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  • Wenn beim Zahnarzt der Strom ausfälltDatum08.08.2019 11:17
  • Wenn beim Zahnarzt der Strom ausfälltDatum08.08.2019 11:16
    Thema von carlos im Forum Nepal

    Ivoclar Vivadent unterstützt Medizinerin bei ihrem Himalaya-Einsatz

    Nepal – das klingt nach Traumurlaub mit atemberaubenden Achttausendern und wunderschönen Landschaften. Für die Menschen im Himalaya ist das Leben allerdings beschwerlich und die medizinische Versorgung schlecht. Zahnärzte trifft man in den einsamen Bergdörfern so gut wie nie. Dr. med. dent. Nora Kreller, Zahnärztin in Berlin, hat sich daher aufgemacht, um Patienten in Nepal zu behandeln – mit Unterstützung in Form einer Materialspende von Ivoclar Vivadent. Was hat die 29-Jährige erlebt?

  • Thema von carlos im Forum Nepal

    Ivoclar Vivadent supports medical care providers on their mission in the Himalayas.

    Nepal - a country that conjures up images of a dream holiday destination with soaring peaks amidst spectacular scenery. For people living in the Himalayas, however, life is arduous and medical care is poor. Dentists are far and few between in the lonely mountain villages. This situation propelled Dr med. dent. Nora Kreller, dentist in Berlin, to travel to Nepal to give dental care to the locals. Ivoclar Vivadent supported her in the form of an in-kind donation. What experiences has the 29-year-old had on her trip?

    While in many countries people brush their teeth in the morning as a matter of course, the conditions for the villagers living in Nepal’s mountainous regions are different. They know far too little about oral hygiene and low-sugar diets. And what is worse, they simply do not have enough money to afford a toothbrush and toothpaste. “Patients often walk several days to the nearest dentist to have their toothache eased,” Nora Kreller reports. When they finally have the chance of having their teeth treated, the treatment often covers only just the bare minimum. Often the people are simply too poor to afford any substantial dental care. And even if the pain has been treated, the consequences of the suboptimal treatment can be seen with every smile.

  • als Zahntechnikerin in AfrikaDatum05.08.2019 23:37
    Foren-Beitrag von carlos im Thema als Zahntechnikerin in Afrika
  • als Zahntechnikerin in AfrikaDatum05.08.2019 23:37
    Thema von carlos im Forum Zambia

    Bargteheiderin engagiert sich

    Leonore Munoz-Jimenez stürzte beim Klettern und überlebte nur mit Glück. Ein schwerer Unfall, der sie zur Helferin machte.

    Bargteheide. „Zehn Meter freier Fall und nur ein Gedanke: Gleich bist du tot.“ An einem Punkt, wo das Leben der Bargteheiderin Leonore Munoz-Jimenez hätte enden können, fing ihre Geschichte erst an. Die 53 Jahre alte Zahntechnikerin hat das einschneidende Erlebnis eines Kletterunfalls genutzt, um langgehegte Wünsche zu realisieren. Ganz oben auf der To-do-Liste stand ihr Traum, sich für Menschen in Afrika zu engagieren. Diesen hat sie nun mit der Organisation „Zahnärzte ohne Grenzen“ umgesetzt.

    „Ich habe den Gedanken lange vor mir hergeschoben uns immer zahlreiche Gründe gefunden, warum es gerade nicht klappt“, sagt Leonore Munoz-Jimenez. Die Renovierung des Hauses, ihre Hunde – irgendetwas sei immer wichtiger gewesen. Bis zu einem Tag im August letzten Jahres: Wie so oft sei sie klettern gewesen, als plötzlich der oberste Sicherungshaken nicht hielt. Munoz-Jimenez fällt zehn Meter tief, rauscht mit hoher Geschwindigkeit ins Seil. „Normalerweise überlebt man den enormen Aufprall nicht“, sagt die erfahrene Kletterin. „Doch ich hatte sehr viel Glück und bin mit einer Wirbelsäulenprellung davongekommen.“
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    Von da an habe sie nur noch einen Gedanken gehabt: Nicht lange reden, sondern einfach machen. Eine Liste mit persönlichen Zielen entsteht, darauf der Wunsch, Wale in Kanada zu beobachten – und mit einer Hilfsorganisation nach Afrika zu fahren. Die gelernte Zahntechnikerin bewirbt sich bei „Zahnärzte ohne Grenzen“ und wird für einen Einsatz in Sambia eingeteilt. Die persönlichen Kosten: knapp 4000 Euro und zweieinhalb Wochen vom Jahresurlaub.

    Ob es nicht auch in Deutschland genug Möglichkeiten gebe, um sich zu engagieren? „Sicherlich“, gibt Leonore Munoz-Jimenez zu. Was sie in die Ferne treibe, sei jedoch die Abscheu vor der westlichen Luxus-Gesellschaft, die ihrem Handy mehr Beachtung schenke, als dem Gegenüber. „Es ist für mich unvorstellbar, wie sich Menschen am Elend und Unglück anderer ergötzen können“, sagt die gelernte Zahntechnikerin. „Dabei sollte es selbstverständlich sein, bei einem Unfall zu helfen, statt die Opfer auch noch zu filmen.“
    Das Ärzte-Team startete im April

    Das Team – eine Gruppe bestehend aus drei Zahnärzten, einer Zahnarzthelferin und zwei Zahntechnikern – startete im April. Über Dubai ging es mit dem Flugzeug nach Lusaka, Hauptstadt von Sambia, und von dort vier Stunden über Land in die Kleinstadt Siavonga.

    Durch das Ende der Regenzeit seien die Straßen noch von Schlaglöchern übersäht gewesen, sagt Munoz-Jimenez. „Das letzte Stück Fahrt war eine holprige Angelegenheit und wir sind völlig fertig angekommen.“

    Zwei Tage später startete der Einsatz und von da an ging es Schlag auf Schlag. Während die Ärzte vor allem Zähne ziehen mussten, konzentrierten sich die Zahntechniker darauf, Prothesen für die Frontzähne herzustellen. Dabei ging es vor allem darum, das Schlimmste zu verhindern. Doch für weiterführende Arbeiten sei die Ausstattung in Krankenhaus und Labor nicht ausreichend gewesen. Viele Menschen kämen zu Fuß aus bis zu 30 Kilometern entfernten Dörfern in die Stadt, andere würden mit mobilen Einheiten direkt vor Ort behandelt – auf einem Gartenstuhl bei 40 Grad im Schatten.
    Zähne sind wichtig für Zukunft der Mädchen

    „Bei jungen Mädchen sind die Frontzähne entscheidend“, sagt die Zahntechnikerin. „Sie haben dadurch wesentlich bessere Chancen auf dem Heiratsmarkt und eine Perspektive für ihre Zukunft.“ Die Arbeit sei zunächst der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Vor allem in den Ortschaften entlang der Hauptstraßen sei Karies mittlerweile weit verbreitet, da Touristen an die Kinder gerne Süßigkeiten verteilten. Doch das Projekt sei nicht nur als Hilfsmaßnahme gedacht, sondern soll auf lange Sicht die Strukturen im Land aufbauen. Einheimische Zahnärzte und Helferinnen werden bereits ausgebildet. Munoz-Jimenez hoffe, dass bald auch eine Ausbildung zum Zahntechniker dazukommt und sagt: „Das Gefühl der Ohnmacht ist teilweise groß und es scheint zunächst so, als ob man wenig bewirken kann.“ Der erste Schritt sei jedoch gemacht.

    Wider Erwarten sei der Zuspruch in Deutschland für das Hilfsprojekt groß gewesen. Ein Umstand, der die Bargteheiderin mit ihrer Heimat versöhnt und für ihre schlechten Erfahrungen entschädigt habe. Wenigstens zum Teil.

    Viele Bekannte, so erzielt sie, hätten sie für ihren Mut gelobt. Es kamen zahlreiche Sachspenden zusammen und ihr Arbeitgeber habe sogar Urlaub beigesteuert. „Ich diskutieren viel mit Freunden und versuche, eine Inspiration für alle zu sein, die sich ebenfalls engagieren wollen“, sagt Munoz-Jimenez. „Jeder kann etwas verändern. Und sei es nur im eigenen, kleinen Umfeld.“
    Info: Das ist der Verein „Zahnärzte ohne Grenzen“

    Der Verein „Zahnärzte ohne Grenzen“ verfolgt das Ziel, hilfsbereiten Zahnärzten und ihren Helfern den bürokratischen Aufwand abzunehmen, damit sie sich ausschließlich auf ihre Hilfsprojekte konzentrieren können. Die gemeinnützige Stiftung versteht sich als Servicestelle für Einsatzteams vor Ort, stellt mobile Behandlungseinheiten zur Verfügung und organisiert feste Behandlungsstationen, zahnmedizinische Werkzeuge und deren Transport in die Einsatzgebiete in Namibia, Togo, Sambia oder auf den Kapverden. Die Stiftung ist auf Sach- und Geldspenden angewiesen: Zahnärzte ohne Grenzen e.V., Evangelische Bank, BAN: DE16 5206 0410 0005 0161 69

  • SPIEGEL ONLINE: Sie sagen, große internationale NGOs seien sehr mächtig. Was genau ist gefährlich daran?

    McMahon: Niemand hat die NGOs in irgendwelche Positionen gewählt. Sie haben Macht, weil sie Geld haben, und das allein ist schon ein Anlass zur Sorge. Es geht um eine Milliardenindustrie. Ich möchte wissen: Stimmt es, dass sie gute Absichten haben, bloß weil sie das behaupten?

    SPIEGEL ONLINE: Jetzt klingen Sie ein wenig wie Ungarns Premier Viktor Orbán, der unliebsame Zivilorganisationen drangsaliert.

    McMahon: Ich bin absolut keine Anhängerin seiner Politik. Mein Punkt ist: Wir müssen internationale NGOs als wichtige Akteure ernster nehmen und auch Rechenschaft von ihnen einfordern. Das halte ich für legitim, auch wenn es Orbán oder Jaroslaw Kaczynski in Polen fordern. Die einstige Annahme, dass NGOs an sich gut sind und alles, was sie machen gut ist, stimmt einfach nicht mehr. Denken wir nur an NGOs, die Islamismus, Anti-LGBT-Ideen oder Ähnliches propagieren.
    George Soros
    REUTERS

    George Soros

    SPIEGEL ONLINE: In Ungarn gab es strenge Transparenzbestimmungen für NGOs, schon lange bevor Orbán mit Kampagnen für mehr Transparenz bei zivilen Organisationen begann. Zudem stellte er die Open Society Stiftung (OSF) des US-Börsenmilliardärs George Soros in den Mittelpunkt seiner Kampagnen. Ausgerechnet die OSF ist aber ein Beispiel für eine recht transparente internationale Stiftung.

    McMahon: Mir ist das Vorgehen gegen Soros ein Rätsel, denn in der Tat ist die OSF ein Beispiel für eine Stiftung, die so arbeitet, wie man sollte: Sie hat sehr viele Experten in den Ländern, in denen sie arbeitet, beschäftigt Einheimische und schaut sehr genau hin, was man wie unterstützen muss. Aber nicht alle Stiftungen sind so. Und gerade in den USA hat die Zahl der Wohltätigkeitsorganisationen sehr stark zugenommen.

    SPIEGEL ONLINE: Mit welchem Ergebnis?

    McMahon: Tja, genau darüber machen sich Kritiker Sorgen: Ist das, was die großen Stiftungen machen, im Interesse der Öffentlichkeit? Diese Superbürger wissen nämlich nicht unbedingt, was für jeden das Beste ist. Ein anderer Kritikpunkt zum Beispiel an der Bill and Melinda Gates Foundation lautet: Die Stiftung unterstützt international nicht nur arme Menschen, sondern ihre Tätigkeit kommt auch den Interessen großer Konzerne zugute, indem sie eine neoliberale Wirtschaftspolitik mitträgt. Ich selbst habe nicht viel über die Gates-Stiftung geforscht, aber ich habe den Aufstieg von NGOs in den USA untersucht und weiß, dass die Kritik an der unverhältnismäßigen Rolle, die große Philanthropen in einer Vielzahl von Politikbereichen in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt spielen, zunimmt.

    SPIEGEL ONLINE: Was konkret fordern Sie von NGOs?

    McMahon: NGOs sollten sich registrieren lassen und sollten im Detail veröffentlichen, woher das Geld kommt, das sie haben - und wohin es geht. Die chinesische Regierung gibt zum Beispiel sehr viel Geld für zivile Organisationen aus. Nehmen wir das Konfuzius-Institut, das von der chinesischen Regierung finanziert wird und das über sehr viel Geld verfügt: In den USA möchte man wissen, wofür dieses Geld ausgegeben wird. Dasselbe dürfen umgekehrt auch die ungarische oder polnische Regierung beanspruchen, wenn es um US-amerikanisches Geld geht. Ich bin ganz klar dafür, dass NGOs weiterhin ihre Rolle als Kontrolleure von Regierungen und staatlichen Institutionen wahrnehmen. Mir geht es einfach um Transparenz und Rechenschaftspflicht.

  • SPIEGEL ONLINE: Sie haben eine Studie veröffentlicht, in der Sie die Arbeit großer westlicher NGOs als intransparent, ineffektiv und kontraproduktiv beschreiben. Woher kommt diese harsche Kritik?

    McMahon: Ich habe kein Anti-NGO-Buch geschrieben, das möchte ich ganz klar betonen. Was ich aber sagen will: Viele Jahre lang wurden Nichtregierungsorganisationen im Westen romantisch verklärt. Das hängt vor allem mit dem Umstand zusammen, dass zivilgesellschaftliche Organisationen und Akteure entscheidend zum Fall der kommunistischen Diktaturen in Osteuropa beitrugen und den demokratischen Übergang prägten. Sie wurden als leuchtendes Beispiel gesehen. Ich meine jedoch: Wir brauchen heute mehr Skeptizismus und Realismus gegenüber NGOs.

    SPIEGEL ONLINE: Warum?

    McMahon: Große internationale NGOs, seien es bekannte Hilfs- und Entwicklungsorganisationen, seien es Stiftungen reicher US-Milliardäre, sind sehr mächtig. Sie verfügen über sehr viel Geld, manchmal über mehr als die Staatshaushalte der Länder, in denen sie arbeiten. Zum Teil kommt das Geld von Regierungen, die vor zwei, drei Jahrzehnten angefangen haben, bestimmte internationale Entwicklungsaufgaben an NGOs auszulagern. Indirekt verfolgen diese NGOs damit die Interessen der geldgebenden Regierungen. Zum Teil ist aber auch unklar, woher das Geld kommt, mit dem diese Organisationen arbeiten, oder wofür genau sie es einsetzen. Zudem bewirken die Projekte dieser NGOs oft nur wenig oder gar nichts von dem, was sie versprechen. Das gilt vor allem für abstrakte Projekte wie Friedensmissionen. Für meine Studie habe ich dazu vor allem Fälle in Bosnien-Herzegowina und im Kosovo untersucht.

    SPIEGEL ONLINE: Was haben Sie dort vorgefunden?

    McMahon: Nach den Kriegen in den beiden Ländern in den Neunzigerjahren haben große westliche, internationale NGOs dort viel Geld, Zeit und Energie in Projekte im Bereich Menschenrechte, Frauenrechte oder interethnische Versöhnung investiert und dabei auch zahlreiche örtliche NGOs eingebunden. Das waren Bereiche, die den internationalen Geldgebern oder diesen Organisationen zu der Zeit wichtig erschienen, Themen, die auf der politischen Agenda des Westens standen und in Mode waren. Anzeichen für Veränderungen oder für Ergebnisse gab es aber wenig. Irgendwann verschwanden diese großen NGOs wieder und damit auch die vielen kleinen örtlichen Partner.

    SPIEGEL ONLINE: Können Sie Beispiele nennen?

    McMahon: Ich war nach der Jahrtausendwende immer wieder in Mostar, einer Stadt, die ein Symbol der ethnisch-nationalen Trennung in Bosnien-Herzegowina ist. Dort leben in der einen Stadthälfte fast nur Kroaten, in der anderen Bosniaken. Es gab nach Kriegsende eine Reihe von NGOs, die ethnisches peace building betrieben, aber die meisten existierten eigentlich nur auf dem Papier. Sie waren stark damit beschäftigt, Fonds zu akquirieren, sie nahmen an regionalen Treffen oder internationalen Konferenzen teil, doch in der Stadt selbst haben sie kaum etwas bewirkt.
    Zur Studie

    Für ihre Studie untersuchte Patrice McMahon Projekte und Aktivitäten von Nichtregierungsorgansiationen in Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Polen im Wesentlichen für den Zeitraum von 2000 bis 2010. Dazu interviewte sie NGO-Mitarbeiter in den drei Ländern. Außerdem wertete sie Daten internationaler NGOs, der US- und anderen westlichen Regierungen sowie internationalen Gremien wie der Uno aus und verglich so Projekte, deren Finanzierung und Ergebnisse. McMahon erhebt keinen expliziten Anspruch darauf, dass die Schlussfolgerungen ihrer Untersuchung weltweit gültig sind, sie hält sie jedoch für symptomatisch und geht in ihrer Studie auch kurz auf Beispiele aus Afrika und Asien ein.

    SPIEGEL ONLINE: In Ihrem Buch behaupten Sie auch, dass große internationale NGOs mitunter einen regelrecht schädlichen Einfluss haben. Was meinen Sie damit?

    McMahon: Sie fokussierten sich in Bosnien-Herzegowina oder im Kosovo häufig auf die von mir genannten Themen, während andere wichtige Bereiche von ihnen überhaupt nicht beachtet wurden und örtliche NGOs oder Initiativen deshalb keine oder nur wenige Chancen hatten und haben, eine Finanzierung zu bekommen. Das betrifft ganz praktische Bereiche wie Bildungsprojekte für arme Menschen und für Roma, die Durchsetzung von Frauenrechten im Alltag, gesunde Ernährung oder Umweltschutz. In Brcko hatte ich Kontakt mit einer örtlichen NGO-Mitarbeiterin, die ich einmal fragte, warum es keine Umweltorganisationen in der Stadt gebe. Sie antwortete mir, bei internationalen NGOs stünde Umweltschutz in Bosnien-Herzegowina nicht auf der Agenda. Insgesamt fehlt es den großen, internationalen NGOs oft an dem Hintergrundwissen, um die Lage vor Ort gut beurteilen zu können oder relevante Arbeit zu leisten.

    SPIEGEL ONLINE: Böse große internationale NGOs versus gute lokale Zivilgesellschaft?

    McMahon: Nein, es ist natürlich viel nuancierter. Ich sage nicht, dass die großen NGOs oder Stiftungen schlechte Dinge tun. Sie haben sicherlich gute Absichten. Aber im Ergebnis des Umstandes, dass lokale NGOs häufig von ihnen abhängig sind, setzen sie die Prioritäten und bringen lokale Akteure oft unabsichtlich, manchmal auch absichtlich von dem ab, was diese mit begründeter Expertise für wichtig und relevant halten.

  • Patrice C. McMahon ist Professorin für Politische Wissenschaften an der University of Nebraska-Lincoln. Sie forscht zu den Bereichen humanitäre Angelegenheiten, internationale Friedensbildung, NGOs und US-Außenpolitik. Ein Impuls für die Studie "Das NGO-Spiel" waren auch ihre eigenen Erfahrungen in Mittel- und Südosteuropa: In den Neunzigerjahren studierte sie zeitweise in Polen und arbeitete später beim German Marshall Fund. Nach der Jahrtausendwende begann sie, in der Westbalkanregion zum Thema Zivilgesellschaft zu forschen.

  • Thema von carlos im Forum das aktuelle Thema

    Die US-Politikwissenschaftlerin Patrice McMahon kritisiert in einer Studie große internationale Nichtregierungsorganisationen: Diese seien im Westen "romantisch verklärt" worden - dabei sei deren Arbeit bisweilen sogar kontraproduktiv.

  • Iceman Charity Thailand Datum27.05.2019 15:38
    Thema von carlos im Forum Thailand

    „Unsere Hilfe sollte dort ankommen, wo sie sonst fehlt“
    Famulaturbericht Thailand von Zahnmedizinstudenten aus Giessen auf der Webseite des HDZ

    Georg Henkel, Anna Lena Stummer, Moritz Lehmann und Eva-Maria Geise sind Zahnmedizinstudenten aus Giessen und gute Freunde. Daher war es auch eine gemeinsame Entscheidung, eine Auslandsfamulatur im Rahmen eines freiwilligen zahnmedizinischen Hilfseinsatzes zu machen. Die Wahl fiel auf Thailand. Mit der Iceman Charity fanden sie einen geeigneten Partner für ihr Vorhaben und erhielten zudem vom HDZ einen Reisekostenzuschuss. Die Iceman Charity, gegründet von Volker Capito, unterstützt u.a. das Wat Sarkaeo Waisenhaus im thailändischen Ang Thong, in dem rund 2500 Kindern leben. Im Februar 2018 starteten die Kommilitonen nach Südostasien. Was sie dort erlebt und gelernt haben, lesen Sie in ihrem Reisebericht…


    https://www.stiftung-hdz.de/famulaturen/

  • Per TukTuk an den BehandlungsstuhlDatum27.05.2019 09:57
    Thema von carlos im Forum Kambodscha

    Tempel und Pagoden hatten Lara Abraham und Alexandra Zorn schon lange vor ihrem Entschluss, eine Auslandsfamulatur zu machen, fasziniert. So entschlossen sie sich für einen freiwilligen Hilfseinsatz in Kambodscha. Nach einjähriger Planung startete Ende Juli 2018 ihr Flieger nach Phnom Penh. Was sie dort alles erlebt haben, schildern beide in ihrem spannenden Reisebericht.

    https://www.stiftung-hdz.de/famulaturen/

  • Thema von carlos im Forum Nepal

    Mindestens ein Mal im Jahr gehen die meisten Menschen in Deutschland zum Zahnarzt – nur um ihre Zähne untersuchen zu lassen. Wie man seine Zähne richtig reinigt, lernen Kinder hierzulande bereits, bevor sie in die Schule kommen. Doch das ist nicht überall auf der Welt so.

    Vor allem in entlegenen Gebieten in Entwicklungs- und Schwellenländern ist die gesundheitliche Versorgung aus Sicht einer Industrienation wohl ehr als rudimentär zu bewerten, wenn sie überhaupt vorhanden ist. Um Menschen aus diesen Regionen eine gesundheitliche Grundversorgung zu bieten, gibt es Ärzte aus verschiedenen Ländern, die ehrenamtliche Einsätze in diese Gebiete unternehmen. So auch Wiebke Behrens und Dr. Manfred Meyer aus Oldenburg, die als Zahnärzte in Afrika und Asien unterwegs sind.
    Nepal, Indien, Mongolei

    „Am Anfang ist man geschockt von dem, was man zu sehen bekommt“, berichtet Wiebke Behrens, die normalerweise in Oldenburg als Zahnärztin arbeitet und schon mehrfach in Nepal, aber auch in Indien und der Mongolei gearbeitet hat.

    „Ich hatte immer schon den Wunsch, zu reisen“, sagt die 35-Jährige. Nach Abschluss ihres Studiums und der Assistenzzeit erfüllte sie sich diesen Traum mit mehreren Asienreisen, die sie immer auch nutzte, um den Menschen vor Ort zu helfen.

  • Thema von carlos im Forum Sierra Leone

    Sierra Leone und Nepal sind nicht Oldenburg. Wo Wiebke Behrens und Dr. Manfred Meyer im Einsatz sind, sehen viele Menschen zum ersten Mal einen Zahnarzt – eine besondere Herausforderung.

    Mindestens ein Mal im Jahr gehen die meisten Menschen in Deutschland zum Zahnarzt – nur um ihre Zähne untersuchen zu lassen. Wie man seine Zähne richtig reinigt, lernen Kinder hierzulande bereits, bevor sie in die Schule kommen. Doch das ist nicht überall auf der Welt so.

    Vor allem in entlegenen Gebieten in Entwicklungs- und Schwellenländern ist die gesundheitliche Versorgung aus Sicht einer Industrienation wohl ehr als rudimentär zu bewerten, wenn sie überhaupt vorhanden ist. Um Menschen aus diesen Regionen eine gesundheitliche Grundversorgung zu bieten, gibt es Ärzte aus verschiedenen Ländern, die ehrenamtliche Einsätze in diese Gebiete unternehmen. So auch Wiebke Behrens und Dr. Manfred Meyer aus Oldenburg, die als Zahnärzte in Afrika und Asien unterwegs sind.
    Nepal, Indien, Mongolei

    „Am Anfang ist man geschockt von dem, was man zu sehen bekommt“, berichtet Wiebke Behrens, die normalerweise in Oldenburg als Zahnärztin arbeitet und schon mehrfach in Nepal, aber auch in Indien und der Mongolei gearbeitet hat.

    „Ich hatte immer schon den Wunsch, zu reisen“, sagt die 35-Jährige. Nach Abschluss ihres Studiums und der Assistenzzeit erfüllte sie sich diesen Traum mit mehreren Asienreisen, die sie immer auch nutzte, um den Menschen vor Ort zu helfen.
    Der Einsatz im Ausland für Zahnärzte

    Zahnärzte, die einen freiwilligen Einsatz im Ausland leisten wollen, finden hier Ansprechpartner:

    Nach Nepal entsendet der Verein Desoca Zahnärzte für mindestens 14 Tage. Die Kosten für Teilnehmer belaufen sich pro Einsatz auf etwa 800 Euro.

    Nach Sierra Leone entsendet der Verein „Hilfe Direkt Oldenburg-Sierra Leone ViB“ Zahnärzte für mindestens drei Wochen. Weitere Fragen werden unter Telefon  04 41/ 50 22 85 (Gisela Bednarek) beantwortet.

        www.desoca-nepal.de

        www.hilfe-direkt.info

    „Am Anfang war ich über die Organisation ,Zahnärzte ohne Grenzen‘ unterwegs, wollte dann aber irgendwann mein eigenes Ding machen. Deshalb habe ich viele Kollegen angeschrieben, in der Hoffnung so an Kontakte nach Nepal zu kommen. Schließlich habe ich mich entschlossen, mit meiner Kollegin Dr. Elke van Engelen aus Bad Bentheim, die ich auf diesem Weg kennengelernt habe, den Verein „Dental and Social Care for Nepal“ (Desoca) zu gründen. Übersetzt heißt das etwa so viel wie zahnärztliche und soziale Hilfe für Nepal“, erklärt Behrens.
    Rucksack-Behandlung

    Der Verein habe dann Kontakt zu Hilfsorganisationen in Nepal gesucht, um Einsätze vor Ort zu koordinieren. „Wir haben damals Zahnmedizin aus dem Rucksack angeboten“, erinnert sich die Zahnärztin an die Anfänge. „Vor allem haben wir aber Aufklärungsarbeit in Schulen geleistet und die Zähne der Kinder in Reihenuntersuchungen kontrolliert. Wenn wir Behandlungen angeboten haben, ging es in den meisten Fällen darum, Zähne zu ziehen“, erinnert sich Behrens.

    Leider sei es in vielen Fällen zu spät für die Behandlung eines kranken Zahnes. „Da geht es in erster Linie darum, den Menschen die zum Teil höllischen Schmerzen zu nehmen und die anderen Zähne zu schützen“, erklärt sie ihre Arbeit. „Aber irgendwann war uns das Zähneziehen nicht mehr nachhaltig genug, deswegen haben wir das Konzept unserer Arbeit geändert.“
    Fotostrecke
    Sie sorgen weltweit für gesunde Zähne

    Weil der Eingriff an einem von Karies befallenen Zahnes ohne Strom nicht möglich sei, denn gebohrt werden müsse da in jedem Fall, hätte sich der Verein nach einer Möglichkeit der stationären Behandlung umgesehen. „Mit Dr. Klaus Eckert aus Bremen haben wir einen Kooperationspartner gefunden, der zwei Kliniken in Nepal gebaut hat und auf der Suche nach Zahnärzten war“, berichtet Behrens. Seit 2017 gibt es die Zusammenarbeit mit Eckert mittlerweile. „Wir behandeln an zwei Orten in Nepal und können durch die dauerhafte Stromversorgung mittlerweile Behandlungen wie in Deutschland anbieten“, freut sich die Zahnärztin. Am wichtigsten sei aber immer noch dir Aufklärungsarbeit, damit die Menschen ihre Zähne richtig pflegen.
    Die Zahnstation in Afrika

    Eine eigene Zahnstation im Ausland gebaut hat auch Dr. Manfred Meyer aus Oldenburg. Der Zahnarzt engagiert sich im westafrikanischen Sierra Leone, einem der ärmsten Länder der Welt. „Ich erfuhr über einen Freund vom Verein ,Hilfe direkt Oldenburg-Sierra Leone ViB‘, der seit 1988 verschiedene Projekte in dem Land betreut“, berichtet Meyer. Darunter sei auch ein Krankenhaus in der Stadt Bo, dem die Zahnstation angegliedert ist.

    Den Aufbau der Zahnstation begann Meyer 2016 zu planen. „Ich habe 1,5 Jahre lang Instrumente gesammelt, die hier in Deutschland nicht mehr benötigt wurden, bis ich die nötige Ausstattung zusammen hatte“, berichtet er. Im Jahr 2017 eröffnete Meyer die Station.

    Da er nicht das ganze Jahr in Afrika sein könne, verfolge die Station das Konzept, dass Zahnärzte aus aller Welt hier auf freiwilliger Basis ihre Arbeit verrichten können. Ansprechpartner sei der Verein Hilfe direkt Oldenburg-Sierra Leone. „Deshalb kommt es zeitweise leider auch vor, dass wir keinen behandelnden Zahnarzt in Bo haben“, berichtet Meyer, der selbst etwa zwei Monate pro Jahr vor Ort ist.
    Arbeit ist oft nicht leicht

    Dass die Arbeit in Sierra Leone oft nicht leicht ist, musste der Ruheständler schon häufig erleben. „Die Fachkräfte vor Ort sind oft nur schlecht ausgebildet. Deshalb habe ich mein Personal selbst geschult. Zu Beginn hatten wir keine funktionierende Wasserversorgung und die Bundeswehr-Stromgeneratoren liefen nicht.“

    Er habe schnell gelernt, dass Improvisationsgeschick hier eine Schlüsselkompetenz ist und die Behandlungen sich von denen in Deutschland sehr unterscheiden. „Leider bin ich in Bo der einzige echte Zahnarzt in einem Umkreis von etwa 150 Kilometer“, berichtet Meyer. Deshalb, und weil sie die Zahnstation oft nicht kennen, kämen die Menschen meist, wenn es schon viel zu spät sei.

    „Ich muss oft Zähne ziehen, in vielen Fällen gleich mehrere und manchmal riesige Abszesse behandeln. Deshalb habe ich ein zahntechnisches Labor eingerichtet, um Prothesen wie Kronen oder Brücken anfertigen zu können“, sagt Meyer, der gerne einen Zahnarzt vor Ort ausbilden würde, um die Station dauerhaft besetzt zu wissen.
    Behandlungskoffer mit Generator

    Anders als Wiebke Behrens will Manfred Meyer auch in den entlegeneren Regionen ohne Infrastruktur Menschen behandeln. Dafür hat er sich einen zahnärztlichen Behandlungskoffer mit Generator besorgt, den er auf diese Einsätze mit sich führt. „Bisher haben wir immer nur Tagestouren gemacht, wir wollen künftig aber auch mehrtägige Touren unternehmen, denn der Bedarf an zahnärztlicher Versorgung ist enorm.“ Diese Einschätzung teilt auch Wiebke Behrens.

    Beide Zahnärzte würden sich über mehr Unterstützung für die Vereine wünschen, über die sie sich in den entlegenen Regionen im Ausland für die Gesundheit der Menschen einsetzen.

  • Famulatur in NepalDatum17.05.2019 23:05
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Famulatur in Nepal
  • Famulatur in NepalDatum17.05.2019 23:05
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Famulatur in Nepal

    Namaste! Geschichten über ein Land mit denhöchsten Bergender Welt, ein Land in dem Tiger leben undfreundliche,viele Feste feiernde Menschen. Hier sindAbenteuervorprogrammiert. Als Kind lauschte ich gespannt meiner Oma, wenn sie von ihrer Cousine erzählte, die in den 50iger Jahren als Krankenschwester in einer kleinen Krankenstation in Pokhara in Nepal arbeitete.Mein Interesse fürNepal war geweckt. Nun,kurz vor Ende meines Zahnmedizinstudiums,bot sich mir die Möglichkeit,Nepal, das Dach der Welt,zu bereisen. Ich entdeckte die Organisation Nepalmed. Alserste Zahnmedizinstudentin über Nepalmed,durfte ich dort eine Famulatur absolvieren.Riesige, weiße Gipfel im gleißenden Sonnenlicht, grüne Terrassenfelder,Stupas und kleine Hütten-der Landeanflug auf Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, war spektakulär.Mein Visum hatte ich schon im Voraus in Berlin besorgt, sodass es kein langes Anstehen bei der Einreise gab. Ich sollte bei einem Cousin des Chefs der nepalesischen Reiseagentur One World Travel Pvt. Ltd. wohnen. Zwei Tage nach meiner Ankunft begann meine Famulatur. Mein Gastvater begleitete mich zur Anmeldung ins Model Hospital. Zu diesem Krankenhaus gehören noch weitere Krankenhäuser, unter anderem auch das Krankenhaus in Kirtipur,dasauf die Behandlung von Verbrennungen und Lippen -Kiefer -Gaumenspaltenspezialisiert ist. Dieses Krankenhaus verfügt auch über eine stomatologische Abteilung.Kirtipur liegt etwas außerhalb von Kathmandu auf einem kleinen Hügel. Von meiner Unterkunft aus, mussteich20 Minuten zum Busbahnhof laufen und dann noch ca. eine halbe Stunde mit einem „Mikrobus“fahren. Am ersten Tag setztemichmein Gastvater in den richtigen Bus. Das war auch gut so, denndortschien für Nichteingeweihte ein ziemliches Chaos zu herrschen.Fahrpläne kann man gleich vergessen und ist man der nepalesischen Schrift und Sprache nicht mächtig (Nepali), so wird es schwierig,die aufgedruckten Fahrziele an den Bussen zu entschlüsseln. Ich fragte mich einfach immer durch -so kam ich auch an meinZiel. Wenn einer glaubt, dass in einen Bus mit 12 ausgewiesenen Plätzen auch nur diese Anzahl an Menschen hineinpasst, der hat sich getäuscht. Ca. 30 Personen, Baumaterial, Koffer und Hühner können mit so einem „Mikrobus“ fahren und das für unschlagbare 20 Rupien(ca. 20 Cent).Ich kann die Busfahrer nur bewundern, wie sie die Fahrgäste sicher an ihr Ziel bringen, denn der Verkehr ist total chaotisch. Es gibt keine einzige funktionierende Ampel in Kathmandu, als Fußgänger schlängelt man sich einfach durchdie Autoschlangen hindurch, die Straßen bestehen zum großen Teil nur aus Sand, es gibt über eine Million Motorräder, die sich immer irgendwo durchdrängeln, Straßenverkehrsregeln waren hier für mich nicht ersichtlich und zur Krönung stehen oder liegen unzählige Kühe auf den Straßen. Diese, da sie heilig sind, dürfen auch nicht ohne Weiteres aufgescheucht werden.Einige Verkehrspolizisten versuchen,das Chaos etwas zu entwirren, aber so richtigscheint niemandihre Zeichen wahrzunehmen. Ich war also jedesMal sehr froh, unbeschadet vor dem Krankenhaus in Kirtipur aussteigen zu dürfen.

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