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  • Thema von carlos im Forum Madagaskar

    Ehrenamtlicher Einsatz einer Zahnärztin: Hilfe in einem Land, in dem Zahnziehen so viel kostet wie ein Monat Schulbesuch mit Essen – zwei Euro.
    Zahnärztin Alena Schmidt war ehrenamtlich auf Madagaskar.

    https://www.waz.de/staedte/duisburg/duis...d229077429.html


    http://www.planet-action.de/images/presse/2020-05-09_waz.pdf

  • Thema von carlos im Forum ***news***news***news*...

    Auslandskranken- und Reiserücktrittsversicherungen übernehmen für Urlauber normalerweise die Kosten bei Problemen. Gilt das auch in Corona-Zeiten, wenn man zum Beispiel trotz Reisewarnung aufbricht?


    Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnungen für viele europäische Länder aufgehoben und durch Reisehinweise mit Verhaltensempfehlungen ersetzt. Für rund 160 andere Staaten, darunter viele beliebte Reiseländer, wurde die Reisewarnung hingegen bis Ende August verlängert. Das Reisen in diese Länder ist durch die Warnung nicht verboten, aber doch mit zusätzlichen Risiken verknüpft, zum Beispiel bei Reiseversicherungen. Was sollten Touristen dazu wissen?

    Behandlungskosten im Ausland

    Besteht bei Reisebeginn eine Reisewarnung für das betreffende Land, so schließen die Tarife der Auslandskrankenversicherungen in der Regel eine Übernahme von Behandlungskosten aus, erklärt der Bund der Versicherten (BdV). Gibt es keine Reisewarnung, wie jetzt wieder im Fall vieler europäischer Länder, lohnt sich ein Blick in den jeweiligen Vertrag. Werden darin Pandemien ausgeschlossen, dann bestehe kein Versicherungsschutz im Falle einer Covid-19-Erkrankung.

    Immerhin: Häufig sei ein "medizinisch notwendiger Rücktransport" in die Heimat versichert, so der BdV. Hat man einen besseren Tarif abgeschlossen, kann auch ein zwar nicht notwendiger, aber zumindest "medizinisch sinnvoller Rücktransport" abgesichert sein. Den Angaben zufolge übernimmt eine Auslandskrankenversicherung außerdem die Kosten für einen Corona-Test, wenn Behörden oder Ärzte ihn anordnen.

    Es kann sich für gesetzlich Versicherte unter Umständen auch lohnen, bei der Krankenkasse nachzufragen. Auch diese kann Behandlungskosten im Ausland übernehmen: Der Bund der Versicherten spricht davon, dass gegebenenfalls Teilleistungen im EU-Ausland bezahlt werden könnten.
    Wann die Reiserücktrittsversicherung die Stornokosten zahlt

    In dem Fall, dass im gewählten Urlaubsland bis zum Reisebeginn die Zahl der Corona-Fälle wieder stark ansteigen sollte, ohne dass es eine neue Reisewarnung gibt, haben Versicherte schlechte Karten bei einer freiwilligen Stornierung der Reise. Denn die Reiserücktrittsversicherung zahlt Stornogebühren nur dann, wenn die oder der Versicherte selbst unerwartet krank wird oder durch Ereignisse wie den Tod von Verwandten, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit verhindert ist, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg.

    Keiner der am Markt angebotenen Reiserücktrittstarife übernimmt nach Informationen des Bundes der Versicherten hingegen Stornokosten, wenn Urlauber rein aus Angst einen Reisevertrag wieder kündigen.
    Rückreisekosten bei neuer Reisewarnung

    Für einige Länder wird nun die Reisewarnung zwar aufgehoben. Sollte es in der nächsten Zeit aber dazu kommen, dass diese Warnungen neu ausgesprochen werden, so schützt die Reiserücktrittsversicherung nicht. Reisewarnungen seien grundsätzlich nicht versichert, so der Bund der Versicherten. Das gilt auch dann, wenn man eine Reise abbrechen muss, ohne dass etwa eine gesundheitliche Beeinträchtigung des Reisenden vorliegt, die seinen Rücktransport rechtfertigt.


    Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnungen für viele europäische Länder aufgehoben und durch Reisehinweise mit Verhaltensempfehlungen ersetzt. Für rund 160 andere Staaten, darunter viele beliebte Reiseländer, wurde die Reisewarnung hingegen bis Ende August verlängert. Das Reisen in diese Länder ist durch die Warnung nicht verboten, aber doch mit zusätzlichen Risiken verknüpft, zum Beispiel bei Reiseversicherungen. Was sollten Touristen dazu wissen?

    Behandlungskosten im Ausland

    Besteht bei Reisebeginn eine Reisewarnung für das betreffende Land, so schließen die Tarife der Auslandskrankenversicherungen in der Regel eine Übernahme von Behandlungskosten aus, erklärt der Bund der Versicherten (BdV). Gibt es keine Reisewarnung, wie jetzt wieder im Fall vieler europäischer Länder, lohnt sich ein Blick in den jeweiligen Vertrag. Werden darin Pandemien ausgeschlossen, dann bestehe kein Versicherungsschutz im Falle einer Covid-19-Erkrankung.

    Immerhin: Häufig sei ein "medizinisch notwendiger Rücktransport" in die Heimat versichert, so der BdV. Hat man einen besseren Tarif abgeschlossen, kann auch ein zwar nicht notwendiger, aber zumindest "medizinisch sinnvoller Rücktransport" abgesichert sein. Den Angaben zufolge übernimmt eine Auslandskrankenversicherung außerdem die Kosten für einen Corona-Test, wenn Behörden oder Ärzte ihn anordnen.

    Es kann sich für gesetzlich Versicherte unter Umständen auch lohnen, bei der Krankenkasse nachzufragen. Auch diese kann Behandlungskosten im Ausland übernehmen: Der Bund der Versicherten spricht davon, dass gegebenenfalls Teilleistungen im EU-Ausland bezahlt werden könnten.
    Wann die Reiserücktrittsversicherung die Stornokosten zahlt

    In dem Fall, dass im gewählten Urlaubsland bis zum Reisebeginn die Zahl der Corona-Fälle wieder stark ansteigen sollte, ohne dass es eine neue Reisewarnung gibt, haben Versicherte schlechte Karten bei einer freiwilligen Stornierung der Reise. Denn die Reiserücktrittsversicherung zahlt Stornogebühren nur dann, wenn die oder der Versicherte selbst unerwartet krank wird oder durch Ereignisse wie den Tod von Verwandten, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit verhindert ist, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg.

    Keiner der am Markt angebotenen Reiserücktrittstarife übernimmt nach Informationen des Bundes der Versicherten hingegen Stornokosten, wenn Urlauber rein aus Angst einen Reisevertrag wieder kündigen.
    Rückreisekosten bei neuer Reisewarnung

    Für einige Länder wird nun die Reisewarnung zwar aufgehoben. Sollte es in der nächsten Zeit aber dazu kommen, dass diese Warnungen neu ausgesprochen werden, so schützt die Reiserücktrittsversicherung nicht. Reisewarnungen seien grundsätzlich nicht versichert, so der Bund der Versicherten. Das gilt auch dann, wenn man eine Reise abbrechen muss, ohne dass etwa eine gesundheitliche Beeinträchtigung des Reisenden vorliegt, die seinen Rücktransport rechtfertigt.

    Auch die Auslandskrankenversicherung für Reisende greift nicht, wenn man bei einer neuen Reisewarnung vorzeitig zurück in die Heimat möchte. Ausnahmen dafür gelten nur dann, wenn die Rückreise in einem Zusammenhang mit der eigenen Erkrankung steht.

  • Thema von carlos im Forum Nepal

    Wesel. Dr. Jens Paarsch war als Zahnarzt mit vier Studenten zur humanitären Hilfe im Nepal. Doch der Einsatz musste wegen Corona abgebrochen werden.Als Zahnarzt ohne Grenzen war Dr. Dr. Jens Paarsch im vergangenen Jahr in Kap Verde und Sambia im Einsatz. Im Februar führte ihn ein neuer Einsatz nach Asien. Sechs Wochen humanitäre Hilfe in Nepal waren angesetzt. Aber dann kam Corona.Die Enttäuschung ist dem Humanmediziner und Zahnarzt heute noch anzumerken, denn es gab noch so viel zu tun in den weit von der Zivilisation abgelegenen Bergdörfern, mit Bewohnern, die wenn es hoch kommt, einmal im Jahr von einem Arzt der Zahnheilkunde besucht werden. Und auch nur dann, wenn Hilfsorganisationen für medizinische Betreuung Mittel zur Verfügung stellen.

    Für den diesjährigen Einsatz hat der Weseler Zahnarzt, der vor zwei Jahren seine Praxis aufgab, sich der Organisation Dental Volunteers angeschlossen. Der gemeinnützige Verein wurde im Jahr 2008 von der Zahnärztin Dr. Agnes Wagner gegründet. Jeweils vier Studenten im letzten oder vorletzten Semester werden mit einem erfahrenen Zahnarzt zu einem Hilfseinsatz in die Dritten Welt ausgesandt.
    Lions Club Wesel half mit

    Ende 2019 lernte Dr. Paarsch seine Mitreisenden, drei Studentinnen und ein Student aus Marburg, kennen, um die Reise ausführlich zu besprechen. Jetzt mussten Spenden requiriert werden für die zahnärztliche Ausrüstung, das Verbrauchsmaterial und für Unmengen an Zahnbürsten. Dank einer großzügigen finanziellen Spende des Lions Clubs Wesel kaufte Dr. Paarsch eine chirurgische Einheit, die zwar 30 Jahre alt war, aber den Hilfstrupp nie in Stich lassen sollte. Die elementar wichtige Maschine nahm der Weseler vorsichtshalber mit ins Handgepäck, alle weiteren Einsatzutensilien, wie seine Lieblingsinstrumente, Sachspenden und ganz wichtig für die kalten Nächte, der Schlafsack, füllten den Koffer.
    Dorfschule wurde zur Behelfspraxis

    Von Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, ging es mit einem Minibus in das vier Stunden entfernte Bergdorf Kurinthar. „Es war eine abenteuerliche Fahrt, unser Gepäck samt zahnärztlicher Ausrüstung wurde auf dem Busdach befördert, längst nicht so gesichert wie bei uns“, erinnert sich Dr. Paarsch an die erste Fahrt in Nepal. Kurinthar ist eine verstreute Ansammlung von kleinen Hütten.

    Die Unterkunft der Deutschen lag etwa eine Stunde entfernt von ihrem Einsatzort. Beschwerlich war der tägliche einstündige Fußweg steil bergauf, inklusive einer Flussquerung über eine Hängebrücke. „Unterstützt wurden wir von zwei einheimischen Trekkingführern, die schon vorab unser Equipment in die Bergschule getragen hatten.“

    In der Dorfschule wurden zusammengeschobene Schulbänke zur Liege umfunktioniert, die Chirurgieeinheit aufgebaut und fertig war die Behelfspraxis. Zunächst wurden Schüler behandelt, aber nachdem sich herumgesprochen hatte, dass „kostenlose“ Zahnärzte eingetroffen sind, kam die gesamte Landbevölkerung, einige nahmen sogar eine eintägige Anreise und lange Wartezeiten in Kauf.

    „Wir waren wohl die ersten Zahnärzte in diesem Ort, denn unsere mitgebrachten Zahnbürsten und Putzunterweisungen waren ein absolutes Novum“, wunderte sich Dr. Paarsch. So sahen dann auch die Zähne aus, die bei etlichen Kindern schon unrettbar zerstört waren und häufig nur noch entfernt werden konnten.



    Die angehenden Zahnärzte schauten sich zuerst die Patienten an, stellten die Diagnose, assistierten bei chirurgischen Zahnentfernungen oder behandelten selbst unter der Anleitung von Dr. Paarsch. So konnten gemeinsam täglich viele Patienten versorgt werden.

    Ob es eine Füllung gab oder die Zange zum Einsatz kam, die Patienten waren dankbar, wenn der nagende Schmerz nachließ. Dank der einheimischen Trekkingführer war der Kontakt zu den Dorfbewohnern gut, abends aßen die Deutschen mit ihnen zusammen, es wurde getanzt und gesungen. Besonders der Dorfälteste hatte den Zahnarzt aus Wesel ins Herz geschlossen. „Es kamen so viele Patienten, dass wir unseren Aufenthalt noch verlängerten“, erzählt Dr. Paarsch. Zu diesem Zeitpunkt hatte hier noch niemand etwas von Corona gehört.


    Der nächste Einsatzort war Sankhe, ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf mit einem kleinen Hospital, das vor Jahren von deutschen Spendengeldern erbaut wurde, aber nun ohne Ärzte nahezu leer steht.

    „Hier hörten wir erstmals von Corona. Sogar die Kinder riefen ‘Corona! Corona!’ vermutlich nicht wissend, worum es sich handelt“, erzählt Dr. Paarsch. Inzwischen hatte das Team Desinfektionsmittel selbst hergestellt, die Landfrauen hatten zusätzliche Gesichtsmasken genäht. Doch die Bevölkerung kam aus Angst vor Corona immer zögerlicher, obwohl auch hier der Bedarf groß war. Selbst hier auf dem Land trugen immer mehr Menschen Masken.

    „Nun freuten wir uns auf die nächste Station: Bergdörfer im Himalaya. Doch vor unserer Abfahrt erhielten wir die Meldung, dass unsere Arbeitserlaubnis wegen Corona zurückgenommen wurde“, bedauert Dr. Paarsch.
    Bergdörfer im Himalaya

    Das war nicht nur für sein Team, sondern auch für die Bergbevölkerung eine Riesenenttäuschung, denn sie wartete seit Monaten auf zahnärztliche Hilfe, die auch zukünftig über Monate nicht eintreffen wird. Vielmehr musste das deutsche Team sich nun bemühen, so schnell wie möglich das Land zu verlassen. Nach stundenlanger Rückfahrt mit dem „Local bus“ ging es mit einem der letzten Flüge von Kathmandu zurück nach Deutschland.


    Die Studenten haben in dieser Zeit viel gelernt, zurück zu den Wurzeln der Zahnmedizin: Menschen mit einfachen Mitteln von ihrem Leid zu erlösen, aber auch die Organisation einer Notpraxis zu realisieren. Ob ihnen in ihrem weiteren Berufsleben diese große, herzliche Dankbarkeit widerfährt wie in Nepal, bleibt zu wünschen.

    Dr. Paarsch sah sich auch nach diesem Einsatz in seiner Entscheidung bestätigt, seine große Praxis in Wesel aufzugeben, um direkt dort zu arbeiten, wo die Not am größten ist

  • NamCare e.V.Datum22.05.2020 23:51
    Foren-Beitrag von carlos im Thema NamCare e.V.
  • Thema von carlos im Forum Namibia

    Vor zwei Monaten wäre Dr. Rainer Schwedt eigentlich nach Namibia aufgebrochen. Dort leistet der aus Heusweiler stammende Zahnarzt seit acht Jahren zahnmedizinische Aufbauhilfe. Eine Privatreise im Jahr 2010 habe Schwedt so von dem Land im Süden Afrikas begeistert, dass er sich zum Ziel gesetzt habe, den Menschen vor Ort zu helfen. „Ich habe so viel Glück gehabt, davon wollte ich einen Teil zurückgeben“, sagt Schwedt zu seiner Motivation, sich ehrenamtlich in Namibia zu engagieren.
    Seit 2012 sei er jährlich mit wenigen Ausnahmen zweimal vor Ort gewesen. Hätte Corona nicht dazwischengefunkt, wäre er im Frühjahr zum 15. Mal nach Afrika geflogen. Anfangs war Schwedt für die Stiftung „Zahnärzte ohne Grenzen“ in Namibia unterwegs, seit 2017 versorgt er Bedürftige mit seinem eigenen Verein, der den Namen „namCare“ trägt. Mit den Erfahrungen aus sechs Jahren zahnärztlicher Hilfseinsätze habe er vor drei Jahren gemeinsam mit drei Kollegen den Entschluss gefasst, ein eigenes Konzept zur Versorgung der Hilfsbedürftigen auf die Beine zu stellen.
    Da nicht jeder potenzielle Patient aus zwei Millionen Einwohnern von den deutschen Ärzten behandelt werden könne, sei am Ende beschlossen worden, sich bei der Versorgung auf ein fest bestimmtes Areal zu beschränken.


    Aus diesem Grund befindet sich das Einsatzzentrum von „namCare“ seit 2017 in Sesfontain im Nordwesten Namibias. Rund um den Ort herrsche eine Mangelversorgung in allen medizinischen Bereichen, erzählt Schwedt. Im Umkreis von 400 Kilometern gebe es keinen einzigen Arzt. Vor wenigen Jahren sei dort deswegen das „Health Care Center“ entstanden, ein Gebäude mit knapp 30 Behandlungsräumen, in dem zwei Krankenpfleger arbeiten, die anders als in Deutschland auch anfallende Operationen wie Kaiserschnitte machen.
    Wegen der über die Jahre entstandenen Beziehungen zum örtlichen Gesundheitsministerium seien drei Zimmer für Schwedts Team reserviert. Neben zwei Behandlungszimmern nutze der Verein den dritten Raum als eine Art Lager. Rund 80 Kilogramm wiege das Reisegepäck bei jeder Tour. Neben allerlei Geräten sei vor allem auch die eigene Schutzausrüstung wichtig. Die Mehrheit seiner Patienten in Namibia sei an HIV, Hepatitis oder Tuberkulose erkrankt. Daher seien zwei Paar Handschuhe sowie Visier und Mundschutz bei jeder Behandlung Pflicht.

    Besonders am Herzen liegt Schwedt die nachhaltige Entwicklung der medizinischen Versorgung. Deswegen kann er es kaum abwarten, wieder nach Sesfontain zu reisen. „Ich hoffe, dass im Juli die Grenzen in Namibia aufgehen und wir spätestens im August wieder vor Ort sein können“, sagt Schwedt. Die ausgefallene Reise im Frühjahr werde dafür sorgen, dass er und seine Kollegen mit ihrer Arbeit zunächst zurückgeworfen werden. Denn viele seiner Patienten kämen nur bei akuten Notfällen zur Behandlung.In Zukunft müsse das Bewusstsein dafür hergestellt werden, sich auch vorsorglich behandeln zu lassen. „Es wird ein Mammutprojekt, den Menschen der Region klarzumachen, unser Angebot zu nutzen, obwohl sie noch keine Schmerzen haben“, sagt Schwedt.


    Ein gewisses Vertrauen habe sich sein Team allerdings über die Jahre erarbeitet. Mittlerweile kämen sogar die „Himbas“ in Behandlung, ein eingeborener Stamm, der in ursprünglicher Form in einer eigenen Gemeinschaft lebt. Für eine Behandlung von Schwedts Team nähmen die „Himbas“ teils mehrere Tagesmärsche auf sich.

  • zartes Anzeichen für GrenzöffnungDatum13.05.2020 12:02
    Foren-Beitrag von carlos im Thema zartes Anzeichen für Grenzöffnung
  • zartes Anzeichen für GrenzöffnungDatum13.05.2020 11:11
    Thema von carlos im Forum ***news***news***news*...

    ist zwar nur das Nachbarland Österreich, aber ein deutliches Zeichen, dass sich etwas tut in Sachen Grenzöffnung und damit Rückkehr zur Normalität

    https://www.t-online.de/nachrichten/deut...d-komplett.html


    https://www.spiegel.de/politik/ausland/o...29-e0c8468b3694

  • lt.
    Können wir dieses Jahr überhaupt im Sommer Urlaub machen?

    Laut des Auswärtigen Amts wird vor jeglichen, nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland bis Anfang Mai gewarnt. Gegenüber watson heißt es: Erst danach werde entschieden, wie mit den Reisewarnungen weiter umgegangen wird.

    Das Bundeswirtschaftsministerium, wozu der Tourismus zählt, teilt gegenüber watson mit: "Wir können aktuell nur schwer abschätzen, wie sich die gesundheitliche Lage und damit die Reisebeschränkungen in den nächsten Monaten entwickeln werden." Zumindest die Aussichten für Fernreisen sehen gerade düster aus, für Reisen in die Nachbarländer gibt es noch Hoffnung:
    "Im Moment spricht viel dafür, dass jedenfalls Fernreisen diesen Sommer ausfallen müssen. Wie es mit Reisen ins nähere europäische Ausland aussieht, wird sich in den nächsten Wochen zeigen."

    Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte demnach zunächst keine großen Reisen im Sommer planen. Und erst wieder den Herbst ins Auge fassen.
    Ist damit zu rechnen, dass die pandemische Welle im Sommer abflacht?

    Thomas Schulz, Virologe an der Medizinischen Hochschule in Hannover, sagt watson gegenüber:
    "Ja, die Rate der Neuerkrankungen sollte sich abflachen, das Virus wird aber vermutlich über den Sommer weiterhin zirkulieren."

    Wenn wir Pech haben, gibt der Virologe zu bedenken, führen die aktuell geplanten Lockerungen zu einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen. Schulz warnt vor einer Art Leichtsinn:
    "Das Einzige, was wir sicher wissen: Wenn wir jetzt alle Einschränkungen aufheben und wieder so leben, wie noch im Februar, dann werden die Neuinfektionen wieder sehr schnell zunehmen und man wird im Sommer wieder einen ähnlich stringenten Lockdown einführen müssen, wie am 22. März verfügt."

    Ganz aussichtslos ist es also noch nicht: Die Chance auf einen Sommerurlaub steigt, wenn wir Maßnahmen nur schrittweise lockern und die Auswirkungen der Pandemie weiterhin genau beobachten.

    Timo Ulrichs, Professor für Globale Gesundheit an der Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin, warnt gegenüber watson außerdem:
    "Wir müssen damit rechnen, dass im Spätsommer/Herbst eine zweite Welle entstehen könnte, und die sollte nicht durch eine schlechte epidemiologische Ausgangslage oder durch ein Nachlassen unserer Eindämmungsbemühungen befördert werden."

    Wohin dürfen wir in Deutschland fahren?

    Der Tourismus ist in Deutschland Ländersache. Das heißt, es gibt keine einheitliche Regelung für die einzelnen Urlaubsziele hierzulande. Momentan sind beispielsweise die Küstenregionen und Inseln für Touristen bis zum 3. Mai gesperrt, wann sie wieder öffnen – darüber muss noch beraten werden.

    Der Verband der deutschen Reiseveranstalter (DRV) kann dazu auch keine belastbare Prognose abgeben. "Wir hoffen es", sagt Sprecherin Kerstin Heinen auf die Frage, ob Urlaub dieses Jahr möglich sein wird. "Das hängt unter anderem von den weiteren Entscheidungen der Bundesregierung ab. Aktuell sind touristische Reisen weder im Inland noch ins Ausland möglich."

    Tipp: Corona verbreitet sich an der frischen Luft weit schlechter als in geschlossenen Räumen. Daher ist es sicherer, den Urlaub viel im Freien zu verbringen. Wandern in den Bergen, Spazierengehen im Wald oder auch an den Badesee zu fahren, sind also sicherere Urlaubsorte. Es gilt dabei immer, die Abstandregelungen einzuhalten. Daher Städtetrips besser vermeiden und stattdessen auf weitläufige Landschaften setzen.
    Ostsee

    Die Ostsee ist ein angesagtes Urlaubsziel für die Deutschen. Und könnte in Zeiten der Corona-Krise noch beliebter werden. Bild: iStockphoto / Alex Potemkin
    Wann können wir wieder ins Ausland verreisen – und in welche Länder, welche nicht?

    Aktuell wird vor Reisen ins Ausland wegen der Corona-Pandemie gewarnt. Zudem haben zahlreiche beliebte Urlaubsländer vorerst ihre Grenzen geschlossen wie zum Beispiel Italien. Andere Länder wie Frankreich kontrollieren Einreisende verstärkt.

    Das beliebte Urlaubsland Spanien, das neben Italien besonders stark von der Pandemie getroffen ist, rechnet erst ab Ende des Jahres mit Touristen. Die Türkei jedoch erwägt laut Behörden, ab Juni wieder Reisegäste aufzunehmen.

    Allein Österreich stellt in Aussicht, im Sommer wieder deutsche Touristen aufnehmen zu können. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger sagte in einem Interview mit der Wiener Tageszeitung "Die Presse":
    "Wenn Länder aber auf einem sehr guten und positiven Weg sind wie beispielsweise Deutschland, dann gibt es durchaus auch die Möglichkeit, dass man sich bilateral einigt."

    Kerstin Heinen vom DRV sagt gegenüber watson: "Lockerungen wird es vermutlich in einem ersten Schritt für innerdeutsche Reisen geben." Danach dann Schritt für Schritt auch für andere Länder.

    Epidemiologe Ulrichs meint, wahrscheinlich werden deutsche Touristen nur unter strengen Auflagen wieder in andere Länder gelassen. In einigen Urlaubszielen sei die Corona-Lage außerdem zurzeit besonders kritisch, sodass von einer Reise dorthin abzuraten sei:
    "Dazu gehören die USA, die Türkei und Russland".

    Tipp: Im Sommer 2020 lieber darauf einstellen, auf Fernreisen zu verzichten und regional Urlaub machen.
    Ist gewährleistet, dass wir nach einer Auslandsreise wieder nach Deutschland einreisen können?

    Es muss sicher sein, dass Auslandsreisende auch ohne Probleme wieder zurückkommen können. Das Auswärtige Amt hat gerade erst in einem beispiellosen Kraftakt mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften mehr als 240.000 wegen der Corona-Krise gestrandete Touristen nach Hause zurückgeholt. Das soll eine Ausnahme bleiben.

    Weitere Rückholaktionen sind momentan nicht geplant.

    Tipp: Wer also in naher Zukunft ins Ausland verreisen will, sollte zunächst abwarten, bis die Bundesregierung weitere Informationen verkündet und beim jeweiligen Zielland sicherstellen, dass eine Ausreise möglich ist.
    Welche Regeln sollte ich beachten, um mich bei einer Reise vor Corona zu schützen?

    Weiterhin gelten die bisher getroffenen Maßnahmen: Zu anderen Menschen mindestens zwei Meter Abstand halten, regelmäßig und gründlich Hände waschen, sich oder anderen nicht ins Gesicht fassen sowie Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen meiden.

    Epidemiologe Ulrichs warnt mit Blick auf die Situation in Ischgl, wo das Virus sich während der Skisaison stark verbreitet hat, davor, allzu beliebte und damit überfüllte Urlaubsziele in der Umgebung aufzusuchen: "Denn an Ferienorten ist die Durchmischung besonders groß und damit auch das Risiko, dass das Virus von einem anderen Ort dorthin verbracht und weitergegeben wird."

    Tipp: Virologe Schulz empfiehlt zudem, einen Mundschutz zu tragen, wenn zwei Meter Abstand nicht eingehalten werden können.
    "Ansonsten: Abstand, Abstand, Abstand."

    Virologe Thomas Schulz
    Darf ich in den Urlaub fahren, wenn ich konsequent eine Schutzmaske trage?

    Alle 16 Bundesländer haben sich inzwischen für eine Maskenpflicht entschieden, für die meisten gilt diese ab Montag, den 27. April. Mit der Vorschrift, Mund und Nase mit Stoff zu bedecken, soll die Gefahr minimiert werden.

    Für Auslandsreisen gibt es noch keine Regelungen bezüglich Schutzmasken. Fest steht im Moment jedenfalls: Wer eine Maske trägt, wird nicht automatisch mehr Reisefreiheit haben.

    Tipp: Für Reisen in Deutschland immer eine Schutzmaske im Gepäck haben,
    Welches Reisemittel ist während Corona-Zeiten am sichersten – Flugzeug, Bus oder Bahn?

    Laut dem Virologen Hendrik Streeck von der Uniklinik Bonn sind bisher noch keine Ansteckungen mit dem Coronavirus in öffentlichen Verkehrsmitteln bekannt. Wer auf eine Bus- oder Bahnreise jedoch nicht verzichten kann, sollte auch hier gängige Abstandsregeln beachten und sich nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fassen.

    Viele Flughäfen sind zudem gerade geschlossen oder der Flugverkehr ist stark eingeschränkt. Viele Länder sind aufgrund geschlossener Grenzen gerade nicht erreichbar.

    Virologe Schulz sagt gegenüber watson, dass auch das Reisemittel davon abhängt, wie die epidemiologische Situation zum Zeitpunkt der geplanten Reise aussieht und wie die Situation in dem Zielland sein wird.

    Sollten Flugreisen bald wieder möglich sein, wird da einiges zu beachten sein, meint Virologe Norbert Tautz von der Uni Lübeck: "In Flugzeugen geht es sehr eng zu. Wie man da die Abstandregeln einhalten kann, wird zu prüfen sein. Nur die Hälfte der Sitze zu besetzen erscheint möglich."

    Ansonsten werde in Flugzeugen die Luft in den Klimaanlagen mit Hepa-Filtern gereinigt, die auch Bakterien und Viren filtern. Das sei laut des Virologen in Bussen und Bahnen wohl nicht der Fall. Wird in Flugzeugen genügend Abstand gehalten, könnten auch diese wohl sicher sein.

    Tipp: "Am ehesten ist die Bahn fürs Reisen geeignet", so Epidemiologe Ulrichs. Dort kann man noch am besten auf Abstand setzen. Zudem empfiehlt Virologe Tautz das Tragen von Masken.
    Ausflug an den Badesee oder Radtour: Welche Freizeitaktivitäten sind erlaubt?

    Ausflüge in die Natur, zum Beispiel zum Wandern oder Fahrradfahren, sind erlaubt, sofern man nicht in einer Gruppe von Menschen unterwegs ist, mit denen man nicht zusammenlebt. Auch darf man mit einer weiteren Person gemeinsam draußen unterwegs sein, sofern man die Abstandsregeln einhält.

    Virologe Schulz hofft, dass sich die Situation in Richtung Sommer vielleicht noch etwas entspannt, "aber sicher voraussagen kann man das nicht".

    Tipp:
    "Beim Baden wird es sehr davon abhängen, wie dicht bevölkert die Strände sein werden – an einem einsamen Ort Schwimmen gehen, wird schon möglich sein."

    Bild

    Fahrradtouren sind im Sommer trotz Corona erlaubt. Solange man sich an die Abstandsregeln hält. Bild: E+ / FluxFactory
    Campen oder ins eigene Ferienhaus fahren: Darf ich das?

    Das kommt darauf an, wo das Häuschen steht. In Baden-Württemberg ist der Aufenthalt in der Zweitwohnung erlaubt, in Niedersachsen oder Schleswig-Holstein ist er derzeit verboten. Und Besitzer von Ferienwohnungen Mecklenburg-Vorpommern dürfen vom 1. Mai an wieder kommen. In Brandenburg hat es eine erfolgreiche Klage gegen eine Beschränkung gegeben.

    "Für jedes Bundesland gelten unterschiedliche Regelungen, wie mit Zweitwohnungen verfahren wird", erklärt Michelle Schwefel vom Deutschen Ferienhausverband gegenüber watson. "In Einzelfällen haben Kreise und Kommunen auch darüber hinausgehende Verfügungen erlassen. Daher ist es für Eigentümer wichtig, sich umfassend zu informieren."

    Der Verband sieht aber Anlass zur Hoffnung.
    "Es gibt erste Signale, beispielsweise von der Landesregierung in Schleswig-Holstein, die einen schrittweisen Neustart für den Tourismus vorsehen."

    Zweitwohnungen, sprich das eigene Ferienhaus, sollten demnächst wieder zugänglich sein. "Wir denken schon, dass sich bis zum Sommer Lockerungen bei den Reisebeschränkungen ergeben werden", erklärt Schwefel.
    Wenn ich bereits meinen Urlaub gebucht habe: Kann ich ihn wegen Corona stornieren?

    Das ist sowieso grundsätzlich immer möglich, allerdings mit Stornierungsgebühren verbunden.

    Tipp: "Wenn Sie gebucht haben, sollten Sie erstmal abwarten", rät Kerstin Heinen vom DRV gegenüber watson. Momentan sei einfach unklar, wie sich die Situation weiter entwickele.
    "Klar ist: Kein Veranstalter wird Reisende in ein ausgewiesenes Hochrisikogebiet reisen lassen. Dann werden die Reisen abgesagt."

    Kerstin Heinen

    Im Gegensatz zu einer Stornierung ist eine Absage für den Kunden kostenlos. Ihm werde dann entweder ein anderes Ziel oder eine zeitliche Verschiebung angeboten. "Das ist momentan natürlich sehr schwierig, weil nicht klar ist, wann und wohin Reisen möglich sein werden", sagt Heinen.

    Auch das Ausstellen von Gutscheinen sei möglich. Für die Veranstalter und Reisebüros, die momentan in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken, wäre das natürlich die beste Lösung. Die Gutscheine sollten verpflichtend und staatlich abgesichert werden, so Heinens Forderung:
    "Das Problem für die Veranstalter ist: Wenn die Reisebestandteile bereits von ihm eingekauft sind und der Kunde sein Geld wieder möchte, ist das für ihn schon gar nicht mehr da. Neue Reisen werden aktuell nicht gebucht, also ist es sehr schwer für die Unternehmen, Rückzahlungen zu tätigen."

    Stornieren geht immer, kostet aber. Und wenn ihr nicht wollt, dass nach der Corona-Krise alle Reiseunternehmen pleite sind, überlegt euch gut, in welcher Form ihr euch für bereits gebuchte Reisen im Zweifelsfall entschädigen lasst.
    Greift eine Reiserücktrittsversicherung?

    Auf eine Versicherung zu hoffen, ist wenig aussichtsreich: Eine Reiserücktrittsversicherung gilt in der Regel nur bei Unfall oder Erkrankung samt entsprechendem Attest. Bei höherer Gewalt greift sie nicht. Auch "individuelle Ängste oder Sorgen vor Ansteckung sind keine Gründe, bei denen eine Versicherung einspringt", erklärt der ADAC.

    Obwohl die Corona-Krise auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO offiziell als Pandemie eingestuft wird, sehen viele Versicherer laut den Verbraucherzentralen nicht vor, dass "Schäden, Erkrankungen und Tod infolge von Pandemien" versichert sind. Genauere Details solltet ihr in eurem Vertrag nachsehen.

    Lesenswert: Forscher finden 3 Mutationen von Coronavirus – Wuhan-Theorie bröckelt
    Wie es in Flugzeugen nach dem Corona-Shutdown aussehen wird
    Coronavirus: Virologe erklärt, an welchem Tag Erkrankte am ansteckendsten sind

    Was muss ich beachten, wenn ich jetzt einen neuen Urlaub buchen will?

    Es ist derzeit schwer vorherzusehen, wie sich die Situation verändern wird, dass es kaum ratsam ist, gerade jetzt auf gut Glück Reisen zu buchen. Niemand kann im Moment garantieren, dass diese auch stattfinden werden.

    Tipp: Lieber noch etwas warten. Zumindest bis zum 30. April. Da wollen Bund und Länder neue Beschlüsse zu Reisen bekannt geben.
    Bild

    Wer sicher gehen möchte, bucht erst einmal keinen Urlaub in diesem Jahr – und verbringt lieber entspannte Stunden auf dem Balkon. Bild: iStockphoto / skyNext
    Wie geht es nach dem Sommer weiter? Soll ich meinen Urlaub auf Herbst oder Winter schieben?

    Es ist nicht abzusehen, wie sich die Lage weiterentwickelt und ob im Herbst oder Winter Reisen möglich sein werden, und wenn ja, wohin. "Sobald es eine Öffnung gibt, gehen wir davon aus, dass Reisen sehr schnell wieder möglich sind – natürlich unter den notwendigen Hygiene-Vorkehrungen", erklärt Kerstin Heinen (DRV). Nur weiß momentan niemand genau, wann eine solche Öffnung erfolgen könnte. Auch hier gilt also: abwarten.

    Auch Epidemiologe Ulrichs sagt gegenüber watson:
    "Entweder setzt sich der Trend der Abschwächung fort, und wir kriegen die Corona-Lage weltweit wieder in den Griff – oder es kommt eine zweite Welle mit unbekannter Virulenz und Dynamik des Erregers, die wiederum restriktive Maßnahmen erforderlich machen wird."

    Auch Virologe Tautz meint: "Was man sicher sagen kann: Das Coronavirus ist im Herbst nicht einfach 'weg'." Wir können also auch in Monaten nicht davon ausgehen, uns wieder komplett frei bewegen zu können.

    Tipp: Grundsätzlich rät der Experte davon ab, größere Urlaubs- oder Ferienaktivitäten zu planen. Besonders riskant wären seiner Ansicht nach zum Beispiel Kreuzfahrten – wie das Beispiel der "Diamond Princess" zu Beginn der Corona-Ausbreitung gezeigt hat. "Kleinere Reisen innerhalb Deutschlands wären da eher unproblematisch – und würden die heimischen Gastgeber unterstützen."
    Sollte ich alle Reisen für 2020 stornieren?

    Das ist nicht nötig. Wie oben erwähnt werden bereits gebuchte Reisen, die aufgrund einer Reisewarnung nicht zustande kommen, ohnehin im Zweifelsfall entschädigt.

    Tipp: Es ist also besser, noch ein wenig Geduld zu haben und zu schauen, wie sich die Situation weiterentwickelt

  • Thema von carlos im Forum ***news***news***news*...

    Bis 3. Mai gilt eine weltweite Reisewarnung. Doch wie geht es dann weiter? Kann man diesen Sommer überhaupt noch einen Urlaub planen? Und wenn ja, wie und in welchen Ländern? Virologen, Experten und Verbände antworten.

    Bevor die pandemische Welle in Deutschland so richtig ins Rollen gekommen ist, gingen viele Experten davon aus: Das Coronavirus wird im Sommer kein Thema mehr sein. Dennoch sieht es nach derzeitigem Stand danach aus, dass wir dieses Jahr auf den großen Urlaub verzichten müssen. Oder ihn zumindest nur unter Einschränkungen wahrnehmen können.

    So sagte SPD-Politiker und Corona-Experte Karl Lauterbach zu watson: "Ich halte es für eine grotesk schlechte Idee, diesen Sommer in den Urlaub zu fahren. Die Gefahr ist sehr hoch, dass wir im Sommer einen schweren Rückfall der Krankheit erleben."

    Bis 3. Mai gilt eine weltweite Reisewarnung, diverse Veranstalter haben alle touristischen Reisen bis dahin abgesagt. Das hat die Bevölkerung mit geradezu stoischer Ruhe hingenommen. Wie soll es allerdings weitergehen? Droht nun auch der Sommerurlaub, der nach den bisherigen Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverboten wohl umso dringlicher herbeigesehnt wird, zu kippen? Watson hat bei Experten nachgefragt und die wichtigsten Antworten zum Sommerurlaub 2020 gesammelt.

  • Thema von carlos im Forum Peru

    Die Neukirchener Zahnärztin Dr. Birgit de Taillez hatte für März geplant, an einem Hilfsprojekt teilzunehmen. Jetzt sitzt sie wegen Corona fest.
    Eigentlich befindet sie sich zurzeit in Peru, um Kinderzähne zu behandeln. Die Neukirchener Zahnärztin Dr. Birgit de Taillez hatte für März geplant, an einem Hilfsprojekt teilzunehmen.Dann kam das Virus dazwischen. Nun sitzt sie seit dem 10. März mit ihrer Kollegin Kerstin Kelch aufgrund des Coronavirus in Urubamba fest. „Es hilft alles nichts. Wir müssen uns mit der Situation arrangieren und keine Panik zulassen“, sagt de Taillez.Die Kolleginnen sind im Rahmen eines Hilfsprojektes von „Zahnärzte helfen e.V.“ in Kooperation mit „Corazones para Peru“ in das Land gereist.
    Ursprünglich wollten sie Kinder im Kinderdorf behandeln, an Gesundheitskampagnen in Elendsvierteln teilnehmen und die Andenbevölkerung kennenlernen. Dann hat das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung gemacht.

  • Thema von carlos im Forum ***news***news***news*...

    Als die Bundesregierung die größte Rückholaktion aller Zeiten startete, waren auch viele junge Zahnmediziner unter den Rückkehrern. Anfangs ging man von insgesamt 100.000 Menschen – darunter Urlauber, Mitarbeiter von Unternehmen und viele Freiwillige – aus, mittlerweile liegt der Stand bei mehr als 200.000 Personen, die sich in die Listen der Botschaften auf den Wartelisten für die Rückholaktion des Auswärtigen Amts eingetragen hatten.

    Rückholaktion des Auswärtigen Amts für Studierende und freiwillige Helfer – allein 50 Personen aus der Karibik wieder in Deutschland


    https://www.quintessenz-news.de/auch-hil...tion-betroffen/

  • Thema von carlos im Forum Indien

    "Das ist eine absolute Extremerfahrung, die man als Tourist nie bekommt", schildert der Zweibrücker Zahnarzt, Dr. Klaus Wöschler, seine Erfahrung der beiden Hilfseinsätze in Indien. Nach 2009 war Wöschler vom 11. bis 22. April zum zweiten Mal im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu für die Vereinigung Zahnärzte für Indien tätig.Bei Temperaturen von über 30 Grad seien die Behandlungen sehr anstrengend. Dazu sei die Kommunikation trotz Dolmetschern wegen des "speziellen Englischs" schwer. Doch die "hautnahe Begegnung" mit den Menschen entschädige für die Mühe. Trotz der Armut habe er eine Fröhlichkeit und Zufriedenheit gespürt. Als Beispiel für die Armut erzählte Wöschler, dass nicht allein die Nachbarschaft fehlt oder der Computer. Selbst Einrichtungen wie Toiletten seien in den Dörfern der von ihm besuchten Region nicht vorhanden.

    Bei seinem ersten Aufenthalt im November 2009 behandelte Wöschler Kinder mehrere Tage in einem Mädchenheim in Indien. Dadurch ist eine Verbundenheit zu dem Heim entstanden. Bei dem diesjährigen Aufenthalt war er ein Tag in Trichy. Die übrige Zeit reiste er mit einem weiteren Zahnarzt, Dr. Moritz Ries aus Hamburg und der Helferin Friederique Heckel aus dem Vogtland mit einer fahrbaren Zahnarztpraxis eine Woche durch Südindien.

    Die Zahnärzte kamen mit dem Dentomobil zu den Menschen. Neben der Information über die richtige Zahnpflege behandelte das Team auch die Patienten vom Kleinkind bis zum Greis. Wobei mehr als Zahnreinigung, Füllungen und Ziehen nicht möglich war. Denn am kommenden Tag waren die Ärzte wieder unterwegs. Bei der Behandlung untersuchte ein Zahnarzt den Patienten unter freiem Himmel auf einem Stuhl. Wenn nötig wurden die Patienten dann in der mobilen, gut ausgerüsteten Zahnarztpraxis behandelt. Das Projekt sei dennoch nachhaltig, erklärt Wöschler, weil ständig Ärzte der Hilfsorganisation unterwegs seien.


    Neben der Zufriedenheit in der intakten dörflichen Solidargemeinschaft erlebte Wöschler auch eine große Dankbarkeit, dass sich "jemand aus Deutschland in Indien engagiert". Bei Klaus Wöschler hat die Begegnung mit einer deutschen Kinderkrankenschwester das Engagement ausgelöst. "Bei dem Gespräch über Kleinkinder fasste ich den Entschluss, zu helfen." Bei seiner Suche wurde er auf die Zahnärzte-Organisation aufmerksam. Zumal ihm Indien wegen der Spiritualität mehr zusagte als andere Regionen.

  • Seit dem Jahr 2007 reist Barthelmie häufig nach Indien, um bedürftige indischer Kinder zahnärztlich zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln. Am 22. Februar wird Barthelmie sich wieder auf den Weg nach Südindien machen, um dort in den kommenden zwei Wochen 1000 bis 1200 Kinder zahnärztlch zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln. Wohnen wird er dort in einem Heim, dass die Kindernothilfe in einem ehemaligen Polio-Krankenhaus errichtet hatte. Dieses Haus hatte Barthelmie bereits vor vier Jahren kennengelernt. Er hatte die dort lebenden 50 Kinder behandelt, Kinder mit und ohne Behinderung. „Hier wird Inklusion ganz selbstverständlich gelebt“, berichtet Barthelmie. Dem Haus hatte Barthelmie auf eigene Kosten einen neuen Anstrich geschenkt. Nun freut er sich aufs Wiedersehen mit einigen Kindern, die dort noch bis zu ihrem 18. Lebensjahr leben dürfen sowie den Betreuern und den Lehrern. Mit den indischen Menschen habe er bislang immer nur positive Erfahrungen gemacht – sowohl mit den Kindern als auch den Erwachsenen, berichtet Barthelmie.

    Barthelmie gehört einer Gruppe von zurzeit 35 deutschen Zahnärzten an, die ehrenamtlich indische Kinder in ihren Urlauben zahnärztlich untersuchen und wenn nötig behandeln. German Dentist Carehood International (GDCI) heißt ihre Organisation, die eng mit der Kindernothilfe zusammenarbeitet. Die GDCI-Ärzte kennen sich mittlerweile untereinander, treffen sich mindestens einmal im Jahr, um ihre indischen Erfahrungen auszutauschen. Jeder von ihnen fährt für mindesten zwei Wochen jährlich nach Indien, um in Schulen und Heimen die Zähne tausender Kinder zu untersuchen und zu behandeln.

    Erwachsene behandeln die deutschen Zahnärzte übrigens nicht, da das sonst böses Blut mit den indischen Kollegen geben würde, denen man die Arbeit wegnehmen würde, sagt Barthelmie. Er und seine Kollegen beschränken sich auf Kinder, die sonst nie einen Zahnarzt zu Gesicht bekommen würden.

    Bei seinen Reisen nach Indien nimmt Barthelmie immer zahnärztliche Gerätschaften mit, die in Indien kaum zu bekommen sind und die in der indischen Zahnartzpraxis, die von den GDCI-Ärzten eingerichtet wurde, nachgefragt werden. Um diese Zahnarzt-Instrumente kaufen zu können, sammeln die Zahnärzte Spenden oder fragen ihre Patienten, ob sie entnommene Goldfüllungen für den guten Zweck verkaufen dürfen.

    Und wie steht es um die Zahngesundheit der indischen Kinder? Die sei vergleichbar mit der Zahngesundheit deutscher Kinder, sagt Barthelmie. Die indischen Kinder hätten manchmal zwar noch nicht einmal eine Zahnbürste, aber die einfache Ernährung komme der Zahngesundheit durchaus zugute. Die indische Quote entspreche der deutschen: Von 1000 untersuchten Kindern müssten erfahrungsgemäß rund 250 zahnärztlich behandelt werden. Bei den Erwachsenen sehe es schlechter aus: „Da sieht man in lauter zahnlose Münder“, berichtet Barthelmie. Der Grund ist klar: Die Krankenkassen zahlen keine Zahnbehandlungen.

  • Bohren in MadagaskarDatum16.02.2020 01:25
    Thema von carlos im Forum Madagaskar

    Der Heidenauer Zahnarzt Frank Würfel nimmt sich regelmäßig eine Auszeit zum Helfen. Diesmal in Afrika. Dafür bekommt er überraschend Hilfe.
    Madagaskar im zweiten Anlauf: Beim ersten Mal vor zwei Jahren kam die Lungenpest dazwischen. Daran erkrankten und starben damals in dem ostafrikanischen Land viele Menschen. Dieses Risiko war Frank Würfel dann doch zu heikel. Helfen ja, aber sich selbst in Gefahr bringen, nein. Und wenn es gar zu teuer wird, muss es auch nicht sein. So wie im afrikanischen Malawi. Nun also klappt alles mit Madagaskar. Am 19. Februar geht es los, für zweieinhalb Wochen. Frank Würfel fliegt mit sechs anderen deutschen Zahnärzten und Studenten über den Heidelberger Verein "Planet action, helfende Hände", nach Afrika. Der Verein organisiert ehrenamtlich die Reisen, die Kosten bezahlen die Helfer selbst. Es ist die sechste derartige Reise des Heidenauers.

    https://www.saechsische.de/plus/zahnarzt...ar-5172108.html

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