Cottbuser Zahnmediziner unterstützt Gesundheitsprojekt im Himalaya

#1 von carlos , 02.08.2014 00:31

Vom 28. Juli bis 23. August 2014 ist wieder eine Gruppe aus Südthüringen, unterstützt von einem Cottbuser, im Himalaya unterwegs, um in der indischen Region Ladakh Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Diesmal werden der Meininger Zahnarzt Maik Wieczorrek, sein Cottbuser Kollege Carsten Neumann, die Meininger Fred Kießling und Alexander Keiner sowie der Jenaer Zahnmedizinstudent Jonas Wagenknecht zu den unzugänglichen Bergdörfern in 4000 bis 5000 Metern Höhe reisen. Begleitet und unterstützt werden sie zum Teil von ihren Frauen und Töchtern.

Einer der Schwerpunkte liegt in diesem Jahr im rund 400 Einwohner zählenden Dorf Lingshed. Dort wollen die Helfer eine „Hepatitis B“-Impfkampagne für die Schulkinder organisieren sowie auf der Amchiklinik, einer Naturärzteklinik einfacher Art, und dem „Childrens Hostel“ der Schule eine Photovoltaikanlage installieren lassen. Außerdem sollen in der Schule zahnmedizinische Untersuchungen und Aufklärungsmaßnahmen zur Zahnhygiene vorgenommen werden. Im Gepäck haben die Helfer dazu ein eigens dafür entworfenes Motiv, welches das dort beheimatete Murmeltier mit traditioneller Ladakhischer Kopfbedeckung und einer Zahnbürste zeigt. Das Tierchen ist im Moment noch ohne Namen; diesen soll es von den Schulkindern erhalten. Zahnarzt Maik Wieczorrek, der Initiator des Meininger Hilfsprojektes erläutert: „Es wird dann „das“ Symbol in unserer Projektregion sein, welches die Kinder zum Zähneputzen animieren soll. Damit das auch Wirkung zeigt, bekommt jedes Kind ein eigenes Bild und eine Zahnbüste.“

Die geplante Impfkampagne ist eine besondere Herausforderung und bedarf erheblicher logistischer Vorbereitungen. Dazu gehört auch, dass die Impfung selbst von indischen Ärzten durchgeführt wird. Maik Wieczorrek erklärt: „Wir werden deshalb nur die Vorbereitungen organisieren und die Aktion mit den Gesundheitsbehörden vor Ort abstimmen. Geplant ist, dass wir die Kosten für den Impfstoff und die Logistik übernehmen. Die Impfung selbst wird frühestens im Winter 2015 stattfinden. Wir wollen außerdem die allgemeine Zahngesundheit der Schüler untersuchen.“

Nicht nur die Gesundheit der Dorfbewohner steht im Mittelpunkt, sondern auch die Stromversorgung. Im Rahmen der vierwöchigen Reise sollen Vorbereitungen getroffen werden, um auf den Dächern der Schule und der Amchiklinik in Lingshed Photovoltaikanlagen zu errichten. „Wir wollen eine Anlage aus Indien auf die Dächer bauen und auch von Fachleuten aus der Region installieren lassen. Eigentlich hatten wir nur für die Anlage auf der Amchiklinik genügend Geld zusammen“, erzählt der Meininger Zahnarzt. „Ich habe aber das Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für unser Vorhaben begeistern können, eine Stiftung, die uns das notwendige Geld kurzfristig zur Verfügung gestellt hat, um auch das Dach des Hostels der Schule mit einer Anlage auszustatten.“ Ganz nebenbei werden auch quecksilberfreie Fieberthermometer auf dem „Dach der Welt“ getestet. Die Thüringer Firma „Geratherm“ stellt die Thermometer kostenlos zur Verfügung, und die Helfer testen die Geräte auf Höhentauglichkeit.

Um die Amchis der Region zu unterstützen, gehen die Zahnärzte wieder direkt in die Dörfer der Naturärzte. In diese unwirtliche Weltgegend gelangen Mensch und Tier nur zu Fuß und das Material per Pferd. Die Amchis bekommen Nachschub an medizinischem Material wie Zahnfüllstoff und Anästhesiemittel. Natürlich werden auch die Dorfbewohner vor Ort behandelt, hauptsächlich von den Amchis, wenn notwendig mit der Unterstützung aus Deutschland. „Wir erwarten eine spannende Zeit mit den Menschen in der Hochgebirgswüste und viel Arbeit“, freut sich der Cottbuser Zahnarzt Carsten Neumann.

Hintergrund:
Seit 2004 leistet der Meininger Zahnarzt Maik Wieczorrek medizinische Hilfe im Himalaya. In regelmäßigen Abständen reist er mit weiteren Helfern in die indische Region Ladakh, um dort 13 Amchis, so heißen die Naturärzte, bei der Zahnbehandlung zu unterstützen. Bei einfachen Krankheiten helfen die Amchis mit Kräutern und anderen Methoden. Die Region Ladakh ist ein altes Königreich im Norden Indiens, eingebettet zwischen den Gebirgsmassiven des westlichen Himalaya und des Karakorum-Gebirges. Weitere Infos finden Interessierte unter www.ladakhpartners.de.

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RE: Cottbuser Zahnmediziner unterstützt Gesundheitsprojekt im Himalaya

#2 von carlos , 02.08.2014 00:31

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RE: Cottbuser Zahnmediziner- Zum zehnten Mal im Himalaya

#3 von carlos , 02.08.2014 21:32

Bereits zum zehnten Mal ist Maik Wieczorrek zu einer Reise in den Himalaya aufgebrochen, um in der indischen Region Ladakh Hilfe zur Selbsthilfe in der Zahnmedizin zu leisten. Außerdem wollen er und seine Begleiter eine Impfkampagne organisieren.
Seit Maik Wieczorrek 2004 das erste Mal in den nur schwer zugänglichen Bergdörfern in 4000 bis 5000 Metern Höhe in der indischen Region Ladakh unterwegs war, zieht es den Meininger Zahnarzt immer wieder dorthin. Am Montag ist er zum zehnten Mal zu einer Reise in die entlegene Region im Himalaya aufgebrochen. Diesmal begleiten ihn sein Cottbusser Kollege Carsten Neumann, Fred Kießling und Gudrun Greiner aus Sülzfeld sowie Alexander Keiner aus Meiningen. Auch Frau und Tochter sind mit dabei.

Bis auf einen Reiseteilnehmer, ein Medizinstudent aus Jena, waren alle schon einmal in der Region Ladakh. Die meisten von ihnen kennen jedoch lediglich die Distrikthauptstadt Leh, die knapp 30 000 Einwohner hat. Von hier aus fahren die Expeditionsteilnehmer dann ein Stück mit dem Jeep und sind noch einmal drei Tagesreisen zu Fuß zu den Dörfern im Hochgebirge unterwegs, unter anderem nach Lingshed.

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums soll es in diesem Jahr hier eine kleine Feier geben. Neben medizinischen Hilfsmitteln haben die Besucher aus Deutschland unter anderem 20 Foto-Bücher mit im Gepäck - mit vielen Schnappschüssen von den Besuchen der vergangenen zehn Jahre. Die Dorfbewohner verfügen in ihrer abgeschiedenen Bergregion über kein Internet und besitzen auch keine PC - da ist ein solches Buch sinnvoll. Es soll ein Dankeschön sein für die gute Zusammenarbeit.

Natürlich werden sie in Lingshed und in weiteren Ortschaften gemeinsam mit den Amchis wieder Gesundheitsvorsorge betreiben. Wieczorrek und seine Begleiter wollen diesmal unter anderem auch eine Hepatitis-B-Impfkampagne für Schülerinnen und Schüler der Dorfschule organisieren. Dies ist mit den dortigen Gesundheitsbehörden abgesprochen, erklärte Maik Wieczorrek. Im vergangenen Jahr waren drei Kinder, die mit unsauberen Instrumenten behandelt worden waren, an Hepatitis B erkrankt. In der kleinen Dorfschule in Lingshed wollen sie den Kindern auch Grundregeln der Zahnhygiene vermitteln und Reihenuntersuchungen durchführen. Hierfür haben sie von dem Meininger Künstler Michael Hopf ein Murmeltier mit einer Zahnbürste malen lassen. Abzüge von dem Bild in Postkartengröße haben sie mit auf die Reise genommen. Mit einem Wettbewerb sollen die Kinder selbst einen Namen für das Murmeltier kreieren, dass sie stets an die so wichtige Mundhygiene erinnern soll.

Außerdem wollen die Besucher aus Deutschland dafür sorgen, dass eine Amchi-Klinik und ein Schul-Internat Photovoltaikanlagen erhalten. Dafür werden sie finanzielle Mittel vom Hilfswerk deutscher Zahnärzte überreichen.

Nach der zehnjährigen Hilfe zur Selbsthilfe, die er und seine Kollegen im Gebiet Ladakh geben, kann Maik Wieczorrek eine positive Bilanz ziehen. Durch die mitgebrachten Instrumente, Spritzen und Füllmaterial sowie das Now How konnten die Amchis doch den ein oder anderen Zahn von Patienten erhalten oder sie von Schmerzen befreien. Ganz wesentlich sei, das haben ihnen auch andere Ärzte bestätigt, dass sowohl die finanzielle als auch die fachliche Unterstützung den Amchis Selbstvertrauen gegeben hat und so mancher, der aufhören wollte, nun weiter praktiziert. Außerdem haben sie Menschen der Region nach einem Lawinenunglück unterstützt - über den Verein "Ladakhpartners" halfen viele andere Leute dabei.

Mit im Gepäck hat die Reisegruppe diesmal analoge Fieberthermometer - ohne Quecksilber - aus Geraberg, um auszutesten, wie sie in diesen enormen Höhen funktionieren.
Hilfsprojekt aus Meiningen

Seit 2004 leistet der Meininger Maik Wieczorrek medizinische Hilfe im Himalaya. In regelmäßigen Abständen reist er mit weiteren Helfern in die indische Region Ladakh, um dort Amchis, so heißen die tibetischen Naturheilärzte, bei der Zahnbehandlung zu unterstützen. Bei einfachen Krankheiten helfen die Amchis mit Kräutern und anderen Methoden. Die Region Ladakh ist ein altes Königreich im Norden Indiens, eingebettet zwischen den Gebirgsmassiven des westlichen Himalaya und des Karakorum-Gebirges. Inzwischen hat sich auch in Meiningen ein Verein gegründet, die Ladakhpartners-Partnership Local Doctors e.V.

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www.ladakhpartners.de

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RE: Cottbuser Zahnmediziner- Zum zehnten Mal im Himalaya

#4 von carlos , 02.08.2014 21:32

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