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  • Thema von carlos im Forum Indien

    "Das ist eine absolute Extremerfahrung, die man als Tourist nie bekommt", schildert der Zweibrücker Zahnarzt, Dr. Klaus Wöschler, seine Erfahrung der beiden Hilfseinsätze in Indien. Nach 2009 war Wöschler vom 11. bis 22. April zum zweiten Mal im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu für die Vereinigung Zahnärzte für Indien tätig.Bei Temperaturen von über 30 Grad seien die Behandlungen sehr anstrengend. Dazu sei die Kommunikation trotz Dolmetschern wegen des "speziellen Englischs" schwer. Doch die "hautnahe Begegnung" mit den Menschen entschädige für die Mühe. Trotz der Armut habe er eine Fröhlichkeit und Zufriedenheit gespürt. Als Beispiel für die Armut erzählte Wöschler, dass nicht allein die Nachbarschaft fehlt oder der Computer. Selbst Einrichtungen wie Toiletten seien in den Dörfern der von ihm besuchten Region nicht vorhanden.

    Bei seinem ersten Aufenthalt im November 2009 behandelte Wöschler Kinder mehrere Tage in einem Mädchenheim in Indien. Dadurch ist eine Verbundenheit zu dem Heim entstanden. Bei dem diesjährigen Aufenthalt war er ein Tag in Trichy. Die übrige Zeit reiste er mit einem weiteren Zahnarzt, Dr. Moritz Ries aus Hamburg und der Helferin Friederique Heckel aus dem Vogtland mit einer fahrbaren Zahnarztpraxis eine Woche durch Südindien.

    Die Zahnärzte kamen mit dem Dentomobil zu den Menschen. Neben der Information über die richtige Zahnpflege behandelte das Team auch die Patienten vom Kleinkind bis zum Greis. Wobei mehr als Zahnreinigung, Füllungen und Ziehen nicht möglich war. Denn am kommenden Tag waren die Ärzte wieder unterwegs. Bei der Behandlung untersuchte ein Zahnarzt den Patienten unter freiem Himmel auf einem Stuhl. Wenn nötig wurden die Patienten dann in der mobilen, gut ausgerüsteten Zahnarztpraxis behandelt. Das Projekt sei dennoch nachhaltig, erklärt Wöschler, weil ständig Ärzte der Hilfsorganisation unterwegs seien.


    Neben der Zufriedenheit in der intakten dörflichen Solidargemeinschaft erlebte Wöschler auch eine große Dankbarkeit, dass sich "jemand aus Deutschland in Indien engagiert". Bei Klaus Wöschler hat die Begegnung mit einer deutschen Kinderkrankenschwester das Engagement ausgelöst. "Bei dem Gespräch über Kleinkinder fasste ich den Entschluss, zu helfen." Bei seiner Suche wurde er auf die Zahnärzte-Organisation aufmerksam. Zumal ihm Indien wegen der Spiritualität mehr zusagte als andere Regionen.

  • Seit dem Jahr 2007 reist Barthelmie häufig nach Indien, um bedürftige indischer Kinder zahnärztlich zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln. Am 22. Februar wird Barthelmie sich wieder auf den Weg nach Südindien machen, um dort in den kommenden zwei Wochen 1000 bis 1200 Kinder zahnärztlch zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln. Wohnen wird er dort in einem Heim, dass die Kindernothilfe in einem ehemaligen Polio-Krankenhaus errichtet hatte. Dieses Haus hatte Barthelmie bereits vor vier Jahren kennengelernt. Er hatte die dort lebenden 50 Kinder behandelt, Kinder mit und ohne Behinderung. „Hier wird Inklusion ganz selbstverständlich gelebt“, berichtet Barthelmie. Dem Haus hatte Barthelmie auf eigene Kosten einen neuen Anstrich geschenkt. Nun freut er sich aufs Wiedersehen mit einigen Kindern, die dort noch bis zu ihrem 18. Lebensjahr leben dürfen sowie den Betreuern und den Lehrern. Mit den indischen Menschen habe er bislang immer nur positive Erfahrungen gemacht – sowohl mit den Kindern als auch den Erwachsenen, berichtet Barthelmie.

    Barthelmie gehört einer Gruppe von zurzeit 35 deutschen Zahnärzten an, die ehrenamtlich indische Kinder in ihren Urlauben zahnärztlich untersuchen und wenn nötig behandeln. German Dentist Carehood International (GDCI) heißt ihre Organisation, die eng mit der Kindernothilfe zusammenarbeitet. Die GDCI-Ärzte kennen sich mittlerweile untereinander, treffen sich mindestens einmal im Jahr, um ihre indischen Erfahrungen auszutauschen. Jeder von ihnen fährt für mindesten zwei Wochen jährlich nach Indien, um in Schulen und Heimen die Zähne tausender Kinder zu untersuchen und zu behandeln.

    Erwachsene behandeln die deutschen Zahnärzte übrigens nicht, da das sonst böses Blut mit den indischen Kollegen geben würde, denen man die Arbeit wegnehmen würde, sagt Barthelmie. Er und seine Kollegen beschränken sich auf Kinder, die sonst nie einen Zahnarzt zu Gesicht bekommen würden.

    Bei seinen Reisen nach Indien nimmt Barthelmie immer zahnärztliche Gerätschaften mit, die in Indien kaum zu bekommen sind und die in der indischen Zahnartzpraxis, die von den GDCI-Ärzten eingerichtet wurde, nachgefragt werden. Um diese Zahnarzt-Instrumente kaufen zu können, sammeln die Zahnärzte Spenden oder fragen ihre Patienten, ob sie entnommene Goldfüllungen für den guten Zweck verkaufen dürfen.

    Und wie steht es um die Zahngesundheit der indischen Kinder? Die sei vergleichbar mit der Zahngesundheit deutscher Kinder, sagt Barthelmie. Die indischen Kinder hätten manchmal zwar noch nicht einmal eine Zahnbürste, aber die einfache Ernährung komme der Zahngesundheit durchaus zugute. Die indische Quote entspreche der deutschen: Von 1000 untersuchten Kindern müssten erfahrungsgemäß rund 250 zahnärztlich behandelt werden. Bei den Erwachsenen sehe es schlechter aus: „Da sieht man in lauter zahnlose Münder“, berichtet Barthelmie. Der Grund ist klar: Die Krankenkassen zahlen keine Zahnbehandlungen.

  • Bohren in MadagaskarDatum16.02.2020 01:25
    Thema von carlos im Forum Madagaskar

    Der Heidenauer Zahnarzt Frank Würfel nimmt sich regelmäßig eine Auszeit zum Helfen. Diesmal in Afrika. Dafür bekommt er überraschend Hilfe.
    Madagaskar im zweiten Anlauf: Beim ersten Mal vor zwei Jahren kam die Lungenpest dazwischen. Daran erkrankten und starben damals in dem ostafrikanischen Land viele Menschen. Dieses Risiko war Frank Würfel dann doch zu heikel. Helfen ja, aber sich selbst in Gefahr bringen, nein. Und wenn es gar zu teuer wird, muss es auch nicht sein. So wie im afrikanischen Malawi. Nun also klappt alles mit Madagaskar. Am 19. Februar geht es los, für zweieinhalb Wochen. Frank Würfel fliegt mit sechs anderen deutschen Zahnärzten und Studenten über den Heidelberger Verein "Planet action, helfende Hände", nach Afrika. Der Verein organisiert ehrenamtlich die Reisen, die Kosten bezahlen die Helfer selbst. Es ist die sechste derartige Reise des Heidenauers.

    https://www.saechsische.de/plus/zahnarzt...ar-5172108.html

  • Thema von carlos im Forum Nepal

    Zahnarzt Dr. Ralf Pineda aus Oberschleißheim sitzt auf gepackten Koffern: Morgen fliegt er nach Nepal. Zum 4. Mal nimmt er dort an einem zahnärztlichen Hilfsprojekt in einer der ärmsten Regionen der Welt teil. Dieses Mal dauert die Mission bis zum 23. April, in dieser Zeit betreut Assistenzärztin Teresa Vinzek die Patienten in der Praxis an der Haselsbergerstraße.

    „Wenn man weiß, dass in vielen Ländern die Gesundheit der Menschen allein vom Geld abhängt und es keine Krankenkassen oder Versicherungen gibt, dann muss man etwas dagegen tun“, erklärt der promovierte Zahnmediziner Deshalb engagiere er sich persönlich seit 12 Jahren für Hilfsprojekte in Indien, der Dominikanischen Republik, Haiti und Nepal.

    Hilfe leistet Ralf Pineda aber nicht nur in fernen Ländern, sondern auch daheim in Oberschleißheim. In seiner Zahnarztpraxis steht seit Kurzem ein Defibrilator für den Notfall zur Verfügung. Die Entscheidung war für ihn klar: „60 Prozent aller Herzinfarkte werden durch Kammerflimmern verursacht. Über die Hälfte davon kann durch eine rechtzeitige Defibrilation folgenlos überlebt werden.“

    An dem Gerät wurde das gesamte Praxisteam ausgebildet und zertifiziert. Überhaupt ist es Dr. Pineda wichtig, seine Patienten auch in Zukunft mit gut geschultem Fachpersonal zu betreuen. Deshalb bildet er auch selbst zahnmedizinische Fachangestellte aus: „Aktuell ist bei uns in der Praxis in Oberschleißheim eine Ausbildungsstelle frei, gern auch für Wechsler.“

    Wer die Hilfsprojekte befördern möchte, könne durch Spenden dazu beitragen, erklärt Dr. Pineda: „Ich verbürge mich persönlich, dass jeder Cent in die Hilfe vor Ort geht. Alle Kosten des Hilfseinsatzes tragen die Helfer selbst.“

    OPEN-EYES e.V.
    Deutsche Bank AG München
    IBAN: DE69 7007 0024 0200 3929 00
    BIC: DEUTDEDBMUC

    www.open-eyes-ev.org

  • DentamobilDatum26.01.2020 20:59
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Dentamobil
  • DentamobilDatum26.01.2020 20:59
    Thema von carlos im Forum Dominikanische Republik

    Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen hat das Dentamobil, die mobile Zahnarztpraxis von Dr. Ralf Pineda, noch einen Hilfseinsatz in der Dominikanischen Republik absolviert. Der Oberschleißheimer Zahnarzt war Ende November mit zwei Berufskollegen und zehn weiteren medizinischen Fachkräften nach Las Lagunas geflogen. Das Kaffeepflanzerdorf erhielt damit nach 2009 zum zweiten Mal Besuch aus Deutschland. Ziel war es, die Nachhaltigkeit der Projekte, die unter der Schirmherrschaft des Eine Welt e.V. Kirchheim ins Leben gerufen worden sind, zu gewährleisten. (www.eineweltev.de)

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    Der Eine Welt Verein wiederum trug mit Plastikplanen mit dazu bei, dass die Bauern unter selbstgebauten Gewächshäusern mehrere Ernten pro Jahr bei erstklassiger Qualität erwirtschaften. Dies gibt der Landbevölkerung die nötige wirtschaftliche Kraft, um in ihren Dörfern eine Zukunft mit relativem Wohlstand zu sehen. In Las Lagunas ist die positive Entwicklung spürbar, schätzt Dr. Pineda ein. So habe das Dorf fast den ganzen Tag Strom, und obwohl es im Zentrum des Landes auf 1500 Metern Höhe liegt, gebe es nun Handyempfang. Die Einwohner müssen nicht in die Städte gehen, die bereits überlaufen von Menschen sind. Dort gibt es zu wenig Arbeit. Die Folgen sind offensichtlich: Slums, Drogen, eine hohe Kriminalitätsrate und Prostitution.

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    Doch allein eine gesicherte wirtschaftliche Zukunft reicht nicht, um die Menschen in den abgelegenen Dörfern an der Landflucht zu hindern. Ein erschwinglicher und schneller Zugang zu medizinischer Versorgung bei Gesundheitsproblemen ist genauso wichtig für ein sicheres Lebensgefühl.

    In Zusammenarbeit mit dem ILAC wurde vom Verein eine feste Gesundheitsstation in Las Lagunas errichtet. Zwei Einheimische sollen zu Pflegern ausgebildet werden, um ganzjährig als Ansprechpartner bei gesundheitlichen Problemen zu fungieren. Nur noch Patienten mit ernsten Beschwerden müssen sich auf die beschwerliche vierstündige Busfahrt über Schlamm- und Schotterpisten zum Krankenhaus des ILAC in Santiago de los Cavalieros begeben.

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    Diese Gesundheitsstation in Las Lagunas verwandelten die Ärzte und Helfer während einer Woche in eine provisorische Poliklinik. Eine Frauen-, eine Haut-, eine Kinderärztin, zwei Allgemeinärzte, ein Apotheker eine Physiotherapeutin sowie die drei Zahnärzte samt drei Assistentinen arbeiteten auf engstem Raum zusammen.

    ehrere hundert Patienten aus allen umliegenden Dörfer wurden untersucht und behandelt. Aus Deutschland wurde ein Vorrat an Medikamenten (bezahlt von Spenden) mitgebracht, der für mindestens ein Jahr ausreicht, die festgestellten Krankheiten behandeln zu können.

    “Aus zahnärztlicher Sicht haben wir eine ähnliche Entwicklung wie in Deutschland: immer weniger haben Karies”, schätzt Dr. Pineda ein. Viele benötigten aber eine regelmäßige Zahnpflege. Das Problem seien die Eltern, die sich nicht um die Zahngesundheit ihrer Kinder kümmern. Die Folge sind zum Teil grausam zerstörte Kindergebisse.
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    Durch die Aufklärung der Lehrer in den Dorfschulen und das gemeinsame Zähneputzen in den Schulen mit einer hochfluoridhaltigen Zahnpasta versuchen die Helfer, dieses Problem zu bekämpfen. Zudem wird alle drei Monate eine Zahnärztin des ILAC in der neuen Krankenstation von Las Lagunas Zahnstein entfernen und die weitere Versorgung der Zähne übernehmen.

    Dr. Pineda hatte mit seiner mobilen Zahnarztpraxis bereits im Jannuar dieses Jahres ein 14-tägiges dental-camp in Südindien erfolgreich abgeschlossen.

    Dieses breitgefächerte Engagement ist nur mit Hilfe Ihrer Spenden möglich. Insbesondere in Tura / Nordost-Indien werden damit Malzeiten für Kinder, die Schuluniformen, der Bau von Dorfschulen und vier indische Lehrerinnen bezahlt. Im Süden Indiens bezahlt der Verein einen angestellten indischen Zahnarzt für die kostenlose Behandlung von Bedürftigen in der vom Verein getragenen Zahnstation im Blinden- und Gehörlosenheim in Chennai. Ebenso trägt der Verein die Kosten für Verbrauchsmaterialien und Medikamente in der Zahnstation.

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    Jeder kann mit seiner Spende Helfen. Auch die Patienten leisten einen wichtigen Beitrag: So überlassen sie Dr. Ralf Pineda beispielsweise die ausgedienten Goldfüllungen ihrer Zähne, damit diese eingeschmolzen und das Altgold für den guten Zweck verkauft werden kann.

    Der Verein Hilfe für Indien hat bei der Kreissparkasse München (BLZ: 702 501 50) eine Spendenkonto mit der Nummer 28 2 82 eingerichtet. Spendenformulare können auch von der Internetseite des Vereins unter www.hilfe-fuer-indien.de heruntergeladen werden.

    Das gespendete Geld kommt zu 100% bei den Bedürftigen an. Alle Kosten (Flüge,Unterkünfte etc.) zahlen die Aktiven selbst.

    Nachdem nun auch das Hilfsprojekt in der Dominikanischen Republik gut verlaufen ist, kann “dentamobil” nun entspannt in die Weihnachtsferien gehen.

  • Dentamobil hilft Campesinos Datum26.01.2020 20:57
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Dentamobil hilft Campesinos
  • Dentamobil hilft Campesinos Datum26.01.2020 20:57
    Thema von carlos im Forum Dominikanische Republik

    Zwei Jahre nach dem erfolgreichen „medical + dental Camp“ im Kaffepflanzer-Dorf Las Lagunas mit Ärzten verschiedener Fachrichtungen hatte sich der Familienvater Dr. Ralf Pineda mit seiner mobilen Zahnarztpraxis erneut an einem Hilfsprojekt in der Dominikanischen Republik beteiligt. Zusammen mit drei weiteren Zahnärzten wurden innerhalb einer Woche über 200 Campesinos im Kakaopflanzer-Dorf Jagua Clara an der Nordküste zahnärztlich versorgt.
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    Die Altgold- und Geldspenden der Schleißheimer Bevölkerung hatten dem Verein „Hilfe für Indien“ den Erwerb einer Zahnarztpraxis im Kofferformat (dentamobil) ermöglicht. Die Idee „dentamobil“ steht für die flexible zahnärztliche Versorgung armer Menschen weltweit.
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    Die deutschen Ärzte haben nach Pinedas Worten in der Dorfschule über das richtige Zähneputzen aufgeklärt und die Lehrer in die Aktion eingebunden. „Einmal wöchentlich putzen die Schüler unter Aufsicht der Lehrer in der Schule die Zähne“, freut sich der 45-Jährige über erste zaghafte Erfolge. Dafür hätten Firmen Zahnbürsten und eine besonders zahnhärtende Zahncreme gespendet. Ferner seien die gesunden Zähne der Kinder versiegelt worden, so wie es bei uns in Deutschland üblich ist.
    Unterdessen habe auch die Hilfe für Indien in diesem Jahr weitere Fortschritte gemacht. So sei im November die 2006 fest eingerichtete Zahnstation im Blinden- und Gehörlosenheim in Chennai um ein Röntgengerät erweitert worden. Der Verein Hilfe für Indien e.V. beschäftige hier neben einem indischen Zahnarzt nun zusätzlich einen Zahnarzthelfer. Die Patientenzahl habe sich mittlerweile verdreifacht und liege nun bei über 1000 Menschen pro Jahr.
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    Außerdem sei im November in der Stadt Tura im nordöstlichen Bundesstaat Megalaya eine weitere Zahnstation; mit Hilfe der Spenden, nach dem Erfolgsrezept von Chennai eingerichtet worden. In einem durch die Bethany-Gesellschaft neu gebauten Ärztehaus stehen dem Verein dafür zwei Räume kostenlos zur Verfügung. „Der Zahnarztstuhl ist installiert, und unser Vereinsvorsitzender Christian Klages hat auch schon das zahnärztliche Material samt Instrumenten an Ort und Stelle gebracht“, erklärt der engagierte Zahnmediziner. „All diese Hilfe ist bitter nötig und muss fortgesetzt werden. Sie wäre aber undenkbar ohne die Altgold- und Geldspenden, die der Verein Hilfe für Indien e.V. in Deutschland erhält“, bedankt sich Dr. Pineda.
    Der Verein Hilfe für Indien hat bei der Kreissparkasse München (BLZ: 702 501 50) eine Spendenkonto mit der Nummer 28 2 82 eingerichtet. Spendenformulare können auch von der Internetseite des Vereins unter www.hilfe-fuer-indien.de heruntergeladen werden.

  • Zahnärzte für Lateinamerika gesuchtDatum22.01.2020 08:41
  • Zahnärzte für Lateinamerika gesuchtDatum22.01.2020 08:41
    Thema von carlos im Forum Bolivien

    Der Förderkreis Clinica Santa Maria e. V. (FCSM) – Zahnmedizin für Lateinamerika sucht für das bolivianische Projekt Huancarani eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt. Die Mindesteinsatzdauer sollte drei Wochen möglichst nicht unterschreiten. Eine deutsche ZFA ist über den gesamten Zeitraum anwesend, ebenso sind Zahntechniker (für einfache Kunststoff-Prothetik) vor Ort. Auch für die zweite Jahreshälfte stehen noch Plätze offen.
    Der FCSM unterhält in Huancarani eine stationäre Zahnarztpraxis seit August 2014, projektiert für ganzjährigen Betrieb. Wir sind dort in den Gebäuden der PIRWA untergebracht, einer Einrichtung der Schweizer Stiftung „Pro Huancarani“, die neben Kinderbetreuung auch andere soziale Aufgaben zum Ziel hat.
    Die Praxis besteht aus einem Behandlungszimmer mit einer Einheit aus brasilianischer Produktion, luftgesteuert mit Turbine und Mikromotoren, separater Absaugung für blutige Sekrete, Ultraschall-ZEG, Autoklav, Kapselmischer, chir. Motor mit integrierter Pumpe für NaCl-Lösung und elektr. WK-Längenmessgerät. Ein separater Röntgen-Raum (70 kV) mit Nass-Entwicklung steht ebenso zur Verfügung. Die Praxis ist demnach für alle kons.-chir. Maßnahmen und Endodontie ausgestattet. Ebenso für einfache prothetische Leistungen wie Interimsprothesen, die in Bolivien standardmäßig als Zahnersatz eingesetzt werden, sog. „Placas“. Eine einheimische Helferin haben wir (noch) nicht, deshalb ist die Belegung zum Teil mit Studenten und Jung-Akademikern vorgesehen.
    Seit Februar 2018 haben wir neben dem Consultorio einen Prophylaxeraum eingerichtet. Das zahntechnische Labor befindet sich eine Treppe oberhalb des Consultorios und ist mit KaVo-Motor K9, Absaugschublade, Rüttler, Gipstrimmer, Abbrüh-Gerät und Poliereinheit für alle Arbeiten im Zusammenhang mit den Placas ausgestattet.
    Die Unterkunft befindet sich im selben Gebäude, dort haben wir ein Apartamento mit drei Schlafräumen, einem gemeinsamen Bad, einer Küche und einem Gemeinschaftswohnraum eingerichtet. Weitere Räumlichkeiten können ebenfalls genutzt werden. Bettzeug und Handtücher (auch Duschtücher) sind ausreichend vorhanden. W-LAN können wir momentan noch nicht bieten, ist aber in Vorbereitung. Zwei kleine Internet-Cafés im Dorf ermöglichen den Kontakt zur übrigen Welt. Für die Voluntarios ist die Unterkunft kostenlos, ebenso an Arbeitstagen das Mittag- und Abendessen, das Doña Adela warm zubereitet. Für das Frühstück und die Wochenend- Verpflegung sorgen die Voluntarios selber.
    Huancarani ist ein Dorf, 35 km von Cochabamba entfernt, liegt nördlich der Nationalstraße nach La Paz und ist eine Comunidad des Municipio Sipe Sipe. Es ist landwirtschaftlich geprägt, einige Gips-Brennereien prägen das Bild mit, die Bevölkerung ist überwiegend indigen, viele Ältere sprechen nur Quechua. Die nächstgelegene Stadt Quillacollo, die innerhalb von 20 Minuten mit dem Trufi zu erreichen ist, bietet umfangreiche Einkaufsmöglichkeiten, darüberhinaus gehende Wünsche lassen sich in Cochabamba erfüllen (weitere 30 Minuten).
    Interessierte Zahnärztinnen oder Zahnärzte melden sich bitte bei der FCSM-Geschäftsstelle – Zahnmedizin für Lateinamerika, c/o Dr. Ekkehard Schlichtenhorst E-Mail: info@fcsm.org, Tel.: 08382- 8486. Weitere Infos auf der Website: www.fcsm.org.

  • Thema von carlos im Forum Bolivien

    Zahnmedizinische Liebe auf den 1. Blick

    Nach 15 Stunden Flugzeit war es mir egal! Ich nahm meinen kleinen Reiserucksack und verstaute ihn in seinem Wagen. Ich hatte keine Lust noch mal 15 Stunden auf meinen Koffer zu warten. Ich hatte mein Reisepass, meine Kreditkarte – aufgefüllt von meinem Mann – und meine Lupenbrille! „Hola Bolivia! Soy de Alemania!“, dachte ich.
    Ekkehard fuhr mich in das Hostel der Voluntarier in Sucre und erzählte mir dabei Anekdoten über Land und Leute. „Die anderen erwarten Dich schon!“, sagte er als wir in die Straße des Hostels einfuhren. Das Zimmer wurde mir zugeteilt. Dann lernte ich meine Mitstreiter kennen. Mit Tini und Lena war es „die zahnmedizinische Liebe auf dem ersten Blick!“ Sie waren in meinem Team und ich dachte: „Dein Bauchgefühl hat Dich nicht getäuscht – das passt!“ Obwohl wir Fremde füreinander waren, hatte ich das Gefühl, daß Bolivien uns zu Freunden machen würde!

    https://www.wuerzburgerleben.de/2018/09/...in-suedamerika/

  • Thema von carlos im Forum Indien

    Duisburg In seinem Kunstraum im Duisburger Mercatorhaus zeigt Zahnarzt Manhardt Barthelmie eine Fotoserie über Mahatma Gandhi. Bald reist er ...

    https://rp-online.de/nrw/staedte/duisbur...en_aid-48352975

  • Muskelkater vom Zähne ziehenDatum08.01.2020 22:20
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Muskelkater vom Zähne ziehen
  • Muskelkater vom Zähne ziehenDatum08.01.2020 22:20
    Thema von carlos im Forum Zambia

    Das südafrikanische Land Sambia ist zahnmedizinisch stark unterversorgt. Dr. Doris Koppelhuber aus St. Wolfgang engagierte sich dort im Rahmen der Zahnärzte ohne Grenzen.

    Sambia/St. Wolfgang– Im ganzen Land gibt es bloß 70 Zahnärzte, ein Drittel der Bevölkerung ist gar nicht versorgt. Die Rede ist von Sambia, einem 17-Millionen-Einwohner-Land mitten in Afrika. Allein diese Zahlen waren für die St. Wolfgangerin Dr. Doris Koppelhuber Grund genug, dort als Zahnärztin hinzufahren – mit 400 Zahnbürsten im Gepäck.

    „An einem Tag kam ein 1,90-Mann zu mir, der Sechser Backenzahn war total zerstört, der musste also raus”, erinnert sich Koppelhuber an einen ganz besonderen Patienten. Doch der Zahn steckte im kräftigen Knochen des Sambiers fest, es fehlte die passende Zange, der provisorische Zahnarztstuhl rutschte permanent zur Seite. „Da hab’ ich eine Stunde lang hingefräst, bis der Zahn endlich raus war“, erzählt die Medizinerin. Anschließend waren sowohl die Zahnärztin als auch der Patient erschöpft, aber gleichzeitig erleichtert.
    Zahnpflege ohne Strom, ohne Wasser und auf Gartenstühlen

    Es sind extreme Bedingungen, unter denen Koppelhuber arbeitete. Die St. Wolfgangerin war für „Zahnärzte ohne Grenzen” zwei Wochen in Sambia. Gemeinsam mit einem Hamburger Zahnarzt plus einer Helferin und einem Helfer, hat sie in dem südafrikanischen Land rund um den Ort Siavonga kaputte Zähne gezogen, Zahnstein entfernt, Füllungen gemacht und Schulkindern das Zähneputzen näher gebracht. Meist ohne Strom, oft ohne Wasser, gelegentlich auf Gartenstühlen – da hieß es, sich schnell von deutschen Hygienevorschriften zu verabschieden. Und das in einem Land, in dem die HIV-Infektionsrate zu den höchsten weltweit zählt und Malaria ganzjährig ein hohes Risiko darstellt.
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    Die Liste der medizinischen Hinweise des Auswärtigen Amts ist lang. „Ich habe mich da schnell darauf eingestellt”, erzählt die Ärztin – sowohl auf professioneller wie auch auf privater Ebene, wenn eben aus der Dusche nur drei Strahlen Wasser kamen. Sie braucht keineswegs das große Beauty-Programm – auch wenn sie gerade top gestylt mit Jeansjacke über der Bluse, Hose mit Blütenapplikationen über ihren ersten Einsatz für „Zahnärzte ohne Grenzen“ spricht.
    „Ich wollte schon als Studentin in unterversorgten Ländern helfen“

    Schockiert habe sie in Sambia gar nichts. Ähnliches kannte sie bereits aus einem Charity-Projekt in Marokko 2012. Ohnehin ist die St. Wolfgangerin eine unerschrockene Frau. Zu viel über alle möglichen Risiken nachzudenken, davon hält sie nichts. Voller Tatendrang packt sie lieber engagiert an – mit dem Herz am rechten Fleck und den Zahnarzt-Instrumenten in der Hand. „Ich wollte schon als Studentin in unterversorgten Ländern helfen”, sagt Koppelhuber über ihre Motivation. Etwas weitergeben von dem, was sie hat. Jetzt habe sie endlich Zeit dafür.

    Mit 60 tritt sie in der eigenen Praxis kürzer, arbeitet dort nur noch einen Tag in der Woche. Die Medizinerin gehört zu einer Zahnarzt-Familie, führt zusammen mit ihrem Mann Gerd die Praxis in St. Wolfgang, die seine Großeltern gegründet hatten. Jetzt übernimmt ihre Tochter Stephanie in vierter Generation, worüber sie sehr glücklich ist. Mehr Zeit für Doris Koppelhuber, Oma zu sein und Gutes zu tun.
    Mit 400 Zahnbürsten im Koffer nach Afrika

    Und die Ärztin hat nicht nur Zeit, sondern leistet es sich jetzt auch. Denn wer im Namen des Vereins „Zahnärzte ohne Grenzen“ hilft, bezahlt alles von Arzneien über Flug bis Visum selbst. Da kommen durchaus 2000 bis 3000 Euro zusammen. Im Gepäck hatte die Zahnärztin nicht nur medizinische Geräte wie einen Dampfdrucktopf (notwendig für Prothesenherstellung), sondern auch etwa 400 Zahnbürsten und Zahnseide. Denn häufig fehlt es schon am Grundlegenden.

    Wer sich in Deutschland in einen hochmodernen Zahnarztstuhl setzt, wird von einem der über 70 000 Zahnärzte schnell in die passende Position gefahren: Kopf nach unten, Beine hoch, die Scheinwerfer beleuchten das Gebiss, und mit sterilen Instrumenten werden Zähne gereinigt, Löcher gestopft. Anschließend spülen die Patienten mit sauberem Wasser aus der Leitung den Mund aus. Ganz anders in Sambia: „Hier kamen wir oft in Schulen oder medizinische Stationen, und da war einfach nichts”, beschreibt Koppelhuber. Manchmal gab es aus Spenden professionelle Zahnarztstühle. Doch ohne Strom war der Komfort beschränkt. „Schaun’ Sie, so schaut des da aus” und ihre Finger mit rot lackierten Nägeln flitzen auf dem iPhone über die Serie aus Fotos.
    Muskelkater vom Zähneziehen

    Unter diesen Gegebenheiten bauten die Zahnärztin und ihr kleines Team ihr Equipment auf. Die Menschen standen seit dem frühen Morgen Schlange, um sich behandeln zu lassen. Ganz geduldig warteten die Patienten, bis sie an der Reihe waren. Kein Streit, kein Gedrängel. Das hieß manchmal, schlechte Zähne entfernen im Akkord. Einmal ging das sechs Stunden beinahe ohne Pause, 36 Zähne mussten raus. „Da hatte ich zum ersten Mal Muskelkater vom Zähne ziehen”, erzählt die Medizinerin lachend.

    Ihre gute Laune hat sie trotz der katastrophalen Zustände in Afrika nicht verloren. Im Gegenteil spornte sie der Einsatz an, erst recht weiterzumachen. „Am meisten hat mich fasziniert, dass alles geklappt hat”, sagt die St. Wolfgangerin. „In vielen Situationen hätte ich daheim meinen Mann dazu geholt oder den Patienten zum Chirurgen geschickt. Es ist toll, was alles möglich ist, wenn es sein muss.”

    Als das Wichtigste für die Menschen in Sambia sieht die Ärztin die Prophylaxe. Wenn sie lernten, ihre Zähne sauber zu halten, wäre schon viel für die Zahngesundheit getan. „Es ist ein gutes Gefühl, Menschen zu helfen, denen sonst niemand hilft”, fasst Doris Koppelhuber zusammen. „Mein Traum ist es, mehr zahnärztliche Stationen aufzubauen.”
    Ein Drittel der Bevölkerung ist zahnmedizinisch nicht versorgt

    Sambia ist dreimal so groß wie Deutschland. Seit 1964 ist Sambia unabhängig vom Vereinigten Königreich und wird jetzt vom sechsten demokratisch gewählten Präsidenten, Edgar Lungu, regiert. Sambia hat gut 17 Millionen Einwohner, davon leben etwa zwei Millionen in der Hauptstadt Lusaka. Es gibt noch sieben weitere große Städte zwischen 150 000 und 300 000 Einwohnern. Das Land hat 72 Volksstämme, also 72 Sprachen. Die Amtssprache ist Englisch.

    Ein Drittel der Bevölkerung Sambias ist zahnmedizinisch nicht versorgt. Im ganzen Land gibt es 70 akademische Zahnärzte, davon 50 in Lusaka. Außerdem gibt es 200 dental therapists. Diese durchlaufen eine dezentral organisierte dreijährige Ausbildung, ähnlich einem dualen Studium. Anschließend können sie etwa Prophylaxen mit Fluoridierung und Zahnreinigungen durchführen, ebenso Anästhesien und Extraktionen (Zähne ziehen). Sie sind besonders für die ländliche Bevölkerung die erste Anlaufstelle.

    Seit fünf Jahren gibt es Helferinnen-Kurse, in denen die Teilnehmerinnen beispielsweise lernen, Zahnstein zu entfernen oder Zähne zu ziehen. Aktuell sind etwa 50 Helferinnen ausgebildet.

    Seit 1969 lebt der Bayer Hermann Striedl in Sambia, seit 1989 gibt es die Lodge Sandy Beach in Siavonga, die „Zahnärzte ohne Grenzen” (Dentists without Limits) als Basis dient. Eine gewisse Grundausstattung bestehend aus Sonden, Spiegeln, Injektionen und Zangen ist vor Ort. Vor sieben Jahren hat Striedl angefangen, mit „Zahnärzte ohne Grenzen” Zahnstationen aufzubauen. Es gibt zwei große und circa zehn kleine Stationen. Striedl betreut drei Bezirke von 76 in Sambia. Seine Vision ist es, diese gut zu versorgen.

  • Thema von carlos im Forum Madagaskar

    Zähneputzen will gelernt sein: Zahnmedizin-Studentin Marie-Louise Bloching aus Eisental erläutert den Schülern, wie es richtig geht. | Foto: pr
    Kaum Versorgung in der Fläche

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    Für ein vierwöchiges Praktikum war die aus Bühl stammende Studentin Marie-Louise Bloching auf Madagaskar unterwegs. Ausweislich der Datenlage war die Arbeit dort durchaus intensiv: Gemeinsam mit ihren Kollegen zog Bloching in dem Land, das kaum zahnmedizinische Versorgung kennt, rund 4500 Zähne.


    Eisental, Freiburg, Antananarivo: Zugegeben, das wirkt wie eine reichlich abseitige und willkürliche Abfolge an Orten. Doch zumindest für Marie-Louise Bloching haben alle drei Plätze eine besondere Bedeutung. Die Freiburger Zahnmedizin-Studentin aus Eisental hat auf der ostafrikanischen Insel Madagaskar ein vierwöchiges Praktikum absolviert. Das Fazit kann sich sehen lassen: Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen hat sie 4 500 Zähne gezogen und 300 Füllungen gelegt.

    Zurück in Freiburg erinnert sich Bloching gerne an ihre Zeit auf Madagaskar zurück. Doch wie ist sie überhaupt dazu gekommen, dort zu arbeiten? „Im Studium haben wir die Möglichkeit, eine sogenannte Famulatur, ein freiwilliges Praktikum, zu absolvieren“, erklärt sie.


    Bloching wurde auf die gemeinnützige Organisation „Planet Action“ aufmerksam, die Zahnärzte in Malawi und vor allem auf Madagaskar unterstützt. Und hat sich für das Praktikum in Afrika entschieden.
    Begleitet von erfahrenen Zahnärzten

    Die nicht staatliche Organisation sorgte auf Madagaskar etwa für die Unterbringung von Bloching und ihren Mitstreitern, zudem unterhält sie auf der Insel zwei Lager mit zahnmedizinischen Instrumenten. Dennoch war einiges an Vorarbeit notwendig, bevor die Reise losgehen konnte. Finanz- und Sachspenden mussten organisiert, Arbeitsgenehmigungen und Visa eingeholt und Impfungen abgehakt werden.


    Alleine war Bloching nicht: Sowohl bei den Vorbereitungen als auch beim Einsatz selbst begleiteten sie drei weitere Studenten aus Freiburg sowie ein Student aus Madrid. Von der Hauptstadt Antananarivo aus reisten sie mit hauptamtlichen Zahnärzten aus Deutschland durch das Land.

    Auf Madagaskar ist (nicht nur) zahnärztliche Unterstützung bitter notwendig. Der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat der Welt ist gleichzeitig eines der ärmsten Länder weltweit. Gerade auf dem Land ist die Situation besonders prekär. „Es gibt dort kaum Zahnärzte, die Situation ist sehr bedenklich“, so Bloching.


    In Deutschland dürfte Bloching noch keine Zähne ziehen

    Ihre Zeit in Afrika beschreibt die Studentin als sehr bereichernd. Es habe sie etwa sehr gefreut, den Menschen auf Madagaskar helfen zu können. In Deutschland wäre es gar nicht erst möglich gewesen, selbst Zähne zu ziehen.

    In einem Land, das weitestgehend keine eigenen Zahnärzte hat, ist dies natürlich eine ganz andere Sache. Erfahrung haben die Studenten natürlich dennoch mitgebracht, sie haben alle bereits in der Klinik Zähne gezogen.

    Bloching wurde auf Madagaskar eines sehr schnell bewusst: Die allermeisten Patienten, die die angehenden Zahnärzte auf der Insel behandelt haben, hatten in ihrem Leben zuvor noch nie einen Zahnarzt gesehen. „Wir haben den Kindern in einer Grundschule Zahnbürsten und Zahnpasta mitgebracht und mussten ihnen genau erklären, wie sie eine Zahnbürste richtig zu benutzen haben.“ Die meisten Familien könnten sich so etwas wie eine Zahnbürste gar nicht erst leisten.
    Ein paar Tage ohne Strom? Daran gewöhnt man sich

    Auch für sich persönlich hat Bloching einiges mitgenommen. Die Unterbringungen waren unterschiedlich, mal war es eine Farm, mal ein Kloster. Gerade vor dem Aufenthalt in dem Kloster der Kleinstadt Tsihombe im Süden Madagaskars habe sie sich gefragt, ob sie mehrere Tage ohne Strom oder fließend warmes Wasser auskommen könne. „Es ist erstaunlich, wie schnell man sich an so etwas gewöhnt. Daran erkennt man, worauf man verzichten kann. Leider ändert sich das schnell wieder, wenn man im gewohnten Alltag zurück ist.“

    Gerade befindet sich die Studentin im neunten Semester ihres Studiums, bald ist es geschafft. Die Famulatur in Madagaskar würde sie jederzeit wieder machen und sie auch anderen Studenten empfehlen. „Sie hat es mir möglich gemacht, einmal etwas anderes kennenzulernen“, resümiert sie. „Es war ein tolles Erlebnis.“

  • Ein Meister für Madagaskar

    Ein Arbeitsunfall machte Kfz-Meister Bernd Jüncke zum Frührentner. Jetzt ist er als Senior Experte in aller Welt im Einsatz, besonders in Afrika.
    Mit 70 Jahren den Ruhestand genießen? Das kommt für Bernd Jüncke aus Herzberg im Harz nicht in Frage. Wenn er seinen Koffer packt, dann tut er das nicht, um Urlaub zu machen. Stattdessen reist er um die Welt, um anderen Menschen seine Kenntnisse als Kfz-Meister, Fahrschullehrer und Sprengmeister zu vermitteln.

    Als "Senior Experte" ist er für den in Bonn ansässigen Senior Experten Service (SES) unterwegs und bildet junge Menschen in verschiedenen technischen und handwerklichen Bereichen aus oder hilft beim Bau von lebenswichtigen Einrichtungen wie Schulen oder Krankenhäusern. Gerade der afrikanische Inselstaat Madagaskar ist eines seiner oft bereisten Einsatzgebiete.

    Wie vielseitig seine Aufgaben als Senior Experte sind, zeigt sein letzter Madagaskar-Aufenthalt: Er half dabei, eine Schule für die Lepradörfer Belfort und Jules zu bauen, Wasser- und Stromleitungen zu legen und Bäume zu pflanzen. Sein Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe.
    https://www.handwerk.com/archiv/ein-meis...50-2-80524.html

  • Thema von carlos im Forum Madagaskar

    Bernd Jüncke aus Herzberg erhielt für seinen Einsatz als Entwicklungshelfer das Bundesverdienstkreuz - ein Blick auf sein Engagement.
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    Unermüdliches Engagement für Menschen in Afrika

    Bernd Jüncke aus Herzberg erhielt für seinen Einsatz als Entwicklungshelfer das Bundesverdienstkreuz - ein Blick auf sein Engagement.Den Lesern des Harz Kuriers ist das Ehepaar Renate und Bernd Jüncke aus Herzberg durch sein großes Engagement für die Menschen in Madagaskar bekannt: Mit Unterstützung der Christusgemeinde sammelten die beiden in den beiden vergangenen Jahrzehnten mehrfach Hilfsgüter, vor allem Material für sein Dorf. Von 1973 bis 1994 war er im Rahmen der Entwicklungshilfe in Afrika tätig und auch dort wird eine Zahnarztpraxis gemeinsam mit lokalem Personal aufgebaut

    https://www.harzkurier.de/lokales/herzbe...-in-Afrika.html

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