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  • Thema von carlos im Forum Bolivien

    „Die Leute haben uns herbeigesehnt“, sagt der Nonnehorner Zahnarzt Ekkehard Schlichtenhorst. Nach 16 Monaten Corona-Pause sei die Praxis in der bolivianischen Ortschaft Huancarani voll gewesen. Endlich konnte Schlichtenhorst die Zahnarztpraxis gemeinsam mit drei anderen Freiwilligen wieder öffnen. Sein Verein Förderkreis Clinica Santa Maria (FCSM) betreibt sie in Huancarani als zahnärztlich-humanitäres Hilfsprojekt. Eine voll ausgerüstet Praxis mit einem Sprechzimmer, einem Prophylaxeraum und einem zahntechnischen Labor.
    Schlichtenhorst war in diesem Jahr zwei Mal vor Ort. Anfang August für sechs Wochen und Ende Oktober nochmal für eine. Endlich konnte das Projekt wieder losgehen. Das Problem war nur: Es hatten sich nicht genug Zahnärzte und -techniker gemeldet. Erst Mitte des Jahres ist die Nachfrage wieder angestiegen. Vor allem junge Zahntechniker hatten sich gemeldet. Das liege an Corona, sagt Schlichtenhorst. „Die älteren warten noch ab.“ In Bolivien sei die Impfquote Ende Oktober bei 55 Prozent gelegen – für ein Land wie dieses sei das hoch.
    Praxis 2014 aufgebaut

    Schon 2014 hat Ekkehart Schlichtenhorst die Zahnarztpraxis aufgebaut. Seit dem verbringt er jedes Jahr mehrere Wochen dort. Immer im Wechsel mit anderen Freiwilligen und Studenten, die auch aushelfen. Was bisher aber gefehlt hat, war eine konstante helfende Hand. In diesem Jahr hat der Verein eine gefunden. Wilfredo arbeitet seit einiger Zeit in der Praxis. Eigentlich ist er Schreiner. Wegen einer Operation am Rücken kann er aber nicht mehr schwer heben und folglich auch nicht mehr in seinem ursprünglichen Beruf tätig sein.

    Wir wollten ihm helfen und haben ihm eine Stelle bei uns angeboten,

    sagt Schlichtenhorst. „Wenn er sich so weiter entwickelt, ist es ein klassische „Win-Win-Situation.“ Von den Spendengeldern wird seine Ausbildung und sein Gehalt bezahlt.

    Auch davon zahlen konnte FCSM den zweiten Arbeitsplatz in dem zahntechnischen Labor in Huancarani. „So können wir der großen Nachfrage nach einfachem Zahnersatz nachkommen“, sagt Schlichtenhorst. Aber auch hier mangele es an der Bereitschaft von Zahntechnikern, einmal ein paar Wochen in Bolivien zu arbeiten.
    Mobiles Hilfsteam aufgegeben

    Die lassen sich schlecht mit Spendengeldern kaufen. Was der Verein damit aber schon anschaffen konnte, ist neues Material für die Praxen. „Als ich im Oktober vor Ort war, habe ich gemerkt, dass noch einiges fehlt“, sagt der Zahnarzt. Silikonabdrücke besorge er lieber in Deutschland. „Wir wollen nicht das gleiche Material für unterschiedliche Zwecke nutzen.“ Auch die passenden Spritzen dazu fehlten. Außerdem sei das Kunststoff des Behandlungsstuhls gerissen – der müsse ersetzt werden.

    Das Mobile Hilfsteam musste der Verein aufgeben. „Mir lag das Projekt sehr am Herzen und umso schlimmer ist es, dass wir es nicht mehr betreiben können“, sagt Schlichtenhorst. Mit einem Wagen, in dem ein mobiler Behandlungsraum verbaut war, fuhr ein Team durch das Land und vor allem in entlegenen, ländliche Gegenden, um die Zähne der Menschen zu behandeln. „Vielleicht können wir es ja wieder aufbauen“, sagt er. Aktuell sei es aber nicht möglich.

  • Thema von carlos im Forum Forum - Archiv
  • Narzisstische PersönlichkeitsstörungDatum19.09.2021 18:36
    Thema von carlos im Forum Forum - Archiv

    Patienten mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung stellen sich Therapeuten meist wegen komorbider Störungen vor. Sie sind häufig selbstdestruktiv, neigen zum Abbruch von Beziehungen und zu Suizidversuchen.

    Narzissmus zieht das Interesse auf sich, weil es Hinweise gibt, dass der Anteil der Narzissten in der Bevölkerung zunimmt. Meistens geht es hierbei jedoch um den subklinischen Narzissmus. Die pathologische Form, die narzisstische Persönlichkeitsstörung, findet weitaus weniger Beachtung. Ein Grund dafür könnte sein, dass sie als wenig verbreitet gilt, ein anderer, dass sie relativ selten empirisch untersucht wird.

    Nach DSM-IV-TR beziehungsweise DSM-5 gibt es folgende Kriterien für eine narzisstische Persönlichkeitsstörung: Die Betroffenen haben ein grandioses Gefühl der eigenen Wichtigkeit, sie verlangen nach übermäßiger Bewunderung, sie idealisieren sich selbst und sind stark von Fantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Glanz oder Schönheit eingenommen. Sie glauben von sich, besonders und einzigartig zu sein und nur von anderen außergewöhnlichen oder angesehenen Personen oder Institutionen verstanden zu werden oder nur mit diesen verkehren zu können. Darüber hinaus zeigen sie ein offensives Anspruchsdenken und erwarten, bevorzugt behandelt zu werden.

    Ausnutzende Tendenzen und Mangel an Empathie

    In zwischenmenschlichen Beziehungen sind sie häufig ausbeuterisch und ziehen zum Beispiel Nutzen aus anderen Personen, um die eigenen Ziele zu erreichen. Ihnen mangelt es zudem an Empathie, das heißt, sie sind nicht willens oder fähig, die Gefühle und Bedürfnisse anderer zu erkennen oder sich mit ihnen zu identifizieren. Außerdem sind sie häufig neidisch auf andere oder glauben, andere seien neidisch auf sie. Im Umgang mit anderen geben sie sich überheblich. Mindestens fünf dieser Kriterien müssen erfüllt sein, um die Diagnose stellen zu können.

    Aktuelle Forschungsbefunde legen nahe, dass die narzisstische Persönlichkeitsstörung noch weitere Facetten als die aufgeführten besitzt. Während beispielsweise im DSM-5 von einem hohen (grandiosen) Selbstwert ausgegangen wird, zeigt eine aktuelle Studie deutscher Psychologen um Aline Vater von der Charité – Universitätsmedizin Berlin, dass Betroffene einen niedrigeren Selbstwert als gesunde Kontrollpersonen aufweisen. Die amerikanische Psychiaterin Elsa Ronningstam von der Harvard Medical School in Belmont (USA) weist zudem darauf hin, dass Betroffene nicht nur selbstverliebt und großspurig, sondern durchaus auch unsicher, scheu, depressiv und übersensibel wirken können. Dies scheint auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen. Nach Ronningstam dienen aber auch solche Facetten der Störung dazu, den Betroffenen das Gefühl von Überlegenheit zu verschaffen und sich psychisch zu stabilisieren. Des weiteren wurde die narzisstische Persönlichkeitsstörung im DSM-5 (Sektion III) teilweise neu konzeptioniert, etwa indem ihr nicht nur grandiose, sondern auch vulnerable Charakteristika zugeschrieben werden. Neuere Befunde und Entwicklungen wie diese deuten darauf hin, dass die Erforschung der Störung noch lange nicht abgeschlossen ist.

    Patienten mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung gelten als schwierige Mitmenschen und unbeliebte Patienten. Sie leiden unter ihrer Störung, verursachen aber auch viel Leid bei anderen. Schwierig im Umgang mit anderen Menschen sind die Betroffenen (nach DSM-5) unter anderem deshalb, weil sie ständig Aufmerksamkeit und Bewunderung einfordern, diese aber anderen nicht zukommen lassen. Sie werten andere ab und treten oft überheblich auf. Sie wollen stets im Mittelpunkt stehen, sind aber unfähig, sich in andere einzufühlen und sich mit ihnen zu identifizieren. Bedürfnisse und Gefühle anderer Menschen nehmen sie nur zur Kenntnis, wenn sie für die eigene Person relevant sind. Sie sind nicht in der Lage, tiefe und dauerhafte Beziehungen einzugehen. Sie haben kein authentisches Interesse an anderen und benutzen sie ausschließlich zur Erreichung eigener Ziele.

    Wegen komorbider Störungen in Therapie

    Diese Eigenschaften macht den Umgang mit den Betroffenen nicht gerade einfach – dennoch wirken sie oft anziehend und haben in bestimmten Lebensbereichen sogar Erfolg mit ihrer Art, etwa in Führungspositionen. Fehlende Freundschaften, Isolation und andere Nachteile können viele von ihnen oft lange kompensieren. Erst ernsthafte Krisen und hoher Leidensdruck führen sie in die Therapie, wo sie sich aber zumeist wegen komorbider Störungen vorstellen und behandeln lassen.

    Auch in der Therapie zeigen sich die Charakteristika der Erkrankung, sodass Therapeuten damit rechnen müssen, arrogant und abwertend behandelt zu werden. Die Patienten sind darüber hinaus selbstdestruktiv und neigen zum Abbruch von Beziehungen und zu Suizidversuchen. Sie verdrängen Abhängigkeitsbedürfnisse, erschweren den Aufbau eines therapeutischen Arbeitsbündnisses und zeigen dissoziale Züge. Außerdem betrachten sie ihr Verhalten oft als angemessen und sind daher nur schwer zu Veränderungen zu motivieren. Dies stellt Therapeuten vor besondere Herausforderungen.

    Es gibt eine Vielzahl an therapeutischen Ansätzen (zum Beispiel psychoanalytische oder dialektisch-behaviorale), um die narzisstische Persönlichkeitsstörung zu behandeln. Allerdings wurden bislang keine empirisch-wissenschaftlichen Studien zur Psychotherapie narzisstischer Patienten publiziert, daher meint die Psychologin Vater: „Die Grundlagen einer spezifischen Psychotherapie sind aus wissenschaftlicher Sicht nicht geklärt.“ Schulenübergreifend lassen sich in der Literatur dennoch verschiedene Therapieziele finden, so zum Beispiel eine Verbesserung der Beziehungsfähigkeit und Flexibilität, eine Reduktion narzisstischer Verhaltensweisen oder die Aktivierung hilfreicher Ressourcen. Auch Techniken, die die Einsicht des Patienten in die Funktion der narzisstischen Verhaltensweisen sowie eine realistische Selbstwahrnehmung fördern, oder die zum Aufbau stabiler sozialer Bindungen oder zur Emotionsregulation beitragen, sollten vermittelt werden. Darüber hinaus sollte der Therapeut nicht mit Gegenwehr und Rückzug, sondern wertfrei und wertschätzend reagieren. Die erhöhte Suizidgefährdung der Patienten sollte bei jeder Behandlung berücksichtigt werden.

  • Narzisstische PersönlichkeitsstörungDatum19.09.2021 18:02
  • Narzisstische PersönlichkeitsstörungDatum19.09.2021 18:02

    Narzissten gelten als selbstbezogene Menschen, die egozentrische und geltungsbedürftige Wesensmerkmale aufweisen. Dabei dient die innere Selbstbezogenheit dem Zweck, ein inneres Gleichgewicht sowie Selbstwert und Wohlgefühl aufrechtzuerhalten. Ein narzisstischer Persönlichkeitsstil ist keineswegs zwangsläufig krankhaft, solange er ein ausgewogener, gesunder Bestandteil einer harmonischen Persönlichkeit ist.

    Die narzisstische Persönlichkeitsstörung ist hingegen eine tiefgreifende Störung der Persönlichkeit, die durch mangelndes Selbstwertgefühl, einer ausgeprägten Empfindlichkeit gegenüber Kritik und einem geringen Einfühlungsvermögen in andere Menschen besteht. Sie kann das Leben der Betroffenen stark dominieren, Stress sowie sehr negative Emotionen verursachen und es können sich psychische Folgeerkrankungen entwickeln. „Die krankhafte Ausprägung einer narzisstische Persönlichkeitsstörung zeichnet sich durch ein brüchiges Selbstwertgefühl aus, dass Betroffene durch ein Selbstbild von eigener Großartigkeit, Überlegenheit und Verachtung gegenüber anderen Menschen zu kompensieren versuchen. Viele sind von starken Phantasien eingenommen, die sich um Macht, grenzenlosen Erfolg, Glanz, Schönheit oder auch ideale Liebe drehen. Sie neigen dazu, zu konstruieren und sich nach außen hin als großartig zu präsentieren, überschätzen dabei jedoch oft ihre eigenen Fähigkeiten. Manche glauben, besonders und in vielerlei Hinsicht einzigartig zu sein und nur von anderen «besonderen» Personen oder erlesenen Kreisen verstanden zu werden“, berichtet Prof. Dr. med. Peter Falkai von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) mit Sitz in Berlin. „Aus diesem erhöhten Selbstkonzept entsteht jedoch für Betroffene eine permanente Bedrohung durch andere, die diese Selbstdarstellung in Frage stellen. Das Umfeld fordert früher oder später eine realistische Sichtweise der Wirklichkeit ein. Das drängt Narzissten in Erklärungsnot und führt fast zwangsläufig zu weiteren Rechtfertigungen, Konstruktionen oder auch Lügen. In dem Bestreben, die eigene Glaubwürdigkeit aufrechtzuerhalten, geraten Betroffen oft in eine Art Teufelskreis, der einen permanenten Druck ausübt und auch eine Eskalation zufolge haben kann.“
    Hauptmerkmale der Störung liegen im zwischenmenschlichen Bereich

    Narzissten sind auf die Bestätigung von außen angewiesen, um das eigene Selbst zu stabilisieren. Zugleich erschweren es ihnen Defizite im Einfühlungsvermögen in andere Menschen, gleichberechtigte, stabile Beziehungen aufrechtzuerhalten. Ihr ausgeprägter Eigenbezug dient überwiegend dazu, soziales Unbehagen und zwischenmenschliche Unsicherheit zu kaschieren. „In näheren Beziehungen können die Betroffenen durchaus charmant und betörend wirken, um ein positives Feedback zu erhalten. Manche gehen mit anderen Menschen aber auch geradezu manipulativ vor, um ihre Ziele zu erreichen. Beziehungen werden dabei oft von beiden Seiten nur solange aufrechterhalten, solange Bewunderung für den Narzissten vorhanden ist. Das Umfeld lässt sich so ein Verhalten meist nicht lange bieten. Narzissten lassen wiederrum andere Menschen manchmal von einem Moment auf den anderen fallen, wenn diese nicht länger dazu beitragen, das Selbstwertgefühl des Narzissten zu bestärken oder dessen Ziele zu erfüllen. Empathische Defizite tragen dazu bei, dass ein rücksichtsloser und verletzender Umgang mit Menschen aufrechterhalten wird“, ergänzt Prof. Falkai. Früher oder später fühlen sich Personen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung oft sehr alleine und entwickeln einen großen Leidensdruck unter ihren problematischen Persönlichkeitszügen. Kritik an ihren Leistungen, Zurückweisung oder auch Kränkungen erleben sie als überaus schmerzlich und tiefgreifend bis hin zu einer existentiellen Bedrohung. Ein Teil von ihnen erlebt schwere depressive Krisen bis hin zur Entwicklung von Suizidgedanken. Die narzisstische Persönlichkeitsstörung geht mit einer hohen Suizidrate von 14 Prozent einher.
    Keine Krankheitseinsicht – Die Probleme liegen bei anderen

    Es liegt in der Natur der Störung, dass sich Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung nur selten Hilfe holen. Viele Betroffene verschließen sich vehement vor Kritik an ihren Persönlichkeitszügen. Suchen sie Hilfe auf, geschieht dies oft vor dem Hintergrund, das andere Probleme mit ihnen haben, die behoben werden müssen - nicht aber, dass sie ein Problem bei sich selber sehen. Häufig führen erst Folgeerkrankungen wie eine Depression oder eine Suchterkrankung zu professioneller Hilfe. „Bei den therapeutische Maßnahmen steht im Vordergrund, dass die Störung in erster Linie in einem zwischenmenschlichen Interaktionsproblem besteht, das auf Empathie-Mangel, Schüchternheit und Angst vor negativer Bewertung besteht. Das Empathie-Vermögen kann dann beispielsweise durch Rollenspiele erarbeitet werden. Empathie ist wiederum die Voraussetzung, um mit dem Feedback und der Kritik durch andere besser umgehen zu können“, illustriert der DGPPN-Experte. Patienten werden auch darin unterstützt, Veränderungen in ihren Alltagsbeziehungen vorzunehmen, wodurch sie letztlich selbst ihr Alltagsverhalten verändern müssen.

    Persönlichkeitsstörungen können als extreme Ausprägung eines Persönlichkeitsstils mit unflexiblen, starren und unzweckmäßigen Persönlichkeitszügen betrachtet werden, die dabei die Lebensqualität des Betroffenen beeinträchtigen, zu (subjektivem) Leid oder zu häufigen Konflikten mit der Umwelt führen. Eine Störung liegt vor, wenn diese problematischen Persönlichkeitszüge stabil und langdauernd vorliegen. Eine in Deutschland durchgeführte Studie ermittelte, dass 9,4 Prozent der Bevölkerung von Persönlichkeitsstörungen betroffen sind. Narzisstische Persönlichkeitsstörungen treten bei bis zu 0,4 Prozent der Bevölkerung auf.

  • Narzisstische PersönlichkeitsstörungDatum19.09.2021 18:01
    Thema von carlos im Forum Forum - Archiv

    Narzissten gelten als selbstbezogene Menschen, die egozentrische und geltungsbedürftige Wesensmerkmale aufweisen. Dabei dient die innere Selbstbezogenheit dem Zweck, ein inneres Gleichgewicht sowie Selbstwert und Wohlgefühl aufrechtzuerhalten. Ein narzisstischer Persönlichkeitsstil ist keineswegs zwangsläufig krankhaft, solange er ein ausgewogener, gesunder Bestandteil einer harmonischen Persönlichkeit ist.

  • Interessantes und WissenswertesDatum19.09.2021 17:56
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Interessantes und Wissenswertes

    Sind an weiteren Berichten aus Studizeitungen interessiert

  • Interessantes und WissenswertesDatum19.09.2021 17:56
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Interessantes und Wissenswertes

    von Praxisknechten und Quasi-Helferinnen

    Ein Bericht aus einer Praxis (gefunden in einer Examenszeitung)

    Der Start ins Arbeitsleben ist aufregend, anstrengend – und oft ganz anders als geplant. In der Serie »Mein erstes Jahr im Job« erzählen Berufseinsteiger:innen, wie sie diese Zeit erlebt haben. Diesmal: Assistenzzahnärztin Ida*, 27, aus Nordrhein-Westfalen brauchte einen zweiten Anlauf, um eine Stelle zu finden, die sie weiterbringt.
    Mein erstes Jahr im Job

    »Auf die Idee, Zahnärztin zu werden, bin ich während meines Auslandsjahres in den USA gekommen. Ich war dort mit mehreren Mädels in einer Highschool-Klasse, die alle etwas mit Medizin machen wollten. Wir saßen oft zusammen und überlegten, welche Studiengänge und Berufe infrage kämen. Ich dachte damals immer häufiger: Warum nicht Zahnmedizin? Mein Vater ist Orthopäde, aber das war mir irgendwie zu grob. Ich war schon als Kind eher die fürs Feine, habe an kleinen Flugzeugen gebaut und mit Modellbaukästen gespielt.

    Zurück in Deutschland rief ich meinen damaligen Zahnarzt an und fragte, ob ich mal einen Tag bei ihm mitlaufen dürfte. Durfte ich. Besonders beeindruckt hat mich, wie ruhig er mit Kindern umging, die ängstlich zum ihm kamen. Damals fasste ich den Entschluss, Kinderzahnärztin zu werden. Jetzt, gut zehn Jahre später, bin ich diesem Ziel schon ein ganzes Stück näher. Das fühlt sich gut an.
    Erst Pauken, dann Praxis

    Direkt nach dem Abitur begann ich, Zahnmedizin zu studieren. Gerade zu Beginn lernt man extrem viel auswendig: in Biochemie, wie Stoffwechselprozesse funktionieren; in Prothetik, wie eine Prothese aufgebaut sein muss, damit sie nicht kippelt; in pathologischer Histologie, wie mikroskopiert wird. Mein Bio-Leistungskurs hat mir dabei noch am meisten geholfen.
    »Bis kurz vor dem Examen hatten meine Kommiliton:innen und ich immer das Gefühl, irgendein Stock könnte uns noch zwischen die Beine geworfen werden.«

    Vor Ende des Physikums, zum vierten Semester, beginnt dann der praktische Teil der zahnärztlichen Ausbildung – und aus meiner Sicht auch die Zeit, in der die strukturellen Probleme des Studiums deutlich werden. Die bereitgestellten Gelder sind zu knapp, es gibt zu wenige Betreuer:innen für zu viele Studierende, und der Druck ist für viele einfach zu groß.


    Wenn man ständig unter Anspannung etwas zum ersten Mal macht, schlaucht das. Im Labor wurde jeden Tag geweint – aus Verzweiflung, aus Schwäche. Bis kurz vor dem Examen hatten meine Kommiliton:innen und ich immer das Gefühl, irgendein Stock könnte uns noch zwischen die Beine geworfen werden: noch mehr Testate, noch weniger Vorbereitungszeit. Die sieben Jahre Studium waren eine große Belastung für mich. Als ich mein Staatsexamen hatte, war ich nur noch froh, dass es vorbei war.
    Zu naiv beim ersten Arbeitsvertrag

    Die Suche nach einem Job war dann zum Glück entspannter. Ich hatte vier Vorstellungsgespräche – und meinen Vertrag als Assistenzzahnärztin schon vor meinem Examen unterschrieben. Erst hinterher stellte ich fest, dass ich viel zu naiv gewesen war. Ich sollte 2000 Euro brutto im Monat verdienen – mehr als 500 Euro weniger als das, was man zu Beginn der Assistenzzeit durchschnittlich bekommt. Dafür sollte ich eine Umsatzbeteiligung bekommen, wenn ich für mehr als 48.000 Euro Behandlungssumme in den ersten sechs Monaten Patient:innen abrechne. Behandelt man wie während der Assistenzzeit üblich, macht also zum Beispiel Füllungen und setzt Kronen, ist es durchaus möglich, diese Summe zu erreichen.
    »Ich arbeitete viel, lernte wenig und hatte nicht das Gefühl, von meinen Kolleg:innen ernst genommen zu werden.«

    Das Problem bei mir: Außer Speichel abzusaugen und den Boden zu fegen, machte ich wenig, also auch keinen Umsatz – und fühlte mich verarscht und schlecht behandelt. Ich arbeitete viel, lernte wenig und hatte nicht das Gefühl, von meinen Kolleg:innen ernst genommen zu werden.

    Ende vergangenen Jahres suchte ich Rat bei einem befreundeten Kollegen. Er empfahl mir, Ausschau nach einer neuen Stelle zu halten, bei der ich wirklich behandeln und mich entwickeln könnte. Er selbst wechselte kurz darauf in eine andere Praxis, ich bewarb mich als seine Nachfolgerin – und bekam den Job. Meine erste Stelle nach wenigen Monaten zu kündigen, fiel mir nicht leicht. Im Nachhinein aber war es das Beste, was mir passieren konnte.
    Partnerangebot: Toni Knows – der Studienwahltest

    Jetzt habe ich eine Chefin, die sich Zeit für mich nimmt und mir Patient:innen anvertraut, die mich fordern, aber gleichzeitig gut zu behandeln sind. Wir sprechen regelmäßig über einzelne Behandlungen: Was lief gut, worauf muss ich beim nächsten Mal noch mehr achten? Das hilft mir ungemein.

    Derzeit arbeite ich 40 Stunden pro Woche, verteilt auf vier Tage, und verdiene 2800 Euro brutto im Monat. Nach Ende meiner vereinbarten Probezeit im Oktober werden es noch mal 600 Euro mehr.
    Beim Behandeln mit zwei Masken geschützt

    Die Pandemie ist eine fordernde Zeit, um in den Beruf einzusteigen. Viele Patient:innen haben 2020 ihre jährliche Kontrolluntersuchung ausfallen lassen, vielleicht weil sie Angst hatten, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Gerade für Menschen, die empfindliche Zähne haben, ist das ein großes Problem. Sie haben jetzt einen Flickenteppich im Mund, der für uns manchmal nur schwer zu kontrollieren ist. Es gibt aber auch das Gegenteil: Einige Patient:innen setzen sich jetzt intensiver mit ihrer Gesundheit und auch ihren Zähnen auseinander, was uns natürlich freut.

    Angst um mich selbst habe ich nicht. Seit Anfang Mai bin ich doppelt geimpft, bei der Arbeit trage ich zwei Schutzmasken übereinander. Zwar ist das Arbeiten darunter manchmal anstrengend, aber daran habe ich mich gewöhnt.

    An meinem freien Tag und an den Wochenenden promoviere ich. Mein Traum ist immer noch, mich auf Kinderzahnheilkunde zu spezialisieren und irgendwann selbstständig zu machen. Überstürzen möchte ich aber nichts. Dass ich die Dinge, die ich mir vornehme, erreichen kann, habe ich in den vergangenen Jahren ja bewiesen.«
    Wie wird man Zahnärztin oder Zahnarzt?

    Wer in Deutschland Zahnärztin oder Zahnarzt werden will, muss an einer Universität studiert und das Studium mit dem Staatsexamen abgeschlossen haben. Die Regelstudienzeit beträgt zehn Semester plus ein weiteres Semester für das Staatsexamen.

    Das Studium ist zulassungsbeschränkt. Der Numerus Clausus (NC) ist in der Regel etwas moderater als bei Humanmedizin. An der Universität Hamburg lag der NC für Zahnmedizin im Wintersemester 2019/2020 etwa bei 1,3, für Humanmedizin bei 1,0. An das Studium schließt die Assistenzzeit an. Sie dauert mindestens zwei und maximal vier Jahre.

    Später behandeln Zahnärzt:innen Krankheiten von Zähnen, Mund und Kiefer, kümmern sich um Fehlstellungen und arbeiten Therapiepläne aus. Sie arbeiten vor allem in Zahnarztpraxen und Zahnkliniken, aber auch in der Forschung und Lehre, in der Pharmaindustrie, bei Versicherungen oder Gesundheitsämtern. Auch eine Weiterbildung zur Fachzahnärztin oder zum Fachzahnarzt ist möglich, etwa für Kieferorthopädie, Oralchirurgie oder Parodontologie.

    2020 gab es laut Bundeszahnärztekammer rund 72.500 Zahnmediziner:innen in Deutschland. Im Mittel verdienen sie laut Entgeltatlas der Bundesagentur 4709 Euro brutto monatlich.
    Außer Speichel abzusaugen und den Boden zu fegen, machte ich wenig«
    Ida wusste früh, dass sie Zahnärztin werden wollte. Nach einem harten Studium stieg sie direkt in den Job ein – und bekam zum ersten Mal Zweifel. Auch weil sie zu naiv verhandelt hatte, wie sie sagt.

  • Interessantes und WissenswertesDatum19.09.2021 17:55
    Thema von carlos im Forum Forum - Archiv

    In diesem Topic finden sich einige Infos, die nicht unbedingt etwas mit dem Thema zu tun haben, aber trotzdem interessant sein könnten.

  • Voraussetzungen Famulatur/VolontariatDatum08.08.2021 23:22

    "Grundsaetzlich duerfen Studenten nicht eigenstaendig arbeiten, sie benoetigen die Begleitung eines erfahrenen Zahnarztes und sind dessen Weisungsbefugnis unterworfen.
    Studenten duerfen auch nur diese Behandlungen ausfuehren, die sie bereits erlernt haben, also vorzugsweise Fuellungstherapie, einfache Extraktionen, Limpiezas, einfache Endos. Sie sollen damit mehr Routine erlangen, die Arbeitsablaeufe zu optimieren lernen und weitere Erfahrungen sammeln.
    Es kann nicht Ziel des Voluntariats sein, neue Behandlungsmassnahmen auszuprobieren, einen universitaeren Behandlungskurs zu ersetzen und unsere Patienten zu Versuchszwecken zu missbrauchen. Allein der Respekt vor den Patienten verbietet dieses, ausserdem waere es nicht mit den ethischen Grundsaetzen unseres Berufes zu vereinbaren."


    http://www.fcsm.org/studierende.html

  • Voraussetzungen Famulatur/VolontariatDatum08.08.2021 23:19

    http://www.fcsm.org/studierende.html

    "Studenten können üblicherweise nur während der Semesterferien eingesetzt werden, es sei denn, sie müssen oder wollen ein Freisemester einlegen.
    Grundsätzlich dürfen Studenten nicht eigenständig arbeiten, sie benötigen die Aufsicht erfahrener Zahnärzte. Aber sie werden trotzdem unglaublich profitieren, da sie durch die praktische Arbeit routinierter und schneller werden."

  • Voraussetzungen Famulatur/VolontariatDatum08.08.2021 23:15
    Thema von carlos im Forum Dental Ethics

    "Das Problem bei der Planung unserer Einsätze liegt im Mangel erfahrener Zahnärzte (mind. 2 Berufsjahre). Solange kein Zahnarzt im Projekt gemeldet ist, können für die begleitenden Studenten/Frisch-Approbierten, DH´s und Zahntechniker keine Zusagen gegeben werden."



    http://www.fcsm.org/voluntariate-2019.html

  • update DIANODatum08.08.2021 21:39
    Thema von carlos im Forum DIANO - Dental Interna...
  • Dental Ethics Manual 2 Datum08.08.2021 21:38
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Dental Ethics Manual 2
  • Dental Ethics Manual 2 Datum08.08.2021 21:36
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Dental Ethics Manual 2
  • Dental Ethics Manual 2 Datum08.08.2021 21:36
    Thema von carlos im Forum Dental Ethics

    Dental Ethics Manual 2

    Published: September 2018

    Authors:

    Wolter Brands, Sudeshni Naidoo, Suzette Porter, Michael Sereny, Ward van Dijk, Jos Welie

    Ethics is an integral part of the health professions. Even if dentists rarely deal with popular bioethical topics like trade in organs or assisted suicide, they face ethical challenges and must make ethical decisions in their everyday practice. Many of these challenges are resolved by experience. However, sometimes experience is not enough, and the dentist may need practical tools to assist with ethical decision-making.

    This Manual prepares dental practitioners to confront important ethical dilemmas and uphold and exceptional standard of care throughout their careers. It is user-friendly and relevant to a wide and international audience, including experienced clinicians, first-year dental students, dental office managers, or policymakers.
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