„Dentists for Africa“ betreiben und betreuen Projekte der Zahnmedizin, für Patenschaften und für Witwen in Kenia.

#1 von carlos , 02.10.2015 18:23

Dr. Hans-Joachim Schinkel kam gerade aus Kenia zurück und zeigt auf seinem Laptop aussagekräftige Bilder, die während des dortigen Aufenthaltes entstanden. Es sind keine Urlaubs-Fotos. Es war kein Erholungs-Trip. Doch es war eine sehr erfüllende Reise – wieder.

Der Sömmerdaer Zahnarzt begründete vor 16 Jahren mit Gleichgesinnten den nunmehr „Dentists for Africa“ heißenden Verein. „Wir wollten den notleidenden Menschen in Afrika zahnärztliche Behandlungen ermöglichen“, begründet der Sömmerdaer die damalige Motivation. Gute und verlässliche Partner in Kenia waren und sind die Franziskanerinnen. Mittlerweile gibt es in Kenia 13 vom Verein mit getragene Zahnarztpraxen, die an verschiedene Krankenhäuser angegliedert sind. Regelmäßig sind Dr. Schinkel und Vereinsmitglieder im afrikanischen Land zu Behandlungen, Seminaren, Anleitungen, bringen Materialien, Medizin.

Doch hat sich die Tätigkeit der derzeit rund 300 Vereinsmitglieder „enorm auf andere Bereiche ausgeweitet. Im Jahr 2001 begannen wir mit einem Patenschaftsprojekt für Waisenkinder“, berichtet Hans-Joachim Schinkel.

Durch Patenschaften konnten Schulbildung (etwa 400 Euro im Jahr) sowie Berufsausbildung (rund 500 Euro pro Jahr) für 800 Kinder, die vor allem durch die Immunschwächekrankheit Aids ihr Eltern verloren, ermöglicht werden. „100 Jugendliche haben ihre Berufsausbildung bereits beendet. 90 besuchen derzeit das College und lernen Berufe wie Krankenschwester, Lehrer, Ingenieur.“ Zudem werden etwa 250 Waisenkinder aus Geldmitteln des Vereines unterstützt.

Informationsabend im Dreyse-Haus
Ein weiteres Projekt des Vereines will Witwen bessere Lebensumstände ermöglichen, Dies fängt bei finanzieller Unterstützung etwa bei der Krankenversicherung an und reicht zu gemeinsamen Kleinprojekten in den Dörfern etwa bei der Hühnerzucht oder kleinen Handwerken wie Schneiderarbeiten.

Dies alles sind gute Sachen. „Doch das wirklich Besondere ist, dass wir mit unseren Projekten wirklich nachhaltige Hilfe im Land selbst ermöglichen“, meint der sonst sehr bescheidene und sympathische Vereinsvorsitzende schon ein bisschen stolz – und dies zu Recht.

Aus dem Waisenkinder-Projekt erwachsen beispielsweise Krankenschwestern oder Zahnärzte (das heißt eigentlich übersetzt Mund-Gesundheits-Ingenieure). Und die arbeiten dann in den Zahnärzte-Projekten. So tragen sich Gedanke und Taten weiter. Einen kleinen Betrag der zuvor genossenen Ausbildung zahlen die Betreffenden später wieder in einen Fonds zur weiteren Ausbildung anderer Waisenkinder ein. Die „Kleinstbetriebe“ der Witwen in den Dörfern halten dort nicht nur das Familien-, sondern das ganze Dorfleben am Laufen. Schwester John Mary von den Franziskanerinnen wird am 3. November im Sömmerdaer Dreyse-Haus über diese Hilfen berichten.

„Dies sind Francis und Caren“, zeigt Dr. Schinkel auf ein Foto, auf dem zwei Kenianer mit ihm einen Jungen behandeln. „Die wurden in unserem Paten-Projekt ausgebildet. Das sind die Schwestern Modesta und Dorcas bei einem Fest mit Waisenkindern. Der älteste Sohn dieser Waisenfamilie, Stephen, begann jetzt sein zahnmedizinisches Studium und die jüngste Tochter wurde neu in das Patenschaftsprojekt aufgenommen.“ Es sind schöne Bilder.

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RE: „Dentists for Africa“ betreiben und betreuen Projekte der Zahnmedizin, für Patenschaften und für Witwen in Kenia.

#2 von carlos , 02.10.2015 18:23

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