Eritrea, Asmara: Ein Zahnmobil an den Schulen des Landes

#1 von carlos , 24.07.2010 12:11

Bericht von der webseite des Hilfswerks deutscher Zahnärzte (http://www.hilfswerk-z.de/Proj_Eritrea_Dentomobil.htm)

Mit etwa 5.400 Eur haben wir uns an einem Projekt in Eritrea beteiligt (Übernahme der Transportkosten für das Zahnmobil u. mehrere Paletten material).

Auf der WEB-Site der verantwortlichen Initiative (==> http://www.eritrea-hilfswerk.de/rubrik_3/index.html) heißt es dazu u.a.:

"Unser aktuelles Projekt ist ein "Zahnmobil" für die Kinder in Asmara, weil Untersuchungen von zirka 600 12-jährigen Schulkindern das erschreckende Ergebnis brachte, dass in der Hauptstadt Asmara bereits ein Viertel der Schüler kariöse Backenzähne hat!
Dies ist ganz sicher mit dem sehr hohen Zuckerkonsum (Limonade, Schokolade, Kekse, sehr viel Zucker im Tee) und der fehlenden Mundhygiene (Zähneputzen nur mit den Ästen bestimmter Laubbäume) zu erklären. Dieses Ergebnis war aber Anlaß für uns, mit dem eritrischen Gesundheitsministerium über die Einführung eines Vorbeugungsprogramms zu diskutieren. In einer Vorlesung vor Lehrern und Medizinern hat Dr. Würfel die Zusammenhänge von Ernährung, Mundhygiene und Karies dargestellt, was auf sehr breites Verständnis gestoßen ist. Bei den letzen Aufenthalten in Eritrea konnten wir neben der Behandlung von Patienten in der Klinik u.a. mit zirka 600 Grundschülern Zähne putzen und an rund 15.000 Schüler erstmalig Zahnbürste und Zahnpasta verteilen.
Das war der erste kleine Schritt in eine sehr wichtige Richtung, der aber ohne die Hilfe und Spenden von Freunden und Patienten, Zahnarztkollegen und Dentalfirmen nie möglich geworden wäre.

Als zweiten Schritt arbeiten wir derzeit daran, ein Zahnmobil zur Kariesprävention nach Asmara zu senden. Wir arbeiten daran, einen großen Toyota-Lieferwagen mit einem Behandlungsstuhl, einfachem zahnmedizinischen Instrumentarium und einer Schrankzeile auszustatten, um damit in den nächsten 3 Jahren 50.000 Schulkinder in Asmara zu untersuchen und auch besonders dringende Behandlungen (z.B. Extraktionen) durchzuführen. Für die Organisation dieser Untersuchungen sowie für die Übernahme der laufenden Kosten vor Ort hat sich das eritreische Gesundheitsministerium bereit erklärt.
Die gesamten Kosten für den Kauf, die Einrichtung und den Transport dieses "Zahnmobils Asmara" betragen etwa 46.000 Euro. Unterstützung dafür haben wir schon gefunden: Geldspenden der "Robert-Bosch-Stiftung" und der "Freien Zahnärzte Fellbach e.V." sowie dem Erlös des Laufes "Oeffinger Kinder helfen eritreischen Kindern" werden für dieses Projekt verwendet.
Wir möchten uns auch beim Deutschen Zahnärztlichen Hilfswerk (Anmerkung: Gemeint ist damit unsere Hilfswerk, das HDZ) bedanken, welches bereits für zwei Lieferungen die Transportkosten übernommen hat."

carlos  
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