Prophylaxe-Gedanken auch in den Anden verbreiten

#1 von carlos , 11.02.2014 20:53

Zahnärztliche Hilfsprojekte in Lateinamerika
Prophylaxe-Gedanken auch in den Anden verbreiten

Der deutsche Förderverein FCSM (Förderkreis Clinica Santa Maria e. V.) unterstützt zahnärztlich-humanitäre Projekte in Lateinamerika, massgeblich den zahnärztlichen Bereich der „Clinica Nuestra Señora de Guadalupe“ in Ecudaor. Dieses Projekt besteht bereits seit 12 Jahren; der Verein finanziert Ausrüstung, Instrumente und Materialien der Clinica Dental aus dem Beitrags- und Spendenaufkommen. Außerdem vermittelt er Voluntarios (Zahnärzte, Zahntechniker und DHs) und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Der Förderkreis Clinica Santa Maria e. V. ist eine Gemeinschaft von Menschen aus allen Bereichen der Zahnmedizin. Engagiert sind Zahnärzte, Oral- und Kieferchirurgen, Zahntechniker und Dentalhygienikerinnen. Dieser Verbund an Fachwissen ermöglicht es, Projekte anzuschieben, zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Zehn Jahre lang hatte der Förderkreis seinen Sitz in Baden-Württemberg – und auch heute werden Projekte vom Ländle aus betreut. Die Einsätze in Bolivien beispielsweise werden in Nonnenhorn am Bodensee koordiniert, Projektleiter ist Dr. Ekkehard Schlichtenhorst. Vorsitzender des FCSM ist seit zwei Jahren ZA Holger Gerlach, Öhringen.

Achtung vor dem anderen. Im Internet-Auftritt des Vereins ist zu lesen: „Wir denken europäisch, sind aber aufmerksam, wie unsere Rationalität mit südamerikanischer Emotionalität zusammengeführt werden kann. Die Achtung vor unseren Gastgebern erfordert Zurückhaltung in Wort und Tat. Wir können und müssen von den Lateinamerikanern viel lernen. Auf dieser geistigen Grundlage entwickeln wir konsequent die Bereiche weiter und können dadurch den Menschen vor Ort eine kompetente Behandlung ermöglichen, fachübergreifend mit den anderen medizinischen Disziplinen. Unser Selbstverständnis basiert darauf, nicht nur zu reagieren, sondern aktiv voranzuschreiten. So sind wir auch bemüht, den Prophylaxe- Gedanken zu verbreiten.“

Freiwillige erwünscht. In Bolivien hat der FCSM in Huancarani (Nähe Cochabamba) seit August 2013 ein stationäres Projekt, das ganzjährig betrieben werden soll. Die Praxis ist neu eingerichtet und voll ausgestattet, inkl. Röntgen, was in bolivianischen Praxen durchaus nicht üblich ist. Das zweite Bolivien- Projekt „El Villar“ ist anders angelegt: Hier werden zweimal jährlich jeweils zwei Teams für fünf bis sechs Wochen mit mobilen Einheiten auf das zahnärztlich total unterversorgte Land geschickt. Diese Einsätze im weiteren Umkreis von Sucre sind sehr beliebt bei Zahnmedizin-Studenten (mind. acht Semester), die so ihre fachliche wie persönliche Entwicklung bereichern können.

Wertvolle Erfahrungen. Auch Nadine Tanner aus Überlingen machte hier erste Erfahrungen mit humanitären Einsätzen: „Schnell mussten wir lernen, dass in Bolivien Zahnbürsten keine Selbstverständlichkeit sind und die wenigsten wissen, wie man sie benutzt. Wir haben hauptsächlich konservierend gearbeitet und Zahnreinigungen gemacht, bei Schmerzen auch extrahiert. Mit Extrahieren waren wir jedoch zurückhaltender und haben, wenn möglich, lieber Füllungen gemacht.“

IZZ/FCSM

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