Kindernothilfe Indien

#1 von carlos , 25.12.2010 21:20

Nandri, German Dentist!
Der Xantener Zahnarzt Manhardt Barthelmie verbringt die Feiertage in Indien. Seit mehreren Jahren engagiert er sich in der Organisation "Ärzte für Indien"´und behandelt bedürftige Kinder und Jugendliche.

Neugierde und ein bisschen Lust am Risiko gehören dazu. Die Freude daran, fremde Länder kennenzulernen, auch wenn dort Cholera, Malaria und andere Gefahren drohen. Es ist aber nicht die bloße Abenteuerlust, die Manhardt Barthelmie über die Feiertage 7500 Kilometer weit weg von zu Hause treibt. "Ich fahre wegen der lachenden Augen der Kinder", sagt der Zahnarzt aus Xanten.

Durch Zufall ist Barthelmie vor ein paar Jahren auf das Projekt "Zahnärzte für Indien" der Kindernothilfe gekommen. "Ein alter Freund hatte die Leitung inne, ich schaute mir die Internetseite an und fand es toll."

So kommt es, dass der 63-Jährige nun schon zum dritten Mal für die Kindernothilfe nach Indien reist. Es sei seine Art, etwas von dem vielen Guten, das ihm widerfahren ist, zurückzugeben. Und Indien – das Land hat ihn, der viel in der Welt herumgekommen ist, schon früher fasziniert. "Modernität und alte Kultur stehen dort nebeneinander."

Einen Monat lang bleibt Barthelmie in Indien. Ein paar Tage Urlaub mit seiner Frau, dann geht's in die südindische Stadt Mysore, wo die Kindernothilfe ein neues Projekt eröffnet: eine "Zahnstation" in einem College. Barthelmie soll das dortige Personal einarbeiten. Eine Assistentin aus der Xantener Praxis, Kristina Rotz, fährt mit und wird ihm dabei helfen. Zwar entspreche die Medizin in Indien teils europäischen Standards. "Wie in London", sagt Barthelmie. "Aber die Zahnärzte wollen Geld verdienen." Die vielen Mittellosen blieben dabei auf der Strecke, gäbe es keine Hilfsprojekte.

Wie in den Vorjahren wird Barthelmie auch herumreisen. Dafür steht ihm ein "Dentomobil" zur Verfügung; ein Lastwagen, der in eine rollende Zahnarztpraxis umgebaut wurde. Barthelmie besucht katholische Missionskrankenhäuser. "Die katholische Kirche Südindiens ist sehr aktiv", sagt der Arzt. Nirgendwo in Indien gebe es so viele Christen, wenngleich sie insgesamt eine verschwindende Minderheit bildeten. Auch Weihnachten werde gefeiert – mit indischen Gesängen und Tänzen. Und Weihnachtsschmuck? Kein Problem: "Es gibt dort eine richtige Weihnachtsindustrie."

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In den kirchlichen Heimen und Schulen wird die Geburt Jesu Christi natürlich ebenfalls gefeiert. Die Heime bieten Waisen und Straßenkindern eine Unterkunft, Essen, Schulbildung und ärztliche Behandlung. Viele Kinder und Jugendliche mit Handicaps sind darunter; bis Mitte der 90er Jahre war die Polio verbreitet. Es gibt auch Taubstumme, junge Menschen, die an Folgen der Lepra leiden und solche mit schrecklichen Brandwunden. Vor allem Mädchen könne es passieren, dass sie von zornigen Vätern mit heißem Öl übergossen werden.

Kommt Barthelmie in ein Heim, gibt es zuerst eine halbe Stunde Aufklärung: Wie putzt man die Zähne und warum? Dann verteilt der Xantener Zahncreme und -bürsten, die er vorher in indischen Läden gekauft hat: "Eine Zahnbürste kostet dort umgerechnet fünf Cent." Schließlich macht er sich an die Untersuchung und Behandlung der Jungen und Mädchen. Ein Dolmetscher steht ihm zur Seite, ein paar Worte in der Landessprache Tamil hat Barthelmie aber eigens gelernt: "Vaaya thera" (Mund öffnen), "Ingepare" (hierher sehen), und am Ende der Behandlung "Mudunchu poche" (alles überstanden, fertig ). Und am Ende ist dem "german dentist", dem deutschen Zahnarzt, ein "Nandri" (Danke) sicher.

An Privatklinik eingeladen

Diese Kinder begeistern Barthelmie immer wieder. "Deren Neugierde und Charme, Konzentration und meist fehlende Wehleidigkeit machen den Einsatz zu einem Vergnügen, lassen die Schwierigkeiten vergessen." Rund 1000 Kinder und Jugendliche hat Barthelmie bei seinem Besuch im vergangenen Winter untersucht und 700 behandelt. Doch dabei bleibt es nicht. "Es spricht sich schnell herum, wenn der german dentist – der deutsche Zahnarzt – da ist. Dann kommen auch die Erwachsenen und Alten." In diesem Jahr wurde Barthelmie zudem an eine Privatklinik in der Stadt Bangalore eingeladen. "Ich soll dort zeigen, wie in Europa implantiert wird."

Schon jetzt steht für den 63-Jährigen fest: Im nächsten Jahr sieht ihn Indien wieder. So lange er könne, wolle er die Kindernothilfe dort unterstützen. "Ein älterer Kollege hat das bis zu seinem 80. Lebensjahr gemacht. Das hat mir sehr imponiert."

http://www.kindernothilfe.de/Gruppe/Ehre...BCr+Indien.html

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RE: Kindernothilfe Indien: Zahnärzte für Indien

#2 von carlos , 25.12.2010 21:22

Zahnärzte für Indien: Einsatz für Kinder statt Urlaub

Zahnärzte für IndienzoomMund auf, Augen zu... Dr. Wolfgang Seufert bei der Arbeit. Fotos: Zahnärzte für Indien Die Initiative „Zahnärzte für Indien" versorgt seit 1983 mehr als 60.000 Kinder in Südindien. Zahnmediziner, überwiegend aus Deutschland, spenden ihre Arbeitszeit und reisen während ihres Urlaubs nach Indien, um dort Mädchen und Jungen zu untersuchen, die durch die Kindernothilfe unterstützt werden.

Fünf Zahnstationen sind christlichen Missions-Krankenhäusern in Chennai, Madurai, Neyyoor und Ranipet im Bundesstaat Tamil Nadu sowie Codacal in Kerala angegliedert. Zusätzlich wurde ein Dentomobil angeschafft, eine mobile Zahnarztpraxis, mit dem die im Umkreis von Madurai gelegenen Einrichtungen der Kindernot-hilfe und die Dörfer besucht werden, um dort die Kinder und Jugendlichen behandeln zu können.

Die Zahnärzte sind meist mit einer Zahnarzt-helferin vor Ort. Sie fahren in die Kindertages-stätten, Schülerwohnheime und Spezialeinrich-tungen und untersuchen die Mädchen und Jungen. Die behandlungsbedürftigen Kinder werden zur Zahnstation gebracht und dort zahnmedizinisch versorgt.

Zahnärzte für IndienzoomDr. Gerhard Kanne übt mit einem Mädchen das richtige Zähneputzen. Rund 1.000 kleine Patienten in zwei Wochen
Meist sind die Zahnärzte zwei Wochen im Einsatz und untersuchen in dieser Zeit fast 1.000 Kinder, oft mit einem Arbeitseinsatz von sechs bis sieben Stunden pro Tag. Herr Dr. Rainer Klesper ist der Ansprechpartner der ‚Zahnärzte für Indien' und äußert sich gern zu den Einsätzen: „Es ist nicht zu vergleichen mit der Arbeit in meiner Praxis. Dort geht alles viel entspannter zu. Meine Kollegen und ich verbringen einen Teil unseres Jahresurlaubs mit den freiwilligen Einsätzen. Außer unserer Hilfe bekommen wir natürlich viel mehr vom einheimischen Leben mit, dieser Einblick ins wirkliche Leben in Indien ist kaum einem Touristen möglich", begründet Dr. Klesper sein Engagement.

Die Gründerin der Initiative ist Frau Dr. Irmtraut Feder aus Stuttgart. Die leider inzwischen verstorbene Zahnärztin und Patin besuchte im April 1983 Projekte der Kindernothilfe in Neu Delhi. Als sie erfuhr, dass Geld für Zahnarztbesuche fehlte, startete sie die freiwilligen Einsätze und gewann viele Kollegen für ihr Anliegen.

Zahnärzte für IndienzoomStolz zeigen die Kinder ihre Zahnbürsten. Altgold-Spendensamlung "Aktion Z"
Alle zahnärztlichen Behandlungsräume wurden zunächst mit gespendeten, gebrauchten Einheiten aus Deutschland ausgestattet, die in den letzten Jahren gegen neue indische Geräte ausgetauscht wurden. Diese Anschaffungen finanzieren die Zahnärzte durch die Altgold-Spendensammlung "Aktion Z" der Zahnärzte-kammer Karlsruhe. Sie werden auch von Firmen mit Sach- und Geldspenden unterstützt.

Die Zahnärzte geben neben der Behandlung der Kinder den Projektmitarbeitern in Indien Tipps zur Prophylaxe und Ernährung. „Die Erfolge sind sichtbar", berichtet Dr. Klesper, „mittlerweile haben nur Kinder, die neu in den Projekten sind, größere Probleme mit ihren Zähnen."

Zahnärzte für Indien: Das DentomobilzoomDr. Michael Butzki vor dem "Dentomobil" Während der behandlungsfreien Zeit werden die Zahnstationen von indischen Kollegen, die in den Krankenhäusern angestellt sind, genutzt. Den Besuch bei einem normalen indischen Zahnarzt können sich die meisten Armen in Indien nicht leisten.

Reisewillige Zahnärzte gesucht!
Ein fester Stamm von sieben aktiven Ärzten bilden den Kern der Zahnärzte für Indien, weitere Mediziner helfen mit. Es werden stets reisewillige Zahnärzte gesucht, die sich der Behandlung der Kinder annehmen. Weitere Informationen zu Einsätzen finden Sie hier:

http://www.kindernothilfe.de/Gruppe/Ehre...BCr+Indien.html

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