlich sind Spenden willkommen, auch in Form von Edelmetall.

    Weitere Informationen:
    www.dentists-for-africa.de

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  • Thema von carlos im Forum Togo

    Jürgen Timm ist Zahnarzt in Laboe. Doch manchmal auch an Orten, in denen die zahnärztliche Versorgung ein Luxusgut und Privileg der Reichen ist. Wie zum Beispiel in Lomé, der Hauptstadt von Togo/Westafrika. Dort verbrachte Jürgen Timm zwei Wochen gemeinsam mit drei Gleichgesinnten.
    Vor vier Jahren war Jürgen Timm zum ersten Mal mit der Organisation „Zahnärzte ohne Grenzen“ unterwegs auf dem afrikanischen Kontinent. „Es ist gut, seine Komfortzone auch mal zu verlassen“, sagte der 67-Jährige. Für ihn ist dieser Einsatz „eine Spende vor Ort“. Denn die Menschen dort, die von sehr kleinem Geld leben, wollen ihr Land nicht verlassen und die Infrastruktur wachse nur sehr langsam, so Timm.
    Erster Einsatz in Namibia

    Sein erster Einsatz führte ihn nach Namibia. „Dort fuhren wir 3000 Kilometer über Land, praktizierten in aufgeschlagenen Zelten hinter Paravents quasi unter freiem Himmel. Und wenn Zeit war, konnten wir auch wilde Tiere sehen. In Togo war es anders, anstrengender.“ Dort machten Timm und seine drei Kollegen im Krankenhaus der Hauptstadt Lomé Station. „Die Menschen kamen mit Mofas und zu Fuß kilometerweit her. Sie hören von uns im Radio oder über das Smartphone. Das haben sie dort alle“, erzählt der Laboer. Das bedeutete Arbeit von neun bis oft nach 17 Uhr. Jeweils zwei Zahnärzte und zwei einheimische Helfer bildeten ein Team. „Eine Diagnostik war aufgrund der Sprache sehr schwierig. Man musste sich auf Leute einstellen, die einfach nur Schmerzen haben und viel aushalten können“, so der Dentist.

    300 Patienten in zwei Wochen

    Aufgrund seiner Erfahrungen hatte Timm sein „Lieblingsmaterial“ und Geräte gleich selbst mitgebracht. Ebenso wie zahlreiche Zahnbürsten und andere Materialien für die Zahnpflege, die er zu Hause als Spenden erhalten und auf seine Reise nach Togo mitgenommen hatte. Dafür sei er sehr dankbar, so Timm. Er und seine Kollegen behandelten über 300 Patienten in den zwei Wochen und schon heute frage er sich, was hätte man noch besser machen können. Doch zurück bleiben für Jürgen Timm auch viele Erinnerungen: an dankbare Menschen, eine Gruppe, die das gemeinsame Erlebnis zusammen geschweißt hat und die Erkenntnis, „mit dem, was ich gelernt habe, etwas bewirken zu können“.

  • Bis zu 50 Patienten am TagDatum24.12.2018 23:21
    Thema von carlos im Forum Philippinen

    Erneut ist der Geislinger Zahnarzt Dr. Gerhard Petz in ein Land der Dritten Welt gereist, um dort Menschen zahnärztlich zu versorgen. Nach Nicaragua war der Ruheständler nun auf den Philippinen.

    Der Seesack von Zahnarzt Dr. Gerhard Petz aus Geislingen roch noch nach der Bergregion Nicaraguas, als in ihm kurz danach alles Nötige für einen weiteren humanitären Einsatz verstaut wurde. Ziel seines sechs Wochen dauernden Hilfsdienstes war die nördlich gelegene Hafenstadt Cagayan de Oro auf der Insel Mindanao, der südlichsten und wohl größten Insel der Philippinen. Von dort kehrte er vor einigen Tagen zurück.

    Die genannte Hafenstadt erlangte traurige Berühmtheit durch die Hochwasserkatastrophe im Dezember. Ein Ärztehaus, das von der Organisation "Ärzte Dritte Welt" in Cagayan de Oro unterhalten und ausschließlich mit deutschen Ärzten betrieben werde, organisiert die Einsätze in die verschiedenen Bergregionen der Insel, berichtet der 66-jährige promovierte Zahnmediziner. Das mobile Klinikteam habe aus einem deutschen Humanmediziner, einer Apothekenhelferin, einer Krankenschwester, einer Dolmetscherin, dem Fahrer und ihm bestanden, um die Menschen in den 800 Meter hoch gelegenen Dörfern medizinisch zu versorgen. Anders als beim Einsatz in Nicaragua (wir berichteten) sei er mit der "Rolling Clinic", so die Projektbezeichnung, jeweils für zehn Tage in insgesamt drei Bergregionen von Dorf zu Dorf unterwegs gewesen. In dem geländegängigen Fahrzeug sei es mit den sechs Personen, dem mitgeführten Gerät und der persönlichen Ausrüstung auf den teilweise abenteuerlichen Wegen sehr eng hergegangen, sagt Petz schmunzelnd.

    Doch nach jedem zehntägigen Einsatz hätten alle die viertägige Erholungsphase bei gutem Essen im Ärztehaus, das über acht Einzelzimmer und immerhin zwei Duschen verfüge, genossen. Danach, wiederum an einem Montag, habe man die nächste Region angesteuert, um die Bevölkerung medizinisch zu versorgen. Besonderheit sei auch gewesen, sich bei jeder Etappe an neue Gesichter zu gewöhnen, denn einschließlich dem Fahrer, der ihn beim Aufbau der Geräte und bei der Behandlung zu unterstützen hatte, sei er immer mit einer anderen Besatzung in diesem rollenden Sprechzimmer unterwegs gewesen. Pro Tag hätten zirka 40 bis 50 Patienten auf seinem Behandlungsstuhl Platz genommen, um von ihm behandelt zu werden. Marode und selbst solche Zähne, die bei uns leicht mit einer Füllung zu retten sind, müssen dort gezogen werden, erklärt Petz mit einem Unterton des Bedauerns.

    Die Gebisszustände der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen seien katastrophal, so seine Bewertung. Dies begründe auch die Einsatzoption der in Frankfurt ansässigen Hilfsorganisation "Ärzte Dritte Welt", die dies wahrgenommen, bewertet und die Gebiete ausgewählt hat, um Hilfe vor Ort zu organisieren.

    Sein Arztkollege sei mit 70 bis 120 Patienten in ähnlicher Weise gefordert gewesen, berichtet Petz weiter. Von Tuberkulose-, Haut-, Brust- und Krebserkrankungen bis hin zu hygienebedingten Erkrankungen, wie Krätze, werden die Mediziner konfrontiert. Gesundheitsfördernde Aufklärung über Zähneputzen und Körperhygiene werde zwar bei den Einsätzen betrieben, doch das Erfolgsergebnis sei situationsbedingt gering, so Petz.

    Das soziale Gefälle zwischen Stadt- und Landbevölkerung ist schnell erkennbar und werde in den einfachen Wohnverhältnissen und der damit verbundenen mangelnden häuslichen Hygiene deutlich: kein fließend Wasser und ein Plumpsklo hinterm Haus.

    Ein Arbeiter in den Zuckerrohrplantagen und auf den Reisfeldern verdient in der Regel lediglich einen Euro pro Tag. Dieses geringe Einkommen wirke sich besonders bei den Kindern im Säuglingsalter aus, sagt Petz. Nach der Zeit des Stillens werde bei der Folgeernährung auf Billigprodukte wie nährstoffarmes Milchpulver zurückgegriffen; mit der Folge auftretender Unterernährung.

    Und - würde der erfahrene Zahnmediziner mit einem weiteren Einsatz dieser Art seinen Ruhestand gestalten wollen? Diese Frage wolle er kurz nach diesem doch etwas anstrengenden Einsatz weder mit einem entschiedenen Ja, noch mit einem klaren Nein beantworten. Unmittelbar danach sei es für ihn eine große Befriedigung, dort helfen zu können. Die dankbare und freundliche Bevölkerung, die er angetroffen habe, sowie das freundschaftliche Wirken im Projektteam, entschädige ihn allemal für die überstandenen Strapazen. Für ihn sei es allemal ein besonderes Erlebnis gewesen, meinte der gebürtige Geislinger Zahnarzt.

  • Ehrenamtlicher Zahnarzt gesuchtDatum24.12.2018 23:19
    Thema von carlos im Forum Deutschland

    Die Teestube des Diakonischen Werks bietet sozial benachteiligten Menschen eine wöchentliche Gratis-Sprechstunde an. Für eine umfassende Versorgung fehlt jedoch ein Zahnarzt.


    Einmal in der Woche wird den Besuchern der Teestube an der Dotzheimer Straße auf den Zahn gefühlt. Mittwochs von 14 bis 16 Uhr kommt ein Zahnarzt in die Einrichtung des Diakonischen Werks und hilft ehrenamtlich bei Karies und Co.

    Bislang kümmerten sich drei Zahnärzte um wohnungslose, nicht krankenversicherte oder sozial benachteiligte Menschen, die sich in der Teestube auf einen Plausch oder zum Essen treffen. Bislang. Jetzt ist ein Zahnarzt aus Wiesbaden weggegangen, sodass die „Sprechstunde“ an jedem dritten Mittwoch ausfallen muss, wenn nicht schnellstens ein neuer Helfer gefunden wird, befürchtet das Diakonische Werk.

    Ein Mediziner weggezogen

    Wie wichtig das Angebot ist, versucht Matthias Röhrig, Leiter der Teestube, in wenigen Sätzen zu umschreiben. Die Hemmschwelle, sich in eine normale Praxis zu begeben, sei für viele Teestuben-Besucher groß. „Manche sind nicht versichert, viele befürchten, generell nicht gerne in den Wartezimmern der Praxen gesehen zu werden.“ Hinzu komme bei manchen die grundsätzliche Angst vor dem ersten Schritt in die Behandlung. Die Not sei groß, denn mit den zwei verbliebenen Ärzten könnte das Angebot nicht aufrecht erhalten werden. Es fehle mindestens ein weiterer Zahnarzt im Team.

    Doch nicht nur in der Teestube behandeln die Mediziner. Sie sind zudem in einer Praxis aktiv. Dorthin vermittelt Röhrig die Patienten, etwa zu einer Nachbehandlung nach einem Eingriff oder im Akut-Fall. Eine Helferin, die alle Sprechstunden begleiten würde, stehe bereit. Die Teestube wurde im November 1985 an der Kleinen Schwalbacher Straße ins Leben gerufen, war 17 Jahre am Platz der Deutschen Einheit und zog 2003 an die Dotzheimer Straße.

    Täglich kommen zwischen 100 bis 120 Menschen, die dort Hilfe, Geborgenheit und Ansprache durch acht hauptamtliche und etwa 100 ehrenamtliche Mitarbeiter erfahren. (uf.)

    Weitere Informationen erteilt Matthias Röhrig unter Telefon 0611/445660 melden oder per E-Mail an roehrig@diakonisches-werk-wiesbaden.de.

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  • Thema von carlos im Forum Sierra Leone

    Entzündeter Zahn bringt Patient in Lebensgefahr


    Das Engagement von Gisela Bednarek für Sierra Leone lässt sich auf einen Nenner bringen: Es wurde schon so viel erreicht, aber es gibt noch so viel zu tun. Seit 1994 bringt sie sich für die Menschen in dem westafrikanischen Land ein – Rebellenkrieg, Ebola und Armut zum Trotz.

    Der Terminkalender ist meist voll. Ein besinnlicher Eintrag steht jetzt ganz oben auf der Liste: Heiligabend kommen Freunde, Nachbarn und Interessierte im Garagenhof von Gisela Bednarek zusammen, um Weihnachtslieder zu singen. Das geht schon seit 1985 so: „Kinder, die damals gekommen sind, nehmen jetzt als Erwachsene mit eigenem Nachwuchs teil.“ Solche Veranstaltungen dienen dem Verein „Hilfe Direkt“ über den Material- und Geldspenden nach Sierra Leone fließen. Zudem ist es ein festlicher Gegensatz zu der herben Realität, mit der Gisela Bednarek in Afrika konfrontiert wird.
    Widrige Umstände

    „Mein größter Wunsch ist es, dass unser Hospital weitergeführt werden kann“, sagt Bednarek. Täglich werden dort, in Bo, im Schnitt 25 Personen behandelt. Die Kosten für Löhne, Material, Diesel für Generatoren, Reparaturen und Steuern belaufen sich auf etwa 10 000 Euro im Monat. Es bietet überlebenswichtige Hilfen für die Menschen der Region; zum Teil unter widrigsten Umständen. Dank ausländischer Ärzte, die sich freiwillig engagieren, konnten Zahnoperationen für Patienten angeboten werden, die sich durch Entzündungen in akuter Lebensgefahr befunden haben. „Die Menschen können sich die Fahrt ins Krankenhaus nicht leisten, geschweige denn die Behandlungskosten“, sagt Bednarek.

    Einem anderen Patienten konnte nur durch eine Notamputation das Leben gerettet werden. Jedoch: Das chirurgische Material, eine Knochensäge, fehlte. Abhilfe schaffte Ersatz aus dem Baumarkt. Doch neben den zahllosen unschönen Baustellen kann Gisela Bednarek auch auf Erfolge zurückblicken: Für junge Studenten konnten Paten gewonnen werden, die ihnen ihren Bildungsweg ermöglichen. Berufswunsch: Rechtsanwältin und Soziologe.
    Einsatz für Heimatland

    An Gisela Bednareks Seite kämpft Musa Bainda für sein Heimatland. Er ist zur Zeit in Deutschland. Und erlebt Weihnachten als eine festliche Zeit, aber auch eine des Händeschüttelns und Dankesagens. Seine Wünsche für 2019? Dass das Hospital weitergeführt wird, sich eine bessere Schulstruktur etabliert und dass alle Menschen in Deutschland, die sich engagieren und einbringen, ein gesundes und glückliches Jahr erleben. •  Weihnachtssingen an diesem Montag mit Heißgetränken und Weihnachtsmann, Eibenweg 25, 17.15 Uhr, Infos unter  Telefon  50 22 85 oder

       www.hilfe-direkt.de

  • Nach meinem ersten Einsatz Anfang 2017 in Haiti über eine andere Organisation war ich jetzt über DWLF unterwegs. Vor etlichen Jahren war ich bereits als Tourist zum Badeurlaub auf Sal gewesen und so entschloss ich mich zu einem Einsatz auf den Kapverden. Die Reise sollte auf die Hauptinsel Santiago nach Tarrafal gehen. Beide Inseln sind völlig unterschiedlich, Sal flach und wenig besiedelt, Santiago, die Hauptinsel mit der Hauptstadt Praia gebirgig und wunderschön.

    Bereits viele Wochen vor Antritt der Reise habe ich in mehreren Telefonaten mit dem Ehepaar Dres. Ute und Wolfgang Kehl und dem Kollegen Dr. Peter Eckert, alle drei waren zusammen bereits als Team auf Santiago, wertvolle Tipps und Hinweise zur Reise bekommen. Ute und Wolfgang sind schon seit zwei Jahren auf mehreren Einsätzen dort unterwegs Wolfgang ist inzwischen sogar Projektmanager für die Kapverden in Europa. Nachdem Peter kurzfristig seine geplante Teilnahme abgesagt hat, waren wir nur ein Dreier-Team von ausschließlich Zahnärzten.

    https://www.dwlf.org/kapverden-viel-freu...iDSsq3voYokVbj0

    von Dr. Egon Karcher (E-Mail: egon [at] ekzahn.de)

  • Thema von carlos im Forum Deutschland

    Seit knapp einem halben Jahr revolutioniert Deutschlands erster „Gesundheitskiosk“ die medizinische Versorgung. Das Modellprojekt will benachteiligten Menschen in Hamburgs Problembezirken Billstedt und Horn niedrigschwelligen Einstieg zu Gesundheitsförderung und Prävention ermöglichen. Damit entlastet der Kiosk auch die Ärzte, die wegen übervoller Praxen dafür zu wenig Zeit haben.
    Der Hamburger Gesundheitskiosk eröffnete im Herbst 2017. © Gesundheit für Billstedt-Horn UG.
    Im Gesundheitskiosk werden Patienten in acht Sprachen beraten und unterstützt. © Gesundheit für Billstedt-Horn UG.

    Patienten werden am Gesundheitskiosk vor oder nach dem Arzttermin niedrigschwellig beraten. Sie lernen, ihre Krankheiten und Therapieanweisungen zu verstehen, Arztberichte werden erläutert, Fragen zum Abnehmen, zur Rauchentwöhnung, zur Pflege und anderen Themen beantwortet. Rund 1.000 Beratungsgespräche in acht Sprachen wurden seit dem Start im Oktober 2017 geführt. Das Erstgespräch dauert rund 45 bis 60 Minuten, die Folgegespräche eine halbe Stunde.

    Dr. Dirk Heinrich, Vorsitzender der Landesgruppe Hamburg beim Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands (NAV-Virchow-Bund), wünscht sich, dass dieses Modellprojekt so erfolgreich ist, dass es auch auf andere Städte ausgedehnt wird. „Bislang sind wir die ersten in Deutschland mit so einer Idee. Wir haben Versorgungsprogramme zu Diabetes, Rücken, Herz und Pflege aufgelegt, eine Informationskampagne gestartet und die einrichtungsübergreifende elektronische Patientenakte geplant.“

    Der Gesundheitskiosk ist nur eine Maßnahme eines groß angelegten Projekts: Die Gesundheitsversorgung in Billstedt und Horn soll neu organisiert, der medizinische und soziale Sektor vernetzt werden. „Gesundheit für Billstedt/Horn“ wird mit 6,3 Millionen Euro vom Innovationsfonds gefördert. Das Projekt wurde 2016 vom NAV-Virchow-Bund gemeinsam mit der OptiMedis AG, dem Ärztenetz Billstedt-Horn e. V. und der SKH Stadtteilklinik Hamburg GmbH ins Leben gerufen. Mittlerweile arbeiten bereits 18 Praxen, 42 Ärzte, acht Pflegeanbieter sowie drei Krankenkassen mit dem Kiosk zusammen; über 100 Gesundheitsangebote sind verfügbar. 15 Veranstaltungen zur Ärztefortbildung wurden abgehalten, drei Gesundheitsprogramme für Risikopatienten entwickelt.

    In Billstedt und Horn wohnen überdurchschnittlich viele Sozialhilfe-empfänger, Menschen mit niedrigen Schulabschlüssen, Migranten und Alleinerziehende. Menschen aus diesen Bevölkerungsgruppen erkranken Studien zufolge rund zehn Jahre früher an Diabetes, Asthma, Herz- oder Lungenleiden. Die Arztpraxen können den erhöhten Behandlungsbedarf der Patienten kaum decken, es gibt schlicht zu wenig Ärzte.

    Dr. Dirk Heinrich praktiziert seit 1996 als HNO-Arzt in Hamburg-Horn und erklärt: „Praxen an solchen Standorten, die ganz ohne Privatpatienten auskommen müssen, rechnen sich betriebswirtschaftlich häufig nicht. Zum Quartalsende ist das Budget der Kassen aufgebraucht und ich behandle meine Patienten, ohne dass ich von der Kasse dafür noch ein entsprechendes Honorar bekomme. Die Kosten für Mitarbeiter, Miete und Energie laufen aber weiter. Im schlimmsten Fall drohen mir sogar Honorarkürzungen und Regresse, wenn ich zu viel verschreibe.“

    Ihn ärgert, dass die Sparmaßnahmen der Politik die Situation gerade in Problembezirken wie Billstedt und Horn verschärft haben: „Die Budgetierung im Gesundheitswesen ist der Hauptgrund, warum die Menschen das Gefühl haben, es gäbe eine Zwei-Klassen-Medizin. Unsinnige Forderungen wie zwangsweise noch mehr Sprechstunden ändern nichts daran, dass wir zu wenig Ärzte und zu wenig Geld für die Behandlung der Menschen in Billstedt und Horn haben.“

    „Es gibt nur drei Möglichkeiten als Arzt in Billstedt mit der Situation umzugehen“, sagt Dr. Gerd Fass, Vorstandsvorsitzender des Ärztenetzes Billstedt-Horn und Vorstandsmitglied der Landesgruppe Hamburg beim NAV-Virchow-Bund. „Jammern, weggehen oder machen. Wir haben uns für die dritte Option entschieden.“ Heinrich pflichtet ihm bei: „Wenn die politisch Verantwortlichen und Teile der Krankenkassen jahrzehntelang die falschen Akzente gesetzt haben, müssen wir vor Ort eben bessere Alternativen entwickeln.“



    Mehr Informationen zum Projekt „Gesundheit für Billstedt/Horn“ finden Sie unter bit.ly/GfBH-Jahresbericht2017.



    Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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