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  • The Haiti series

    The Times this weekend published several articles on Haiti’s history, including:

    The reparations to enslavers are the root of Haiti’s misery, as the first piece in the series explains.

    Haiti tried to set up a national bank. In reality, a French bank controlled it.

    Wall Street called for an invasion of Haiti — and the U.S. obliged.

    Haiti’s president asked for reparations. Then the U.S. and France removed him from office.

    Here are six takeaways, a timeline and a bibliography.

  • Thema von carlos im Forum Haiti

    Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt, und eine neue Untersuchungsserie der Times untersucht, warum. Ein verblüffendes Detail: Frankreich forderte Reparationen von Haitianern, die es einst versklavt hatte. Diese Schulden lähmten Haitis Wirtschaft jahrzehntelang – und hinderten sie daran, selbst grundlegende soziale Dienste wie Abwasser und Elektrizität aufzubauen. Die Serie basiert auf mehr als einem Jahr Berichterstattung, Fundgruben jahrhundertealter Dokumente und einer Analyse von Finanzunterlagen. Ich sprach mit meiner Kollegin Catherine Porter, einer der vier Reporterinnen, die das Projekt leiteten, über ihre Erkenntnisse.

    Warum jetzt Haitis Geschichte erzählen? Ich habe Haiti seit dem Erdbeben im Jahr 2010 abgedeckt und bin dutzende Male zurückgekehrt. Jeder Journalist, der Zeit in Haiti verbringt, steht immer wieder vor der gleichen Frage: Warum ist es hier so schlimm? Die Armut ist nirgendwo anders zu vergleichen. Sogar Länder, die im Vergleich zu den Vereinigten Staaten oder Kanada oder vielen westlichen Ländern verarmt sind, haben immer noch ein gewisses Maß an Sozialdiensten. Haiti tut es einfach nicht. Auch wenn Sie reich sind, müssen Sie Ihr eigenes Wasser holen, und Sie brauchen einen Generator für Strom. Es gibt kein echtes Transportsystem; es ist im Grunde privatisiert. Es gibt kein richtiges Abwassersystem, also nutzen die Leute Nebengebäude oder die Natur. Es gibt keine richtige Müllabfuhr, also stapelt sich der Müll. Es gibt wenig öffentliche Bildung – sie ist größtenteils privatisiert –, so dass arme Menschen nicht viel, wenn überhaupt, formale Schulbildung erhalten. Die Gesundheitsversorgung ist miserabel. Die übliche Erklärung für Haitis Probleme ist Korruption. Aber die Serie legt nahe, dass auch etwas anderes schuld ist. Ja. Diese andere Antwort blieb mir im Mundwinkel hängen, als ich weitere Geschichtsbücher über Haiti las. Einer von Laurent DuBois erwähnte diese „Unabhängigkeitsschuld“, ging aber nicht sehr ins Detail. Das war das erste Mal, dass ich darüber las und dachte: „Was ist das?“ Also was war es? Nach der Unabhängigkeit Haitis im Jahr 1804 kam Frankreich zurück und forderte Wiedergutmachungen für verlorenes Eigentum – was sich, wie sich herausstellte, auch für die versklavten Menschen einschloss. Französische Beamte ermutigten die haitianische Regierung, zur Rückzahlung einen Kredit bei den französischen Banken aufzunehmen. Es wurde als doppelte Schuld bekannt: Haiti hatte Schulden gegenüber ehemaligen Grundbesitzern – den Kolonisten – und auch gegenüber den Bankiers. Haiti steckte von Anfang an in einem wirtschaftlichen Loch.</p>

    <p>Es ist wild: Die Kolonisten forderten von den ehemaligen Sklaven Reparationen. Man muss bedenken, dass damals niemand kam, um Haiti zu helfen. Es war das einzige von Schwarzen freie Land in Amerika, und es war ein Paria. Die Briten wollten es nicht anerkennen, weil sie Jamaika und Barbados als Kolonien hatten. Die Amerikaner wollten es sicher nicht anerkennen; Sie hatten die Sklaverei immer noch nicht beendet. Bild Die Zitadelle wurde gebaut, um die Haitianer vor einer Rückkehr der Franzosen zu schützen. Wie könnte Haiti heute ohne diese doppelte Verschuldung aussehen? Ein Beispiel ist Costa Rica. Es hatte auch eine starke Kaffeeexportindustrie, wie Haiti es tut. Als Haiti bis zu 40 Prozent seiner Einnahmen für die Rückzahlung dieser Schulden ausgab, baute Costa Rica Stromsysteme. Die Menschen errichteten Abwasserbehandlungsanlagen und Schulen. Das wäre näher an dem, was Haiti hätte sein können. Wir haben uns noch nicht einmal mit der US-Besatzung von 1915 bis 1934 und Haitis Diktatorenfamilie befasst, die beide das Land weiter geplündert haben. Es war eine Krise nach der anderen, die den Haitianern zugefügt wurde. Das ist richtig. Ein Diktator, François Duvalier, kam 1957 an die Macht. Zuvor hatte die haitianische Regierung endlich die meisten ihrer internationalen Schulden getilgt. Die Weltbank hatte gesagt, Haiti solle wieder aufgebaut werden. Stattdessen brachten Duvalier und dann sein Sohn das Land in zunehmendes Elend.</p>
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    <p>Als ob das nicht genug wäre, entfernte Frankreich ihn mit Hilfe der USA aus dem Amt, nachdem Haitis Präsident 2003 Reparationen gefordert hatte. Haben Frankreich und die USA den Schaden eingestand? Frankreich hat eine langsame Erweichung erlebt. Im Jahr 2015 sagte sein Präsident François Hollande, Frankreich habe Haiti ein „Lösegeld“ auferlegt und er werde es zurückzahlen. Aber sehr schnell korrigierten ihn seine Adjutanten und sagten, er meinte, er würde die moralische Schuld zurückzahlen; Er sprach nicht über Geld. Die Times übersetzt diese Geschichten ins haitianische Kreolisch. Was ist das Ziel? Wenn ich mit jemandem auf der Straße in Haiti spreche, sprechen sie nur Haitianisch-Kreolisch. Also dachte ich, dass, wenn wir eine Geschichte über die Geschichte Haitis machen, die Menschen dieses Landes sicherlich darauf zugreifen sollten. Die beliebteste Medienform in Haiti ist das Radio, insbesondere in ländlichen Gebieten, in denen der Analphabetismus hoch ist. Ich hoffe, dass wir die kreolische Version in die Hände einiger Leute bringen können, damit sie Teile davon im Radio lesen können, damit die Menschen in Haiti sie hören und diskutieren und sich ihre Meinung bilden können.</p>
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    <h2 id="ucj-3">Die Times übersetzt diese Geschichten ins haitianische Kreolisch. Was ist das Ziel? Wenn ich mit jemandem auf der Straße in Haiti spreche, sprechen sie nur Haitianisch-Kreolisch. Also dachte ich, dass, wenn wir eine Geschichte über die Geschichte Haitis machen, die Menschen dieses Landes sicherlich darauf zugreifen sollten. Die beliebteste Medienform in Haiti ist das Radio, insbesondere in ländlichen Gebieten, in denen der Analphabetismus hoch ist. Ich hoffe, dass wir die kreolische Version in die Hände einiger Leute bringen können, damit sie Teile davon im Radio lesen können, damit die Menschen in Haiti sie hören und diskutieren und sich ihre Meinung bilden können. Dies ist eine haitianische Geschichte. Es sollte den Haitianern so zugänglich wie möglich gemacht werden. Mehr zu Catherine Porter: Sie wuchs in Toronto auf und bekam ihren ersten Vollzeitjob als Journalistin bei The Vancouver Sun. 2010 ging sie für The Toronto Star nach Port-au-Prince, um über das Erdbeben zu berichten – ein Auftrag, der ihr Leben veränderte. Sie ist mehr als 30 Mal zurückgekehrt und hat eine Abhandlung über ihre Erfahrungen dort geschrieben. Sie kam 2017 zu The Times und leitete unser Büro in Toronto. Die Haiti-Serie Die Times veröffentlichte an diesem Wochenende mehrere Artikel über die Geschichte Haitis, darunter: Die Reparationen an Versklaver sind die Wurzel von Haitis Elend, wie der erste Teil der Serie erklärt. Haiti versuchte, eine Nationalbank zu gründen. In Wirklichkeit kontrollierte es eine französische Bank. Die Wall Street rief zu einer Invasion in Haiti auf – und die USA verpflichteten sich. Haitis Präsident forderte Reparationen. Dann entfernten ihn die USA und Frankreich aus dem Amt. Hier sind sechs Imbissbuden, eine Zeitleiste und eine Bibliographie.</h2>
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  • Nächtliche Geräusche im DschungelDatum27.04.2022 22:29
    Foren-Beitrag von carlos im Thema Nächtliche Geräusche im Dschungel
  • Nächtliche Geräusche im DschungelDatum27.04.2022 22:29
    Thema von carlos im Forum Haiti

    Hans Christoph Buch versammelt in seinem Buch "Nächtliche Geräusche im Dschungel" unterschiedlichste Texte.

    "Das Thema wurde mir in die Wiege gelegt", schreibt Hans Christoph Buch im Vorwort. Schon wahr, Buchs Großmutter stammt aus Haiti, in seinem umfangreichen Romanwerk (keineswegs nur in seinen Haiti-Romanen) und in zahlreichen Essays hat er sich immer wieder mit Fragen des Postkolonialismus und kolonialer Geschichte beschäftigt, hat Merkmale und Ursprünge eines "strukturellen oder systemischen Rassismus" analysiert und nicht zufällig 1990 seine Frankfurter Poetik-Vorlesungen dem Thema "Die Nähe und die Ferne – Bausteine zu einer Poetik des kolonialen Blicks" gewidmet.

    Buch, Jahrgang 1944, ist immer ein eminent politischer Autor gewesen, als Krisen- und Kriegsreporter berichtete er für große deutsche Tageszeitungen aus jener Hölle, die Joseph Conrad das "Herz der Finsternis" genannt hat: Ruanda, Liberia, Sudan, Sierra Leone, Nigeria, Kambodscha, Bosnien, Nicaragua, Paraguay und immer wieder Haiti. "Ich mutierte", so die um Understatement bemühte Formulierung im Vorwort seines neuen Buches, "vom Schriftsteller zum Kriegsreporter, eine Erfahrung, die nicht nur Kratzer, sondern Narben in der Seele hinterlässt".

    "Nächtliche Geräusche im Dschungel" ist ein Kompendium des Disparaten, ein Mosaik aus Texten, die inhaltlich wie formal höchst unterschiedlich sind: klassische Reportage, oft bis in die Feinstruktur der Sprache hinein von journalistischer Routine, vielleicht auch von redaktionellen Vorgaben geprägt; Essay (etwa eine "Kurze Geschichte des Voodoo-Kults"), Rezension, Porträt, Polemik, Pamphlet und – die Bravourstücke des Bandes – jene gleichsam rhapsodischen Erzählungen, die das Faktische historischer Überlieferung aufweichen und Geschichte um eine Möglichkeitsdimension bereichern, die Historie also entgrenzen – in die pure Fiktion. In diesen Prosaminiaturen mutiert der Kriegsreporter Hans Christoph Buch wieder zum Schriftsteller – und das ist gut so, denn gerade hier zeigt er sich als grandioser Erzähler.

    So imaginiert er in "Unverhofftes Wiedersehen" eine auf den 13. September 1857 datierte Begegnung zwischen dem großen Entdecker und Forschungsreisenden Alexander von Humboldt und dem französischen Naturforscher und Botaniker Aimé Bonpland, die nie stattgefunden hat, aber die beiden Heroen der Wissenschaftsgeschichte trefflich charakterisiert. Die 1747 erschienene Autobiographie des Seefahrers Hark Olufs nutzt Buch als Materialbasis für einen süffigen historischen Abenteuerroman in Miniaturform, in "Für Kaiser und Reich" lässt er einen Askari, einen Kolonialsoldaten, sein Leben erzählen – und spiegelt so die Kolonialgeschichte von Deutsch-Ostafrika mit Porträts von Paul von Lettow-Vorbeck und Carl Peters. Mit derartigen zwischen historischen Fakten und fiktiven Ergänzungen oszillierenden Erzählungen löst Buch das Korsett historischer Überlieferung auf – Geschichte ist für ihn eine Erfindung, zu der die Wirklichkeit die Materialien liefert.

    "Nächtliche Geräusche im Dschungel" ist aber auch ein gewichtiger Beitrag zu aktuellen Diskussionen zur Kolonialgeschichte und, dies vor allem, eine wohlgezielte Attacke auf eine Political Correctness, die vor allem von Sprachregelungen und Geschichtsklitterungen geprägt ist. Das, was Buch etwas verallgemeinernd den "postkolonialen Diskurs" nennt, scheint nicht nur hierzulande zunehmend von Sprachpolizisten einer umtriebigen Woke-Bewegung sowie einer ideologisch verhärteten Cancel Culture vereinnahmt zu werden, die etwa die heutige Misere etlicher afrikanischer Staaten als Erblast der Kolonialzeit missversteht. Buch kontert, mit Blick auf die Unabhängigkeitsära in Afrika während der späten 1950er und frühen 1960er Jahre: "Die Anhänger der Woke-Bewegung bagatellisieren oder relativieren die schockierende Realität der Bürgerkriege und ethnischen Massaker."

    Selbst der einzige wirtschaftliche Gigant des Kontinents, Südafrika, ist längst von dem befallen, was Hans Christoph Buch als "die Grundübel Afrikas" auf den Begriff bringt: "Stammesdenken, Korruption und Brutalität". Zwei Generationen nach der euphorisch gefeierten Unabhängigkeit ist der Prozess des Nation Building in den meisten afrikanischen Staaten noch nicht einmal in Ansätzen vollzogen, und von der in der Entwicklungszusammenarbeit viel beschworenen Good Governance ist wenig bis nichts zu sehen.

  • Thema von carlos im Forum sonstiges
  • Warum zahlen wir den Rundfunkbeitrag?Datum12.02.2022 00:47
    Thema von carlos im Forum sonstiges
  • Benin Hilfe für zahlreiche MenschenDatum05.02.2022 22:24
    Thema von carlos im Forum Benin

    Die Zusage für unsere vom Verein „Dental Volunteers e.V. organisierte Famulatur kam aufgrund der Pandemie erst drei Monate vor Abflug. Trotzdem hatten wir noch genug Zeit, um wirklich viele Spenden von unseren großzügigen Sponsoren zu sammeln. Währenddessen begann für jeden ein kleiner Impfmarathon: Gelbfieber, Tollwut, Typhus, Cholera & Co. Kurz vor dem Flug galt es noch ein Visum zu besorgen, dann konnte die Reise beginnen. Am Flughafen empfiehlt es sich, direkt etwas Geld (CFA) zu wechseln und sich eine SIM-Karte zu besorgen. Wir hatten damit fast überall im Land Internet.

    Direkt am Flughafen wurden wir von einem Fahrer des SOS-Kinderdorfes abgeholt und in unsere erste Unterkunft in Abomey-Calavi gebracht. Da wir eine sehr große Gruppe waren (insgesamt acht), haben wir nicht im Kinderdorf selbst geschlafen, sondern in einem „Trainingscenter“ mit ausreichend Platz. Alle Unterkünfte der SOS-Dörfer sind wirklich sehr gut und für das Land überdurchschnittlich ausgestattet.

    Genauso gut und reichlich war die Verpflegung! Auch haben wir stets einen Fahrer und Übersetzer zur Verfügung gestellt bekommen, somit waren selbst abgelegene Ausflugsziele und Strandbesuche an freien Tagen kein Problem.

    In Abomey-Calavi hatten wir zum Arbeiten viel Platz, Strom und fließend Wasser. Sogar den Autoklaven der Nurse durften wir mitbenutzen. Neben vielen Kindern hatten wir auch Erwachsene, Mitarbeiter oder Verwandte als Patienten.

    Der nächste Einsatz war in einer Community, in einer kleinen Dorfschule ca. 30 Minuten entfernt. Zahnmedizinische Hilfe wurde dringend benötigt, da die Menschen weder Zugang noch die finanziellen Möglichkeiten dazu haben. Schon innerhalb von zwei Tagen haben wir 174 Menschen behandelt. Trotz der aktuellen Schulferien waren wir die Attraktion, viele Kinder und Erwachsene haben fleißig beobachtet.

    Weitere vier Tage haben wir in Natitingou verbracht, das hoch im Norden liegt. Hier haben wir ausschließlich im SOS-Dorf behandelt, wo wir auch einen großen Raum mit Strom und Wasser zur Verfügung hatten. Für die Sterilisation haben wir mit einem Druckkochtopf gearbeitet. Eine besonders eindrückliche Diagnose stellten wir bei einer kleinen Patientin: drei Fistelgänge, ausgehend von unterschiedlichen Milchzähnen im Oberkiefer.

    Unser größtes Abenteuer haben wir in Dogue, einem sehr abgeschotteten Dorf mit einfachen Verhältnissen (kein fließendes Wasser und kein Strom) erlebt. Für die Anreise musste sogar ein Fluss durchquert werden, mit einem Opel Corsa der zusätzlich zu unserem Gepäck noch 300 Kilogramm Kohle und eine Solaranlage transportierte. Diese Fahrt wurde getoppt von einer Nacht auf der Bambusmatte. Direkt bei Ankunft erwartete uns ein Patient mit einer stark geschwollenen Wange. Er hatte bereits versucht, seine starken Schmerzen mit Schlamm zu therapieren. Nach einer Inzision und Antibiotikum-Therapie war ihm schon am nächsten Morgen eine deutliche Besserung anzusehen.

    Auf dem Rückweg in den Süden machten wir unseren letzten Stopp in Dassa-Zoume. Der Manager des SOS-Dorfes war hier überaus zuvorkommend und sehr nett. Auffällig waren Schmelzdefekte bei vielen Kindern. Wir vermuten einen Zusammenhang mit dem Trinkwasser.

    Anschließend ging es zurück nach Abomey-Calavi, um unsere letzten Patienten zu behandeln. Insgesamt konnten wir auf unserer Reise vielen Menschen durch Extraktionen und Füllungen helfen. Vor allem aber durch eine intensive Mundhygieneaufklärung mit Putztraining konnten wir für besondere Nachhaltigkeit sorgen.

    Dank unserer Sponsoren konnten wir über 1.500 Zahnbürsten und Zahnpasten speziell an die Schulkinder verteilen. Unser touristisches Highlight war Ganvier (Venedig Benins), ein Dorf, komplett auf dem Wasser gebaut. Besonders toll war die Gastfreundlichkeit in Benin und die daraus resultierenden Dinner-Einladungen im privaten Rahmen.

    Unser Dank geht an alle, die dieses unvergessliche Projekt gefördert und mit Geld- oder Sachspenden unterstützt haben.

    Autoren: Anna Dahinten, Alice Forstner, Sven Kible, Simon Peppel und Sarah Täger

  • Ein funktionierender Staat

    Während der touristische Teil der Insel mit Surfstränden und Golfplätzen aufwartet, finden sich auf der anderen Strassenseite Wellblechhütten. Und die Grundstückspreise steigen weiter. Vielleicht wird die Dominikanische Republik in ein paar Jahren das Touristenziel Nummer 1 in der Karibik.

    Und vielleicht wird dies das Gefälle auf der Insel noch weiter verstärken, vielleicht verschwindet die «echte» Karibik irgendwann gänzlich unter dem Ansturm von aussen. Aber was wäre die Alternative? Immerhin funktioniert die Dominikanische Republik, die auf dem Human-Development-Index von 2020 im Mittelfeld liegt (Platz 88 von 189), wie kaum ein anderes Land in der Region – nicht zuletzt auch wegen der Besucher.

    Irgendwann rattert der Bus an der Stelle vorbei, an welcher der Musiker Falco 1998 mit dem Auto verunfallte. Ein weisses Kreuz und ein Poster an der unscheinbaren Mauer sind zurückgeblieben. Der österreichische Weltstar hatte sich in die Exotik der Dominikanischen Republik verliebt, wie für viele andere auch wurde die Insel zuerst Durchgangs-, schliesslich Endstation.

    Inseln sind merkwürdige Gebilde mit eigenen Gesetzen und Stimmungen: zum Besuchen, zum Bleiben. Und zum Warten auf die nächste Ladung Touristen.

    Die Recherchereise wurde ermöglicht durch Latino Travel, Windisch.

  • Ein Bewusstsein für die Umwelt schaffen

    Manche Orte fallen aus dem Raster von Pauschalferien und Kolonialromantik. Die Farm von Rudi, nahe dem bekannten Wassersportort Cabarete, ist so einer. Dürre Hunde und Katzen und klapprige Hühner streunen durch den Gewürzgarten, in dem man all das in natura sieht, was im europäischen Supermarkt in gläsernen Streuern zu finden ist: Estragon, Nelke, Muskatnuss und Ingwer mit roter Blüte. Von einem Bananenbaum pflückt man kleine Köstlichkeiten. In einem Käfig ringelt sich eine Boa constrictor.

    Rudi ist ein stämmiger, braungebrannter, lustiger Mann, der mit seinem Tropenhut aussieht wie ein Ranger. Der Dominikaner ging für zehn Jahre nach Deutschland und hat sich für alle möglichen Jobs verdingt: Bodenleger auf dem Bau, Koch, Gärtner. Als er in seine Heimat zurückkehrte, kaufte er das Land und gründete die Plantage. Rudis Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Schönheit und die Bewahrung der Natur zu schaffen, bei Einheimischen ebenso wie bei Touristen. Zusammen mit dem Deutschen Markus, der seit 1990 auf der Insel lebt, organisiert er Flussfahrten mit einem Dieselboot.

    Die «Dom Rep» lebt nicht nur vom kurzlebigen Tourismus, sie ist geformt von Weltenwanderern und Expats, die Devisen und im Ausland erworbenes Wissen einbringen. So rückt auch der Schutz der Umwelt allmählich ins Bewusstsein der Dominikaner. Der Touristenführer Carlos gibt sich optimistisch: Zumindest die Regierung setze sich inzwischen für den Umweltschutz ein, man habe dafür ein eigenes Ministerium gegründet und Schutzgebiete ausgewiesen. Mit speziellen Trainings soll die Bevölkerung sensibilisiert werden, ihren Müll nicht einfach auf der Strasse zu entsorgen.

    In der Realität allerdings gibt es noch reichlich Luft nach oben: Der Buschauffeur lässt auch bei längerem Warten den Motor laufen, in manchen entlegeneren Sandstränden stecken Plastikflaschen, in den Hotelanlagen benetzten Wassersprenger permanent das Grün. Abfalleimer am Strassenrand ausserhalb der Resorts zu finden, ist eine Herausforderung. Dabei ist «Eco» das Schlagwort, das vor den Namen der teuren Lodges oder der Tankstelle Petralea prangt.
    Müll in Santo Domingo. Mit speziellen Trainings soll die Bevölkerung sensibilisiert werden, ihren Müll nicht einfach auf der Strasse zu entsorgen.

  • Alles auf die Besucher setzen

    Der Flughafen von Punta Cana, Ankunftsort für Flüge aus Zürich, wirkt nicht unbedingt so, als sei er Menschenmassen gewohnt. In der einzigen Halle für alle Gates schiebt ein schmaler Deckenventilator die gestaute Nachtluft noch weiter zusammen. Nur zwei von den wenigen Läden haben spät noch geöffnet, ein Duty-free-Geschäft und eine Pizzeria. Bis zum Weiterflug ins nördliche Puerto Plata dauert es eine ganze Weile, es vergeht eine halbe Stunde, eine Stunde. Dann erst gelangen die Passagiere ausserhalb des Terminals, wo sie sich in einer Reihe aufstellen müssen, ehe Drogenhunde das Gepäck beschnüffeln.
    Die Insel ist eine gute Lehrmeisterin für Geduld, manchmal hilft nur Warten, um ans Ziel zu gelangen. Die Hitze lähmt, die Menschen sitzen oder stehen vor den Häusern, manche regungslos wie Leguane, die ihre Umgebung beobachten. Dabei kann man jederzeit auf ihre Freundlichkeit zählen oder auf einen lächelnden Gruss. Auf der Strasse hingegen gilt das Recht des Entschlossenen, wie in so vielen Gesellschaften, die sich unkompliziert per Moped oder klapprigen Wagen fortbewegen.

    Es ist diese tropische Mischung aus spontaner Hektik und trägem Verweilen, aus Starrheit und Bewegung, welche die Dominikanische Republik für Besucher so fremd wie anziehend macht. So richtig wallt das Blut schliesslich am Ende eines heissen Tages, in den Bars, vor allem dort, wohin es die Einheimischen zieht. Am Eingang verbieten Schilder das Tragen von Waffen, drinnen dröhnt und scheppert der Latino-Beat so laut, dass man seine Flasche Presidente-Bier gerade einmal schreiend bestellen kann.
    Die erste Stadt der Neuen Welt

    Kulturell ist die Insel um einiges reichhaltiger als der beliebte Longdrink Santo Libre, eine süffige Mischung aus Rum und Sprite. Die Autopista Duarte DR-1 führt schnell und bequem in die Hauptstadt Santo Domingo, die dem Staat und seinen Bewohnern, den Dominikanern, ihren Namen gab. In der ersten Stadt der Neuen Welt gibt es neben vielen ersten Gebäuden auch die erste Strasse und die erste Universität Amerikas. Und die einzige Fussgängerzone der Insel.

    An diesem Fleck wurde der Keim für die weitere Besiedelung des amerikanischen Kontinents gelegt, nachdem Christoph Kolumbus 1492 zum ersten Mal auf Hispaniola gelandet war. Bis heute streiten sich Santo Domingo und Sevilla darum, wer die Gebeine des Eroberers sein eigen nennen dürfe. Dass in der andalusischen Stadt Teile davon liegen, ist nach DNA-Analysen unbestritten. Dennoch betrachtet sich die Hauptstadt der Dominikanischen Republik als einzige Grabesverwahrerin, wie auch der Stadtführer, ein kleiner Mann mit kleinen Lachfalten, wortreich beteuert.

    Er führt seine Gäste durch die malerischen, makellos sauberen Gassen der historischen Altstadt. Toyotas, Mercedes-Modelle und Porsches fahren hier blitzblank poliert oder sind akkurat parkiert. Viele der alten Kolonialgebäude stehen schon seit Jahren zum Verkauf. Die Immobilienpreise haben seit der Pandemie noch weiter angezogen. Die lange Einkaufsstrasse Calle El Conde verbindet das Leben der Einheimischen mit dem der Touristen, neben den Waren des täglichen Bedarfs in Supermärkten und Apotheken werden grossformatige Gemälde feilgeboten, mit abstrakten Mustern, kitschigen Landschaften und schwarzen Frauen mit überdimensional dargestellten Gesässen.

    Wer etwas anderes von der Dominikanischen Republik sehen will als die weitläufigen Hotelresorts, die mit ihren Shops, Pools und Restaurants eigene kleine Dörfer bilden, sollte auf eigene Faust aufbrechen. Ein Auto mieten und das zunehmend erschlossene Hinterland entdecken, etwa auf der Halbinsel Samaná, die den Status «Geheimtipp» längst überwunden hat. Immerhin befindet sich dort der berühmte Nationalpark Los Haitises mit zahlreichen Höhlen. Auf der Tour per Boot, die man nur mit einem Guide bestreiten kann, fühlt man sich ans Set von «Pirates of the Caribbean» versetzt.

  • Hispaniola ist eine besonders bemerkenswerte Insel. Hier haben sich die Gräben zwischen einheimischer Tradition und modernem Tourismus, zwischen den Verlierern und den Profiteuren der Globalisierung deutlich manifestiert. Auf der kleineren, westlichen Seite liegt Haiti, ein bitterarmes Land, von der Natur durch Erdbeben, Überschwemmungen und Wirbelstürme ebenso geplagt wie von Gewalt und Korruption. Die politische Lage in diesem in vieler Hinsicht verlorenen Staat ist äusserst instabil, nicht erst seit letzten Juli Präsident Jovenel Moïse unter bis heute ungeklärten Umständen erschossen wurde. Auf dem Human-Development-Index von 2020 belegt Haiti Platz 170 von 189.

    Ganz anders hingegen präsentiert sich der östliche Nachbar, die Dominikanische Republik. Sie nimmt den Löwenanteil einer Fläche ein, die nur wenig grösser ist als Bayern. Von einem Brudervolk kann keine Rede sein: Zwei Kulturen bewohnen das einstmals fruchtbare Hispaniola, mit unterschiedlichen Sprachen, Tänzen, Sportarten. Durch die gewalttätige, zumeist von Grossmächten bestimmte Geschichte wurden sie noch weiter getrennt. Während die eine Hälfte der Insel Hunger leidet, wird die andere von Charterflügen voller partyfreudiger westlicher Touristen angesteuert.

    «Ah, du fliegst auf das Mallorca der Karibik?», bekommt zu hören, wer auf die Dominikanische Republik reist. Das ist eine der Vorstellungen, die dem Land zuweilen vorauseilen: Karibikfeeling, aber nicht zu teuer und manchmal ein bisschen grell, Sand, Saufen und Sextourismus in der Sonne. Unschön abgekürzt: «Dom Rep». Doch das Image vom schnellen Massentourismus will das Land ablegen. Qualität und Zuverlässigkeit sollten sich etablieren, sagt Carlos, der optisch der Zwillingsbruder des «The Fast and the Furious»-Schauspielers Vin Diesel sein könnte. Er ist vor Ort für das Tourismusministerium des Landes tätig.
    Das Land ist ein Paradies für Freunde von All-inclusive-Buffets, Sandstränden und azurblauen Wellen. «Reif für die Insel» ist, wer hierherkommt auf der Suche nach Freiheit und zwei Wochen Auszeit vom Alltag. Dass die Dominikanische Republik ihre Karten ganz auf die Besucher setzt und mit einer Charmeoffensive um diese wirbt, ist vor allem Pragmatismus. Laut Regierungsvertretern sind hier über 90 Prozent der Angestellten im Tourismussektor geimpft, in den Hotels herrscht Maskenpflicht, das tropische Klima soll sein Übriges tun gegen die Virenverbreitung.
    Eine Insel, zwei Kulturen

    Landeanflug auf Punta Cana, ganz im Osten der Insel. Während der Airbus das Karibische Meer überfliegt, die Stewardessen die Pappbecher abräumen und draussen undurchdringliche Nacht heraufdämmert, leuchtet in der Kabine der Umriss von Hispaniola auf den Bildschirmen.

    Inseln sind eigenartige, zweideutige Gebilde mit ihren eigenen Gesetzen und Stimmungen, fernab der übrigen Welt. Sie schaffen eine Verbindung von Erde und Wasser, vereinen das Land und die See. Ebenso könnte man sagen: Inseln trennen die Gegensätze. Inseln sind Sehnsuchts- und Zufluchtsorte. Fast so, als würden die Uhren mitten im Wasser anders ticken.

  • Thema von carlos im Forum Dominikanische Republik

    Als «Mallorca der Karibik» wird es betitelt, das Ferienziel für Freunde von All-inclusive-Buffets, Sandstränden und azurblauen Wellen. Trotz Corona hat die Dominikanische Republik im vergangenen Jahr Rekordzahlen geschrieben.
    Die ganze Welt des Tourismus ächzt unter Corona. Die ganze Welt? Nein, eine Destination in der Karibik hat sich von der Pandemie nicht aufhalten lassen. Sie hat nach einem kleinen Einbruch 2020 im letzten Jahr sogar Rekordzahlen geschrieben: die Dominikanische Republik. Während Flüge nach Kuba oder Jamaica während Corona markant zurückgegangen sind, wurden alleine im Dezember 15 Prozent mehr Flugtickets für die Dominikanische Republik gebucht. Bis Ende 2021 kamen fast fünf Millionen Gäste.
    Das Land ist ein Paradies für Freunde von All-inclusive-Buffets, Sandstränden und azurblauen Wellen. «Reif für die Insel» ist, wer hierherkommt auf der Suche nach Freiheit und zwei Wochen Auszeit vom Alltag. Dass die Dominikanische Republik ihre Karten ganz auf die Besucher setzt und mit einer Charmeoffensive um diese wirbt, ist vor allem Pragmatismus. Laut Regierungsvertretern sind hier über 90 Prozent der Angestellten im Tourismussektor geimpft, in den Hotels herrscht Maskenpflicht, das tropische Klima soll sein Übriges tun gegen die Virenverbreitung.
    Eine Insel, zwei Kulturen

    Landeanflug auf Punta Cana, ganz im Osten der Insel. Während der Airbus das Karibische Meer überfliegt, die Stewardessen die Pappbecher abräumen und draussen undurchdringliche Nacht heraufdämmert, leuchtet in der Kabine der Umriss von Hispaniola auf den Bildschirmen.

    Inseln sind eigenartige, zweideutige Gebilde mit ihren eigenen Gesetzen und Stimmungen, fernab der übrigen Welt. Sie schaffen eine Verbindung von Erde und Wasser, vereinen das Land und die See. Ebenso könnte man sagen: Inseln trennen die Gegensätze. Inseln sind Sehnsuchts- und Zufluchtsorte. Fast so, als würden die Uhren mitten im Wasser anders ticken.
    200 Kilometer
    Kartengrundlage: © Openstreetmap, © Maptiler
    NZZ / sm.

    Hispaniola ist eine besonders bemerkenswerte Insel. Hier haben sich die Gräben zwischen einheimischer Tradition und modernem Tourismus, zwischen den Verlierern und den Profiteuren der Globalisierung deutlich manifestiert. Auf der kleineren, westlichen Seite liegt Haiti, ein bitterarmes Land, von der Natur durch Erdbeben, Überschwemmungen und Wirbelstürme ebenso geplagt wie von Gewalt und Korruption. Die politische Lage in diesem in vieler Hinsicht verlorenen Staat ist äusserst instabil, nicht erst seit letzten Juli Präsident Jovenel Moïse unter bis heute ungeklärten Umständen erschossen wurde. Auf dem Human-Development-Index von 2020 belegt Haiti Platz 170 von 189.

    Ganz anders hingegen präsentiert sich der östliche Nachbar, die Dominikanische Republik. Sie nimmt den Löwenanteil einer Fläche ein, die nur wenig grösser ist als Bayern. Von einem Brudervolk kann keine Rede sein: Zwei Kulturen bewohnen das einstmals fruchtbare Hispaniola, mit unterschiedlichen Sprachen, Tänzen, Sportarten. Durch die gewalttätige, zumeist von Grossmächten bestimmte Geschichte wurden sie noch weiter getrennt. Während die eine Hälfte der Insel Hunger leidet, wird die andere von Charterflügen voller partyfreudiger westlicher Touristen angesteuert.

    «Ah, du fliegst auf das Mallorca der Karibik?», bekommt zu hören, wer auf die Dominikanische Republik reist. Das ist eine der Vorstellungen, die dem Land zuweilen vorauseilen: Karibikfeeling, aber nicht zu teuer und manchmal ein bisschen grell, Sand, Saufen und Sextourismus in der Sonne. Unschön abgekürzt: «Dom Rep». Doch das Image vom schnellen Massentourismus will das Land ablegen. Qualität und Zuverlässigkeit sollten sich etablieren, sagt Carlos, der optisch der Zwillingsbruder des «The Fast and the Furious»-Schauspielers Vin Diesel sein könnte. Er ist vor Ort für das Tourismusministerium des Landes tätig.

  • ZADDatum14.01.2022 11:39
    Thema von carlos im Forum Company activities

    Liebe Zahnis,

    auch dieses Jahr haben wir, der Zahnmedizinische Austauschdienst, einen Infoabend für Famulaturen organisiert. Dieser wird uniübergreifend und online über Zoom stattfinden. Hierzu laden wir Euch herzlich ein, am Donnerstag, 13. Januar 2022 um 19 Uhr, teilzunehmen und Einblicke in Projekte von Hilfsorganisationen zu erhalten. Unter anderem dabei sind Zahnärzte helfen e.V., DIANO und Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte. Zudem erhaltet ihr Informationen rund um das Thema Famulaturen und erfahrt wie ihr euch für einen Fahrtkostenzuschuss beim ZAD bewerben könnt.

    Für die Teilnahme ist eine Registrierung über den folgenden Link vorab erforderlich:

    https://us06web.zoom.us/meeting/register...G-2oe4qlmBYu_qH

    Wir freuen uns auf Eure zahlreiche Teilnahme und einen informativen Abend.
    Bei Fragen stehen Eure LEOs und wir Euch jederzeit gerne zur Verfügung.

  • Thema von carlos im Forum Forum - Archiv

    Schmerzbekämpfung
    Das Schmerzmittel Paracetamol kann unsere Psyche verändern

    Kopfschmerzen? Zahnschmerzen? Da nehmen viele einfach mal eine Tablette wie etwa Paracetamol. Aber das Medikament lindert nicht nur Schmerzen, es kann auch massiv in unsere Psyche eingreifen.

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