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  • Thema von carlos im Forum Nepal

    Ehrenamtliches Engagement in Nepal: Die Würzburger Zahnärzte (Oliver Heilmann und Katharina Kretzer sowie Nursen Tekin aus Heilbronn behandelten Kinder in Malekhu.


    Die Armut ist groß in dem südasiatischen Land, das zwischen Indien und Tibet liegt, Hilfe wird dringend benötigt: Auch dieses Jahr reiste der Würzburger Zahnarzt Oliver Heilmann wieder nach Nepal, um in dem Städtchen Malekhu - etwa 70 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu - Kindern die Zähne zu reparieren und sie über Zahngesundheit aufzuklären. Es ist bereits das vierte Mal seit 2012, dass er zwei Wochen seines Jahresurlaubs nahm, um sich ehrenamtlich zu engagieren.
    Mittagessen in der Schule in Malekhu. Foto: Heilmann

    Zum ersten Mal waren nun die jungen Zahnärztinnen Katharina Kretzer aus Würzburg und Nursen Tekin aus Heilbronn mit dabei. Menschen unterstützen und einen kleinen Beitrag zur Entwicklungshilfe leisten – das sind die Beweggründe des Teams. „Mit diesem Einsatz habe ich die Möglichkeit zu helfen und sehe, dass die Hilfe direkt ankommt“, so die 24-jährige Kretzer. Es sei eine tolle Erfahrung gewesen und bestimmt nicht das letzte Mal, dass sie sich ehrenamtlich engagiere.

    Gesundheitsstation im Schulgebäude

    Unterwegs waren die Zahnärzte im Dienste der Hilfsorganisation Nepalhilfe Kulmbach e.V., die sich seit vielen Jahren in Malekhu engagiert. Der Verein baute dort eine Schule auf, die 2006 eröffnet wurde. Etwa 400 Grund- und 800 Hauptschüler werden heute dort unterrichtet. Neben Zahnärzten waren dank der Nepalhilfe auch schon Ärzte sowie Augenoptiker und Akustiker vor Ort.
    Herzliche Begrüßung der Zahnärzte vor Ort. Foto: Heilmann

    Im Schulgebäude selbst befindet sich auch die Gesundheitsstation, in der die Zahn-Behandlungen stattfinden. „Wir konnten etwa 300 Kinder behandeln“, erzählt Heilmann. Füllungen und das Ziehen von Zähnen standen dabei auf der Tagesordnung. „Die Anzahl der Zähne, die mit Füllungen versorgt werden konnten, ist inzwischen viel höher als die derjenigen, die gezogen werden mussten“, freut sich der 54-Jährige. Erfolge seien deutlich erkennbar, seit die Kinder durch die Einsätze der Zahnärzte regelmäßige Kontrollen haben "und auch selbst ihre Zähne regelmäßig putzen". Da tauche Karies nicht mehr so oft auf wie zuvor.
    Begeistert von der Herzlichkeit der Menschen

    Dennoch ist ein allgemein schlechter Gebisszustand vor allem bei den neuen Schulkindern erkennbar, die bisher keine Aufklärung im Bereich der Zahnpflege erhalten haben. „Da müssen wir dranbleiben“, sagt die 24-jährige Nursen Tekin.

    Heilmann und seine Kolleginnen sind begeistert von Land und Leuten und der Herzlichkeit der Menschen dort – trotz ihrer oft großen Armut. „Wir wurden sehr herzlich empfangen und waren von der Gastfreundschaft überwältigt. Vor allem die Kinder haben sich sehr über unseren Besuch gefreut. Das gibt soviel zurück“, so Kretzer.

    Spendenkonto: Mitglied der Nepalhilfe Kulmbach kann jeder werden oder eine Patenschaft übernehmen. Nepalhilfe Kulmbach, BIC: BYLADEM1KUB, IBAN: DE48 77150000 0000 110130, Info: www.nepalhilfe-kulmbach.de

  • Wenn neue Zähne Luxus sindDatum16.11.2019 23:12
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Wenn neue Zähne Luxus sind

    ein Vorbild: Albert Schweitzer. „Es ist ein Jugendtraum von mir, medizinische Hilfe in den ärmsten Ländern der Welt leisten zu dürfen“, sagt der Münchner Zahnarzt Stefan Rohr. Und diesen Traum hat er sich erfüllt. Seit 2010 ist der 59-Jährige aktives Mitglied der Hilfsorganisation Zahnärzte ohne Grenzen. Seit 2018 ist er sogar der Präsident des Vereins, der derzeit rund 2400 Mitglieder zählt.

    Zweimal im Jahr packt Rohr seine fünf Koffer und fliegt nach Afrika, um die Bevölkerung zahnmedizinisch zu behandeln. „Mein erster Einsatz war 2011 in Sambia“, erzählt der Mediziner. Es war das erste afrikanische Land, in dem Zahnärzte ohne Grenzen arbeiteten. „Wir mussten viel improvisieren.“ Seitdem geht es für Zahnarzt Rohr regelmäßig nach Namibia. Die Einsätze organisiert und finanziert er selbst. Lediglich Zahnhelferinnen und Zahntechniker werden vom Verein mit Zuschüssen unterstützt.

    In den fünf Koffern: unter anderem Luftballons, Buntstifte, Fußbälle und natürlich auch Zahnbürsten für die Kinder. „Ich verzichte lieber auf persönliche Dinge“, sagt Rohr. Für mehr Platz für die Mitbringsel in seinen Reisetaschen. Der Zahnmediziner ist mit Zahnarzthelferinnen und Zahntechnikern oft über 14 Stunden unterwegs. Von Windhoek geht es mit einem Leihwagen zu den jeweiligen Einsatzorten. Die Routen sind nicht immer einfach, über Schotterpisten zu fahren sei anstrengend, sagt der Zahnmediziner. Reifenschäden gehörten zur Tagesordnung.

    Und auch am Einsatzort kann es Probleme geben: „Da es nicht überall Wasser gibt, müssen wir unterwegs abgepacktes Nass kaufen und den fehlenden Strom mit einem mitgebrachten Generator erzeugen. Nichts darf fehlen, was dringend benötigt wird. Das setzt eine akribische logistische Planung voraus“, erklärt Rohr. Seine vorübergehenden Arbeitsplätze sind abgeschiedene kleine Dörfer mit ihren Krankenstationen – bis zu 950 Kilometer von Windhoek entfernt. Und diese sind meist nur notdürftig eingerichtet: „Es gibt keinen Arzt vor Ort, nur eine Krankenschwester oder einen Krankenpfleger“, so Rohr. In der Provinz Karas zum Beispiel versorgen drei staatliche Zahnärzte 92 000 Einwohner.
    Mit Zahnlücke bekommen Namibier keinen guten Job

    Bei ihren Einsätzen werden Rohr und sein Team stets von einheimischen Krankenschwestern begleitet. Während des Aufenthalts behandeln sie bis zu 1000 Patienten. Und sie besuchen auch Schulen, um den Kindern die richtige Zahnpflege zu zeigen – mit Erfolg. „Die Karies ist signifikant zurückgegangen“, freut sich Rohr.

    Medizinische Geräte wie mobile zahnärztliche Arbeitsstühle und Sterilisatoren müssen aus Deutschland mitgebracht werden. Ebenso Medikamente, Füllungsmaterialien und Ersatzteile. Das Gastland stellt eine Arbeitserlaubnis und Zollbefreiung aus, sodass alle Materialien gebührenfrei eingeführt werden können.

    Aber nicht nur Füllungen oder das Ziehen von Zähnen stehen bei Rohrs Reise nach Namibia auf dem Programm. „Seit vier Jahren können wir auch Prothesen herstellen. Wir haben ein komplettes mobiles Labor vor Ort“, sagt er. Besonders wichtig sei das, weil Patienten mit Frontlücken in Namibia große Mühe hätten, einen gut bezahlten Arbeitsplatz zu finden. Zahnlücken passen einfach nicht zu einem gepflegten Erscheinungsbild – gerade im Tourismus-Bereich. Die mitreisenden Zahntechniker stellen Kunststoffprothesen her und ersetzen damit die fehlenden Zähne. „Dabei ist es für uns immer wieder berührend, beobachten zu können, wie Patienten erstmals im Spiegel ihr lückenloses, strahlendes Lachen betrachten“, erzählt Rohr. Oft hören er und sein Team dann die Worte: „May I hug you – darf ich Sie umarmen?“

    Für einen Zahnarztbesuch legen manche Patienten Gewaltmärsche zurück. Viele von ihnen sind tagelang unterwegs, um sich von Zahnarzt Rohr behandeln zu lassen. Die Verständigung klappt meistens auf Anhieb ganz gut. Die jungen Patienten lernen schon in der Schule Englisch. Die ältere Bevölkerung spricht überwiegend Afrikaans oder eine der elf Stammessprachen in Namibia, für die sich meist ohne Probleme ein Dolmetscher findet.

    Zahnbürsten sind bei allen Patienten heiß begehrt, aber leider nicht immer in ausreichender Anzahl vorhanden. Die Namibier wissen sich aber zu helfen, beobachtet Rohr. „Von einem bestimmten Busch werden kleine Zweige abgebrochen, auf denen so lange herumgekaut wird, bis ein bürstenähnliches Gebilde entsteht – ideal zum Zähneputzen.“

    Gerne übernachtet der Münchner Zahnarzt auf kleinen Gästefarmen, denn hier bekomme er einen anderen Blick auf das Land – er lerne die Probleme und Sorgen der Farmer kennen. „Jeden Morgen stieg zum Beispiel ein alter Farmer auf eine Sanddüne und betete vor einem Kreuz um Regen. Denn die Regenzeit ist in den letzten Jahren ausgeblieben und das für die Tierherden so wichtige Gras wächst nicht mehr. Das hat mich sehr berührt.“
    Für die Einsätze opfert Rohr seinen Jahresurlaub

    Ebenfalls ein berührendes Erlebnis für Rohr und sein Team: Die Jungen und Mädchen der vier Schulen von Karasburg haben für sie gesungen, getanzt und sogar ein kleines Theaterstück aufgeführt. „Der Schuldirektor sagte uns, dass man sich auf diesem Wege sehr gerne bei uns bedanken möchte, denn niemand von ihnen hat Geld und kann unsere Leistungen bezahlen.“

    Auch in diesem Jahr war Rohr schon zweimal in Namibia: im Februar und Juni. Dafür „opfert“ er gerne – wie seine Kollegen auch – seinen Jahresurlaub. Von seinen Auslandseinsätzen können sich auch seine Münchner Patienten überzeugen. Im Wartezimmer seiner Praxis in der Nähe des Rotkreuzplatzes liegen Fotobücher aus, in denen die Arbeit des Zahnarztes in Namibia genau beschrieben wird. Auch eine Altgoldsammeldose mit der Aufschrift „Ihre alten Kronen für ein neues Kinderlachen“ steht bereit. Mit altem Zahngold können Rohrs Patienten die Zahnärzte ohne Grenzen unterstützen. „Wir sind aber nicht nur auf Zahngold- oder Geldspenden angewiesen“, sagt Rohr. „Wir freuen uns auch über zahnärztliche Instrumente, die aus Praxisauflösungen stammen.“
    (Sabine Neumann)

  • Wenn neue Zähne Luxus sindDatum16.11.2019 23:12
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Wenn neue Zähne Luxus sind
  • Wenn neue Zähne Luxus sindDatum16.11.2019 23:12
    Thema von carlos im Forum Namibia

    Zweimal im Jahr fliegt der Münchner Zahnarzt Stefan Rohr nach Namibia, um die Menschen dort kostenlos zu behandeln

    Wenn Stefan Rohr für seine Reisen nach Namibia seine fünf Koffer packt, kommen Medikamente, zahnärztliche Instrumente und jede Menge Zahnbürsten ins Gepäck. Der Münchner, aktiv bei den Zahnärzten ohne Grenzen, legt in Afrika aber nicht nur Füllungen oder zieht Zähne. Mit seinem Team stellt er vor Ort sogar Zahnprothesen her. Er macht die Menschen damit glücklich. Und erhöht auch ihre Chance auf eine gut bezahlte Arbeit.

    S

  • Thema von carlos im Forum Kenia

    Nachhaltige Hilfe leisten – das war von Anfang an das Ziel von Zahnarzt Dr. Hans-Joachim Schinkel aus Schallenburg in Thüringen. Die Partner dazu fand er vor 20 Jahren in Kenia - er gründete Dentists for Africa (DfA).
    Vor 20 Jahren reiste Schinkel zum ersten Mal nach Kenia und baute den Kontakt zu zwei Franziskanerinnenorden auf. Anfangs führte er dort Patientenbehandlungen durch, selbst wenn dazu kaum Geräte zur Hand waren. Bald folgte ein erster Containertransport. Inzwischen wurden durch Dentists for Africa 14 Zahnstationen errichtet, die an örtliche Krankenhäuser oder Gesundheitszentren angegliedert sind und von kenianischem Personal mit Unterstützung deutscher Einsatzleistender geführt werden.

    https://www.zm-online.de/news/gesellscha...ement-in-kenia/

  • Thema von carlos im Forum Ruanda

    Zur Vorbereitung eines Hilfseinsatzes im nächsten Jahr reiste Dr. Franz-Josef Ratter aus Deidesheim vom 12. bis 20. Oktober nach Ruanda. Eine Inspektionsreise durch das Land der tausend Hügel.

    Das Wetter macht dem Regenwald alle Ehre: Nebelschwaden ziehen sich über den Nationalpark Nyjungwe. Es ist trüb und nass und für ein Land knapp südlich des Äquators mit 16 Grad sehr kühl. Regenzeit in Ruanda, dem Land der 1.000 Hügel. Die gut asphaltierte Straße schlängelt sich bergauf bergab bis auf knapp 2.700 Meter Höhe im äußersten Südwesten des Landes nach Osten in Richtung Butare, dem heutigen Huye.
    Alle 200 bis 300 Meter steht ein schwer bewaffneter Soldat

    Anfang Oktober hatte es unweit der Grenze zum Kongo acht Tote und 18 Verletzte gegeben. Unser Weg führt uns bis an diese Grenze im Westen und nahe Burundi im Süden. Alle 200 bis 300 Meter steht ein schwer bewaffneter Soldat des ruandischen Militärs, um die Straße zu sichern. Für uns Europäer eine gespenstische Situation.

    Mit drei Zahnärzten und einem Unfallchirurgen sind wir für Dental Roots – raçines dentaires, Aktion Zahnwurzel e.V. – unterwegs. Wir wollen unsere Standorte in Ruanda besuchen und dabei einen größeren Arbeitseinsatz mit bis zu zehn Kolleginnen und Kollegen im Frühjahr 2020 vorbereiten. Außerdem sollen neue mögliche Standorte abgeklärt und, wenn möglich, eine Partnerschule für eine Schule in Rheinland-Pfalz gesucht werden. Rheinland-Pfalz unterhält seit 32 Jahren eine Partnerschaft mit dem Staat Ruanda und unterstützt jedes Jahr viele Projekte von Initiativen und Vereinen in diesem Land, auch unsere Projekte werden gefördert. Die Suche nach einer Partnerschule steht dabei noch ganz am Anfang. Zwar gibt es auf ruandischer Seite viele Schulen, die an einer Partnerschaft interessiert sind, aber bislang ist noch keine Entscheidung gefallen.
    Zahnarztdichte: Seit 2016 von 17 auf 34

    Besucht hatten wir unter anderem das Universitätskrankenhaus (CHUK) in Kigali. Dort haben wir 2014 ein komplettes Behandlungszimmer mit Kompressor, Röntgengerät, Behandlungseinheit, Behandlungsschränken einrichten können. Wir lernten bei dieser Gelegenheit den neuen Leiter der zahnmedizinischen Abteilung, Dr. Achilles, kennen. Er ersetzt seinen Vorgänger, der uns bei unserem Besuch im Frühjahr 2018 begrüßt hatte. Die Fluktuation in den medizinischen Funktionsstellen scheint in Ruanda extrem hoch zu sein, dabei gab es bis vor drei Jahren lediglich 17 akademisch ausgebildete Zahnärzte im ganzen Land. Inzwischen gibt es eine akademische Ausbildung, die auch zu einer international anerkannten Approbation führt, so dass die Zahl auf inzwischen 34 Kollegen gewachsen ist und auch in Zukunft mit einem weiteren Anstieg zu rechnen sein wird.
    Frisch ausgepackt: die Phantomkopfausstattung

    Nach dem Besuch des CHUK stand der Besuch der Universität Ruanda auf dem Programm. Dr. Crispinus, der Leiter der zahnmedizinischen Abteilung, war stolz, dass er uns die neuen Ausbildungs- und Vorlesungsräume zeigen konnte. Frisch ausgepackt und gerade im Aufbau war die von der Universität Marburg gestiftete und durch das Ehepaar Martin und Kerstin Klingelhöfer vermittelte Phantomkopfausstattung.

    Am zweiten Tag stand der Besuch unseres Standortes Ruhengeri – heute Musanze – ganz im Norden an der Grenze zu Uganda gelegen auf dem Programm. Auch hier hatte zwischenzeitlich die Leitung der Klinik gewechselt, sodass vor allem das Kennenlernen im Mittelpunkt der Gespräche stand. Auf dem Rückweg nach Kigali ging es dann circa 60 km über befestigte Pisten durch eine hügelige Landschaft zum Distriktkrankenhaus Ruli, mit dem wir eine enge Partnerschaft pflegen.

    Im Mittelpunkt stand hier der Anschluss eines im letzten Jahr mitgebrachten Quattrocare-Geräts an, da es der Klinik nicht gelungen war, einen Druckluftverteiler zu besorgen. Die strahlenden Gesichter, als alles funktionierte, bleiben uns in besonderer Erinnerung.

    Der zweite Teil unserer Reise führte uns in den Süden des Landes, konkreter: ins Distriktkrankenhaus Mibilizi, das wir das erste Mal auf dem Programm hatten. Hier beabsichtigt die Diözese Speyer einen Erweiterungsbau für die Mutter-Kind-Abteilung herzustellen. Der Zustand dieser Klinik ist im zahnmedizinischen Bereich – gelinde gesagt – „basic“. Unsere Gespräche mit dem stellvertretenden Direktor und dem Dentalverantwortlichen waren herzlich, aber auch mit hohen Erwartungen ihrerseits verknüpft. Inwieweit wir hier eine Kooperation eingehen können, werden wir erst nach intensiver Analyse entscheiden können.

  • Thema von carlos im Forum Costa Rica

    Hospital San Juan De Dios Servicio De Cirugia Oral y Maxilofacial y ortodoncia
    Jefe de Servicio: Dr. Jairo Vargas Martinez
    Apartado No 1475-1000 San José, COSTA RICA
    Tel: 00506 - 257 - 6282


    DR. JAIRO VARGAS MARTINEZ
    Dirección: San Pedro De Montes de Oca, San José. Frente al Banco Popular.

    Teléfonos: 2280-1518 y 8864-02020

    Email: dentaldoctorcr@gmail.com

  • Thema von carlos im Forum Costa Rica

    Schon seit der Schulzeit reizt es mich in andere Länder zu reisen und andere Kulturen näher kennen zu lernen. Also stand auch schon länger für mich fest, dass ich einen Teil meiner Famulaturzeit gerne im Ausland verbringen möchte. Durch Infoabende und auch als aktives Mitglied der bvmd (Bundesvertretung der Medizinstudenten Deutschland) erschien es mir am einfachsten eine von der bvmd organisierte Famulatur zu machen und ich bewarb mich für meine zweite Famulatur, nach dem 6. Semester, für verschiedene Länder. Ein Land in Mittelamerika schien mir geeignet, da ich Spanisch spreche und mit der südamerikanischen Kultur, durch ein Soziales Jahr in Ecuador, schon vertraut war. Über Costa Rica hatte ich von Freunden und Bekannten sehr viel Positives gehört und daher war es auch meine erste Wahl.

    Wie hast du dich vorab über den Aufenthalt informiert, ihn anschließend organisiert und finanziert?

    Insgesamt ging die Vorbereitung ziemlich reibungslos vonstatten, da das meiste von der bvmd geregelt wird. Für die Bewerbung werden Standarddokumente, wie Impfpass, Reisepass, Motivationsschreiben benötigt. Ein Spanisch-Sprachzertfikat ich kostenlos über die Uni erhalten. Durch die lokale Austauscharbeit wusste ich welche Dokumente ich stempeln und ausfüllen lassen muss, was aber auch prinzipiell einfach zu regeln ist. Die Flugkosten wurden durch den Fahrtkostenzuschuss, den man eigentlich immer über die bvmd erhält, abgedeckt. Als Unterkunft werden in Costa Rica immer Gastfamilien ausgewählt. Dies hat den Vorteil, dass einem nichts passieren kann. Hat aber ebenfalls den Nachteil, dass man sich nach ein paar Wochen danach sehnt sich mal einen Meter alleine bewegen zu dürfen.

    Gab es bei der Vorbereitung Schwierigkeiten oder Hindernisse, auf die du gestoßen bist?

    Nein, die ganzen Dokumente für die Bewerbung beim bvmd und dann nach der Zusage für Costa Rica zu besorgen war etwas nervig, aber direkt Hindernisse gab es nicht.

    Wurdest du von einem Programm oder einer Organisation unterstützt? Falls ja: Welche Unterstützung hast du bekommen und wie hilfreich war sie?

    Über die bvmd (Bundesvertretung der Medizinstudenten Deutschland) bekommt man einen Famulaturplatz und eine Unterkunft organisiert. Ein Fahrtkostenzuschuss (für den man sich extra bewerben muss) erhält man eigentlich auch immer. Insgesamt ist das natürlich sehr hilfreich!

    Vor Ort: In Costa Rica

    Was ist dir über Land & Leute in Erinnerung geblieben?

    Auch wenn es für mich nicht die erste Reise nach Lateinamerika war, gab es für mich einige neue Seiten zu sehen. Es war das erste Mal, dass ich das Land aus der Sicht der Oberschicht kennengelernt habe. Alle Medizinstudenten haben eher etwas mehr Geld. Wir wohnten in einem abgesperrten und bewachten Viertel, das mehr an die Staaten erinnerte als an ein Entwicklungsland. So hatte ich ein großes Haus und ein eigenes Zimmer. Andererseits musste ich mich an das Leben mit Hausmädchen gewöhnen und daran dass wir jeden Weg mit dem Auto gefahren sind und ich immer auf irgendwen angewiesen war, der mich mitnehmen oder abholen konnte um das Haus zu verlassen. Vom Bus fahren wurde mir abgeraten, da dies zu gefährlich sei. Dies hat mich nach vier Wochen durchaus ein wenig genervt. Unter der Woche habe ich daher einige Nachmittage zu Hause verbracht, die ich lieber rausgegangen wäre.

    Was hat dich überrascht?

    Positiv überrascht war ich vom Aufbau des Medizinstudiums in Costa Rica. Die Studenten werden aus meiner Sicht sowohl in der Theorie als auch in der Praxis sehr gut ausgebildet.


    Wie sind die Leute vor Ort auf dich zugegangen bzw. wie hast du die Lebensart dort empfunden?

    Die Menschen in Costa Rica waren sehr gastfreundlich und der Kontakt zu den lokalen Studenten war klasse.
    Fazit: Sprachkenntnis

    Welche Tipps kannst du für ein solches Vorhaben geben?

    Es ist auf jeden Fall sehr hilfreich wenn man die Sprache gut beherrscht, am besten schon einige medizinischen Fachbegriffe und wenn man von dem Fach in dem man die Famulatur macht schon Ahnung hat.

    Würdest du im Nachhinein etwas anders machen, wenn du könntest? Wenn ja was?

    Nein 🙂

    Wie würdest du deinen Aufenthalt in einem Satz beschreiben?

    Insgesamt bin ich total glücklich, dass ich die Möglichkeit des Auslandsaufenthaltes hatte, viele tolle Menschen kennengelernt habe, viele neue Eindrücke gewonnen habe und würde jederzeit nochmal dorthin fliegen.

  • Dental MavericksDatum20.10.2019 22:32
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Dental Mavericks
  • Dental MavericksDatum20.10.2019 22:32
    Thema von carlos im Forum Marokko

    Dental Mavericks (DM) is a charitable dental relief organisation registered in the United Kingdom with ongoing operations in Morocco and Lebanon, supporting vulnerable communities. Since 2010, the central mandate of Dental Mavericks has focused on promoting oral hygiene education and practice, and more broadly, making dental care accessible to vulnerable populations. Our priority is to address root causes and take people out of dental pain. Dental Mavericks also participates in cutting-edge medical research in collaboration with leading dental institutions. In all areas of Dental Mavericks activities, we champion an ethos of high-quality care that is patient-led and dignified.

    Our core programmes form the basis for this mission:

    Volunteer programme
    Outreach programme
    DM Clinics programme

    As of April 2019, we have reached approximately 59,000 beneficiaries in 93 locations through 61 successful outreach projects with the support of 698 volunteers. This is all achieved on a shoe-string budget with the help of volunteer professionals and a carefully nurtured network of dental supplies donors that enables us to provide care to a high standard.

  • Dental MavericksDatum20.10.2019 22:31
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Dental Mavericks
  • Dental MavericksDatum20.10.2019 22:31
    Thema von carlos im Forum Libanon

    Dental Mavericks (DM) is a charitable dental relief organisation registered in the United Kingdom with ongoing operations in Morocco and Lebanon, supporting vulnerable communities. Since 2010, the central mandate of Dental Mavericks has focused on promoting oral hygiene education and practice, and more broadly, making dental care accessible to vulnerable populations. Our priority is to address root causes and take people out of dental pain. Dental Mavericks also participates in cutting-edge medical research in collaboration with leading dental institutions. In all areas of Dental Mavericks activities, we champion an ethos of high-quality care that is patient-led and dignified.

    Our core programmes form the basis for this mission:

    Volunteer programme
    Outreach programme
    DM Clinics programme

    As of April 2019, we have reached approximately 59,000 beneficiaries in 93 locations through 61 successful outreach projects with the support of 698 volunteers. This is all achieved on a shoe-string budget with the help of volunteer professionals and a carefully nurtured network of dental supplies donors that enables us to provide care to a high standard.

  • update FacebookDatum22.09.2019 21:43
    Thema von carlos im Forum DIANO - Dental Interna...

    laufend neue updates sind auf unserer Facebookseite zu finden


    https://www.facebook.com/Diano-Dental-In...21451597915246/

  • Thema von carlos im Forum Pakistan

    Wir sind Menschen aus allen beruflichen Bereichen, angefangen von Zahnärzten und Ärzten über Ingenieure bis hin zu Betriebswirten oder Lehrern. Gemeinsam ist allen der Wunsch etwas für Menschen zu tun, denen die Selbstverständlichkeiten unseres Alltags nicht zur Verfügung stehen. Wir arbeiten alle ehrenamtlich und halten damit unsere Verwaltungskosten auf niedrigem Niveau. Damit kommen die Spendengelder dort an, wo sie gebraucht werden: Bei den Armen und Bedürftigen.
    Was ist unser Ziel?

    (Mund-)Gesundheit ist der zentrale Punkt an dem wir arbeiten. Dazu werden wir natürlich von hochqualifizierten Fachärzten aus allen Bereichen der (Zahn-)Medizin praktisch unterstützt, die ihre Freizeit in Pakistan verbringen, um Patienten mit Erkrankungen des Mund-,Kiefer- und Gesichtsbereich kostenlos zu behandeln. Wir achten bei dem Wachstum unseres Hilfsprojekts auf ein organisches und nachhaltiges Wachstum. Mehr zu Details zu unserem Konzept in unserer Satzung.

  • Thema von carlos im Forum Pakistan

    Who are we?

    We are people from all professional areas, from dentists and doctors to engineers to business economists or teachers. Together, everyone has the desire to do something for people who do not have the natural things of everyday life at their disposal. We all work on a voluntary basis and thus keep our administrative costs at a low level. With this, the donations reach where they are needed: with the poor and the needy.

    What is our goal?

    (Oral) health is the key point we work on. Naturally, we will be assisted by highly qualified specialists from all fields of dental medicine who spend their free time in Pakistan to treat patients with oral and maxillofacial diseases for free. We pay attention to organic and sustainable growth as we grow our aid project. More about details about our concept in our statute on our website we-care-germany.de.

    How do we want to achieve our goals?

    Cooperations with local clinics and practices should enable us to perform our volunteer work in Pakistan. Using existing infrastructures also means that we can invest financial resources purposefully in the care of patients. We do not want to create bureaucracy but to help directly. Therefore, decisions are made in the board or extended board to make the way to help short and effective.

  • Thema von carlos im Forum Volunteerism

    Wenn meine Freunde Bilder von ihrer Arbeit in afrikanischen Waisehäusern posten, habe ich oft ein schlechtes Gewissen. In den Ferien hätte ich ja auch mal für zwei Wochen helfen können. Gut, dass ich es nicht getan habe. An den Wochenenden am Strand chillen, unter der Woche im Waisenhaus helfen und "den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern." So werben Organisationen im Netz für Freiwilligenarbeit. Dazu gibt es Fotos von süßen schwarzen Kindern mit großen Kulleraugen und mittendrin: blonde, europäischen Frauen die mich mit ihrem Blick fragen: "Worauf wartest du?"

    Tatsächlich habe ich mir diese Frage schon öfter gestellt. Immer dann, wenn wieder ein Facebookfreund seine Bilder aus der Arbeit im Waisenhaus geteilt hat. Eigentlich hätte ich mir in den Semesterferien auch mal zwei Wochen Zeit nehmen können, um zu helfen. Ausgerechnet ein Instagram-Profil sagt mir jetzt: Das ist Quatsch.

    Es heißt Barbie Savior. Dahinter stecken zwei Amerikaner, die regelmäßig Bilder von weißen Barbiepuppen mit kleinen, süßen schwarzen Barbies auf dem Arm posten. Dazu schreiben sie Kommentare wie "Waisenkinder sind die besten Motive. So. Süß." Mit ihrer Aktion karrikieren sie Weiße, die als Helfer nach Afrika fliegen und in den sozialen Netzwerken damit angeben.
    Waisenkinder erleben ständig Verluste

    Eine Studie aus dem Jahr 2010 zeigt, dass die Beiden mit ihrer Kritik nicht ganz falsch liegen. Die Wissenschaftlerinnen Linda Richter und Amy Norman haben den Elendstourismus unter die Lupe genommen und kommen zu dem Ergebnis: Vor allem kurze Freiwilligenarbeit schadet mehr, als sie nützt. Einer der Gründe ist, dass sich die Waisenkinder ständig an neue Bezugspersonen gewöhnen müssen und dadurch Verlustängste erleiden. Daneben argumentieren die Forscherinnen, dass nicht immer klar ist, wer von den Reisen profitiert. Viele Anbieter verlangen schon für zwei Wochen Aufenthalt mehrere tausend Euro. Einigen Waisenhäusern und Agenturen soll weniger das Wohl der Kinder, als der eigene Profit am Herzen liegen.

    Wir haben mehrere Organisationen angefragt, die Freiwilligenarbeit in afrikanische Waisenhäuser ab zwei Wochen vermitteln. Eine von ihnen hat uns schriftlich geantwortet. Zum Vorwurf, der Profit stehe an erster Stelle, erklärt sie:

    "Mindestens die Hälfte des Projektpreises geht direkt in unsere Destinationen. Darin inkludiert sind die Unterkünfte für unsere Freiwilligen, Verpflegung, Transportkosten, Ausstattung und Projektmaterialien. Unser größter und wichtigster Kostenpunkt in jedem unserer Zielländer sind unsere ausgebildeten MitarbeiterInnen in Vollzeit, die für das Training und eine 24-Stunden Betreuung unserer Freiwilligen verantwortlich sind."

    Projects Abroad, Organisation zur Vermittlung von Freiwilligenarbeit

    Sollte das stimmen, bleibt trotzdem noch eine Menge Geld für die Organisationen übrig. Dem Vorwurf, ständig wechselnde Betreuer würden die Kinder auf Dauer psychisch belasten, entgegnen sie folgendes:

    "Durch unsere organisierte, strukturierte und langfristige Arbeit in unseren Zielländern und Projekten, erleben wir eher das Gegenteil, denn wir können garantieren, dass wir zusammen mit unseren Partnereinrichtungen die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen langfristig fördern."

    Projects Abroad, Organisation zur Vermittlung von Freiwilligenarbeit

    Also sollte ich doch für zwei Wochen nach Afrika fliegen? Nein, sagt Sylva Ullmann von weltwärts, die unter Anderem mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zusammenarbeiten.

    "Die Arbeit mit Kindern erfordert, dass Vertrauen aufgebaut wird. Das ist ein langfristiger Prozess. Am Anfang tasten sich die Kinder vorsichtig heran, später öffnen sie sich immer stärker. Irgendwann kommen sie und wollen sogar kuscheln, ein großer Vertrauensbeweis, der in eine große Enttäuschung münden kann, wenn die Betreuer ständig wechseln."



    Die Freiwilligenorganisation "weltwärts" wird vom deutschen Entwicklungsministerium gefördert. Sie zeigt, dass es auch anders geht. Denn der Dienst kostet nichts, für die Teilnehmer fallen lediglich Reisekosten oder Unkostenbeiträge für Unterkunft und Verpflegung an. Außerdem vermittelt "weltwärts" keine Helfer unter 12 Monaten. Die Destination kann man sich nicht unbedingt aussuchen, es wird nur in Regionen vermittelt, in denen wirklich Hilfe gebraucht wird.

    Wenn ich in einem Waisenhaus helfen möchte, sollte ich mir also ein Jahr Zeit nehmen und Angebote vergleichen. Oder ich wähle ein anderes Angebot und bleibe nicht so lange. Ein Freund von mir war zum Beispiel während des Studiums über seine Universität drei Monate lang als Fußballtrainer in Namibia. Er hat dort ein Turnier ausgerichtet und sagt heute:

    "Durch die Spenden beim Turnier konnte der Verein neue Bälle und Trikots kaufen. Außerdem haben die Spieler auf jeden Fall sportlich profitiert. Ich bin mir sicher, dass ich damit etwas bewirken konnte."

    Niklas Schenk, Freiwilligenarbeiter in Namibia

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