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  • Dentists für BolivienDatum01.01.2018 21:30
    Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • Dentists für BolivienDatum01.01.2018 21:30
    Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • Dentists für BolivienDatum01.01.2018 21:29
    Foren-Beitrag von carlos im Thema

    Die Hilfsprojekte von Dentists für Bolivien

    Santa Cruz

    In Los Lotos, einem der ärmsten Stadtviertel der Metropole Santa Cruz, können wir seit Frühjahr 2017 in einem sozialen Kinderzentrum, der plataforma solidaria, zufriedenstellend behandeln. Die Leitung dieses Jugendzentrums, in dem die Kinder eines traurigen Elendsviertels u.a. ein günstiges Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und andere soziale Hilfeleistungen erhalten, betreut eine junge studierte bolivianische Zahnärztin.


    Cha'lla / Titicacasee

    Cha'lla ist eine winzige Gemeinde auf der Isla del Sol (deutsch „Sonneninsel“). Hier konnte Anfang August 2013 in einem freistehenden Häuschen eine gut eingerichtete Zahnstation eröffnet und mit Erfolg geführt werden

  • Dentists für BolivienDatum01.01.2018 21:28
    Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • Dentists für BolivienDatum01.01.2018 21:28
    Thema von carlos im Forum Bolivien

    Wir von Dentists für Bolivien engagieren uns seit Jahren für Kinder und Jugendliche eine zahnmedizinische Grundversorgung zu ermöglichen und in der richtigen Zahnpflege zu unterweisen.

    Hierzu organisieren wir für Zahnmediziner (Ärzte, Zahnmedizinische Fachangestellte, Studenten) Arbeitseinsätze in Bolivien, die ohne Honorar denjenigen Menschen helfen wollen, für die eine zahnmedizinischen Versorgung unerschwinglich und unerreichbar ist.

    Dabei werden wir von dentists & friends helping hands e.V., Hostelling International Bolivia und Marikolas unterstützt.

  • Thema von carlos im Forum Eritrea

    http://www.eritrea-hilfswerk.de/index_ht...0042-113211.pdf


    Beitrag online zu finden unter http://dx.
    doi.org/ 10.1055/s-0042-113211

  • Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • Zahnärztlicher Hilfsverein erhält Beratungsstipendium

    Im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland vergibt "startsocial" jährlich 100 Beratungsstipendien an soziale Initiativen - mit dabei Planet Action e.V.Der Heidelberger Verein "Planet Action – Helfende Hände e.V." leistet zahnärztliche Nothilfe in Entwicklungsländern. Durch die Zusammenarbeit mit einheimischen Organisationen wird dabei versucht, nachhaltig auf die konkreten Missstände und Bedürfnisse vor Ort einzugehen. Des Weiteren sollen Mundgesundheitsaufklärungen in Flüchtlingsunterkünften etabliert werden.

  • Weltdienst 30+ für junge ZahnärzteDatum24.12.2017 00:35
    Thema von carlos im Forum SES - Senior Expert -...

    Mit seinem neuen Programm Weltdienst 30+ gibt der Senior Experten Service (SES) auch jüngeren Zahnärzten die Möglichkeit, professionelles Wissen in Entwicklungs- und Schwellenländer weiterzutragen.

    Das Angebot richtet sich an Fach - und Führungskräfte, die eine Auszeit im Beruf nutzen und sich im Ausland engagieren möchten. Zahnärzte, die sich für den Weltdienst 30+ engagieren möchten, sollten mitbringen:

    mindestens acht Jahre relevante Berufserfahrung

    Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Ausland

    sprachliche und interkulturelle Kompetenz

    zeitliche Flexibilität

    eine Freistellung des Arbeitgebers

    Kranken- und Sozialversicherung in Deutschland

    Bei Einsätzen im kinder- und jugendnahen Bereich muss zusätzlich ein erweitertes Führungszeugnis vorliegen. Die Registrierung für den Weltdienst 30+ ist kostenfrei. Auch im Einsatz entstehen den Experten keine Kosten.

    Einsätze dauern im Schnitt vier bis sechs Wochen und maximal ein halbes Jahr. Sie folgen den Kriterien aller SES-Einsätze im Ausland und werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt.

    Kontakt: Bettina Hartmann
    Leiterin Abteilung Experten
    +49 228 26090-70
    b.hartmann@ses-bonn.de

    Der SES ist als Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit weltweit tätig. Seine ehrenamtlichen Einsätze finden in erster Linie in Entwicklungs- und Schwellenländern und in Deutschland statt. Vom Expertenwissen des SES profitieren im In- und Ausland vor allem kleine und mittlere Unternehmen, öffentliche Verwaltungen, Kammern und Wirtschaftsverbände, soziale und medizinische Einrichtungen und Institutionen der Grund- und Berufsbildung.

  • Thema von carlos im Forum SES - Senior Expert -...

    So werden Sie SES-Experte! Von der Registrierung bis zum Einsatz

    Der erste Schritt ist die Aufnahme in die Expertendatenbank. Jeder, der sich (nahezu) im Ruhestand befindet und in seinem Fachgebiet ehrenamtlich tätig werden möchte, kann sich dort eintragen lassen.
    Dann muss ein Registrierungsbogen ausgefüllet werden, in dem möglichst detailliert über Qualifikationen und Spezialwissen Auskunft gegeben wird. Dieser Bogen steht auf der SES-Webseite zum Download bereit, kann aber selbstverständlich auch in Papierform angefordert werden.
    Sobald der SES eine Einsatzanfrage erhält, befragt er seine Expertendatenbank und spricht gezielt die Fachleute an, zu deren Spezialwissen diese Anfrage passt. Alle Einzelheiten – von Aufgabenstellung bis hin zum Einsatzzeitraum – werden im persönlichen Gespräch geklärt, bis die richtige Person gefunden ist.
    Ein Einsatz im Ausland dauert im Schnitt vier bis sechs Wochen oder maximal ein halbes Jahr und wird bis in alle Einzelheiten vorbereitet. Der SES sorgt für Versicherungsschutz und kümmert sich um die gesamte Reiseorganisation. Selbstverständlich entstehen Experten keine Kosten, auch gehen sie mit ihrer Registrierung keinerlei Verpflichtung zur Teilnahme an SES-Einsätzen ein. Das alles gilt auch für Einsätze in Deutschland, die sich jedoch – stunden- oder tageweise – meist über längere Zeiträume erstrecken.

  • Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • Thema von carlos im Forum in eigener Sache

    Senior Experten Service sucht Zahnärzte

    Nachfolge geregelt, Praxis verkauft, Arbeitsplatz geräumt? Dann hätten Sie doch jetzt Zeit für einen Einsatz mit dem Senior Experten Service!


    Der Senior Experten Service (SES) sucht Experten aus der Dentalbranche. Aus aller Welt melden sich Kliniken, Praxen, Universitäten und Labore, die auf diesem Gebiet Unterstützung suchen und um die Entsendung von Spezialisten gebeten.

    Besonders viele Anfragen zu dentalem Know-how gehen demnach aus Asien ein. Chinesische Lehrkrankenhäuser etwa interessieren sich für moderne Therapieansätze zur Behandlung von Kiefergelenkschäden und die Einführung der Volumentomografie. Kasachische Privatkliniken fragen nach Weiterbildungen in den Bereichen Endodontie, Prothetik und Parodontologie, Dentallabore in der Mongolei und in Tadschikistan nach Zahntechniker-Handwerk auf Westniveau.

    Von der Registrierung bis zum Einsatz

    Bisher hat der SES 80 Experten aus der Zahnmedizin/Dentalbranche registriert. Gemessen zum Beispiel an mehr als 700 Fachleuten für Fahrzeugbau, die dem SES ihr Wissen zur Verfügung stellen, ist die Dentalbranche in der Expertendatenbank des SES damit recht schwach vertreten. Entsprechend willkommen ist jeder Neuzugang, selbstverständlich nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Österreich und der Schweiz.

    Der SES – die Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit – ist die führende deutsche Entsendeorganisation für ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte im Ruhestand oder einer beruflichen Auszeit (Weltdienst 30+). Der SES hat seinen Sitz in Bonn. Er wird bundesweit von 15 Büros und international von 180 Repräsentanten in 90 Ländern vertreten.

    Senior Experten Service (SES)
    Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit
    Gemeinnützige Gesellschaft
    Buschstr. 2 53113 Bonn
    Tel. 0228 26090-0
    ses@ses-bonn.de

    Lesen Sie auch den Beitrag Weltdienst 30+ für junge Zahnärzte!

  • Diagnose SpaltkindDatum24.12.2017 00:27
    Foren-Beitrag von carlos im Thema

    Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V.
    Stühlingerstraße 11
    79106 Freiburg

    Telefon: 0761 137 976 - 0
    Telefax: 0761 137 976 - 29

    E-Mail: info@spaltkinder.org
    Webseite: www.spaltkinder.org

  • Diagnose SpaltkindDatum24.12.2017 00:27
    Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • Diagnose SpaltkindDatum24.12.2017 00:27

    Man kann nur erahnen, wie sich die Diagnose "Spaltkind" für eine Mutter anfühlen muss. Maike Herrmann, Psychologiestudentin an der Universität Leipzig, hat im Rahmen eines fünfmonatigen Praktikums bei der Deutschen Cleft Kinderhilfe in Indien 107 Mütter von Spaltkindern interviewt.


    "Was löst die Geburt eines Spaltkindes bei Ihnen aus? Was wissen Sie über diese Fehlbildung? Wird die Mutter-Kind-Beziehung dadurch beeinträchtigt?" - mit diesen Fragen konfrontierte Psychologiestudentin Maike Hermann insgesamt 107 Mütter von Spaltkinder in Indien. Die Ergebnisse fließen gerade in ihre Masterarbeit ein.

    Die Interviews waren kompliziert, sagt Hermann. Die Studentin musste sich zunächst auf die völlig anderen Lebensumstände der Menschen einstellen. Viele der Familien, die sie besuchen wollte, verdingen sich als Tagelöhner und riskieren ihren Job, wenn sie einen Tag der Arbeit fernbleiben. Zudem sind sie auf ihr Tageseinkommen angewiesen. Deshalb kam es vor, dass die junge Deutsche manchmal nach fünf Stunden Busfahrt in ein abgelegenes Dorf im südindischen Bundesstaat Karnataka trotz Verabredung vor der verschlossenen Tür einer Hütte stand.

    Hatte sie dann eine Interviewpartnerin gefunden, wollten die Väter häufig den Raum nicht verlassen und beantworteten anstelle der Frauen die Fragen - mit der Aussage, eine verheiratete Frau wäre doch per se der gleichen Ansicht wie ihr Ehemann. Wenn Hermann es dann schaffte, allein mit den Frauen zu reden, brauchte es eine Weile, bis die sich öffneten.
    Auf dem Land liegt es an der Mutter

    In ihren Gesprächen fand sie heraus, dass gerade in ländlichen Gebieten den Müttern meist die Schuld an der Fehlbildung ihres Kindes gegeben wird. Weit verbreitet ist dort der volkstümliche Glaube, dass schwangere Frauen während einer Sonnenfinsternis nichts schneiden dürfen, da sie sonst ein Kind mit einer Spalte gebären würden. Etwa die Hälfte der Mütter begründete dies so - nur ein Viertel wusste, dass zum Beispiel auch eine familiäre genetische Vorbelastung eine Rolle bei der Erkrankung spielt.

    Die Befragungen haben zudem ergeben, dass die mütterliche Bindung eher stärker ausgeprägt ist, wenn das Kind eine Spaltfehlbildung hat, da die Mütter mehr Zeit in die Pflege ihres Kindes investieren. Im Vergleich zu Müttern von gesunden Babys berichten Mütter von Spaltkindern aber von mehr elterlichem Stress. Den stärksten Druck erleben sie in der Zeit vor der Operation ihres Kindes. Als eindeutige Stresspuffer wirken gute Beziehungen im sozialen Umfeld und ein liebevoller Umgang der Familienmitglieder mit dem Spaltkind.

    Eine durch die Deutsche Cleft Kinderhilfe ermöglichte Operation bedeutet für die Mütter vor allem Erleichterung. Nicht nur das Füttern des Kindes und dessen Sprache verbessern sich durch die Behandlung. Kind und Mutter werden bei Familienmitgliedern und Nachbarn deutlich besser akzeptiert. Herrmann fand auch heraus, dass es für die Frauen eine völlig neue Erfahrung ist, ihre Kinder mit Stolz in der Öffentlichkeit zu zeigen.

    Die Deutsche Cleft Kinderhilfe (e.V.) wurde im Herbst 2002 gegründet und setzt sich weltweit für die umfassende Behandlung von Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten ein. 250 Euro kostet die Operation von einem Spaltkind im Landesdurchschnitt. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • Gute Hilfe im Ausland ist deshalb schwierig. Nehmen wir das Beispiel Vietnam. Das war das Land, das als einer der ersten schon ab Mitte der 80er Jahre von unzähligen LKGS-chirurgischen Gruppen besucht wurde. Zehntausende Kinder sind seither operiert worden, aber die Versorgung im Land ist immer noch auf einem mangelhaften Niveau. Natürlich liegt dies auch an den sozioökonomischen Bedingungen, doch die Initiatoren der Hilfe aus dem Ausland sollten sich heute die Frage stellen, was sie hätten besser machen können.

    Bei den zumeist ehrenamtlichen Operationseinsätzen spielt die Interessenlage eine große Rolle. „Ich kann unbürokratisch operieren“, „Ich bekomme seltene chirurgische Fälle“, „Ich kann ein Land anders kennenlernen“, „Ich schätze das Gruppenerlebnis“, „Ich kann zuhause über meinen Einsatz positiv berichten“, sind Schlüsselmotive, die wir gut kennen. Die ehrliche Beschäftigung mit dem Land selbst steht in der Regel hinten an!
    Landeskenntnisse sind wichtig, damit das Projekt keine Eintagsfliege wird

    Welchen Normen und Werten folgen die Menschen, denen wir helfen? Welchen Normen und Motiven folgen unsere Verhandlungspartner und Freunde im Land? Für wen gibt es eine Krankenversicherung? Wie viel verdienen Ärzte und Krankenhauspersonal im staatlichen System und auf privater Basis? Wie hoch ist der formelle und informelle Eigenbeitrag von Patienten? Wie funktioniert die offizielle Versorgung für Spaltkinder? Wie müssen wir die Politik und die Verwaltung im Land einbinden? Welche negativen Konsequenzen lösen wir im Land durch unser Engagement aus? Welche ausländische Gruppe hilft sonst noch im Land oder in der Region wo ich tätig werden möchte.

    Die Suche nach Antworten ist schwierig und zeitaufwendig, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit markant, dass das eigene Projekt eine nachhaltig positive Wirkung für die medizinische Versorgung im Land auslösen kann und keine Eintagsfliege wird. Wir müssen deshalb offen sein für eine intensive Kommunikation mit den unterschiedlichsten Gesprächspartnern.


    Im Kern ist es unmöglich, die Lebensbedingungen, Lebensumstände und kulturellen Eigenheiten eines anderen Landes tiefgründig zu verstehen. Wir können uns jedoch annähern und so einen nachhaltigeren Beitrag leisten, damit endlich in unserem Fall mehr Spaltkinder umfassender behandelt werden - inklusive guter Aufklärung der Eltern, psychologischer Betreuung und notwendig
    Wir müssen in Zeiträumen von Zehn bis 20 Jahren denken

    Eine über einheimische Strukturen getragene eigenverantwortliche Lösung für ein medizinisches Problem sollte unser Anspruch und unser Ziel sein. Zehn bis 20 Jahre sind Zeiträume, die wir dafür einplanen müssen. Alle ehrenamtlich am Ausland Interessierte, bitten wir darum, sich in so angelegten Projekten zu engagieren.

    Alexander Gross
    Geschäftsführer Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V.

    Weitere Informationen zur Hilfsorganisation sowie aktuelle Beiträge aus verschiedenen Hilfseinsätzen finden Sie hier.

  • Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • Spaltkinder können heute relativ einfach operiert werden. Warum die Hilfe in vielen Ländern trotzdem nicht funktioniert, schildert Alexander Gross, Geschäftsführer der Deutschen Cleft Kinderhilfe.



    Wie entwickelt sich die Hilfe für Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten weltweit? Welchen Beitrag leistet die Auslandshilfe? In welche Richtung sollte gearbeitet werden? Mit diesen Fragen setzt sich die Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V. mit Sitz in Freiburg seit Beginn ihrer Tätigkeit im Jahr 2002 auseinander.

    Dabei stehen sich fundamentale gegensätzliche Vorstellungen der Hilfe gegenüber. Die Deutsche Cleft Kinderhilfe positioniert sich hier klar und richtet ihre Hilfe auf ausschließlich nachhaltige Projektarbeit aus, in deren Rahmen die einheimischen Chirurgen, Ärzte, Therapeuten und Projektmitarbeiter im Zentrum stehen und die Entwicklungen bestimmen.
    Die alten Konzepte behindern die Entwicklung im Land

    Viele Organisationen und OP-Teams folgen immer noch dem Einsatz-Prinzip für ihre Auslandshilfe. Teams werden zusammengestellt, Partner im Ausland für das Auffinden von betroffenen Kindern gesucht und Krankenhäuser als Operationsstandort ausgewählt. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit unterscheiden sich Einsätze oder „missions“ im Grad ihrer Anbindung an vorhandene einheimische Strukturen.

    Die Bandbreite erstreckt sich von einmaligen chirurgischen Einsätzen („Safari-Chirurgie“), über wiederkehrende Einsätze mit Ausbildungskomponenten (die häufig nicht funktionieren), bis hin zu regelmäßigen Einsätzen mit dem Ziel, ein von Einheimischen getragenes Behandlungszentrum aufzubauen und zu etablieren. Doch auch dies scheitert häufig, weil den kulturellen und politischen Gegebenheiten im Projektland viel zu wenig Bedeutung beigemessen wird. Fatal an diesen alten Konzepten ist, dass sie positive Entwicklungen in einem Land sogar behindern können - mit negativen Folgen für die Patienten.
    Wenn OP-Teams "einfallen" - und Patienten ohne Nachsorge zurücklassen

    In Indien fördert die Deutsche Cleft Kinderhilfe sechzehn Spaltzentren - unter anderem in Agra einer Millionenstadt südlich Neu-Dehli. Der leitende indische Mund-Kiefer-Gesichtschirurg dort, Dr. Gaurav Gupta, hat in acht Jahren 1.831 Operationen durchgeführt und betreut seine Patienten über viele Jahre umfassend – so wie es sein muss. Doch seine Arbeit ist heute extrem belastet.

    Nicht weil ein anderes gut arbeitendes Zentrum Konkurrenz macht, sondern weil Operationsteams aus dem In- und Ausland „einfallen“, den aus sehr einfachen Verhältnissen stammenden Patienten Versprechungen machen und ihnen sogar direkt Geld anbieten. Gupta äußert sich eindeutig: „Operationseinsätze für Spaltpatienten müssen in Indien aufhören! Die Operationsqualität ist schlechter als in Zentren. Es gibt keine Nachbetreuung bei Komplikationen, von einer umfassenden Behandlung unter Beizug von Sprachtherapeuten, Zahnärzten und Kieferorthopäden ganz zu schweigen."

    Die Deutsche Cleft Kinderhilfe kennt die Argumente der Organisationen und Chirurgen, die von der Einzelfallhilfe ausgehen und Einsätze nach wie vor für berechtigt halten. Sie steht diesen Einsätzen in stark unterversorgten Regionen und Ländern auch nicht völlig ablehnend gegenüber, aber eine wirklich positive Veränderung erreichen wir dadurch für ein Land und seine Lippen-Kiefer-Gaumenspalten-Patienten nicht.

    Ein langfristig wirksames Konzept bedingt echte Partnerschaft, gute Beziehungsarbeit, kulturelles Verständnis und die intensive Beschäftigung mit regionalen privaten, gesellschaftlichen und politischen Kräften im Land. Nur dann können Anlaufstellen, chirurgische Projekte und später Spaltzentren erfolgreich aufgebaut werden.

  • Tonga. Famulatur in Polynesien Datum24.12.2017 00:19
    Foren-Beitrag von carlos im Thema

    „Ta’aki?" Post aus Tonga - Teil 3

    Zwei Greifswalder Zahnmedizinstudentinnen berichten von ihrer Famulatur im Königreich Tonga - diesmal direkt von ihrem Behandlungsplatz, der Nummer 4!
    hier weiterlesen: https://www.zm-online.de/news/gesellscha...s-tonga-teil-5/

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