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  • Foren-Beitrag von carlos im Thema

    Wer diese Arbeit mit einem finanziellen Beitrag unterstützen möchte, kann die Bankverbindung der Evangelischen Kirchengemeinde Rehau nutzen:

    VR-Bank Hof eG

    IBAN: DE87 7806 0896 0000 4608 26

    BIC: GENODEF1HO1

    Verwendungszweck: Badacin

  • Thema von carlos im Forum Rumänien

    Kurz vor Ostern packte die Zahnärztin Annette Kirchner-Schröder wieder ihren kleinen Transporter für den Einsatz in der Einrichtung für Menschen mit Behinderungen im rumänischen Badacin.

    REHAU Kurz vor Ostern packte die Zahnärztin Annette Kirchner-Schröder wieder ihren kleinen Transporter für den Einsatz in der Einrichtung für Menschen mit Behinderungen im rumänischen Badacin. Finanzielle Unterstützung dafür kam, wie auch in den vergangenen Jahren, von der Evangelischen Kirchengemeinde Rehau. Die zahnärztliche Praxis, in der die Menschen, die mobil sind, behandelt werden können, befindet sich in einem kirchlichen Gemeindezentrum in Simleu Silvaniei. Das Arbeitswochenende war bereits seit langem mit der rumänischen Zahnärztin Mariana Grinov geplant und mit der Leiterin des Behindertenheimes abgesprochen. Noch am Abend der Ankunft wurden die Materialien und Instrumente aufgebaut und die Funktionstüchtigkeit des Behandlungsstuhls überprüft.

    Am nächsten Morgen standen die Zahnärztin Mariana Grinov, ihr Mann sowie eine reichliche Anzahl von Bewohnern des fünf Kilometer entfernten Heimes von Badacin schon vor der Tür und es konnte losgehen. Am ersten Tag behandelten Mariana Grinov und Annette Kirchner-Schröder im Wechsel dreißig Patienten aus Badacin und neun Patienten aus dem zu Badacin gehörenden neuen Haus in Nusfalau. Die Zahnärztinnen machten dabei 27 Füllungen. Allerdings mussten auch 27 Zähne entfernt werden. Bei achtzehn Patienten erfolgte eine gründliche Zahnreinigung.

    Mehrmals wünschten sich die Patienten vehement ihre Lieblings-"doctorita". Dies ist auch ein Zeichen dafür, dass die beiden jährlichen Einsätze für die Menschen mit Behinderung immer noch die einzige Möglichkeit sind, zahnärztlich behandelt zu werden. Wer möchte schon wütend schreiende Patienten behandeln ? Also wurde den Wünschen mit einem Schmunzeln nachgegeben.

    Am zweiten Tag arbeitete Annette Kirchner-Schröder allein mit ihrem rumänischen Helfer Alexandru-Domitian Pop. Mit Peter, einem Mitarbeiter des Heimes, der sich auch diesmal um die Organisation des Patiententransportes kümmerte, war abgesprochen worden, dass sie auch die übrigen Bewohner von Nusfalau besuchen, von denen einige auch auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Alle 52 Bewohner dieses Heims wurden zahnmedizinisch kontrolliert. Siebzehn Zähne mussten direkt vor Ort entfernt werden - auf einem normalen Stuhl ! Das war nicht immer leicht. Einige Patienten machten anfangs den Eindruck, als sei eine Behandlung gar nicht möglich. "Mal gebissen werden oder ein Tritt vor das Schienbein. . . Solche Dinge bringen mich nach neun Jahren Einsatz und Behandlung von Menschen mit schweren Beeinträchtigungen in Rumänien nicht mehr aus der Ruhe", meinte Annette Kirchner-Schröder gelassen. Sie ließ eine Liste mit den Namen von dreißig Bewohnern anfertigen, die im Herbst weiterbehandelt werden sollen.

    Nach kurzer Pause und mit frischer Materialausstattung erreichte das kleine Team das Heim in Badacin, wo weitere 39 Patienten kontrolliert wurden. Dazu gingen die Helfer von Haus zu Haus. In jedem Haus leben zwischen sechs und zwölf Menschen. Am Ende waren weitere sieben Zähne extrahiert sowie eine ebenfalls dreißig Patienten zählende Liste erstellt, die im Herbst 2018 bearbeitet werden muss. Das Fazit des zweitägigen, arbeitsintensiven Aufenthaltes lautet: Seit 2010 konnte viel Gutes getan werden. Viele Zahnschmerzen konnten verhindert oder beendet werden. Man darf aber nicht nachlassen in der Sorge um die Bewohner beider Häuser, darin sind sich die Helfer einig. Die Angestellten der Einrichtungen in Rumänien sind mittlerweile sehr bemüht, einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, weil sie offenbar gemerkt haben, dass ihr Dienst und das Zusammenleben der Bewohner ohne Zahnschmerzen ruhiger und einfacher ist.

    Dass in Rumänien - einem zu Europa gehörenden Land - immer noch nicht gewährleistet ist, dass Menschen mit Behinderungen zahnärztlich versorgt werden, ist kaum nachzuvollziehen. Auch für die Helfer in Rehau und Hof ist die nun bereits langjährige Hilfe Ausdruck der Verbundenheit zu jedem einzelnen Menschen in den Einrichtungen. Manche von ihnen haben inzwischen das 50. Lebensjahr überschritten und die Haare werden grau. Weder diese älteren, noch die jüngeren Bewohner haben eine Perspektive, die Einrichtung jemals wieder zu verlassen. Der Einsatz der Zahnärzte hat neben dem primär wichtigen medizinischen auch einen sozialen Effekt: Er unterbricht den immer gleichen Alltag und sorgt für Ansprache und Wertschätzung.

  • Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • Thema von carlos im Forum Planet action

    Ein Afrika-Einsatz bedeutet für Zahnmedizin-Studentin Anna Leimbach harte Arbeit – zum Teil unter schwierigen Bedingungen. Zahnbürsten etwa sind in Malawi Luxus. Trotz aller Hindernisse aber ist Anna Leimbach dankbar.

    Achtjähriger konnte Leimbach gerade noch rechtzeitig helfen

    Dabei gebe es genügend Gründe zum Jammern, denn in dem Dritte-Welt-Land ist die Armut so groß, dass viele Menschen nicht ausreichend und einseitig ernährt sind. Die Zeichen der Entbehrung werden dem deutschen Zahnärzteteam, das größtenteils stationär am St. Gabriel’s Hospital nahe der kleinen Ortschaft Namitete im Südwesten Malawis arbeitet, bei einem Besuch in einer Schule nur allzu deutlich. Als die 480 Schüler danach gefragt werden, wer eine Zahnbürste besitzt, melden sich sechs. „Viele putzen mit dem Finger und Wasser oder mit Kohle“, heißt es in dem Einsatzbericht der deutschen Helfer.

    Die Folgen von schlechter Hygiene und Mangelernährung sehen sie beim Blick in die Mundhöhlen ihrer Patienten. „Wir haben fast nur Zähne gezogen“, beschreibt Anna Leimbach die Arbeit vor Ort. Die Behandlungen finden unter erschwerten Bedingungen statt. Ohne Röntgenaufnahmen, Behandlungsstühle und -licht sowie Absauggeräte werden sie zur medizinischen Herausforderung.

    Beeindruckend, so berichtet es das Team, sei die Geduld und Tapferkeit, mit der nicht nur Erwachsene, sondern auch die Kinder die anstrengenden und umfangreichen Eingriffe über sich ergehen lassen. Zu ihnen gehört eine achtjährige Patientin, deren halber Gesichts- und Halsbereich durch eine Entzündung so angeschwollen ist, dass sie nicht mehr essen und schlucken kann. Die akute Abszedierung wird eröffnet und medikamentös behandelt. Dem Kind kann „gerade noch rechtzeitig“ geholfen werden.

    Zahnarzt-Behandlung: 8 Euro, Monatseinkommen: 30 Euro

    Eine zahnmedizinische Versorgung, die für uns eine Selbstverständlichkeit ist, können sich die meisten Menschen in Malawi nicht leisten. Die Dienstleistungen werden nämlich hauptsächlich in der Hauptstadt Lilongwe angeboten. Für einen Dorfbewohner aus Namitete würden Kosten für die Anreise und Behandlung von mindestens 7000 malawischen Kwacha (8 Euro) entstehen. Das können die meisten bei einem Monatsgehalt von 25.000 MKW (etwa 30 Euro) nicht bezahlen.

    Die Versorgung durch das deutsche Helferteam wird so zum Segen für die malawische Bevölkerung auf dem Land. Vom besonderen Einsatz der Mediziner erfahren die Menschen übrigens in ihren Kirchen. Die Verkündung der Nachricht im Gottesdienst sei bei „größtenteils fehlender Telekommunikation unabdingbar für die Patientenrekrutierung“, wissen die Mediziner. Das System ist so erfolgreich, dass gleich am ersten Tag 80 Patienten auf die zwei Zahnärzte und fünf Studenten warten. Es ist in jeder Hinsicht eine Reise, die bei den Teilnehmern noch lange nachwirken wird.

    Anna Leimbach ist wieder an ihren Studienort in Münster zurückgekehrt, wo sie Menschen unter modernsten Praxisbedingungen behandeln kann. Ihre Unterstützung für die Organisation Planet Action aber soll weitergehen. Die 24-Jährige kann sich außerdem einen weiteren Auslandseinsatz vorstellen. Ihr Wunsch ist es, in Malawi zu einer nachhaltigen Hilfe beizutragen.

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  • Thema von carlos im Forum Tansania

    Lehrlinge aus Luzern planen Duschen und WCs für Tansania


    Zwei Klassen des kantonalen Berufsbildungszentrums Bau und Gewerbe im Heimbach-Schulhaus Luzern widmen sich in den kommenden Wochen einem speziellen Projekt: Sie zeichnen Pläne für die Renovation und den Bau von drei Gebäuden für eine Schulanlage im ostafrikanischen Land Tansania. Die Bauarbeiten sollen schon diesen Sommer von einheimischen Arbeitskräften in Afrika ausgeführt werden.

    «Es ist das erste Mal, dass wir mit unseren Studentinnen und Studenten ein Projekt erarbeiten dürfen, das auch effektiv realisiert wird», freut sich Felix Lüthi. Er ist einer der beiden Klassenlehrer – neben Peter Helfen­stein –, welche die Studenten bei ihrer Arbeit begleiten. Es sind 43 Lernende des Lehrgangs Zeichnerin/Zeichner Fachrichtung Architektur im dritten Lehrjahr.
    Transfer von Schweizer Know-how nach Afrika

    Initiiert hat das Projekt der Emmer Zahnarzt Markus Willi (56). «Ich verspreche mir von der Zusammenarbeit mit der Gewerbeschule den Transfer von wertvollem Schweizer Know-how nach Afrika», sagt er. «Die Leute dort sind bereit und fähig, auch anspruchsvolle Arbeiten auszuführen, aber ihnen fehlen oft die nötigen Informationen – und das Material.» Willi führt mit seinem Bruder eine Zahnarztpraxis in Emmenbrücke. Freiwillig und ehrenamtlich betreut er im Rahmen der 1990 gegründeten Organisation Secours Dentaire International seit Jahren zahnärztliche Kliniken in Tansania.

    «Wir besuchen unsere Projektstandorte in der Regel einmal im Jahr», sagt Willi. Dabei begleitet ihn jeweils seine Ehefrau, die in seiner Praxis mitarbeitet. Vor Ort bildet der 56-Jährige Fachpersonen aus und vermittelt an Schulen sein Wissen über die Zahnpflege. Dazu kommen die Wartung und Erneuerung von zahnärztlichem Equipment, Materiallieferungen, Desinfektion und Sterilisation. «Wir reisen jeweils mit 108 Kilo Material nach Afrika, dem Maximum, das die Fluggesellschaft erlaubt», sagte Willi bei der kürzlichen Präsentation des Projekts am kantonalen Berufsbildungszentrum am Schulstandort Heimbach in Luzern.

    «Ganz wichtig ist uns, Strukturen zu schaffen, die zur Selbsterhaltung führen», so Willi. «Wir führen die zahnärztliche Arbeit nicht selber aus, sondern instruieren in erster Linie das dortige Personal.» Ein grosses Anliegen ist die Zahnerhaltung: «In Afrika werden kariöse Zähne meist gezogen; wir wollen unsere afrikanischen Kollegen motivieren, mehr Füllungen zu machen.»

    Das Projekt, das nun mit den Luzerner Gewerbeschülerinnen und -schülern realisiert wird, betrifft die St. Joseph Secondary School der Pfarrei Kwiro in einer abgelegenen Gegend in Mahenge/Tansania. «Etwa 350 Knaben und männliche Jugendliche gehen hier zur Schule und bereiten sich auf ihren Abschluss vor, der ihnen den Zutritt zur Universität ermöglichen kann.» Willi hat hier bereits einiges bewirkt, etwa den Bau eines Basketballplatzes: «Es ist wichtig, dass die jungen Männer Sport treiben können in einer Gegend, wo es kaum Unterhaltungsmöglichkeiten gibt.»
    Es fehlen wichtige Unterrichtsräume

    Die Schule ist in einem schlechten, teils desolaten Zustand. Ein Essraum fehlt, die sanitären Anlagen spotten jeder Beschreibung, Schulzimmer und Schlafräume sind baufällig. Und, entscheidend für eine Schule, die auch angehende Medizinstudenten ausbildet: Es fehlen Unterrichtsräume für Physik, Chemie und Biologie. Hier will Willi Abhilfe schaffen. Es ist ein privates Projekt von ihm – ausserhalb seiner Tätigkeit für Secours Dentaire International. Er betont: «Meiner Frau und mir ist die Schule ans Herz gewachsen, deshalb wollen wir hier zusätzlich Hilfe leisten.»

    Im Rahmen der Verbesserung der baulichen Infrastruktur sollen als erstes nun die Toiletten und Duschanlagen renoviert werden. Ein Gebäude wird saniert, zwei werden abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Aufgabe der Luzerner Lernenden im dritten Lehrjahr ist es, die Pläne dafür zu zeichnen. «Sie werden in Gruppen à vier bis fünf Personen arbeiten», sagt Klassenlehrer Felix Lüthi. «Am Schluss prüfen wir die Konzepte und wählen zusammen mit Markus Willi das passendste aus. Es kann auch sein, dass wir Bestandteile verschiedener Konzepte einbeziehen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.»

    «Die Studenten sollen ihre Pläne möglichst einfach zeichnen und wenn möglich mit räumlichen Zeichnungen ergänzen, so dass sie in Tansania gelesen und umgesetzt werden können», sagt Markus Willi. Da die Korrespondenz mit Tansania in Englisch ist, werden die Pläne im Rahmen des bilingualen Unterrichtes in Englisch beschriftet. Zusätzlich erschwert wird die Aufgabe dadurch, dass Längen- und Breitenangabe, die Willi aus Tansania zugeschickt erhielt, ungenau und zum Teil falsch sind: «Ich musste sie mit Hilfe von Google-Maps so weit möglich anpassen.»

    Bei den Lehrlingen stossen die kommenden Aufgaben auf viel Zuspruch: «Ich freue mich riesig auf das Projekt», sagt der 19-jährige Immanuel Müller: «Es ist sehr motivierend, wenn man etwas Gutes tun und das zudem mit seiner beruflichen Leidenschaft verbinden kann.»
    Luzerner Studenten als Instruktoren nach Afrika?

    Sobald die Pläne fertig sind, werden sie nach Tansania übermittelt. Die afrikanischen Arbeitskräfte vor Ort werden danach jeden Arbeitsschritt fotografisch dokumentieren, so dass die Bauentwicklung in Luzern überprüft werden kann. «Wir möchten wenn möglich auch weitere Renovationen in Zusammenarbeit mit der Schule realisieren», sagt Willi: «Unsere Vision ist es, später ein Team von Fachleuten aus dem letzten Ausbildungsjahr als Instruktoren für zwei Wochen nach Tansania zu schicken.»

    Finanziert wird das Projekt durch Sponsoren. «Das Geld fliesst vollumfänglich in die Bauten vor Ort. Kein einziger Franken geht durch administrativen Aufwand verloren oder verschwindet in den Taschen korrupter Politiker, wie das bei Projekten grosser internationaler Hilfswerke leider oft passiert», sagt Willi. Es ist ein eindrückliches Beispiel privat initiierter Hilfe. Dass dazu auch der Bildungsplatz Schweiz mit fachlichem Knowhow einen Beitrag leisten kann, macht es umso

  • Erste Hilfseinsatz in Aneho, Togo 2017Datum27.04.2018 22:57
    Thema von carlos im Forum Togo
  • Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • Thema von carlos im Forum Sri Lanka

    Join Dental Care International for a humanitarian dental service trip to the south Asian nation of Sri Lanka. Our mission is to see up to 35,000 children for needs assessments and dental treatment.Three trips are planned starting this summer in July2018 and will include 2-3 trips in 2019.

    The project is based in Mullaittivu which is situated on a beautiful stretch of coast on the Indian Ocean at the northeast corner of the island. The people in this area of the country are primarily of Tamil descent and adhere to the principles of the Hindu faith.

    DCI-Mullaittivu works in partnership with FRIDSRO, a local humanitarian organization. The mobile dental clinic will focus its efforts in the treatment of local area children. Volunteers work in the clinic for four and a half days, after which sightseeing will include a trip to Anaradhapura; an opportunity to participate as a guest lecturer at a CE event and a graduation ceremony in Colombo (Sri Lanka's capital), and the chance to interact with local people. If you have questions or would like further information, please contact Mr. Dane Jonas at dane@dcare.org. Additional information about DCI can be found on their website www.dcare.org.

    Sri Lanka (aka Ceylon) is a beautiful country full of luscious green, rolling hills and tea plantations originally founded in 1867 by a British man. Many of the later plantations were developed by the Scots.

    ITINERARY
    Day Location

    Meals
    21 July

    Colombo. Arrive Colombo and transit to hotel in Negombo. Day at leisure;
    O/N Negombo
    22 July Negombo-Mullaittivu. Drive from Negombo to Mullaittivu. On arrival transfer to hotel.
    Afternoon help set up clinic and orientation.

    (B/L/D)
    23-26 July Mullaittivu. Full day working in the dental clinic in Mullaittivu.

    (B/L/D)
    27 July Mullaittivu-Anaradhapura. Half day clinic and pack-up. Drive to Anaradhapura and O/N.

    (B/L/D)
    28 July Anaradhapura-Colombo. Early AM tour of Anaradhapura, one of the ancient capitals of Sri Lanka.
    Late lunch and drive to Colombo. O/N Colombo.

    (B/L/D)
    29 July Colombo. CE lecture event, followed by graduation ceremony of Class of 2018 Dental Surgery Nurse Assistants. O/N Colombo. (B/L/D)
    30 July Colombo. Day at leisure/departure flights for USA

    (B)



    Project Cost. The cost for participation in this service project is $1,850 per person. The fee includes: 3 meals per day per schedule above; 2 star hotel accommodation in Mullaittivu, 3 star hotels in Colombo, Negombo and Anaradhapura; overland transportation Negombo-Mullaittivu-Anaradhapura-Colombo, and sightseeing in Anaradhapura. While in Mullaittivu and Colombo room accommodation may be on a shared basis.

  • „Support Africa“Datum08.04.2018 21:06
    Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • „Support Africa“Datum08.04.2018 21:06
    Thema von carlos im Forum Tansania

    Waltershausen. Die Zahnarztpraxis von Irina Fettien ist leergeräumt. Als letztes Stück trägt Sergej Lik eine Intraoralkamera aus dem Haus an der Kestner-Straße Waltershausen.

    „Mein Lieblingsstück“, sagt die Zahnärztin. Keine Wehmut schwingt bei ihr mit. Seit Anfang März ist die 63-jährige im Ruhestand. Die Intraoralkamera soll in Zukunft Patienten in Afrika gute Dienste leisten. „Damit konnte ich Patienten mit dem Bild zeigen, wo die Krone defekt oder ein Loch im Zahn ist.“ Nun ist das Hightech-Gerät Teil der Hilfssendung, die Irina Fettien und ihr Mann Wolfgang, ehemaliger Chirurg im SRH-Krankenhaus Friedrichroda, für das Ba-shanet-Hospital in Babati im Norden Tansanias zusammengestellt haben. Dort wollen sie eine Zahnarztpraxis helfen, aufzubauen (wir berichteten). Am Donnerstag ist das gesamte Inventar mit weiteren medizinischen und dentalen Geräten auf einen Laster verladen worden. Der bringt es ins Zwischenlager nach Nassau bei Koblenz.

    Während der zurückliegenden Wochen haben die Eheleute Fettien zahlreiche Hilfsgüter dafür zusammengetragen. Das SRH-Krankenhaus in Friedrichroda stellte Kleidung, Desinfektionsmaterial und Instrumente zur Verfügung. Jetzt nochmal 1000 Euro für den Transport. Das St.-Georg-Klinikum Eisenach steuerte Kisten mit chirurgischem Besteck bei; Zahnarzt-Kollegen aus Waltershausen weitere Geräte. Auch mehrere Rollstühle gehen mit auf die Reise. Noch am Donnerstagvormittag ist ein Narkose-Gerät vom Helios-Krankenhaus Gotha dazugekommen. Auch Decken und OP-Kleidung sind Teil der Sendung. – Alles Dinge, die in Afrika benötigt werden. Doch bevor sie verschifft werden, wird die gesamte Sendung im Zwischenlager noch einmal ausgepackt und kontrolliert. – Was kann geliefert werden und was muss aufgearbeitet werden?

    „Die Praxis-Schränke müssen alle nochmal lackiert werden“, sagt Sergej Lik von „Support Africa“. Die Organisation managt derartige Spendenaktionen. Lik verdeutlicht das an Infusionsschläuchen: Ist deren Nutzungsfrist abgelaufen, dürfen sie nicht nach Afrika verschickt werden.

    Er rechnet damit, dass die Sendung in etwa zwei Monaten per Container verschifft werden kann. Dann wollen sich auch Fettiens auf den Weg machen, um im Bashanet-Hospital, wo sie vergangenes Jahr medizinische Aufbauarbeit geleistet haben, eine Zahnarztpraxis einzurichten. Ein einheimischer Kollege soll eingearbeitet werden. Eine Region mit etwa 75 000 Menschen wäre dann zahnärztlich versorgt.
    Wer die Eheleute Fettien dabei unterstützen will, kann sich bei ihnen melden unter Telefon (03622) 6 00 34.

  • „KiNiKi“Datum08.04.2018 21:04
    Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • „KiNiKi“Datum08.04.2018 21:04
    Thema von carlos im Forum Deutschland

    Seit dem Jahr 2005 sammeln Zahnärzte das Zahnaltgold ihrer Patienten und Patientinnen für die „KiNiKi“. Im letzten Jahr haben sich laut einer Pressemitteilung 19 Zahnarztpraxen an dem Projekt beteiligt, 16 davon aus dem Kreis Göppingen.

    „KiNiKi“ steht für Kinder – Ninos – Kids und ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die in Stuttgart-Plieningen und Prien angesiedelt ist. Die Organisation hilft Kindern. Der Schwerpunkt liegt in Deutschland. Das hauptsächliche Augenmerk richtet sich auf Straßenkinder in Deutschland und Kinder, die sich in schwierigen Situationen befinden, so die Mitteilung.

    „KiNiKi“ unterstütze bestehende Projekte, aber auch Kinder ganz direkt auf unbürokratische Weise. Die Projekte würden gewissenhaft ausgesucht. Die gesammelten Spenden fließen direkt in die Projekte, es fallen keine Kosten an, die von Spendengeldern beglichen werden, da die Träger von „KiNiKi“ nach eigenen Angaben die Verwaltungskosten selbst übernehmen, Auch trägt die Organisation seit vielen Jahren das DZI-Spendensiegel. Im Kreis Göppingen erhält das Rupert-Mayer-Haus mit all seinen Außenstellen regelmäßig Unterstützung.

    Bei der „Patienten Spenden Zahngold Aktion 2017“ haben die Praxen Dr. Sebastian Bär, Dr. Steffen Birk und Dr. Jochen Fink, Dr. Konrad Bühler und Kollegen, Zahnärztin Yuva Coskun, Dr. Markus Getto, Dr. Petra Huber, Dr. Hans-Ulrich Kast, Dr. Joachim Mezger, Dr. Bernd Mutschler, Dr. Mike Porsche und ZA Helko Schällig, Dr. Roland Reif, Dr. Werner Scherer, Dr. Thomas Schleihauf, Dr. Claudius Steinbach, Dr. Jürgen Straub und Dr. Michael von der Heide aus dem Kreis Göppingen mitgeholfen und wurden dabei von ihren Patienten tatkräftig unterstützt. Dies gilt ebenso für die Firma „a-priori GmbH&Co.KG“ in Göppingen, die schon die ganzen Jahre das Edelmetall ohne Kosten scheidet.

    Die Aktion „Patienten spenden Zahngold“ geht auch 2018 weiter. Interessenten können sich an die KiNiKi gAG, In den Entenäckern 18, 70599 Stuttgart oder an joerg.hofmann@kiniki.de wenden.

  • Thema von carlos im Forum das aktuelle Thema

    GC Symposium im Rahmen des Oral Health Research Congress von CED-IADR und NOF in Wien:

    Neue Erkenntnisse im Bereich Kariesmanagement rücken minimal-invasive Therapien in den Fokus


    Infolge eines Paradigmenwechsels in der Therapie kavitierter Kariesläsionen wird heutzutage angestrebt, möglichst viel der natürlichen Zahnhartsubstanz zu erhalten. Als einer der weltweit führenden Dentalanbieter nimmt die GC Corporation eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet der minimal-invasiven Zahnheilkunde ein und hat diese in ihrer Firmenphilosophie verankert. Die neuesten Trends beleuchtete ein Symposium von GC Europe zum Thema “Restorative options considering modern aspects on caries management” im Rahmen des Oral Health Research Congress der CED-IADR und der Scandinavian Division of the International Association for Dental Research (NOF) am 23. September 2017 in Wien. [Weiterlesen ...]

    Das Symposium unter dem Vorsitz von Prof. Angus Walls, Direktor des Edinburgh Dental Institute, Großbritannien, befasste sich mit der zunehmenden Anwendung minimal-invasiver Ansätze in der Kariestherapie. Das aus zahnmedizinisch tätigen Klinikern und Forschern bestehende Fachpublikum würdigte dabei insbesondere die vorgetragenen Richtlinien für das Kariesmanagement sowie die neuen Erkenntnisse zu modernen Restaurationsmaterialien.



    Zahnhartsubstanz erhalten, Restaurationszyklen vermeiden

    Dr. Falk Schwendicke, stellvertretender Leiter der Abteilung für Zahnerhaltung und Präventivzahnmedizin an der Charité Berlin, eröffnete das Event. Die neue Sicht auf Karies sowie die Dynamik kariöser Läsionen hätten laut Schwendicke einen Paradigmenwechsel in Richtung minimal-invasiver Ansätze zur Folge gehabt. Dabei gebe es eine zunehmende Evidenz bezüglich der Anwendung von Versiegelungstechniken sowie einer eher partiellen als kompletten Kariesentfernung. Gegenwärtige Therapien zielen darauf ab, die Pulpa-Vitalität aufrechtzuerhalten und das betroffene Dentin wiederherzustellen; insbesondere bei sehr tief kavitierten Läsionen. Eine Herausforderung bestehe weiterhin in der Restauration von Kavitäten, bei denen demineralisiertes, möglicherweise bakteriell kontaminiertes Gewebe zurückbleibt. Glasionomere und andere bioaktive Materialien empfehlen sich hierbei als vielversprechende Werkstoffe; zudem gäben Ort und Ausmaß der Läsion sowie Kariesrisiko und -aktivität weitere Hinweise darauf, wie betroffene Zähne adäquat behandelt werden können.

    Minimal-invasive Methoden dienen Zahnerhaltung älterer Patienten

    Der zweite Referent Dr. Gerry McKenna, Hochschuldozent an der School of Medicine, Dentistry and Biomedical Sciences at the Queen’s University Belfast, Großbritannien, verwies auf die zunehmende Alterung der Bevölkerung und die tiefgreifenden Konsequenzen für alle Aspekte der Gesundheitsversorgung – einschließlich der Mundgesundheit. Weltweit nähmen bei älteren Menschen Koronal- sowie Wurzeloberflächenkaries zu; infolge der Rezession des Gingiva-Randes werde der Schmelz-Zement-Übergang freigelegt, welcher kariesanfälliger ist. Um die natürlichen Zähne auf Lebenszeit zu erhalten, sei die Sensibilisierung für Mundhygiene, Früherkennung und minimal-invasive Therapieansätze essentiell.

    Moderne Werkstoffe mit kariespräventiven Eigenschaften erzielen langfristige klinische Erfolge

    Im Anschluss präsentierte Prof. Ivana Miletic vom Department of Endodontics and Restorative Dentistry, School of Dental Medicine, Universität Zagreb, Kroatien, klinische Studien zum Einsatz der Glasionomer- bzw. Glashybrid-basierten Restaurationsmaterialien EQUIA und EQUIA Forte; einschließlich vorläufiger Ergebnisse ihrer laufenden klinischen Studie zu EQUIA Forte. Die mit einem schützenden, nanogefüllten Composite-Lack verbesserten Werkstoffe auf Glasionomer- (EQUIA) bzw. Glashybrid-Basis (EQUIA Forte) zeigten der Datenlage zufolge langfristig klinischen Erfolg.

    Mit mehr als 500 Millionen Restaurationen auf Glasionomerbasis ist die GC Corporation weltweit führend auf diesem Gebiet. Dank der Expertise von GC und seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit haben sich die neusten Innovationen EQUIA und EQUIA Forte als leistungsfähige, permanente Restaurationsmaterialien etabliert.,** Bestätigt wurde dies auch durch eine randomisierte klinische Studie, die das Forscherteam um Prof. Sevil Gurgan, School of Dentistry, Department of Restorative Dentistry, Hacettepe University Ankara, Turkey, im Rahmen der Konferenz vorstellte: EQUIA-Seitenzahnfüllungen erzielten nach einer 8-jährigen Liegedauer ähnliche klinische Erfolgsraten wie ein vergleichbares Composite. Dank seiner Vorteile – wie die Haftung an feuchter Zahnsubstanz, Fluoridfreisetzung, Biokompatibilität und die geringe Toxizität – sei EQUIA eine ideale Therapieoption für die minimal-invasive Füllungstherapie.

    Für die GC Corporation hat die „Mission Zahnerhaltung“ oberste Priorität: Aus diesem Grund ist GC Europe nicht nur auf Kongressen wie dem beschriebenen aktiv, sondern hat zudem in Zusammenarbeit mit dem MI Advisory Board – einer aus hochrangigen Wissenschaftlern, Forschern und Zahnärzten zusammengesetzten Gruppe – umfassende Leitfäden zu Behandlungsplänen und der praktischen Umsetzung minimal-invasiver Therapieansätze entwickelt.


    Weitere Informationen unter:

    https://www.gc-dental.com/products/mi-concept/ http://cdn.gceurope.com/v1/PID/mipastepl...Handbook_en.pdf

    http://www.ced-iadr2017.com/images/docs/...STRACT-BOOK.pdf


    Literatur:

    Basso, M., Goñe Benites, J., Ionescu, A., & Tassera, C. (2016). 7 Years, Multicentre, Clinical Evaluation on 154 Permanent Restorations Made With a Glass Ionomer-based Restorative System. Journal of Dental Research, 95 (Spec. Issue B): #0446.

    Gurgan, S., Kutuk, Z., Ergin, E., Yalcin Cakir, F. (2017). 8-Year Clinical Evaluation of a Glass Ionomer Restorative System. Journal of Dental Research, 96 (Spec. Issue B): #0287.

    Hayes, M., Allen, E., da Mata, C., McKenna, G., & Burke, F. (2014). Minimal Intervention Dentistry and Older Patients Part 2: Minimally Invasive Operative Interventions. Dent Update, 41(6): 500–2, 504–5.

    Innes, N. P. T., & Schwendicke, F. (2017). Restorative Thresholds for Carious Lesions: Systematic Review and Meta-Analysis. Journal of Dental Research, 96(5):501-508.

    McKenna, G. J. (2017). Caries Management in Geriatric Dentistry. Journal of Dental Research, 96 (Spec. Issue B): #0240.

    Miletic, I. (2017). Clinical Evidences on the Use of Modern Glass Ionomers. Journal of Dental Research, 96 (Spec. Issue B): #0240.

    Schwendicke, F. (2017). Caries Management from the Restorative Point of View. Journal of Dental Research, 96 (Spec. Issue B): #0239.

    Schwendicke, F., Frencken, J. E., Bjørndal, L., Maltz, M., Manton, D. J., Ricketts, D., et al. (2016). Managing Carious Lesions: Consensus Recommendations on Carious Tissue Removal. Advances in Dental Research, 28(2): 58–67.

  • Thema von carlos im Forum Brasilien

    Die Aktionsgemeinschaft Zahnarzthilfe Plus e.V. organisiert seit 26 Jahren zahnärztliche Hilfseinsätze in Brasilien. Der Verein behandelt ausschließlich in Favelas der Großstädte oder in Armutsgebieten in der Peripherie des Landes, in denen die Bevölkerung keinen, oder aber nur sehr eingeschränkten Zugang zu staatlichen Gesundheitseinrichtungen hat. Die Behandlungen werden kostenlos von deutschen Zahnärzteteams durchgeführt, die mindestens 14 Tage vor Ort sind. Je nach den Voraussetzungen im Einsatzgebiet wird entweder stationär in einem örtlichen Gesundheitsposten behandelt oder im vereinseigenen Dentomobil.

    Die Einsatzperiode beginnt im März 2018 und dauert je nach Bedarf und Anzahl der Teams drei bis vier Monate. Auf einem Grundstück der Freimaurer wird das Dentomobil mit einer fest installierten zahnärztlichen Behandlungseinheit vor Ort stationär geparkt und mit Wasser und Strom versorgt. Die entstandenen Kosten können über eine Spendenbescheinigung komplett steuerlich abgesetzt werden, da der Verein den Status der Mildtätigkeit innehat. Organisator der Einsatzplanung ist Dr. Hanno Zehe: drzehe@gmx.de.

    Weitere Informationen finden Sie unter: www.azb-brasilien.de.

    Spendenkonto:

    AZB Plus e.V.

    IBAN: DE17 6605 0101 0022 1127 59

    BIC: KARSDE66

  • Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • Thema von carlos im Forum Namibia

    Bohren im Busch

    Karin und Karl Haushofer sind nach Namibia gereist, um Menschen abseits der Großstädte zahnmedizinisch zu helfen. Hier schildern sie ihre Eindrücke.

    Markt Schwaben/Grootfontein – „Ich schreibe diese Zeilen bei 30 Grad im Schatten in der Badehose am kleinen Pool unserer deutsch-namibischen Gastgeber“: Das klingt jetzt nicht wirklich danach, als ginge es um jemanden, der sich hierzulande im oberbayerischen Spätherbst an seinen PC gesetzt hätte. Nein, Karin und Karl Haushofer haben sich gemeldet. Gemeldet aus Grootfontein in Namibia, wo der Zahnarzt aus Markt Schwaben und seine Gattin als Arzthelferin gerade aufregende Zeiten in einem schweißtreibenden Ambiente erleben. Das Paar hatte sich, wie berichtet, freiwillig zu einem Dienst gemeldet, um jugendliche und erwachsene Namibier zahnärztlich zu behandeln.

    Die Haushofers machen das im Namen der Organisation Zahnärzte ohne Grenzen (DWLF). Und für die hat man auch schon einen ersten Zwischenbericht verfasst, der schon jetzt einen eindrucksvollen Einblick gibt in das, was bislang schon alles passiert ist.

    Am 19. November brach das Ehepaar zum Flug nach Namibia via Südafrika auf. Und erreichten, wenn auch mit Verspätung, das Ziel in der Kleinstadt im Herzen des Landes. Dort konnte man dann doch in aller Ruhe auspacken und die Arbeitsstätte in der 1,5 km entfernten Klinik besuchen. Einer Empfehlung von Kollegen folgend, bauten die beiden Schwabener auf einer Terrasse zur Probe schon mal den „Behandlungsstuhl“ auf. Haushofer schreibt: „Gut so, denn zwar ist es eigentlich gar nicht schwer, aber nur wenn man weiß, wie es geht... Wichtig ist dieses Utensil deshalb, weil in der Klinik nur ein fest installierter Behandlungsstuhl steht und es wirklich sehr zu empfehlen ist, mit zwei Teams parallel zu arbeiten, sonst geht nix vorwärts.“

    Der 20. November ist der erste Behandlungstag. Hasuhofer: „Am Montagmorgen aufstehen, in die Praxis gehen, den Patienten im von der Mitarbeiterin vorbereiteten Behandlungsraum begrüßen und loslegen, wie man so zumeist von der Praxis gewohnt ist, das war einmal.“

    Hier heißt es: Erst mal Stuhl aufbauen und mobile Einheiten in Gang bringen und die Instrumente sichten und orten.

    Gegen 10 Uhr geht es dann los. In sein Tagebuch für die DWLF schreibt Haushofer: „Es ist nun wirklich nicht so leicht, mit den veralteten mobilen Einheiten zurecht zu kommen. Die Absaugung ist dürftig und soll eh nur kurz eingeschaltet werden. Die Wasserkühlung ist auch nur kurzzeitig verlässlich. Also Füllungen zu machen unter diesen Voraussetzungen, ist nicht so prickelnd.“ Aber die Experten aus Oberbayern geben ihr Bestes und können die 23 bestellten Patienten bis zum frühen Nachmittag „versorgen“.

    21. November: Es läuft schon sehr viel runder am zweiten Tag. Da die Anzahl der Patienten nicht sehr viel größer wird (25) und man auch früher beginnt, ist man schon um 14 Uhr fertig. „Zur Belohnung kauften wir noch im Supermarkt ein und gönnten uns den ersten gemütlichen Grillabend“.

    22. November: „Die Nachfrage steigt. Schon bei unserer Ankunft um 8.15 Uhr war die ,Zahnarztbank’ vor dem Wartezimmer mit sieben Personen besetzt... Zwischen 14 und spätestens 15.30 Uhr waren wir dann auch immer fertig... An diesem Mittwoch gingen uns auch die Instrumente aus, weil die Damen vom Steri wohl überlastet waren. Dies setzte sich auch am Donnerstag und Freitag fort. Wir führten dies auch auf das Fehlen von Oberschwester Sarkie zurück, wussten uns aber, so gut es ging, mit Mundspatel und dem, was halt noch da war, zu helfen. Afrikanische Improvisation halt, gezwungenermaßen“.

    23. November: „Kindertag, warum auch immer. Es zeigte sich, dass die Kleinen in Grootfontein im Grunde nicht anders auf Zahnarztbesuche reagieren als die bei uns zu Hause. Manche ganz tapfer, manche überängstlich und verschreckt. Mein erster Patient, ein neunjähriger Junge, zitterte schon beim Hinsetzen am ganzen Leib, beruhigende Worte und unser Stoffelefant Dumbo halfen da nur wenig. Nach der ersten Mundöffnung und Einbringen des Mundspiegels gab es ein lautes Würgegeräusch, und in zwei riesigen Schüben entlud sich das ganze, aber auch wirklich ganze Frühstück... Putzen war angesagt, von weiteren Maßnahmen bei dem Jungen habe ich an diesem Tage abgesehen.“

    Im weiteren Verlauf aber gibt es keine besonderen Ereignisse. Patienten jeden Alters und verschiedenster sozialer Schichten und ethischer Gruppen finden sich ein. Buschmänner und -frauen wie Angestellte im Ort, Gefangene aus dem Gefängnis von Grootfontein in Begleitung von zwei Polizisten wie ,feine Damen’ mit lackierten Fingernägeln. Ähnlich nur das Krankheitsbild: Meist abgefaulte Backen- und Weisheitszähne und große Frontzahnkaries. Es ist sowohl die Extraktion, noch schlimmer eine erforderliche Aufklappung bei oftmals sehr hartem Knochen eine Herausforderung an Mensch und Maschine. Letztere verweigert leider allzu oft und allzuschnell den Dienst, insbesondere die vollkommen unzureichende Absaugung bei den mobilen Einheiten ist ein echte ,Herausforderung’...“

    24.11.2017: „Einsatz wie gehabt. Wir haben heute die zweite kritische dicke Backe bei einer Frau, ausgelöst von einem halb retinierten Weisheitszahn, der „Klassiker“...

    Karl Haushofer berichtet am Ende seines Zwischenberichts: „Jetzt sind wir gespannt, was uns in der zweiten Woche beim Außeneinsatz erwartet.“ Jetzt, also in dieser Woche, geht ein nämlich wirklich in die Provinz. Erst in der kommenden Woche werden die Haushofers ihren Freiwilligendienst in Südwestafrika beendet haben.

  • Foren-Beitrag von carlos im Thema

    Ohne einen weißen Kittel geht in dem Flüchtlingscamp nicht. Der Münsteraner Dr. Claus Westerberg wird dort nur als Arzt akzeptiert, wenn er einen Kittel an hat. Und in dem behandelt er Hunderte – und das kostenlos. Von Tobias Vieth
    Die Hilfe vor Ort

    Vieles an der Hilfe im Lager im griechischen Veria ist mittlerweile informell organisiert. Die Kölner „Refugees Foundation“ schickt regelmäßig Freiwillige mit Hilfsgütern dorthin. Vor Ort, erzählt Zahnarzt Dr. Claus Westerberg, gibt es eine inoffizielle Camp-Managerin der Organisation „Bridge 2“. „Sie ist das ganze Jahr dort, finanziert von einer privaten Sponsorin“, so Westerberg. Von der offiziellen Camp-Leitung, dem Militär, werde sie geduldet. Im Lager hat sie ein Kleidungsgeschäft und eines für Nahrungsmittel eingerichtet, erklärt der Münsteraner. Diese funktionieren auf Basis eines selbst erdachten Gutscheinsystems jenseits der Währung.

    Mit dem zugewiesenen Geld in Form von Guthabenkarten, hat Westerberg erfahren, kommen die Menschen nämlich kaum über die Runden. Die griechischen Supermärkte sind teuer, und auf den Märkten werden die Guthabenkarten nicht akzeptiert.

    Die Familien wohnen am Rand des griechischen Skigebiets nahe Thessaloniki in acht bis zehn Quadratmeter großen Räumen. -vie-

  • Foren-Beitrag von carlos im Thema
  • Thema von carlos im Forum Griechenland

    Ohne einen weißen Kittel geht in dem Flüchtlingscamp nicht. Der Münsteraner Dr. Claus Westerberg wird dort nur als Arzt akzeptiert, wenn er einen Kittel an hat. Und in dem behandelt er Hunderte – und das kostenlos.

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    Dr. Claus Westerberg denkt nur Sekundenbruchteile lang nach und muss dann schmunzeln. „Karma“, sagt er. Das bekomme er für seine Hilfe im griechischen Veria. Sonst gibt es nichts – schon gar kein Geld. Der Zahnarzt zahlt sein Flugticket nach Griechenland selbst, hat für einige Tausend Euro eine mobile Zahnbehandlungseinheit gekauft, freie Kost und Logis gibt es 70 Kilometer westlich von Thessaloniki auch nicht.

    Dass der 41-jährige Münsteraner, dessen Praxis in Ibbenbüren ist, 2017 dennoch schon zwei Mal dort war – eine Woche zu Ostern und drei Tage in den Herbstferien –, hat mit 280 zumeist syrischen Flüchtlingen zu tun, die dort in einer früheren Militärliegenschaft leben. Westerberg kümmert sich um die Zähne der Menschen, darunter viele Kinder. Täte er dies nicht, gäbe es keine Versorgung, vom Krankenhaus einmal abgesehen, in dem zumindest ein Zahnnotfall behandelt werden könnte. Im Lager selbst gibt es nur zwei Sanitäter.

    Zum Helfer wurde Westerberg über die Kölner „Refugees Foundation“, erzählt er. Er und seine Frau Tannaz, ebenfalls promovierte Zahnärztin, hatten vor zwei Jahren bereits den Verein Nimas gegründet, der sich die Flüchtlingshilfe zum Ziel setzt. Den Antrieb, in der Flüchtlingskrise zu helfen, hatte Westerberg also schon länger. Der Kontakt zur „Refugees Foundation“ kam über Facebook zustande, losgelöst von „Nimas“. Westerberg recherchierte ein wenig, kontaktierte einen Arzt, der schon zuvor dort war – und sagte schließlich zu.

    Kurz vor der Reise im Frühjahr klaubte er ein paar Medikamente zusammen, Material für Füllungen und etwas Zahnarztbesteck. Eine Behandlungseinheit mit Bohrer und anderem fand sich vor Ort, allerdings eine ziemlich alte. Sie lief zudem heiß, deshalb die spätere Neuanschaffung. Einen Zahnarztstuhl gibt es im Lager nicht – für die Behandlungen muss eine Liege ausreichen. Und dann zog er Zähne, eine ungezählte Menge. Viele der Syrer hatten schon lange keinen Zahnarzt mehr gesehen, entsprechend war der Zustand der Gebisse. Wobei Westerberg betont, dass man den Zähnen ansehen konnte, dass die Menschen ursprünglich aus einem entwickelten Land stammen. Brücken, Füllungen, Kronen, alles war fachgerecht gemacht. Allerdings vor Jahren, vor dem Krieg.

    Noch mehr Eindruck als die Zähne hinterließen die Lebensbedingungen vor Ort. Die alte Pionierkaserne, erzählt Westerberg, werde vom Militär geleitet. Nach seinem Eindruck ist es wenig, das getan wird. Viel direkte Hilfe vor Ort gibt es aber auf informeller Basis, jenseits des Tuns der großen Hilfsorganisationen. Der eine oder andere Container, etwa mit einem Kindergarten oder einer Schule, trage die Logos der Nichtregierungsorganisationen oder auch der EU. Doch dort passiere wenig. „Der Kindergarten ist verschlossen.“ Die Schule war es zu Ostern auch, jetzt im Herbst sei sie offen gewesen.

    Zurück zu den Zähnen: Da wirkte sich die Mentalität der Bewohner aus. Der eine oder andere kam, Westerberg erklärte die Behandlung, und dann ging der Patient lieber weg. Schließlich taten die Zähne ja nicht weh. Noch nicht. Einige standen ein paar Tage später doch wieder vor dem Behandlungsraum. Doch da war Westerberg schon abgereist.

    Die Kinder motivierte man mit der Methode „No dentist – no toy“. Nur Kinder, die sich von Westerberg untersuchen ließen, durften sich später ein Spielzeug im „Campladen“, der mit Hilfsgütern bestückt wird, aussuchen. Mit Erfolg: „Ich habe jedes Kind im Camp gesehen.“ Wichtig auch: Westerberg trägt im Camp einen Arztkittel. In Ibbenbüren würde er das nie tun, die langen Ärmel seien eine „Keimschleuder“. Er bevorzugt Poloshirts. Doch in Veria würde er ohne Kittel als Arzt nicht für voll genommen, sagte man ihm.

    Ersten Erfolg sah er schon im Herbst. 80 Zähne habe er da nur noch gezogen, 70 Füllungen gemacht und zehn Parodontal-Behandlungen. Im Frühjahr will er wiederkommen, weiter Punkte sammeln. Fürs Karma.

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